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Ausarbeitung von Haim über "Juden-Judentum-Jisrael"

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Ausarbeitung von Haim über "Juden-Judentum-Jisrael"

Beitrag  Admin am 4/2/2014, 17:28



Schalom meine Lieben,

hier folgt nun die Ausarbeitung meines Freundes Haim, er ist progressiv liberaler Jehudim der zur Zeit in Polen lebt..
Teile seiner Familie leben in Jisrael und auch in Deutschland.

Haim Shahal

Ausarbeitungen über "Juden-Judentum-Israel"



JUDEN JUDENTUM ISRAEL
"Ein guter Jude bedarf keines Empfehlungsbriefes, einem schlechten Juden hilft
kein Empfehlungsbrief." - Jiddisches Sprichwort
erstellt von Haim Shahal©, Günther Malkowsky©



VORWORT
Als ich mich entschlossen habe einen Beitrag über Juden, das Judentum und Israel
zu schreiben war mir nicht wirklich bewusst wo und wie ich beginnen soll.
Es gibt tausende – von sehr guten bis sehr schlechten - Bücher über diese Themen.
In welche Reihe will ich mich eingliedern? Natürlich in die sehr gute oder zumindest
in die gute. Kann mir das mit einem so komplexen Thema gelingen? Eigentlich
nicht, ich habe weder Judaistik noch die Thora und die dazugehörigen Werke studiert.
Ich bin ein einfacher Jude, der seinen Glauben ernst nimmt, nicht orthodox,
sondern sehr, sehr liberal. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich über dieses
Thema schreiben soll. Allein einerseits deswegen, um gewisse Vorurteile, die in der
Regel auf „Nichtwissen― beruhen aus dem Wege zu räumen. Andererseits um denjenigen,
die dieses Thema interessiert die Möglichkeit zu geben sich „schlau― zu
machen ohne hunderte von „Wälzern― lesen zu müssen. Man kann die Kapitel, die
einen interessieren lesen und den Rest außer Acht lassen.
Eines sollte von Anfang an klar sein, dieses ist kein wissenschaftlicher Beitrag, sondern
eine Aufzählung von Fakten und Ereignissen, die das Judentum, die Juden und
Israel betreffen. Ich erhebe auch keinen Anspruch darauf, dass alle Fakten aufgeführt
sind. Ich habe die Dinge, die ich für wichtig erachte zusammengestellt. Ich
hätte über jede aufgeführte Persönlichkeit oder Sache erheblich mehr schreiben
können. Genau das wollte ich nicht. Ich habe versucht die wichtigsten Daten und
Fakten in eine verhältnismäßig kurze Form zu bringen.
Innerhalb der Abhandlung ließ es sich nicht vermeiden von Thema zu Thema zu
„springen―, manchmal, wie es erscheint ohne Leitfaden. Dem ist aber nicht so. Leider
kommt man bei so einem Thema vom Hundertsten zum Tausendsten. Der Leser
möge mir diese „Sprunghaftigkeit― verzeihen. Wichtig ist, dass die Daten und Fakten
stimmen. Ich habe viele Quellen durchforstet um zu dem Ergebnis zu kommen,
dass jetzt vor Ihnen liegt.
Beginnen werde ich mit den Juden und Mihu Jehudi, danach folgt ein kurzer zeitlicher
Überblick über das Judentum. Anschließend folgt das Kapitel „Geschichte der
Juden―. Viele in diesem Kapitel angesprochene Themen werden im weiteren Verlauf
ausführliche behandelt.
Bilgoraj (Polen), August 2010
Haim Shahal, Günter Malkowsky


DIE JUDEN

Als Juden (hebr. יְהוּדִים , transliteriert Jehudim) bezeichnet man sowohl die Angehörigen des jüdischen Volkes als auch der jüdischen Religion. Unter dem „jüdischen Volk― werden sowohl das historische Volk der Israeliten als auch dem jüdischen Selbstverständnis gemäß alle Juden verstanden, die nach der Thora von den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob abstammen.
Deren Verheißungsgeschichte hat nach dem ersten Buch Mose alle Völker segnenden, sie einbeziehenden Charakter: Wer von einer jüdischen Mutter geboren ist, gilt im Talmud daher ebenso als Jude wie der, der zu diesem Glauben übergetreten ist, unabhängig von seiner Herkunft. Der Begriff des jüdischen Volkes im zweiten Sinne bezeichnet nicht ein ethnisch einheitliches Nationalvolk mit geschlossenem Siedlungsraum, einer gemeinsamen Geschichte, Sprache und Kultur, sondern eines, das zur jüdischen Diaspora zerfiel.

Der Bezug auf diese gemeinsame Herkunft verbindet auch religiöse und säkulare Juden: „Von Zugehörigkeit zum Volk Israel … kann man jedoch auch sprechen, wenn ein Individuum kulturell oder religiös von der religiös-kulturellen Wirklichkeit der Geschichte Israels in wesentlichen Bereichen seiner Persönlichkeit als geschichtliches
Wesen faktisch geprägt ist und das auch positiv akzeptiert.― Das deutsche Wort „Jude― kommt vom hebräischen jehudi יְהוּדִי , was so viel wie Bewohner des Landes Jehūdāh bedeutet. Dem Wortsinn nach bezeichnet der Begriff also nur die Angehörigen der Provinz Jehūdāh.



ENTSTEHUNG DES JUDENTUMS

Als Urväter der Juden gelten Abraham, Isaak und Jakob, die westsemitische Nomadenstämme anführten, die irgendwo zwischen dem Mittelmeer und Mesopotamien lebten. Historische Belege für ihre Existenz gibt es keine. Wenn, dann lebten sie wahrscheinlich während der Zeit der Sesshaftwerdung der Nomaden zu Beginn der Bronzezeit, also zwischen 1900 und 1500 v.Chr. Als Stifter der jüdischen Religion gilt Mose. Daher wird die jüdische Religion auch als „mosaische Religion― bezeichnet. Moses ist im Judentum der höchste Prophet aller Zeiten, der Gott so nah kam, wie sonst kein Mensch vorher oder seitdem. Historische Belege für die Existenz Mose fehlen jedoch. In der Bibel führt Mose den Auszug des hebräischen Volkes aus Ägypten an. Wann und ob dieser historisch stattgefunden hat, ist jedoch ebenfalls unklar. Traditionell gilt Mose zudem als Verfasser der nach ihm benannten „Fünf Bücher Mose― (in der jüdischen Religion umgangssprachlich „Thora― genannt), die die Basis des jüdischen Glaubens bilden. Diese Auffassung wird heute jedoch außerhalb des Orthodoxen Judentums (sofern dort überhaupt mit der Historizität des Mose gerechnet wird) kaum mehr vertreten.

Als eigentlicher Begründer des heutigen Judentums gilt Esra (um 440 v.Chr.). Esra war in der Zeit des Babylonischen Exil Hohepriester und durfte mit seinem verschleppten israelischen Volk, das aus vermutlich etwa 20.000 Menschen bestand, auf Erlass des Perserkönigs Artaxerxes zurück nach Jerusalem. Dort ordnete er Tempeldienst und Priestertum neu und ließ Ehen von Juden mit heidnischen Frauen scheiden. Die religiöse Identität ist seitdem für das Judentum von ähnlicher Bedeutung wie die der Herkunft.



BEGRIFF IN DER JÜDISCHEN TRADITION

Nach der orthodoxen Auslegung der Halacha, den jüdischen Religionsvorschriften, gilt jeder Mensch als Jude, der eine jüdische Mutter hat, unabhängig davon, ob, oder wie sehr er die jüdischen Glaubensvorschriften befolgt oder nicht. Dabei ist es Bedingung, dass die Mutter bei der Empfängnis Jüdin nach der Halacha sein muss. Wenn also eine nichtjüdische Frau nach der Empfängnis, aber noch vor der Geburt des Kindes zum Judentum konvertiert ist, sind die Kinder keine Juden. Wenn sie jedoch kurz vor der Empfängnis zum Judentum konvertiert, ist das Kind jüdisch. Außerdem gilt als Jude, wer formell die Konversion zum Judentum (Gijur genannt) vollzogen hat. Einfacher Glaube an die jüdische Religion reicht nicht aus.

Das Prinzip der Halacha wird im Talmud auf die Thora zurückgeführt. Dadurch entwickelte sich eine Kultur, die über lange Zeit stabil blieb und den Juden eine eigene
Identität bewahrte, obwohl sie über fast zwei Jahrtausende hinweg keinen eigenen Staat, vor allem kein eigenes Staatsgebiet, hatten. Ihre Heimat war und ist der ewige Bund Gottes mit Abraham und das an Moses und die anderen Propheten verkündete ewige Gesetz Gottes. Eine gleiche Phase der Diaspora (Zerstreuung) hatte das Volk Israel bereits in der babylonischen Verbannung überstanden. Heimgekehrt nach Jerusalem, begrenzten die Kinder Israels ihr Volk erneut auf die leiblichen Nachfahren Abrahams, Isaaks und Jakobs (Israels). Damals erreichte der Prophet Esra, dass Juden, die sich mit nichtjüdischen Frauen verbunden hatten, diese und die mit ihnen gezeugten Mischlingskinder verstoßen mussten.



NEUBEWERTUNGEN

Im Zeitalter der Aufklärung kam es auch innerhalb des Judentums zur Diskussion über den Sinn mancher Gesetze der Thora. So genannte Reformjuden oder liberale Juden begannen, ältere Bräuche, unter anderem auch die Frage, wer Jude ist und wer nicht, in Frage zu stellen. So kam es, vor allem in West- und Mitteleuropa, wo die Assimilationsbestrebungen weitaus stärker waren als im Osten, zu einer allmählichen Lockerung der bislang so engen Definition von „Jude―. Die meisten modernen jüdischen Gemeinden – z. B. in den USA oder Großbritannien – vertreten heute eine andere, weniger strenge Fassung des Begriffs „Jude―.



INNERHALB JÜDISCHER RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN

Der orthodoxen Interpretation der Halacha entsprechend, ist nur das leibliche Kind einer jüdischen Mutter als jüdisch zu bestimmen. Ein Kind mit einem jüdischem Vater und einer nicht-jüdischen Mutter wird als nicht-jüdisch betrachtet. Obwohl die Konversion eines Säuglings unter bestimmten Umständen wie etwa bei Adoptivkindern oder bei Kindern konvertierender Eltern in Betracht gezogen werden kann, werden konvertierte Kinder beim Eintritt in den religiösen Erwachsenenstatus, der bei Mädchen im Alter von 12 Jahren, bei Jungen im Alter von 13 Jahren erreicht wird, typischerweise befragt, ob sie jüdisch bleiben wollen. Dieser Standard gilt sowohl im Konservativen als auch im Orthodoxen Judentum. Jüdische Glaubensgemeinschaften, die die orthodoxen Auslegungen des jüdischen Gesetzes nicht als bindend anerkennen, haben andere Standards. Das amerikanische Reformjudentum und das Liberale Judentum in Großbritannien erkennen ein Kind mit nur einem jüdischen Elternteil – Mutter oder Vater – als jüdisch an, wenn dieses Kind den Standards dieser Gemeinschaft entsprechend als Jude aufgezogen wird. Für ernsthaft gemeinte Konversion sind alle heute weitverbreiteten Formen des Judentums offen. Obwohl es um die Konversion zum Judentum auch eine Kontroverse gibt, akzeptieren alle religiösen Bewegungen Konvertiten, die sie selbst aufgenommen haben, ohne Einschränkung.

Diese Abweichung von der traditionellen Sichtweise hat zu starken Spannungen mit traditionellen konservativen und orthodoxen Juden geführt. Die Frage, ob eine Person Jude ist oder nicht, hat weitreichende religiöse Bedeutung. Einige orthodoxe Autoritäten erklären eine jüdische Ehe nur dann für gültig, wenn sie zwischen zwei Juden geschlossen wird. Ein öffentlicher Gemeindegottesdienst kann nur dann abgehalten werden, wenn mindestens zehn jüdische Beter (Minjan) teilnehmen.


IN LIBERALEN WELTLICHEN GEMEINSCHAFTEN

Die Mitglieder der meisten weltlichen jüdischen Gemeinschaften akzeptieren jeden Menschen als Juden, der sich als solcher erklärt, es sei denn, es gibt Grund zur Annahme, dass diese Person damit eine Täuschung begeht. Manche Mitglieder des Reformjudentums teilen diesen Standpunkt.



IM STAAT ISRAEL

Das Parlament des Staates Israel, die Knesset, hat in einer ersten Fassung des Rückkehrgesetzes (engl.: „Law of return―) 1950 zwar bestimmt: „Jeder Jude ist berechtigt, in das Land einzuwandern.― Damit war aber nicht geregelt, wer als Jude gilt. Behördliche und gerichtliche Auseinandersetzungen zwangen die Knesset im Jahre 1970 jedoch dazu, das Rückkehrgesetz neu zu formulieren. Als Jude gilt seither in Israel derjenige, dessen Mutter oder Großmutter, Urgroßmutter oder Urur - Ururgroßmutter, jeweils mütterlicherseits, religiöse Jüdinnen waren, oder der, der nach den orthodoxen religiösen Regeln zum Judentum konvertiert ist. Diese Definition folgt der des Talmud, fügt aber das Ausschlussmerkmal „nicht einer anderen Religion angehörend― hinzu. Jude ist nach offiziellem israelischem Verständnis eine Bezeichnung einer Nationalität, weil alle Juden der Welt unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft zum jüdischen Volk gehörten. Israel ist nach zionistischem Verständnis der „Staat des jüdischen Volkes―. Zu diesem Thema fand das Schlagwort „Mihu Jehudi― innerhalb der jüdischen Öffentlichkeit starke Verbreitung.



ANTIJUDAISTISCHE UND ANTISEMITISCHE DEFINITIONEN

Die Frage, ob jemand als Jude eingestuft wird, konnte je nach Gesellschaft darüber entscheiden, ob diese Person einen bestimmten Beruf ausüben, eine Ausbildung erhalten, an einem bestimmten Ort leben, in Haft gehalten werden, verbannt oder mit behördlicher Billigung ermordet werden konnte. Die Einordnung als Jude folgt dabei keineswegs immer einer scharfen Begrifflichkeit, sondern konnte auch an diffuse Annahmen oder Vorurteile anknüpfen. So konnte die mittelalterliche Beschränkung der Juden auf wenige erlaubte Berufe dazu führen, dass der Begriff des Juden („Jew―) noch in der 4. Auflage des Concise Oxford Dictionary von 1950 in seiner übertragenen.



Der Antisemitismus

(bis 1945) definierte „Jude sein― ethnisch und rassistisch, um auch konvertierte Juden weiterhin als Juden mit angeblich unveränderlichen, ererbten negativen Charaktereigenschaften ausgrenzen zu können.
So konnten diese im Deutschen Kaiserreich trotz rechtlicher Gleichstellung weder durch Verzicht auf ihre Religionsausübung noch durch Heirat mit Andersgläubigen oder Konversion zum Christentum volle gesellschaftliche Anerkennung, Bildungs- und Aufstiegschancen erreichen. In der Völkischen Bewegung wurde diese Ablehnung verschärft und die Vertreibung oder Ausweisung aller von Juden abstammenden Personen gefordert. Der Nationalsozialismus übernahm die Vertreibung aller Judenstämmigen und mit Juden verheirateter „Mischlinge― als politisches Ziel und führte 1935 eine entsprechende Gesetzgebung ein: die Nürnberger Gesetze. Diese wurden, ungeachtet des Glaubensbekenntnisses, auf alle Personen angewandt, die mindestens einen jüdischen Großelternteil (männlich oder weiblich) hatten; wobei diejenigen mit väterlicher/ großväterlicher Abstammung wesentlich härter ausgegrenzt wurden und das Jahr 1800 willkürlich festgelegt wurde für den Zeitpunkt der Konversion.
Den betroffenen Juden in Deutschland wurden damit ihre deutsche Nationalität und Bürgerrechte aberkannt (siehe dort). Das NS-Regime benutzte diese rassistische Definition von „Jude sein― seit Beginn des Zweiten Weltkriegs auch in den von Deutschland besetzten Gebieten zur Deportation, Ghettoisierung und Vernichtung der Juden im Holocaust



GEOGRAFISCHE VERTEILUNG

Heute gibt es etwa 13,3 Millionen Juden auf der Welt, das sind rund 0,2% der Weltbevölkerung, von denen die meisten in den Vereinigten Staaten und in Israel leben. Andere Schätzungen sprechen von etwa 15 Millionen Menschen weltweit. Durch verschiedene Emigrations- und Immigrationswellen hat sich die Verteilung der Juden in der Welt in den letzten Jahren sehr verändert. Anfang der 1990er- Jahre lebte noch ein Großteil der Juden in der ehemaligen Sowjetunion. Nach ihrer Auflösung wanderten viele Menschen nach Israel, in die Vereinigten Staaten und nach Deutschland aus. Folgende Tabelle basiert auf Angaben der Jewish Agency for Israel aus dem Jahr 2002, sofern nicht anders angegeben.

Land...Juden...% aller Juden...% der Bev.

USA................... 5.700.000......................43,56.............................1,9

Israel..................5.025.000......................38,41............................76,7

Frankreich..............519.000........................3,97.............................0,9

Kanada..................364.000........................2,78.............................1,1

Großbritannien........ 273.500.........................2,09............................0,5

Russland................265.000.........................2,03............................0,2

Argentinien.............195.000.........................1,49............................0,5

Deutschland.............103.000.........................0,79............................0,1

Ukraine..................100.000.........................0,76............................0,2

Australien.................99.000.........................0,76............................0,5

Brasilien...................97.300.........................0,74............................0,1

Südafrika..................78.000.........................0,60............................0,2

Ungarn.....................51.300.........................0,39............................0,5

Mexiko.....................40.400.........................0,31............................0,04

Belgien.....................31.400.........................0,24............................0,3

Italien......................29.400........................._____..........................0,05

Niederlande................28.000........................._____..........................0,18

Weißrussland..............24.300........................._____..........................0,24

Türkei......................17.000........................._____..........................0,03

Iran.........................25.000.........................0,19............................0,04

Schweiz....................17.700........................._____...........................0,25

Österreich..................9.000.........................._____..........................0,11

Welt.....................13.083.900.......................100,0...........................0,2



Mihu Jehudi

Das Schlagwort Mihu Jehudi (Umschrift für hebräisch: „? מיהו יהודי ―, zu Deutsch: „Wer ist (ein) Jude?―) steht für eine der bedeutendsten innerjüdischen Kontroversen.
Die Untrennbarkeit religiöser und nationaler Komponenten jüdischer Existenz war bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein nicht in Frage gestelltes Prinzip. Danach wurde die Frage auch im Zuge der jüdischen Emanzipation und Säkularisierung zunehmend virulent. Sie fand innerhalb der jüdischen Öffentlichkeit stärkere Verbreitung, als sich ab 1962 mehrere bedeutende Rechtsfälle mit dem Thema der Zugehörigkeit zum Judentum auseinandersetzten. Die sich anschließende Kontroverse drehte sich vor allem um folgende Streitpunkte:

ABSTAMMUNG VON ELTERN UNTERSCHIEDLICHER RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT

In der Debatte über die Abstammung von Eltern unterschiedlicher Religionszugehörigkeit geht es um die Frage, in welchen Fällen Menschen als jüdisch einzustufen seien, die nur einen jüdischen Elternteil haben. Dabei ist die orthodox-jüdische Auffassung, dass nur der Jude sei, der von einer jüdischen Mutter abstamme, während der liberal-jüdischen Position ausreicht, dass die Person von einem jüdischen Vater abstammt. Die historische Begründung für die Weitergabe der Religionszugehörigkeit über die Mutter liegt in der Tatsache begründet, dass lediglich die Mutterschaft eindeutig feststellbar war.
Da seit ungefähr 1990 Vaterschaftstest über DNA-Analysen auch diesen Elternteil bestätigen können, ist nach liberaler Auffassung auch ein jüdischer Vater für die Zugehörigkeit zum Judentum ohne Konversion ausreichend.

KONVERSIONS-DEBATTE

In der Konversions-Debatte geht es um die Frage, in welchen Fällen eine Konversion zum Judentum als gültig zu erachten sei.
Dabei vertraten die Vertreter der orthodoxen Position die Auffassung, dass nur eine Aufnahme in das Judentum gültig sei, die von einem orthodoxen Rabbinatsgericht bestätigt worden sei, während die liberale Position dies auch für eine Aufnahme durch einen liberalen Rabbiner befürwortete. Im Jahr 2008 flammte in Israel die Debatte mit besonderer Schärfe auf, nachdem das ultraorthodox-antizionistisch besetzte Oberste Rabbinatsgericht die Entscheidung des lokalen Rabbinatsgericht von Aschdod bestätigte, wonach die Konversion einer Frau, die durch den Siedlerrabbiner Chaim Druckman durchgeführt wurde, für ungültig zu erklären sei.
Diesem wurde vorgeworfen, die Halacha willentlich und wissentlich gebrochen sowie Dokumente gefälscht zu haben. Damit standen aber weitere tausende von Konversionen infrage. Im Hintergrund dieser Auseinandersetzung steht aber auch ein politischer Konflikt zwischen nationalreligiös gesinnten Rabbinern und ultraorthodox-antizionistischen Rabbinern. Als Folge dieser Schwierigkeiten wurde auch die Debatte über ein weltweit anerkanntes Rabbinergremium aufgegriffen. Gleichzeitig forderten säkulare und nicht ultraorthodoxe Parlamentarier, neben einer religiösen Konversion auch die Möglichkeit einer Art säkularer Konversion zum jüdischen Volk zu ermöglichen.
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Mihu Jehudi?

Beitrag  Juditha am 5/2/2014, 13:38



Schalom 


Vielen Dank für diese lehrreichen und verständlichen Erklärungen!  study 
  

Mihu Jehudi - Wer ist Jude? -  Schalom  Schalom  Eine Frage, die nicht nur innerhalb des Staates Israel sowie der unterschiedlichen jüdischen Glaubensausrichtungen viel zu diskutieren gibt. Sie fordert auch denjenigen Menschen, der mit Seinem Volk Israel "gehen" will in der Tiefe heraus.  ‎לשנההבאהבירושליםשיר   be Jewish 

 Bless Jisrael 

Juditha

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Kabbalat Chawerut

Beitrag  Jochanan am 12/11/2014, 10:07

WIESO
WESHALB
WARUM



Kabbalat Chawerut




Religiöse Begriffe aus der Welt des Judentums



Aktualisiert am 09.05.2014, 09:16 – von Rabbinerin Chana Karmann-Lente

Heute kehre ich zum Judentum zurück, zum Glauben meiner Väter und Mütter. In den vergangenen Jahrhunderten, allen Hindernissen zum Trotz, haben meine Vorfahren ihren jüdischen Glauben, ihre Traditionen und ihr Erbe in ihren Herzen bewahrt. 

Ich kehre jetzt zurück mit dem Versprechen, als Jüdin den jüdischen Glauben zu leben und mich zu meinen Wurzeln zu bekennen – indem ich ein jüdisches Heim schaffe, wo unsere Traditionen anerkannt, gestärkt und weitergegeben werden. L’dor w’dor, von dieser Generation zur nächsten Generation!« – Mit diesen Worten erfolgt in Italien die Erklärung zur Kabbalat Chawerut vor einem Beit Din.



RITUAL Der Ausdruck »Kabbalat (Diwrei) Chawerut« kann etwa mit »die Satzungen der Gemeinschaft annehmen« wiedergegeben werden und entspricht einer Mitgliedschaftserklärung. Es handelt sich hier um ein altes Aufnahmeritual: Nachdem der Tempel zerstört worden war, wurden die levitischen Reinheitsgesetze und die Vorschriften hinsichtlich der priesterlichen Abgaben nicht mehr von allen streng befolgt. Wer sie jedoch beachtete, schloss sich mit Gleichgesinnten zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Aufnahme setzte die Zusicherung der Kabbalat Diwrei Chawerut voraus (Bechorot 30b).



Seit der Zeit der Geonim wurde der Begriff im Zusammenhang mit Apostaten, die zum Judentum zurückkehren wollen, verwendet – sie mussten das Versprechen der Kabbalat Chawerut abgeben und sich damit auf das jüdische Gesetz verpflichten. Kabbalat Chawerut ist also ein innerjüdisches Verfahren, keine Konversionserklärung. 

Tenor in der gaonäischen Zeit war es, keine rituellen Barrieren vor die Rückkehrwilligen zu legen. Auch der Ritba, Raw Jom Tow ben Awraham Ischbili (1250–1330), war der Ansicht, dass ein abtrünniger Jude, der zurückkehrt, nach dem Gesetz natürlich nicht rituell untertauchen müsse – er solle aber vor einem Beit Din die Kabbalat Chawerut erklären, sich also wieder auf die Satzungen der jüdischen Gemeinschaft verpflichten.



APOSTASIE Im Mittelalter wurde zwischen zwei Arten von Apostasie unterschieden: Auf der einen Seite gab es Menschen, die zur Konversion gezwungen wurden, auf der anderen Seite solche, die schon unter geringem Druck konvertierten. Wenn die Konversion ohne jeglichen Zwang erfolgt war, dann wurde für eine Rückkehr eine Prozedur für notwendig erachtet, die ähnlich einer Konversion war. 

Minimum waren das rituelle Tauchbad und Kabbalat Diwrei Chawerut, das Versprechen vor drei Zeugen, fortan wieder jüdisch zu leben. War jemand zur Konversion gezwungen worden, so war für eine Rückkehr in das Judentum keine spezielle Handlung erforderlich. Er musste lediglich seinen Wunsch zur Rückkehr in die jüdische Gemeinschaft erklären und fortan ein jüdisches Leben führen (Schulchan Aruch, Jore Dea 268,12).



Auch heute noch spielt Kabbalat Chawerut eine wichtige Rolle – wenn sich zum Beispiel Karäer oder B’nei Anussim wieder der jüdischen Gemeinschaft anschließen möchten. In Israel ist heutzutage eine Heirat zwischen Karäern und rabbinischen Juden nur möglich, wenn sich der Karäer zuvor dem Prozess der Kabbalat Diwrei Chawerut unterzieht. Nach mehrtägigem Studium mit einem Rabbi muss der Karäer vor einem Beit Din erscheinen und geloben, seine karäischen Bräuche aufzugeben und sich fortan an die Vorschriften des rabbinischen Judentums zu halten. Jährlich legen in Israel etwa fünf Karäer das Versprechen der Kabbalat Diwrei Chawerut ab.

In Süditalien gab es vor der Inquisition eine große jüdische Bevölkerung. Viele Juden haben später trotz Zwangskonversion einige jüdische Traditionen im Verborgenen bewahrt und weitergegeben. Heute können die B’nei Anussim, die Nachkommen der »Gezwungenen«, in Gemeinden wie in Serrastretta oder Palermo die jüdische Lebensweise kennenlernen, bevor sie schließlich vor einem Beit Din ihre Ernsthaftigkeit unter Beweis stellen und die Kabbalat Chawerut erklären. Das Zertifikat, das sie anschließend erhalten, bestätigt ihren jüdischen Status und bringt auf den Punkt, worum es hier geht: »Bentornato a Casa« – Willkommen zu Hause!

Quelle: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19046
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Schabbat Schalom

Beitrag  Rapha am 14/11/2014, 13:02

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KONVERSION


Endlich richtig jüdisch

Die Regierung beschließt, Übertritte zu erleichtern 
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Re: Ausarbeitung von Haim über "Juden-Judentum-Jisrael"

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