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PARASHAH - PREDIGTEN - SERMON

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PARASHAH - PREDIGTEN - SERMON

Beitrag  Admin am 19/4/2012, 15:04

SPEZIAL-PARASHAH FÜR PESSACH

Parashah
Geschrieben von: Julio Dam  
Dienstag, den 03. April 2012 um 14:20 Uhr

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
14. des ersten Monats des neuen Jahres/Rosch Ha Schanah 5773/6. März 2012
SPEZIAL-PARASHAH FÜR PESSACH
Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe


(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)

DIE ETAPPEN ZUR PESSACH-FREIHEIT
Pessach wird nicht ohne Grund „Sman herutejinu/die Zeit unserer Befreiung“ genannt. Pessach ist eine Fünf-Schritt-Etappe auf dem Weg zur Einheit mit Elohim. Diese fünf Schritte sind:

DIE FÜNF ETAPPEN ZUR FREIHEIT
(1)Mitzraim/”Blockaden/Hindernisse”/”Ägypten”→(2)Pessach (Befreiung)→(3)Wüste (Prüfungsetappe)→(4)Kna´an→(5)Israel.
DIE VIER PESSACH-BEGRIFFE
Wir werden jetzt Pessach unter seinen vier Hauptbegriffen untersuchen. Das Fest/Chag von Pessach/„einen Schritt darüber hinweg tun” beinhaltet vier Anspielungen und Begriffe, die Elohim uns, die wir dem Blut oder dem Glauben nach Juden sind und an Jeschua ha Maschiach glauben, gegeben hat und die wir verstehen müssen.
Diese vier Haupt-Begriffe sind: (1) Das Pessach-Lamm; (2) Die Matzah/ungesäuertes Brot; (3) Die Maror/bitteren Kräuter; und (4) die vier Weinkelche.
Das Pessach-Lamm ist die Kapparah/das Sühnopfer, das Elohim ADONAI ANSTELLE unserer Seele annimmt. Ungefähr seit dem Jahre 28 n.M. ist Jeschua unsere Pessach-Kapparah. Er hat mit Seinem Leben, das Opfer zu unserer Errettung, für uns bezahlt.
Die Matzah/ungesäuertes Brot ist ein Symbol der Heiligkeit, Reinigung, Gesundheit, Reinheit und Freiheit. Die Matzah repräsentiert den Leib des Maschiach, der diese Eigenschaften hat. Sie zu essen, bringt uns Emunah/wahren Glauben dadurch, dass wir das Opfer, das Jeschua für all jene, die nicht zum Volk der Juden gehörten, am Olivenbaum gebracht hat, in seinem ganzen Ausmaß verstehen.
Die Maror/bitteren Kräuter sind ein Symbol, das uns in der Gegenwart an die Vergangenheit erinnern soll. Es ist ein Symbol der Versklavung unserer Hemmungen, die uns nicht erlaubten und manchmal immer noch davon abhalten, die Freiheit zu genießen, die Elohim für uns will.
Die vier Weinkelche repräsentieren die Eroberung des ewigen Lebens in vier Schritten, weil die Weintraube, von welcher der Wein hergestellt wird, die Frucht des Baumes des Lebens ist, von dem zu essen Adam und Chavah/Eva verboten wurde. Der Wein ist die physische Kondensierung der geistlichen Weintraube, die im Garten/Gan Eden war. Es ist das, was jetzt, da wir keinen Zugang zum Etz ha Jaim/Baum des (ewigen) Lebens mehr haben, in unserer Reichweite ist. Diese vier Begriffe hüllen die Pessach-Feierlichkeit ein und symbolisieren sie in jedem seiner Details.
DIE DREI GROßEN FESTE ALS VERHALTENS-DNA
Pessach ist eine besondere Zeit, die Elohim dazu benutzt, uns voranzubringen und jene Probleme und Defekte, die in unserer Persönlichkeit und Psyche repariert werden müssen, schneller zu „übergehen“ (überwinden) als im Rest des Jahres. Gerade deshalb sind wir, die messianischen Juden, in dieser Zeit unter so starken Beschuss, weil ha Satan und sein Heer wissen, dass die Gefahr besteht, dass wir in dieser Zeit zu viel vorankommen. – Und kein Fortschritt und Vorwärtskommen ist dem Feind angenehm. Er will uns tot, oder wenigstens verzweifeln sehen.
MITZRAIM (“ÄGYPTEN”)
Pessach ist, unter vielem anderen, ein Herausziehen aus unserer durch Mitzraim dargestellten Selbstsucht, aus dem nur an ein “Ich will” zu denken. Es geht darum, sich in Richtung Selbstlosigkeit zu bewegen (Was kann ich für meine Kollegen oder für meine Familie tun?), in Richtung des an andere Denkens. Dies ist es, was Israel darstellt, das “Licht für die Gojim/Heiden”.
Die erste Etappe ist die Etappe des fleischlichen Menschen, der in Mitzraim, in der Sklaverei ist. Wie die Bedeutung des Wortes Mitzraim/”Hindernisse, Einschränkungen”, ist er nach 1.Tess.5,23 in den drei Teilen seines Seins: “Geist/Ruach, Seele/Nefesch und Körper/Leib/Guf” gehemmt/blockiert/behindert. Mitzraim ist ein Name für eine ganze Reihe psychologischer, physischer und geistlicher Fehlfunktionen. Diese Hindernisse oder Hemmungen erlauben dem fleischlichen Menschen hauptsächlich zwei Dinge nicht: (1) den wahren Elohim kennen zu lernen und Ihn von den Millionen Göttern, die es gibt (jeden mit seiner entsprechenden Religion), zu unterscheiden; und (2) für jene, die Ihn schon kennen, ganz frei zu werden von diesen Behinderungen/Mitzraim ha Satans und der eigenen Gedanken und Körper, um die Freiheit/Cherut zu genießen, die Elohim in diesem April 2012 für jeden der über 7 Tausend Millionen Menschen auf dieser Erde wünscht. (Am ersten Dezember 2011 erreichte die Weltbevölkerung die Zahl: 7,043 Tausend Millionen).
Damit uns jedoch diese Gegenteiligkeit von Selbstsucht und Selbstlosigkeit bewusst wird, und es nicht nur eine Idee ist, von der wir irgendwo gelesen haben, müssen wir verstehen, was Emunah/Glaube, Vertrauen ist. Im Grunde genommen ist es eine Verbindung mit Elohim durch Jeschua in uns. Wer diese Verknüpfung zustande bringt, kann nicht von seiner Emunah abgebracht werden, weder durch den Tot, noch durch Schwierigkeiten, noch durch logische Argumentationen. Er WEIß schon, dass Elohim existiert, weil er mit Ihm in Verbindung steht. Mitzraim bedeutet “Hindernisse, Blockaden, Beschränkung”, und ist ein Symbol der Welt ohne Elohim, dafür aber mit Göttern. Dies führt natürlich zu Selbstsucht, dazu, nur an sich selbst zu denken und an seine eigenen Wünsche und Gelüste. Pessach, das aus diesen Hindernissen und Beschränkungen Herauseilen, bringt uns die Freiheit VON ha Satan und seinen Fallen und NACH Israel, um mit Elohim zu sein, zuerst in unserem Leben - noch wichtiger jedoch, für immer, in der Kommenden Welt/Olam ha Ba.
Pessach ist, dank dem Maschiach Jeschua, eine Zeit der Gelegenheiten schneller Veränderungen, weil wir den Maschiach in uns haben und Er unsere Pessach-Kapparah (unser Versöhnungsopfer) ist. Dies ermöglicht uns, in der Gegenwart des Vaters zu sein, ein geistliches Erlebnis, das im Laubhüttenfest/Sukkot symbolisiert ist. Die drei großen Hauptfeste des Tanach (Pessach, Schawuot – das Fest des Ruach ha Kodesch – und Sukkot) sind Symbolik der drei Dimensionen Elohims (und unserer). Pessach, stellt unseren Körper dar, der tot und durch den Leib Jeschuas ersetzt ist. Schawuot repräsentiert unseren Geist/Ruach, der an Schawuot voll ist vom Ruach ha Kodesch, um uns darauf vorzubereiten, an Sukkot in der Gegenwart Elohims zu sein.
Elohim will jedoch, dass wir diese Feste jeden Tag feiern, als unseren Lebensstil. Im Grunde genommen sind die drei Bedeutungen des eben erklärten das DNA dessen, was unser tägliches Verhalten sein sollte: ein unserem Ich sterben (Pessach); ein uns füllen mit dem Ruach (Schawuot), um in der Gegenwart des Vaters zu sein (Sukkot). Jeden Tag sollen wir diese drei Begriffe wiederholen, ein ums andere Mal, ein Tag nach dem anderen, mit immer mehr Tiefe, immer mehr Ehrlichkeit und mit mehr Bewusstsein dessen, was wir erreichen.
DIE WÜSTE (PRÜFUNG)
Die Wüste repräsentiert, abgesehen von der Geschichte des jüdischen Volkes, die Gelegenheit für Elohim, zu wählen, zu prüfen und die Geeignetesten für den Einzug ins gelobte Land, nach Israel, auszusuchen. Die Wüste ist ein Symbol für unser irdisches Leben, wo der Sand Symbol für (geistliche) Unfruchtbarkeit ist und Symbol des Territoriums/Machtbereichs ha Satans, des „Gottes dieser Welt“.
KNA´AN
Kna´án ist Symbol des psychologischen, physischen und geistlichen Territoriums, das wir erobern müssen, um schlussendlich in der Gegenwart Elohims zu leben. Israel wartet nicht auf uns. Wir müssen erst Kna´án vernichten, um sie zu haben. So ist unser Leben: wir müssen die Blockaden auf unserem Charakters (die geerbten Flüche, die Giborim/“starken Männer“ von Hass, Unversöhnlichkeit, Nichtvergeben, Stolz (durch das Chametz/die Hefe repräsentiert), Sex, Depression, u.s.w.) vernichten.
Diese Schlacht ist jedoch schwieriger als alle, da es bedeutet, zu kämpfen und alle Feinde an allen drei Fronten: geistlich, psychologisch und physisch, zu besiegen. Es ist nicht ein Krieg, der in einem oder zwei Jahren beendet ist, sondern das ganze Leben fortdauert. Wir kämpfen gegen unsere Feinde das ganze Leben, um schlussendlich Schalom Schalom/vollkommenen und absoluten Frieden zu haben, wenn wir uns der Versklavungen entledigt haben, die all diese Blockaden in unserem Leben schafften.
ISRAEL  
Israel ist Symbol von Freiheit, von am Endziel unserer Existenz angekommen seins. Aber, was ist Freiheit?  Wir können die Freiheit besser verstehen, wenn wir verstehen, was Sklaverei ist. Mitzraim repräsentiert die kleinen Käfige, in denen wir uns selber einschließen: Käfige von Depression, von niedrigem Selbstwertgefühl („ich tauge zu nichts“, „keiner mag mich“, „ich bin allein“, u.s.w.). Wenn wir verstehen, dass dies nur Käfige sind und dass wir die Hilfe Elohims erbitten können, um da heraus zu kommen und dann herauskommen, dann ist dies Freiheit. Dies ist die innere Freiheit, die an Pessach gefeiert wird, abgesehen von der historischen Freiheit des jüdischen Volkes.
Und dann gibt es da auch noch die Freiheit, die daher rührt, aus den Käfigen der äußeren Lügen, der Dogmen, Traditionen und „Menschengebote“ heraus zu kommen, in denen wir in der Vergangenheit gelebt haben oder noch leben. Dann werfen wir uns in Seine Arme, damit Er uns DIE FREIHEIT GIBT, DIE SEINE WAHRHEIT UNS BRINGT, und nicht die menschlichen „Wahrheiten“.
EINEN FROHEN PESSACH-TAG!

Copyright 2012 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: http://www.beitshalom.org/. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet. Wenn Sie sich an- oder ab-melden wollen, die Paraschah und/oder das Ermutigungsschreiben der Rebetzin automatisch zu bekommen, schreiben Sie Ihr E-mail an http://www.beitshalom.org/. Vielen Dank!


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PARASHAH NR.26: SCHMINI/(AM) ACHTEN

Beitrag  Admin am 19/4/2012, 15:18


DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
PARASHAH Nr.26: SCHMINI/(am) ACHTEN
22.TAG DES 1. MONATS DES JAHRES 5773/14. April 2012
Torahlesung: WAIKRAH/UND RIEF/„3.MOSE” 9,1-11,7
Haftarahlesung: Schmuel Bet 6,1-7,17

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)


KOMMENTAR DER PARASCHAH
Waikrah/Und rief/„3.Mose” 10,3: “Das ist, was ADONAI gesprochen hat: Denen, die sich Mir nahen, werde Ich Meine Heiligkeit zeigen und vor dem ganzen Volk werde Ich verherrlicht werden”.
UNSERE HEILIGKEIT ERREICHEN
Die Heiligkeit/Keduschah ist eine im Neuen Bund zu findende Bedingung: Seid heilig, wie Ich Heilig bin” sagt ADONAI in 1.Ptr.1,16.
Aber was sind Heilige/Kadoschim? Wie kommt man dahin? Wie bekommt man Keduschah?
Das Wort kadosch/heilig” bedeutet vor allem, für Elohim abgesondert zu sein, d.h.: nicht mit dem Rest der Welt, der Ihn nicht kennt oder kennen will, vermischt zu sein.


(FÜR IHN) ABGESONDERT SEIN
Wir leben in einer Welt voller Geschäftigkeit, Arbeit, Dinge, die zu tun sind, verschiedene Ideen und Bilder, von denen die meisten nicht von Elohim kommen. Diese Dinge stecken uns in jeder Hinsicht an und meist nicht im positiven Sinne des Wortes. Wir müssen uns jeden Tag eine Zeit zurückziehen/absondern, um Zeit mit Elohim zu verbringen, um Seine Gegenwart in uns zu spüren und Ihn um Rat und Wegweisung für unser Leben und für unsere Familienangehörigen zu bitten, wie es unser Vorbild, Jeschua ha Maschiach getan hat: “…Er stieg auf den Berg, um allein zu beten. Und als die Nacht kam, war er alleine dort” Matth.14,23. Die Berge in Israel sind gerade mal Hügel, geben uns jedoch eine Perspektive von Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Das ist nötig, um in Kommunikation mit dem Vater zu sein und Ihm unsere Klagen, Nöte und die schönen/angenehmen Dinge, die uns passiert sind, zu erzählen, und um für jene weniger bevorzugten als wir fürbittend einzutreten, die unter einem Problem oder einer Krankheit leiden. Ich persönlich ziehe den Meeresstrand in einer bergigen Gegend vor, um zu beobachten, wie das Wasser sich bewegt, brodelnd, wie die Welt aufwallt, aber in einem anderen Rhythmus, und wie es dazu aufruft, die Kommunikation mit Elohim aufzunehmen.
Inmitten dieser Einsamkeit sind wir umgeben von Seiner Gegenwart und Seiner Barmherzigkeit uns gegenüber, die wir doch wirklich nichts sind. Doch für Ihn sind wir kostbar, auch wenn wir das oft nicht glauben wollen.
Unsere guten Entscheidungen kommen nur von Ihm. Wir sind zu unbeständig und fehlerhaft, um uns selbst zu vertrauen, um eine gute Entscheidung zu treffen. Wenn Sie eine wichtige Entscheidung treffen müssen, suchen Sie einen abgelegenen Ort und treten Sie da mit Elohim in Verbindung. Das kann mitten in einem Park oder Garten sein, wo keiner um Sie herum ist und Sie anspricht. Treten Sie da in Seine Gegenwart, denn dort werden Sie genug Einsamkeit und Abgeschiedenheit haben, um einen guten Rat und eine gute Entscheidung, die oft Ihr Leben verändern kann, zu bekommen.
Uns kommen Gedanken, die diesem Bedürfnis des uns Absonderns entgegenstehen, Gedanken wie: „Ich hab keine Zeit“; „Meine Familie gehört einer anderen Religion an. Was werden die sagen?“; „Die brauchen mich zuhause“; u.s.w.
Wir müssen von dem uns Zurückziehen eine Gewohnheit machen. Zuerst wird es uns schwer fallen, aber dann, wenn wir unsere Zeit gut planen – ich empfehle Ihnen die frühen Morgenstunden, bevor die Strapazen des Tages beginnen – wird es zu etwas werden, das wir vermissen, wenn wir es nicht tun.
Wir müssen Handy, Telefon und PC aus dem Weg räumen, denn man wird uns dauernd anrufen oder E-mails schicken, und das wird uns nehmen, was wir brauchen: eine Zeit, mit Elohim allein zu sein.
BETEN
Das Zweite, was wir gut lernen müssen, ist Beten. Es gibt verschiedene Gebetsarten, wie wir schon einige Male in unseren Paraschot erwähnt haben. Die beste Art ist, sich mit Elohim zu unterhalten, indem wir den Ruach ha Kodesch in uns haben und Jeschua in unserem Ruach. Glauben Sie mir: Er wird JEDES WORT hören, das Sie sagen! (Und wenn wir „Er“ sagen, beziehen wir uns auf den Vater, da wir nie zu Jeschua beten sollen, wie Jeschua selbst uns gelehrt hat: „Wenn ihr betet, sprecht: Vater Unser, der Du bist in den Himmeln/Awinu sche ba Schamaim“).
Wir sollen mit dem Bekennen unserer Sünden anfangen, sowohl in dem, was wir gedacht, wie dem, was wir gefühlt, gesagt oder getan haben. Jedes davon ist Sünde, selbst wenn es nur ein sündiger Gedanke ist, und darum müssen wir Buße tun.
Genau wie beim uns Absondern, hat das Beten seine Kehrseite: „Ich hab zu viel zu tun und keine Zeit“; „Ich kann nicht beten“; „Er wird mich sowieso nicht hören. Wenn bin ich schon?!“; „Ich hab eine schlechte Erfahrung gehabt und will so etwas nicht noch mal durchmachen“; und Ähnliches, was nur Ausreden sind, um nicht zu tun, was wir tun MÜSSEN, wenn wir, geistlich gesehen, ein erfolgreiches Leben führen wollen.
GEBEN
Noch etwas, das wir lernen sollten, in unserem Leben zu einer Gewohnheit zu machen, ist das Geben. Die meisten Menschen sind sehr fleißig im Bitten, aber nicht im Geben. Wir sollten die Gewohnheit erlangen, unsere Zeit, unser Geld, unser Gehör, unsere Gebete, unsere Fürbitten, unseren Rat und alle Art von Hilfe für jene, die das Eine oder Andere brauchen, zu geben. Wollen Sie im Überfluss haben? Hören Sie auf zu bitten und fangen Sie an zu geben. Elohim sieht alles, was Sie geben und wird Ihnen hundertmal mehr geben, bis selbst Sie es bemerken.
Gegen die Gewohnheit, zu geben, gibt es vielleicht mehr Ausreden, als gegen alles andere: „Er/Sie hat ja auch nie etwas für mich getan!“; „Warum arbeitet er/sie nicht, wie ich es tue?!“ Jemandem, den wir nicht kennen oder einem Bettler der an unsere Tür klopft oder einem Bruder der Synagoge, der nicht genug hat, Wäsche zu geben, die wir nicht mehr anziehen, ist Elohim ähnlicher als alles andere. Vergessen Sie nicht: Elohim sieht, was Sie tun.
VERGEBEN
Das Nächste, was wir zu tun lernen müssen, ist: vergeben, besonders denen, die uns beleidigt, verachtet, beschimpft, verleumdet, oder bestohlen haben. Vergeben bringt uns Ruhe und die Aufmerksamkeit Elohims, der uns nicht hört, solange wir ein nachtragendes Herz haben, das nicht bereit ist, zu vergeben. Es gibt viele Ausreden, die alle gelten, um nicht zu vergeben: „Er hat mich beleidigt!“; „Was er mir angetan hat, tut man nicht!“; „Wie soll ich dem vergeben?! Der mein Leben ruiniert!“ und viele andere.
Das Wort Elohims ist jedoch klar: Wenn ihr euren Feinden vergebt, werde Ich euch eure Sünden vergeben“.
Wollen Sie die Vergebung Elohims und Oben empfangen werden? Dann müssen Sie lernen, jeden anzunehmen, wie er ist und seine Fehler und Beleidigungen vergeben, so wie Jeschua denen, die Ihn beleidigt und verfolgt hatten, vergab.
ZWISCHENMENSCHLICHE BEZIEHUNGEN AUFBAUEN
Eine weitere Eigenschaft, die unsere Keduschah/Heiligkeit fördert und wachsen lässt, ist: Beziehungen zu anderen aufzubauen. Jeschua baute Beziehungen auf, die zur Errettung führten, hatte aber auch Jünger, die Ihm überallhin folgten, um von Ihm zu lernen, den Willen des Vaters zu tun. Jeschua hatte enge Freunde, wie Miriam von Magdala, Marta, Jaakov, Jochanan, Kefas und Elieser. Wir müssen den ersten Schritt auf die Leute zu tun und ihnen unsere Freundschaft und Hilfe geben. Wir wollen uns nicht von unseren Vorurteilen treiben lassen, noch von unserer Schüchternheit oder von unserem unfriedfertigen Charakter. Wir wollen uns den anderen mit der Liebe Elohims nähern und ihnen Seine und unsere Liebe geben.
Wir haben alle das Bedürfnis, geachtet und respektiert zu werden, angehört zu werden und anderen zuzuhören. Wir wollen Elohim um Seine Geduld bitten, wenn es uns daran fehlt, um letzteres zu tun.
LIEBEN
Dies bringt uns zur letzten und wichtigsten Lehre: unsere Mitmenschen wie uns selbst zu lieben. Vergeben schafft ein geistliches und besonders ein emotionales Vakuum, das wir mit unserer Liebe zu anderen füllen müssen. Liebe bedeutet all das, wovon wir geschrieben haben: geben, uns anbieten, für andere beten, die lieben, die nicht leicht zu lieben sind.
Liebe ist kein Gefühl, es ist eine Willens-Tat. Wir müssen UNS ENTSCHEIDEN, uns um alle uns Umgebende ZU KÜMMERN UND SIE ZU LIEBEN. Mit dieser Entscheidung unseres WIILENS wird die geistliche Liebe kommen, die von Elohim kommt. Er ist der andere Bestandteil der Liebe. Wir werden die Anderen nicht nur deshalb lieben, weil wir das mit unserem Willen beschlossen haben, sondern weil Elohim uns geholfen hat, indem Er uns für jede Person Liebe und Vergebung schenkt. Diese Liebe bringt Mitgefühl und Sorge um andere, die Neigung, wo nötig, zu helfen, und ein Gefühl völliger unvergleichlicher Freude, weil es ein reines Gefühl ist und von Elohim kommt.
Mit der Liebe Elohims, abgesehen von den anderen oben genannten Gefühlen und Gewohnheiten schaffen wir es, Kadoschin zu sein, so, wie wir nach Seinem Willen sein sollen.
EINE FROHE PESSACHWOCHE!

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PARASHAH NR. 27: TASRIA/GEBIERT

Beitrag  Admin am 19/4/2012, 15:24

Parashah
Geschrieben von: Julio Dam
Dienstag, den 17. April 2012 um 14:37 Uhr

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
PARASHAH Nr. 27: TASRIA/GEBIERT
29. Tag des ersten Monats des Jahres 5773/21. April 2012
Torahlesung: WAIKRAH/UND RIEF/„3.MOSE” 12,1-13,59
Haftarahlesung: Melachim Bet/2.Kö.4,42-5,19
Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)

KOMMENTAR DER PARASCHAH
„DEN SO ERSEHNTEN MENTALEN FRIEDEN ERREICHEN“
In diesem Torahabschnitt spricht Elohim zu uns über die Reinigung eines unter Tzaraat/Hautkrankheit (was meist falsch als „Lepra“ übersetzt wird) leidenden. Tzaraat wird im Judentum als eine Krankheit verstanden, die durch psychologische Fehlfunktionen entsteht, nicht als Resultat eines physischen Problems.
Wir leben in einer Zeit, in der alles sehr mental und nicht physisch ist. Im Gegensatz dazu machte in vorhergegangenen Jahrhunderten die Hand-Arbeit das ganze Leben des Menschen aus. Der moderne Mensch lebt im Verstand und durch den Verstand, aber er leidet auch im Verstand und wegen seinem Verstand.
Alles im Leben kann sich, abhängig von einem Schlüsselwort, verändern: ENTSCHEIDUNG (wie wir schon in vorangegangenen Paraschot erwähnten). Es ist in uns, HEUTE zu entscheiden, ob wir unsere Gedanken mit unseren Problemen (und wer hat schon keine?) oder mit dem Schalom Elohims füllen wollen.

Ein tägliches Leben voller innerem Frieden/Shalom pnimih, Ordnung/Seder und mentaler Ruhe ist das, was wir alle erträumen aber wenige erreichen. Was uns fehlt ist ENTSCHEIDUNG und das Wie wir das zuwege bringen. Die Entscheidung treffen liegt bei Ihnen. Wie wir das erreichen ist das Thema dieser Paraschah.
Der Schalom Pnimih kommt nur von Elohim, der der Ursprung alles Guten in diesem Universum ist. Warum also nicht Ihn jeden Morgen beim Aufstehen im Gebet darum bitten? Dieser Schalom pnimih kommt aber nur zu jenen von uns, die sich vorher von ihren negativen Gedanken über die Situationen und Personen entleert haben. Alles, was wir denken, was gekoppelt ist mit Ängsten, Ungewissheiten, Sorgen, Schuld, Traurigkeit oder fehlendem Schalom pnimih ist der Grund vieler Probleme in unserem Leben, sowohl psychologischer, als auch physischer. Dies ist es, was die heutige Medizin unter „Psychosomatische Krankheiten“ versteht, das heißt, diese Krankheiten werden vor allem durch unsere Psyche, unsere Gedanken verursacht.
Wie entleeren wir uns von all jenem, was unsere Gedanken verunreinigt und mit unnötigen Spannungen füllt?
Als messianischer Rabbiner habe ich jahrelanger Seelsorge den Wert beobachtet, den das ‚Sich die Probleme oder negativen Situationen, in denen man steckt, von der Seele zu reden’ für ein Mitglied unserer Synagoge schon nur dadurch hat, dass er sie mit uns teilt. Warum sollte man sie also nicht mit Elohim teilen, der der EINZIGE ist, der wirklich etwas dagegen unternehmen kann?
Eine andere praktische Art, dies zu tun ist, Elohim in Gedanken und im Gebet einen „mentalen Sack“ unserer negativen Gedanken und Emotionen zu übergeben. Wir bitten Ihn dabei, diese wegzunehmen und unseren Kopf mit positiven Gedanken und Emotionen zu füllen. So brechen wir jede mögliche mentale oder psychologische Barriere in unserem Verstand, die unbewusst verhindert, dass dies zustande kommt.
In Phil.3,13-14 steht: „…eines tue ich: indem ich wirklich vergesse, was hinter mir liegt und mich ausstrecke nach dem, was vor mir liegt, verfolge ich das Ziel…“
Viele von uns gehen zum Arzt, obwohl sie eigentlich physisch nichts haben, sondern nur psychisch. Was wir benötigen, ist ein Entleeren unserer Gedanken von all dem, was uns Sorgen bereitet und Angst macht, von aller Beklommenheit und Schuld und jedem anderen möglichen negativen Gefühl.
Nachdem wir dies getan haben, sollten wir in unserem morgendlichen Gebeten „zu Elohim aufschauen“, mit Ihm reden und Ihn bitten, dass Sein Ruach uns (geistlich) Seinen Schalom pnimih übermittelt und dass Sein Ruach uns umgeben möge, damit alles in unserem Verstand anfängt, besser zu werden.
Uns von all dem zu entleeren, was uns stört, reicht natürlich nicht, denn unsere vormals vorhandenen quälenden negativen Gedanken und Gefühle müssen durch etwas ersetzt werden. WIR MÜSSEN UNSER DENKEN TRAINIEREN, um an „alles Wahre, alles Ehrliche, (alles, was mit der Torah zu tun hat), alles Reine, alles Freundliche, alles, was einen guten Ruf hat… zu denken“ (Phil.4,8).
Elohim hat uns viele Segnungen im Leben gegeben. Oder etwa nicht? Haben wir sie schon vergessen? Schon allein die Tatsache, messianischer Jude zu sein, ist ein GROßER Segen! Haben Sie darüber schon mal nachgedacht?
VIER SCHLÜSSELWORTE
In dieser Reinigung unserer Gedanken und in diesem Wachstum gibt es vier Schlüsselworte, die wir in unsere Persönlichkeit einbauen sollten: „BETEN SIE! ARBEITEN SIE! DENKEN SIE! GLAUBEN SIE!
Wie viel Macht liegt in diesen vier Worten – WENN wir sie in unsere Persönlichkeit einbauen und täglich umsetzen!
„Das Gebet bewegt Berge“, sagen wir – aber, glauben wir das auch? Hier kommt wieder unsere Entscheidungskraft zum Zug. Wir müssen uns ENTSCHEIDEN, anzufangen, WIRKLICH zu beten und all das zu erbitten, was uns im Leben fehlt, besonders wenn das Schalom pnimih ist. In unserem täglichen Leben mit Schalom pnimih zu wandeln, ist ein unbezahlbarer Segen. Und der Schlüssel liegt in unserem Gebet, darin, dass wir unser Gebet verändern und ab heute jeden Tag unseres Lebens die Bitte um Schalom pnimih einbauen und daraus eine Gewohnheit machen.
Die Macht Elohims, unser mentales Leben zu verändern, ist unermesslich. Wir können uns nicht vorstellen, was Er in unserem Leben tun kann, wenn wir Ihm „helfen“, indem wir um eine Veränderung in unseren Gedanken beten und bitten.
Dies ist schon „arbeiten“, denn die Gewohnheit des kontinuierlichen, ausdauernden, effektiven Betens ist unbezahlbar. Da ist aber auch noch die Arbeit an sich, die wir tun müssen, damit unser Gebet funktioniert und damit Elohim eine Veränderung in uns vornehmen kann. Wir können nicht beten und uns dann schlafen legen bis mittags und so „Erfolg haben“ wollen! Ausdauer ist eine der mentalen und von unserem Willen gesteuerten Waffen, die Elohim einigen von uns geschenkt hat. Wer sie nicht hat, sollte Elohim darum bitten. ES GIBT NICHTS, was wir nicht erreichen können mit dem Segen Elohims und UNSERER AUSDAUER!
Denken Sie! Unseren Verstand vor-bereiten ist fundamental, um Erfolg zu haben in was auch immer wir uns wünschen. Wenn wir denken: „Ich tauge zu nichts. Meine Papa hat das schon immer gesagt“, dann werden wir „gute Propheten“ sein und versagen, weil wir unseren Verstand dafür vor-bereitet haben. Wenn wir unseren Verstand jedoch darauf vor-bereiten, Erfolg zu haben in allem, was wir in unserem Leben erreichen wollen, dann ist das alles möglich mit Elohim.
Der Gedanke ist der Vater der Tat. Was wir denken geht dem voraus, was geschehen wird. Wenn wir gedenken, aus unseren Ängsten, Zweifeln, Ungewissheiten, Depressionen, „Unglück“ herauszukommen, dann ist Elohim an unserer Seite und wird uns aus all dem herausholen. Das Geheimnis liegt in der Hilfe Elohims und unserer ENTSCHEIDUNG, alles zu tun, was nötig ist, das zu erreichen.
Versuchen Sie im Laufe des Tages vor und nach dem Beten über beruhigende Ideen nachzudenken oder einige Verse des Tanach zu wiederholen, die Ihren Gedanken und Ihrem Herzen Schalom pnimih bringen, wie beispielsweise Teh.43,3: „Schlach Oreicha vaAmitecha; Hema janchuni, jebiuni el Har Kodschecha ve el Mischkenoteicha / Sende Dein Licht und Deine Wahrheit; Sie werden mich leiten, sie werden mich bringen zum Berg Deiner Heiligkeit und zu Deinen Wohnungen“. Wiederholen Sie mehrere Male kurze Schlüsselworte des Tanach wie dieses oder „Titenli, ADONAI, Schalom pnimih/Gib, ADONAI (Vater), inneren Frieden“ und atmen Sie tief ein wenn Sie es gesprochen haben und denken Sie an obige Worte. All dies zusammen wird Ihren Gedanken und Ihrem Herzen Schalom pnimih bringen und Sie aus jeglicher Zustand von Nervosität oder Besorgnis herausholen, in dem Sie in der Hast des Tages normalerweise stecken. Bitten Sie Elohim darum, dass diese beruhigenden Worte zu Ihren Gedanken und Ihrem Herzen durchdringen und dass sie sich in Ihrem Geist ausbreiten, besonders Worte und Ausdrücke aus dem Tanach und/oder N.B. (Neuen Bund). Das Wort scha-lom, langsam und wiederhold gesprochen, kann den Anfang bilden. Die Worte in Hebräisch haben viel mehr Macht als in jeder anderen Sprache. Die Tehilah/“Psalm“ 23, in Worte auseinandergenommen, kann viel dazu tun, uns Ruhe und Schalom pnimih zu bringen. Lesen Sie es, lernen Sie es auswendig, machen Sie eine Kopie und bitten Sie Elohim, dass es in Ihrem Leben wahr werde.
Hier einige Brocken Hebräisch aus der Tehilah 23 mit seiner Übersetzung zum Gebrauch:
„1. ADONAI Roi, lo echsar/ ADONAI ist mein Hirte, mir wird nicht fehlen.
2. Bin´ot Desche jarbitzeni/ Auf schönen Auen wird Er mich weiden. Almei menuchot jenahaleni/ An stille Wasser wird Er mich leiten.
3. Naphschi jeschobeb/ Meine Seele wird ruhen; Jancheni bemaglei Tzedek lemaan Schmo/ Er wird mich auf Pfade des Rechts leiten, wegen Seinem Namen.
Wiederholen Sie sie mindestens beim Aufstehen und beim Zubettgehen und atmen Sie dabei tief durch. Bitten Sie Elohim in Gedanken, dass Er Ihnen Seinen Schalom pnimih gibt.
Ernähren Sie Ihre Sinne mit Gedanken und Gefühlen – über Leute und Situationen des Tages – die Sie mit Schalom pnimih und Ruhe erfüllen. Um Schalom pnimih im Sinn zu haben, füllen Sie einfach Schalom pnimih rein.
EINEN FROHEN SCHABAT! wünscht Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita, seine Familie und Messianisch Renovierte Synagoge von Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; Apizaco, Morelia; México D.F., und Colima, México; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.

Copyright 2012 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: http://www.beitshalom.org/. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet.
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PARASCHAH 29-30

Beitrag  Admin am 7/5/2012, 18:56



Von Rabbi Dam

PARASCHAT ACHAREI MOT- KEDOSCHIM/ NACH DEM TODE - HEILIGE
"OPFER FÜR ELOHIM IM DRITTEN TEMPEL”

In dieser Paraschah ist die Rede von den Opfern, die Elohim im Tempel gebracht werden. In unserem Verständnis (und nach 1.Ptr.2,4-5 und anderen Versen), wird der dritte Tempel im messianischen Judentum in aller Welt gebaut, wohingegen sowohl Christen, als auch orthodoxe Juden eine materielle Errichtung desselben in Israel erwarten. Die Opfer haben sich in ihrer Natur verändert, nicht aber in ihrer Absicht. Wir werden hier von den Opfern reden, die Elohim von uns erwartet, besonders an diesem Schawuot, das sich vor uns öffnet wie ein Fenster zu den Himmeln, um unsere Omer-Opfer entgegen zu nehmen.
Das erste Opfer, das Elohim von uns erwartet, ist: um Ruach Ir’at ADONAI/Geist der Furcht ADONAIs (Jes.11,2) zu bitten. Alle christlichen Kommentare, die dieser Autor gelesen hat, lehren „verehren/Ehrfurcht“ und erklären, dass wir Elohim nicht fürchten, sondern „verehren“ sollen, und so steht es jetzt in den Übersetzungen. So ist es aber nicht. Wenn es keine wirkliche ANGST vor Elohim gibt, werden wir Dinge tun, die wir nicht tun sollen und nicht aufhören können, zu tun. Wenn wir ERSCHRECKEN vor Elohim und Seinen Strafen, werden wir diese Dinge NICHT tun.
Das zweite Opfer, das Elohim von uns erwartet, ist: der Gehorsam und die Unterordnung unter Seinen Willen und nicht den unseren. Ohne dies kann Er nichts mit uns anfangen, selbst wenn wir wollten und wenn wir behaupteten, etwas für Elohim zu tun. Es ist eine Sache, was „wir“ für richtig halten, für Ihn zu tun, und eine GANZ andere, was Er will und für uns zu tun für richtig hält. Allgemein kann man sagen: je unreifer (Babys) wir geistlich sind, umso mehr wollen wir TUN und umso weniger wollen wir SEIN. Und umgekehrt: je reifer wir geistlich gesprochen sind, umso weniger wollen wir TUN und umso mehr verstehen wir, dass wir durch innere Veränderung SEIN müssen. Das Thema, „Seinen Willen zu tun“ durchdringt die ganze Heilige Schrift, direkt (wie in Matth.7,21-23) oder indirekt (wie in der Unterordnung Abrahams und Moschehs, um nur zwei Beispiele von vielen zu geben). Das ist die menschliche und geistliche „Stoffart“, mit der Elohim arbeiten will und arbeitet, und nicht mit dem Unabhängigen, der „Elohims Arbeit tun“ will – indem er seinen eigenen Willen tut.

Das dritte. ist das Gebet. Es gibt kein Opfer, das bei ADONAI besser ankommt, als unser Gebet zu Ihm, (nicht zu Ieschua, sondern „Im Namen Ieschua ha Maschiachs“). Gebet bedeutet im messianisch renovierten Judentum viel mehr eine „intime, innige Beziehung“ mit ADONAI durch Ieschua und den Ruach ha Kodesch haben, als um Dinge zu bitten (was nicht falsch und auch nötig, aber zweitrangig ist). Andererseits ist das EINZIGE Gebet, das „funktioniert“, das, das Er selber uns zu beten gibt. Warum sollte Er uns sagen, was wir beten sollen, wenn Er uns dies nicht geben wollte? Wenn wir also mit Erfolg beten wollen, sollten wir zuerst ADONAI bitten, uns das richtige Gebet zu geben: das, was Er will, dass wir bitten. Und dann bitten wir darum und werden es dann natürlich auch empfangen, weil Er selber uns gesagt hat, was wir beten sollen.
Das vierte Opfer, das Er von uns erwartet, ist: unsere Anbetung, dessen höchster Ausdruck der davidische Tanz ist. Es gibt keine bessere Art, Ihn zu loben, Ihn zu preisen, als vor Ihm zu tanzen - nicht mit anderen anwesenden Personen, sondern in einem Tete-a-tete zwischen Ihm und uns, in der Intimität unserer Herzen und Seelen. Wir übergeben Ihm unser ganzes Leben, unsere Probleme und unser Stolpern, aber vor allem unsere Liebe und unser „meod/viel“, wie es im ersten Gebot/Mitzwah steht.
Das fünfte Opfer ist: die Fürbitte (eine bestimmte Art, zu beten) für andere in dieser Reihenfolge: für uns selbst, unsere Kern-Familie, unsere Großfamilie, unsere messianischen Rabbiner und deren Familien, unsere persönlichen Freunde, die Mitglieder unserer Synagoge und zuletzt für Israel und unser Land. „Schaalu schalom Iruschalaim“/ Bittet um die Vervollständigung Iruschalaims.
Wir brauchen alle immer wieder innere Gesundheit und dies sollte die oberste Priorität in unserem Gebet sein. Wenn es uns selbst nicht gut geht, wie können wir dann anderen helfen? Wir sollten eine schriftliche Liste anlegen von unseren Ängsten, Unsicherheiten, inneren Problemen, unseren lästigsten Gedanken, negativen Gedanken, Wünschen, die uns beherrschen, und Elohim im Gebet bitten, dass Er sie aus unserem Kopf entfernt und dass Er „die Luft unseres Verstandes/Kopfes erneuert“.
Danach müssen wir für unsere Familienangehörigen bitten, mit deren diversen Bedürfnissen. Wir sollten diese verschiedenen Bedürfnisse aufschreiben und für sie beten. Am praktischsten ist es, ein oder mehrere Blatt Papier mit verschiedenen Gebeten, die wir jeden Tag beten wollen/sollen per Computer herzustellen und diese Blätter täglich zu benutzen.
Unsere messianischen Rebbe und Rebbetzin müssen von allen Mitgliedern der messianischen Synagoge jeden Tag im Gebet getragen werden. Sie sind satans Zielscheibe, das sollten wir nicht vergessen. Wenn sie stolpern und sündigen, fallen wir alle. Eines der wirksamsten Medikamente dagegen ist das Gebet der gesamten messianischen Synagoge für sie.
Auch die Geschwister in der messianischen Synagoge sollten in unsere Gebetsliste aufgenommen werden, besonders jene, die mit unmittelbaren Problemen behaftet sind, wie Krankheit oder irgend etwas Schlimmes.
Als Letztes sollen wir um die „Vervollständigung Iruschalaims“ bitten und um das reale Israel, das unter ständiger Gefahr von Seiten seiner Feinde steht. Wir müssen im Gebet besonders für Israel bitten – und uns auf einen Angriff von ha satan mit den geeigneten geistlichen Waffen vorbereiten – um nicht den Mut zu verlieren und aufzuhören, für die Ehefrau Elohims zu beten.
Das siebte Opfer besteht darin, die Gebote/Mitzwot zu halten, im Maße unserer Anstrengung, nicht der Resultate. Was wir damit sagen wollen, ist, dass Elohim uns nach unserer Anstrengung beurteilt, nicht nach dem Resultat. Wir können uns sehr anstrengen mit geringem Resultat, in Elohims Augen dabei aber sehr angenehm sein.
Ich erinnere mich an einen Schabbat, (als ich noch nicht für die messianische Synagoge zuständig war, die ich jetzt leite), den ich halten wollte nach dem, was in Jes.58,13 steht. Ich wollte Seinen Willen tun und nicht meinen, und fragte ADONAI, was Er an diesem spezifischen Schabbat wollte, dass ich tue. Er sagte zu mir, ich solle eine bestimmte argentinische Schwester anrufen, die und deren Mann unsere persönlichen Freunde waren. Als ich sie zuhause anrief, antwortete mir ihr Mann und erzählte mir, dass sie in einem Privatkrankenhaus interniert sei. Da mir bewusst war, dass ich den Befehl Elohims erfüllen musste, bat ich ihn um die Adresse und ging sie besuchen. Als ich ihr Zimmer in der Klinik betrat, war da ein älterer Mann bei ihr. Es stellte sich heraus, dass es ihr Vater war, der aus Argentinien gekommen war, um sie im Krankenhaus zu besuchen. Als wir auf Elohim zu sprechen kamen, nahm ich ihn mit runter zum Parkplatz, wo mein Auto stand und dieser fremde Mann nahm Ieschua als Elohim und Maschiach an. Ich ging also ganz froh nach Hause. JAHRE SPÄTER erfuhr ich, dass dieser Mann wenige Monate nachdem er Ieschua in Asunción, Paraguay empfangen hatte, verstarb!
Ich möchte, dass Sie, lieber Leser, die ENORME Reichweite dieses Beispieles, Seinen Willen und nicht unseren eigenen zu tun, verstehen. Eine Seele ist höchst wahrscheinlich für immer mit Elohim, weil jemand ADONAI gefragt hat, was er am Schabbat tun soll und das getan hat, ohne „Wenn…“ und „Aber…“! (Es ist interessant hinzuzufügen, dass wir unsere argentinischen Freunde ungefähr seit dieser Zeit nicht mehr getroffen haben, was diesen besonderen Tag noch wertvoller macht, an dem der Vater der Frau Ieschua empfing).
Wir müssen die Gebote/Mitzwot, besonders die wichtigsten, wie die ersten zehn, studieren und immer wieder lesen und unseren Teil tun, sie zu erfüllen. Wenn wir sie nicht erfüllen können, müssen wir Elohim dafür um Vergebung bitten.
Das achte Opfer ist ein Vertrauen/Emunah (oder Bitachon), das (durch das Gebet) ständig zunimmt. Wir müssen darauf vertrauen, dass Er weiß, was Er mit unserem Leben tut und dass Elohim uns gibt, was AM BESTEN für uns ist, selbst wenn wir das anders sehen. Vertrauen kann man sammeln wie Goldbarren, die sich auftürmen und unser höchstes Gut darstellen. Das letzte Mal, als Elohim etwas Gutes für uns getan hat, bildet den letzten Goldbarren des Haufens unseres Vertrauens in Ihn. So wächst und häuft sich der Vertrauensberg und wir haben immer mehr Vertrauen, Glauben/Emunah in Ihn.
Das neunte Opfer ist unser tägliches Verhalten gegenüber: (zentrifugen-mäßig) Elohim, unserem Ehepartner, unseren Familienangehörigen (Eltern, Kinder, Enkel), unseren Verwandten, unseren messianischen Rabbinern, unseren Geschwistern der Synagoge, unseren Arbeitskollegen und Leuten, die uns über den Weg laufen (z.B.: Bettler, die an unserer Tür klingeln). Sind wir jedem gegenüber freundlich? Sind wir ehrlich zu jedem? Sind wir zuvorkommend? Haben wir selbstlose, geistliche Liebe/Ahawah von Elohim für jeden von ihnen oder nur irgend eine Art von Interesse? Respektieren wir die Autoritäten unserer Synagoge oder glauben wir, wir wüssten genauso viel oder mehr als sie? Behandeln wir sie mit Respekt? Sagen und zeigen wir es ihnen?
Das zehnte Opfer, ist: unsere Heiligkeit/Keduschah/(für Elohim) abgesondert sein als Ziel zu haben. „Seid Heilige/Kadoschim/Abgesonderte, wie Ich Heilig/Kadosch bin“ sagt ADONAI“. Die Heiligkeit kommt dadurch, diese zehn Punkte – und mehr - zu tun. Die Heiligkeit kommt mit dem Schmirgelpapier Elohims, das uns die Haut abschmirgelt, um – mit der Zeit - die Unreinheiten zu entfernen.
Wenn wir damit beginnen, wenigstens diese zehn Punkte zu tun, werden wir bereit sein für Schawuot, um unseren eigenen Fortschritt zu feiern, indem wir die Sünden unseres Fleisches hinter uns lassen.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Morelia, Apizaco und Colima, Mexico; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.
© Messianisch Renoviertes Judentum 2011. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.

http://www.beitshalom.org/index.php?option=com_content&view=article&id=171%3Aparashah-no29-30-ajarei-motkedoshimdespues-de-muertos-santos&catid=1%3Aparashot&Itemid=3&lang=de
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PARASCHAH NR. 31: “EMOR/SPRICH”

Beitrag  Admin am 15/5/2012, 18:42


DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 31: “EMOR/SPRICH”
20. des zweiten Monats des Jahres 5773/12. Mai 2012
Torahlesung: Waikrah/Und rief/”3.Mose” 21,1-24,23
Haftarahlesung: Esekiah: 44,15-31.

Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
Copyright 2012 von Julio Dam.


„DIE ESSENZ DES LEBENS UND DIE FESTE/MOADIM“
In dieser Woche spricht die Torah – fast ausschließlich – von der Heiligkeit/Keduschah, von der Notwendigkeit, dass die Kohanim/Priester es vermeiden, sich mit den Toten zu verunreinigen. Und in Waikrah Kapitel 23 ist die Rede von den acht Festen: ein wöchentliches, der Schabbat, und sieben jährliche Feste, die in drei große Jahresfeste/Moadim gruppiert werden können: Pessach, Schawuot und Sukot.
Was besteht für ein Zusammenhang zwischen dem „Sich nicht verunreinigen durch die Berührung von Toten“, der Heiligkeit und den drei Moadim/ Jahresfesten?
Elohim ist EWIGES LEBEN/JAIM OLAM und in Ihm ist nichts totes. Er ist das Wesen selbst, die Essenz des Lebens, von dem unser physisches Leben nur ein blasser Abklatsch/Spiegelbild ist, gerade mal ein Augenschlag im ewigen Lauf des Paradieses mit Elohim an unserer Seite; oder eine einzelne Lampe verglichen mit dem blendenden Schein einer Wasserstoffbombe, die vor unseren Augen explodiert.

So ist auch das Sterben ein „Weichen von den Regeln“ des Ewigen Lebens, die Elohim Seiner Schöpfung (Adam und Chawah) gegeben hat. Mit dem Ungehorsam entwich ein Teil dieses ewigen Lebens aus der menschlichen Rasse und wir fangen an zu sterben. Dies wird sich bald ändern, wenn Ieschua, der Maschiach und Körper Elohims, kommt und wir anfangen, mit Ihm Tausend Jahre zu regieren - ohne Krankheit, ohne Altwerden, ohne Sterben.
Für den Augenblick, bis diese glorreiche Epoche anfängt, verunreinigt uns der Kontakt mit Toten, denn es erinnert uns an den Ungehorsam von Chawah und den Preis, den die menschliche Rasse dafür bezahlt hat: aus dem Gan Eden ausgestoßen zu werden. Auf diesen Ungehorsam bezog sich Ieschua, als Er zu dem jungen Mann, der die Knochen seines Vaters herausholen musste, um sie in ein Beinhaus zu bringen, und gleichzeitig Ihm folgen wollte, sagte: „Lass die (lebendigen, aber geistlich) Toten ihre (physisch) Toten begraben“ (Anm.: bei der 2.Beerdigung nach 1 Jahr).
Genau dies war eines der großen Absichten von Elohim Vater dabei, einen Körper zu nehmen und sich Ieschua zu nennen: herabzusteigen in dieses Exil, wo die menschliche Rasse ihre Geschichte verbringt, und Millionen und Abermillionen Seelen, die Ihn, den König über alle Könige und Herrn über alle Herren kennen lernen wollen, zu retten und zu befreien. Um Seine Braut zu vervollständigen, wurde der Maschiach einer von uns: „Imanu El“ („Elohim mit uns“).
Nach Seinem Tod und Seiner Auferstehung ist nun der Ruach hier, um uns zu beleben, uns zu heiligen, uns von der sündigen Welt abzusondern und uns „Leben und überfließendes Leben“ zu geben.
Unser fleischliches Leben ist nur ein blasses Spiegelbild des geistlichen Lebens, das uns, die wir Elohim GEHORCHEN (indem wir versuchen, Ihm zu gefallen und „Seine Gebote zu halten, um ein Anrecht auf den Baum des Lebens zu haben“, wie es im Griechischen und natürlich im hebräischen Original in Offenbarung 22,14 steht), erwartet.
Das ganze Universum ist nur eine Metapher des geistlichen Universums, das uns erwartet - Manche, um bei ADONAI zu sein und andere, um fern von Ihm zu sein, je nach den Entscheidungen, die wir getroffen haben und der Qualität unseres geistlichen und mentalen Lebens, das wir in diesem Moment und im Heute leben.
Die Essenz des Lebens ist also Elohim selbst IN uns und DURCH uns lebend (durch den Maschiach und den Ruach, der uns belebt und Sein Leben vermittelt und ein wenig von Seiner Ewigkeit für jeden von uns jeden Tag unseres irdischen Lebens).
Dieses volle Leben kann durch Licht symbolisiert werden, das ein Sinnbild vieler mit Elohim assoziierten Eigenschaften ist: das Geistliche, das Ewige, das, was (im geistlichen Sinne) ernährt, das Reine und die Macht des Lichtes in seiner Geschwindigkeit (im Universum gibt es nichts schnelleres). Das Licht ist außerdem eine Metapher Seiner Offenbarung und Seiner Kommunikation mit denen, die Ihn hören und Seine Gegenwart in sich fühlen.
Dieses Licht ist Elohim. Und Er hat beschlossen, diese acht großen Feste/Moadim wie Wasserbrunnen in der Wüste für uns zu bauen, damit wir ihre Bedeutungen und „Rufe zur Heiligkeit/ Mikrei kodesch“ im Gedächtnis behalten. Jedes dieser Feste ist ein Date (eine Verabredung) mit einer der Dimensionen Elohims, wie wir schon in unserem Artikel “Una Escalera al Cielo” („Eine Leiter/Treppe zum Himmel“) erläutert haben, den Sie auf unserer Website www.beitshalom.org in Spanisch gratis lesen können.
Pessach ist die Metapher unserer Begegnung mit dem Maschiach und Elohim, um gerettet und befreit zu werden aus diesem Exil/Galut, das unser irdisches Leben ist, und unsere Befreiung/Cherut zur ewigen Freiheit (für immer mit Elohim zu leben) zu beginnen.
Schawuot (das vor uns liegt) ist eine andere Metapher: unsere Begegnung mit der Torah (am Sinai) und mit der im Ruach ha Kodesch verinnerlichten Torah: in „ihr Inneres und ihr Herz“, wie es in Jer.31,33 steht. Dies ist die wahre Bedeutung der „Brit Chadaschah“ = die Torah verinnerlicht haben in „unser Inneres und unser Herz“, um die Torah leichter und mit der Hilfe des Ruach, der IN uns wohnt und DURCH uns wirkt, erfüllen zu können.
Sukot ist die Metapher des Sumum, der Summe von Pessach plus Schawuot. Sukot = rein und geheiligt (wenigstens bis zu einem gewissen Grade), in die Gegenwart Elohim Vaters gelangen, weil wir den wahren Maschiach gefunden haben und auf unsere Freiheit (VON ha satan und der Sünde) in Ihm zugehen und weil wir den Ruach in uns haben, der uns Seine ewige Wahrheit und Seine Torah zeigt.
Hier, in diesen beiden weit auseinanderstehenden Auffassungen, der Essenz des Ewigen Lebens und der drei großen Feste, haben wir unser Ziel, die Absicht des gesamten menschlichen Lebens auf der Erde: Ihn zu finden und „Mich kennen und verstehen“, jedes mal mehr, jedes mal tiefer und inniger, wie man einen guten Freund kennt, wie wir unseren Ehepartner kennen, mit dem wir das Leben teilen. Nicht umsonst wird Elohim der Ehemann Israels genannt und Ieschua der Bräutigam der Braut. Es gibt nämlich eine Hochzeit und darum eine kollektive Beziehung, die in diesen Worten und Auffassungen inbegriffen ist.
BESTÄNDIGE VERÄNDERUNG: DIE ESSENZ DES GEISTLICHEN LEBENS
Der Weg zu einem geistlichen Leben ist beständige Veränderung, wie das den Har Zion/Zionsberg in Ieruschalaim hinaufsteigen. Dies ist ein Grundprinzip im messianisch renovierten Judentum. Wir sollten wirklich die geistliche Veränderung wie ein „den Har Zion ersteigen“ betrachten. Ein immer gleiches geistliches Leben ist wie ein fließender Bach, der sich plötzlich staut und bald voller Mückenlarven und Dreck ist und anfängt zu stinken. Genau dasselbe passiert mit unserem geistlichen und mentalen Leben. Wir müssen bereit und mental willig sein, unsere Glaubensschachtel beständig zu verändern und uns nicht erlauben, jahrelang (!) in ihr stecken zu bleiben, wie viele Gläubige es getan haben und tun, weil sie nichts anderes kennen.
Natürlich ist Veränderung anstrengend, zu anstrengend für die meisten. Die Folge ist Stagnation/Stillstand und das dürfen wir nicht zulassen in unserem geistlichen Leben. Elohim, und besonders Sein Ruach ist ein Bach (eine Quelle) frischen Wassers, der beständig fließt, jede Sekunde anders. Entweder trinken wir von diesem Bach oder wir werden uns gezwungen sehen, stehendes Gewässer zu trinken.
Es ist auch zu erwarten, dass sich in uns sogenannte „mentale Terroristen“ bemerkbar machen, die jeden unserer Impulse oder Anstrengungen, uns zu verändern, boykottieren. Wir können sie auch „Einmischungen/ Interferenz“ in unsere Veränderungsabsichten nennen. Einer dieser mentalen Terroristen ist die Angst vor Veränderung und vor dem Stress, den Veränderungen mit sich bringen. Die Religion zu ändern ist sehr schwer, besonders, wenn die ganze Familie dagegen ist. Genau da muss entschieden werden, was wichtiger ist: die Wahrheit Elohims oder unser geistlicher und mentaler Friede/Schalom. Wenn wir, geistlich gesprochen, genug gewachsen sind, wissen wir, dass die Wahrheit Elohims – auf lange Sicht – für unser geistliches Leben das Wichtigste ist, selbst wenn dies unseren Familienfrieden/ Schalom erschüttert. Elohim wird uns zu belohnen wissen dafür, dass wir Ihm vertraut und Ihm den Vorrang gegeben haben, statt unserer Familie oder unseren Freunden, die anders denken. Wir behaupten nicht, dass dies einfach ist, das ist es nämlich nicht! Wir MÜSSEN es aber tun, wenn wir wollen, dass Elohim zufrieden mit uns ist, und wenn wir in Seiner Wahrheit wandern wollen und nicht im Betrug ha satans, der die Welt wie mit einem schwarzen Tuch umhüllt.
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© Messianisch Renoviertes Judentum 2011. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Beim zitieren dieser Paraschah, müssen die Identifikationsdaten miterwähnt werden. http://www.beitshalom.org/index.php?option=com_content&view=article&id=173%3Aparashah-no-31-qemordigaq&catid=1%3Aparashot&Itemid=3&lang=de
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Paraschah Nr. 34: BAMIDBAR / IN DER WÜSTE

Beitrag  Admin am 30/5/2012, 09:43



DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 34: BAMIDBAR / IN DER WÜSTE
5. des dritten Monats des Jahres 5773 / 26. Mai 2012
Torahlesung: Bamidbar / In der Wüste / „4.Mose"1,1-4,20
Haftarahlesung: Hoschia 2,1-22
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KOMMENTAR DER PARASCHAH
„DIE WAHRE ABSICHT DER MITZWOT/GEBOTE ELOHIMS"
In diesem Torah-Abschnitt/Paraschah spricht Elohim zu uns von der Volkszählung der Bnei Israel/Kinder Israel.
Einer der wichtigsten Gründe der Volkszählung ist für Elohim, Sein Volk vorzubereiten, um Ihm zu dienen. Dieses Elohim-Dienen besteht darin, eine ewige Beziehung mit dem Schöpfer herzustellen, die nur Segen bringt – wenn man Ihm gehorcht.
Elohim erwähnt außerdem zwei Geschicke/Ziele für Israel: entweder stehen sie auf zu der historischen Größe, zu der sie berufen sind oder, um zerstört zu werden. Entweder werden sie das Land Israel erfolgreich erobern oder sie werden, wenn sie versagen, Elohim zu folgen - wenn sie ungehorsam sind - beim Eroberungsversuch besiegt werden.

Und wie wir wissen, erwies sich das Volk Israel als nicht bereit, Elohim zu gehorchen. Und diese Generation wurde, abgesehen von einem Rest, verworfen. Es stellte sich heraus, dass die Einladung Elohims eine Vorhersage dessen war, was noch kommen würde.
Mit dem Versprechen gross zu werden, was später kommen sollte, bekam der Rest, der Elohim gehorsam war, auch Verantwortung übertragen. Je mehr Größe, desto mehr Verantwortung.
Daraus ergibt sich die Frage: Wofür sind die Gebote/Mitzwot da? Wozu hat Elohim sie eingesetzt? Und, Was können wir aus der Antwort lernen?
DIE ABSICHT DER MITZWOT
Oberflächlich/paschut gesehen, sind die Mitzwot/Gebote zum Nutzen unserer Freunde/Kameraden/Rea (Nächsten) da. Keine schlechte Idee. Und jeder kann sehen, dass es sehr gut ist, jemandem von Nutzen zu sein, dadurch dass man etwas für Elohim tut, indem man Seine Anweisungen befolgt.
Obwohl dies eines der Ziele/Absichten der Mitzwot ist und, ganz nebenbei, die Welt, in der wir leben, verbessert, ist dies jedoch nicht das Endziel der Mitzwot. Es gibt auch noch ein anderes Zwischenziel: der Lohn in der Kommenden Welt/Olam ha Ba, was auch nicht schlecht ist. Wer wird sich schon dagegen wehren, im Olam ha Ba für das, was er jetzt für andere tut, belohnt zu werden? Ich glaube nicht, dass es auch nur einen gibt, der etwas dagegen hätte. Die „guten Taten“ für andere sind nicht nur dazu da, ihnen direkt zu dienen, (obwohl der Nutzen da ist und gut ist). Die guten Taten dienen im Grunde auch, um sie (die Person, der wir nutzen) und uns selbst frei zu machen, mit Elohim in Kontakt zu treten und in Kontakt zu bleiben in alle Ewigkeit. Ehrlich gesagt, glauben wir, dass alle Gebote/Mitzwot Elohims das Ziel haben, dass der Mensch Elohim liebt, nicht nur, dass der Mensch den Menschen liebt. Diejenigen von uns, die wir „Glück“ haben, leben hier siebzig oder achtzig Jahre. Im Judentum pflegt man zu sagen: „Bis a hundert und zwanzig (Jahre)!” Wenn wir zurückschauen – wenigstens jene von uns, die schon einen Großteil dieses Zeit-Kapitals verbraucht haben – hat unser Leben gar keinen Sinn, wenn man bedenkt, dass es das einzige ist, das wir haben werden.
Jedes wirklich gute Ziel ist ewig. Alles Gute, das nicht ewig ist, ist nicht wirklich gut, es ist nur vorübergehend gut.
Wie soll man wissen, ob etwas gut ist? Das Maß, dies zu messen, ist, ob es ewiges Leben bringt. Wenn ein messianischer Jude sich an die Gebote hält, sie zu erfüllen, dann hält er sich am Olam ha Ba fest, denn das ist es, was er als Endresultat haben wird, wenn er fortfährt sie zu halten.
Wenn ein Mensch sich aber nicht an die Gebote hält und ein fleischliches Leben führt, nach seinen eigenen Wünschen und Phantasien, dann lebt er ein kurzes Leben und stirbt für immer, wie jedes andere Tier.
Die Mitzwot perfektionieren uns in dieser Welt/Olam ha Seh und bereiten uns vor für die Kommende Welt/Olam ha Ba. Einige Gebote verbessern unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Alle Gebote jedoch verbessern unsere Beziehung zu Elohim - hier, in dieser Welt und in der kommenden. Daher ist es so außerordentlich wichtig, sie (1) zu studieren, und (2) anzufangen, sie nach und nach einzuhalten, in einer steigenden Spirale mit zunehmender Qualität: jetzt angefangen, so gut wir können, mit dem Geringsten bis hin zum Besten in einigen Jahren.
Nun, das stimmt, nutzen wir es, bessere Beziehungen zu unseren Familienangehörigen und Kollegen und Freunden zu haben. Das Ziel ist aber eigentlich, eine bessere Beziehung zu Elohim zu haben, durch unseren Gehorsam Seinen Geboten gegenüber.
Vergessen wir nicht, wie die Geschichte begonnen hat: mit Adam und Chawah und EINEM EINZIGEN GEBOT: „Du sollst NICHT essen von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen/Etz ha Daat ha Tov vaRah“. Und das eine Gebot konnten sie nicht halten. Sie wurden rausgeworfen, weil sie EIN einziges Gebot nicht einhielten. Jetzt haben wir 613 Gebote zu halten! Der Gehorsam Elohim gegenüber ist VIEL wichtiger und zentraler, als wir ermessen können. Dieses Beispiel Adams sollte uns zum Nachdenken bringen.
DIE ZEHN GEBOTE
UND WIE SIE UNS ELOHIM NÄHERBRINGEN
1. Ich bin IHWH, dein Elohim, Der dich aus dem Lande Ägypten/Mitzraim (Blockaden), aus dem Sklavenhaus herausgeholt hat.
2. Du sollst keine anderen Götter haben vor Mir. Mach dir keine Skulpturen, noch Götzen jeglicher Art, weder von dem, was oben in den Himmeln, noch was unten auf der Erde, noch was im Wasser ist. Wirf dich nicht nieder vor ihnen, sie anzubeten, denn Ich bin IHWH, dein Elohim, eifernd, der die Bosheit der Väter straft an den Kindern bis zur dritten und vierten Generation.
3. Schwöre nicht falsch im Namen IHWH´s deines Elohim, denn IHWH wird den nicht freisprechen, der Seinen Namen missbraucht.
4. Gedenke des Schabbat-Tages, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Schabbat, IHWH, deinem Elohim, geweiht. Tu keinerlei Werk, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch deine Angestellte/Magd, noch dein Angestellter/Knecht, noch dein Tier, noch der Ausländer/Fremde, der sich innerhalb deiner Tore befindet.
5. Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage in dem Land, das IHWH, dein Elohim dir gibt, lang werden.
6. Du sollst nicht morden.
7. Du sollst nicht ehebrechen.
8. Du sollst nicht stehlen.
9. Du sollst keine Falschaussage machen (kein falsches Zeugnis) gegen deinen Kameraden/Nächsten.
10. Du sollst nicht begehren das Haus deines Kameraden/Nächsten; du sollst nicht begehren die Ehefrau deines Kameraden/Nächsten, noch seinen Angestellten/Knecht, noch seine Angestellte/Magd, noch seinen Ochsen, noch seinen Esel, noch sonst etwas, was deinem Kameraden/Nächsten gehört“.
Die Zehn Gebote umspannen alle Bereiche unseres Lebens: die ersten vier Gebote betreffen Elohim; das fünfte ist für die Familie (obwohl unsere Eltern Elohim repräsentieren, als Autorität über uns auf Erden); und die fünf letzten betreffen die Beziehung zu unseren uns umgebenden Mitmenschen, sei es, dass wir uns einbringen oder nicht.
Dies sind die Grenzen, die Elohim uns setzt, um Seinen Segen/Brachah zu haben. Wir müssen uns genau prüfen, um zu sehen, wo wir richtig liegen und in welchen Bereichen wir unser alltägliches Verhalten verändern müssen.
Die Zehn Gebote sind das kostbarste und herrlichste Geschenk, das Elohim uns gemacht hat, denn es ist der gerade Weg, der uns zu Ihm und zu den Menschen um uns führt.
Das wichtigste Ziel des jüdischen Menschen (nach der Herkunft oder dem Glauben) ist, all unsere Kraft und Ausdauer darauf zu richten, Seine Gebote zu halten, damit wir täglich die Veränderungen haben können, die neue Lektionen, neue Wege, neues Denken und neue Lebensweisen uns bieten; und damit wir dadurch täglich eine erneute Begegnung mit Elohim, eine Teschuwah, ein „Elohim jedes Mal näher kommen“ haben, denn wenn wir tun, um was Er uns bittet, beginnen wir Freiheit von dem zu erfahren, was uns festhält und was verhindert, dass Sein Wille sich in unserem Leben erfüllt.
Die Voraussetzung, um die Gebote, die Elohim uns gebietet, zu erfüllen, ist: ein demütiges und gehorsames Herz. So können wir mit Seiner Hilfe uns zunehmend diese Gebote aneignen, da dies auf uns allein gestellt sehr schwierig wäre.
Die Gebote sind das zweite Rezept für die geistliche Gesundheit, nach dem ersten: dem Befehl an Adam, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen.
Jedes Mal, wenn wir ein Gebot/Mitzwah erfüllen, stellen wir einen Teil unseres Lebens wieder her, weil wir uns abwenden vom Gegenteil dessen, was Elohim uns bittet. Und dies bringt uns jeden Tag näher zu Elohim. So wird unsere Beziehung zu Ihm jedes Mal tiefer und bedeutender.
Im ersten aller Gebote sehen wir, Wer Elohim wirklich ist: der Elohim Israels, DER EINZIGE EXISTIERENDE ELOHIM; liebevoll, barmherzig, voller Segen für die, die Ihm gehorchen (zu ihrem eigenen Vorteil). Nur zu Ihm müssen wir eine Beziehung aufbauen, und zu sonst niemandem.
Im zweiten Gebot befiehlt Elohim uns über das „sonst niemand“. Wir sollen keinen anderen „Gott“ haben außer dem Elohim des jüdischen Volkes. Wir können einen andern haben – aber wir sollen nicht! Hier geht es wiederum um den Gehorsam. Keine Statue, kein Bild irgendwelcher der Millionen Götter des Planeten soll sich in unserem Haus finden. Bis zu den Urenkeln derer, die so etwas tun, werden die Folgen erleiden. Aber auch bis zu unseren Urenkeln werden den Segen bekommen, den Einzigen existierenden Elohim zu kennen und anzubeten.
Das dritte Gebot, in dem es darum geht, nicht meineidig zu werden/falsch zu schwören (nicht zu lügen), vermittelt uns den angemessenen Respekt vor Elohim, den wir nicht hatten. Nachdem wir dies gelesen und verstanden haben, wissen wir, dass Elohim zu kostbar ist, um Ihn für unsere Lügen zu MISSBRAUCHEN. Diese Mitzwah gibt Elohim den Wert, den Er immer schon haben sollte: den höchsten!
Das vierte Gebot ist eines der nützlichsten, denn es ZWINGT uns, am Schabbat (d.h., ab Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag) nicht zu arbeiten. Dies öffnet uns ein leeres Fenster, das mit Seinem Willen gefüllt werden MUSS. Was viele nicht erfassen können, ist: der Schabbat GEHÖRT UNS NICHT. Dies ist nicht ein weiterer Tag, an dem wir tun und lassen können, was wir wollen. Dies ist ein Tag Elohims, er gehört Ihm. Elohim muss jedem von uns sagen, was er an diesem Tag tun soll. Und wir müssen Ihn fragen.
Dieser Prozess, 1. zu verstehen, dass der Schabbat nicht uns gehört und, 2. dass wir Elohim fragen müssen, was wir tun sollen, öffnet uns die Tür, 3. zu verstehen und anzunehmen, dass wir an diesem Tag Seinen Willen tun müssen. Dies verbindet uns wiederum mit Ihm, da am Schabbat nur Er und ich zählen und niemand und nichts sonst sich uns in den Weg stellt. Genau dafür hat Elohim den Schabbat geschaffen: damit wir uns GEZWUNGEN sehen, das, was wir normalerweise tun (unsere Arbeit oder Verpflichtungen), beiseite zu schieben und den Tag in Seiner Gegenwart zu verbringen. Viele messianische Juden fragen mich über Internet, wie sie den Schabbat verbringen sollen. Genau das müssen sie verstehen: dass der Schabbat nicht uns gehört, dass wir ELOHIM FRAGEN MÜSSEN, was wir am Schabbat tun sollen, an jedem Schabbat.
Eine der ersten Male, die ich Elohim gefragt habe, (vor ca. zwanzig Jahren, als wir die messianische Synagoge noch nicht hatten und Christen waren), sagte Er zu mir, ich solle eine bestimmte Freundin von mir und meiner Frau anrufen. Das tat ich, und ihr Mann antwortete und sagte mir, seine Frau (unsere Freundin) liege in dem und dem Krankenhaus. Ich ging sie besuchen und traf ihren Vater, der aus dem Ausland gekommen war, um sie dort zu besuchen. Im Gespräch mit dem Vater, kamen wir auf Ieschua zu sprechen und als wir rausgingen zum Parkplatz, nahm er dort Ieschua an. Danach hab ich ihn nie wieder getroffen. Viele Jahre später erfuhr ich, dass er nur wenige Monate nachdem er Ieschua dort in meinem Auto angenommen hat (nur weil ich an jenem Schabbat Seinen Willen tun wollte), gestorben ist. Verstehen Sie nun, warum, wegen (1) der Erfüllung eines Gebotes und (2) Ihn fragen und (3) danach handeln, sich eine Seele jetzt im Himmel für alle Ewigkeit freut?! Wir müssen den Schabbat als eine Einladung in den Königspalast Elohims wahrnehmen, als eine Einladung, in Seiner Gegenwart zu sein. Würde es Ihnen gefallen, in einen Königspalast eingeladen zu werden? Sie sind eingeladen, jeden Schabbat!
Das fünfte Gebot („Ehre deinen Vater und deine Mutter“) bedeutet, unter anderem, sie zu respektieren, sie nicht anzuschreien, sie nicht auf unsere Stufe herunterzuholen oder als „veraltet“ abzutun. Wozu dieses Gebot? Weil unsere Eltern auf dieser Erde Elohim repräsentieren, die Autorität über uns, denen wir Respekt schuldig sind, wie Elohim. Wie wir schon am Anfang dieser Paraschah erwähnten: jedes Gebot/Mitzwah ist im Grunde genommen eine Methode Elohims, Seine Einheit mit jedem von uns zu erreichen. Unser Erfolg mit unseren Eltern wird zum Erfolg unserer Beziehung zu Elohim. Mit anderen Worten: Jene von uns, die es schaffen, ihre Eltern zu ehren, ehren im Grunde genommen Elohim. Das ist ja gerade das Ziel des fünften Gebotes. Wir sehen also, wie jedes Gebot ein anderes Gebiet unserer Beziehung zu Elohim betrifft, wie in einem Orchester verschiedene Instrumenten, aber dieselbe Melodie und in Harmonie gespielt werden.
Das sechste Gebot („Du sollst nicht morden“, wenn wir es vom Hebräischen richtig übersetzen), bezieht sich nicht nur auf den leiblichen Mord, sondern auch auf den moralischen und mentalen Mord, wie beim neunten Gebot. Von jemandem schlecht zu reden - was man im Judentum als „Laschon ha ra“ kennt - ist verbaler Mord, der psychische und mentale Folgen hat, besonders für den verbal „Ermordeten“. Aber auch für uns, wenn wir schlecht über andere reden, denn wir fesseln uns geistlich an die andere Person mit geistlichen Ketten, von dessen Existenz wir nichts wussten.
Das siebte Gebot ist dem sechsten gleich. Wie Ieschua so schön gesagt hat, ist es nicht nötig, unserem Ehepartner wirklich (physisch) untreu zu werden. Es reicht schon der Wunsch und schon ist es (mentaler und willentlicher) Ehebruch. Auch dieses Gebot hat mit Elohim zu tun, weil Ehebruch eine Form von Götzendienst ist. Statt beim Einzigen Elohim sein zu wollen, wollen und sind die Götzendiener bei niedrigen Gottheiten.
Das achte Gebot („Du sollst nicht stehlen“) in Bezug zu Elohim erinnert uns an die Antwort des Rebbe Ieschua an die geistlichen Führer Seiner Zeit: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Elohim, was Elohim gehört“. Mit anderen Worten: Stehlt Elohim nicht, was Ihm zusteht, sei es die Zeit, die Ehre oder den Respekt, den Er verdient.
Und als letztes das zehnte Gebot (da das neunte schon mit dem sechsten behandelt wurde). „Du sollst nicht begehren“ spricht wieder von der Harmonie wie in einem Orchester, wo der Trompeter nicht Pianist sein will, noch der Pianist Trommler. Im Orchester Elohims hat jeder seinen Platz. Neiden (sich gelüsten lassen, was der andere hat) ist, im Grunde genommen, ein totales Fehlen der Perspektive Elohims. Elohim hat uns schon einen Platz in Seinem Orchester zugeordnet. Das einzige, was wir tun müssen ist, unsere Melodie so gut wie möglich FÜR ELOHIM, nicht für menschliches Publikum spielen zu lernen.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Morelia, Apizaco und Colima, Mexico; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.
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PARASCHAH NR. 36 BE ACHALOTEICHA/ WENN DU AUFSTECKST

Beitrag  Admin am 9/6/2012, 16:20

PARASCHAH NR. 36 BE ACHALOTEICHA/ WENN DU AUFSTECKST
Parashah
Geschrieben von: Julio Dam
Dienstag, den 05. Juni 2012 um 16:44 Uhr


Ba Midbar/In der Wüste/„4.Mose”11,4: „Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir erinnern uns der Fische, die wir umsonst aßen in Mitzraim/Ägypten, der Gurken, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs”.
KOMMENTAR DER PARASCHAH
„DER LANGE WEG UNSERES LEBENS”
Diese Paraschah beschreibt die lange Reise des jüdischen Volkes von der Sklaverei in Mitzraim zur Freiheit in Israel, dem Verheißenen Land. Dies ist, abgesehen von der Reise eines ganz bestimmten Volkes, auch ein Bild unseres Lebens, des Lebens jedes Menschen, der in tiefster Finsternis geboren wird. Diese Finsternis ist sowohl geistlicher wie mentaler und fleischlicher Art: an Mitzraim gebunden, versklavt, gebunden an Süchte, Materialismus und das Fleisch mit seinen selbstsüchtigen und wechselnden Wünschen.
Dies ist eine physische Reise, die einer mentalen und geistlichen Reise vergleichbar ist, die jedem Menschen offen steht. Wir werden in der Nacht der Seele und des Geistes geboren. Wir werden verloren und „ohne Hoffnung in der Welt“ (Eph.2,12) geboren, Sklaven Nimrods mit seiner Vielgötterei und götzendienerischen Religion, mit Tausenden von Göttern, voller Lug und Betrug, mit dem Trost „des Fleisches, der Gurken, der Melonen, des Lauches, der Zwiebeln und des Knoblauchs“, die wir Erbärmlichen so vermissen, wenn wir sie nicht haben. Elohim bietet uns Man (von mah = was?). Dieses Man repräsentiert unser geistliches Leben, die Nahrung, die von Oben/mi la Malah, kommt. Wir trauern jedoch dem Fleisch und den Zwiebeln nach, die wir vermissen.
Unser ganzes Leben lang fragen wir uns: Um was wollen wir bitten, Fleisch oder Man? und auch: Wie lange noch werden wir das Fleisch und den Knoblauch vermissen?

Elohim hat den Tag so geschaffen, dass er mit der Dunkelheit der Nacht beginnt und dann kommt das Morgengrauen und kündigt das Licht und die Wahrheit an. Die Welt bietet uns einen Tag, der im Licht beginnt und in der schwärzesten Dunkelheit endet. Die ewige Frage ist: Nach wem richten wir uns? Welchen Tag wählen wir, den Elohims oder den der Welt?
Für Israel begann der Tag in der Sklaverei in Mitzraim, in der harten unbezahlten Sklavenarbeit, aber mit dem Köder des Fleisches und Knoblauchs - das Essen der Menschen auf der niedrigsten geistlichen Stufe. Elohim will aber nicht, dass Seine Kinder da bleiben. Er will sie nach Israel, dem Verheißenen Land, bringen. Er will sie aus Seiner Hand ernähren, mit dem Himmels-Man. Dazu müssen wir Ihn und Seine Speise jedoch verstehen. Und um das zu verstehen, müssen wir durch die Wüste hindurch, durch Bedürftigkeit, durch das Nichts, durch Einsamkeit und Angst, durch Hunger und die Leere Sinais, die unsere Einsamkeit und Angst noch erhöht, weil wir uns verlassen, arm und allein fühlen.
Was wir noch nicht verstanden haben ist, dass Elohim uns an der Hand nimmt, um uns zu prüfen, um zu sehen, „aus welchem Stoff wir gemacht sind“/was in uns steckt. Diese Wüste ist unser jetziges Leben. Wenn Sie sich einsam, arm verängstigt und von Elohims Hand verlassen fühlen, freuen Sie sich, denn Sie sind auf dem Weg nach Israel, auf dem Weg ins Verheißene Land. Sie müssen nur die Augen auf machen und die Landschaft erkennen, dann werden Sie sehen, dass nur noch wenig fehlt, um anzukommen. Haben Sie nur noch ein wenig mehr Bitachon/Vertrauen in Ihn.
Der lange Weg von der Nacht zum Tageslicht ist auch der lange Bekehrungsweg vom Goi / Heide / Götzendiener, der von vornherein verloren ist, zur Rettung, um durch den Glauben ein Jude, ein „Anbeter ADONAIs“ (das bedeutet das Wort Jehudi = Jude), zu werden.
Im Grunde genommen bietet Elohim uns zwei Wege an: der erste, von Mitzraim nach Knaan/„Kanaan“ mit Zwischenstationen in der Wüste unseres Lebens. Der andere Weg ist jener, den das jüdische Volk im 1. Jahrhundert Gelegenheit hatte zu gehen: vom Juden nach dem Fleisch/der Herkunft zum geistlichen Juden – indem sie Ieschua ha Maschiach annahmen. Darin besteht der Kampf, wenn Sie erst einmal in Knaan sind, um es in Israel zu verwandeln. Es ist ein Kampf ohne Kaserne und ohne Kriegsgefangene, ein Todeskampf gegen das Fleisch, gegen die Sünde, gegen die sieben Völker, die Knaan bewohnen und unser Inneres. Wer den Sieg erringt, wird geistlicher Jude und bewohnt „das Land darin Milch und Honig fließt“. Wer versagt, verliert alles.
Die Reise von Mitzraim nach Knaan ist nicht nur physisch und geistlich, sondern auch mental. Zwischen dem Anbeten der „Götter“ in Mitzraim und dem Anbeten des Einzigen wahren Elohim liegen Welten. Aber außer dem geistlichen Aspekt, ist da auch das mentale Universum, in dem wir tagtäglich leben. Der Einwohner Mitzraims träumt von dem Fleisch und den Zwiebeln. Der Einwohner Israels träumt vom Man aus der Hand Elohims und will jeden Tag seine Portion bekommen. Im Mentalen bedeutet Man eine andere Welt. Es ist die geistliche Welt der Dinge, die man nicht sieht, der ewigen Dinge, jene, die niemand will, weil er nicht weiß, dass es sie gibt und kein Interesse daran hat. Wer in Knaan lebt, denkt an Man und an Elohim, weil sein Kopf/ seine Gedanken mit Seife gewaschen und mit einer geistlichen Bürste abgebürstet sind und der Schmutz von ihm entfernt worden ist.
Wir, die messianischen Juden in aller Welt, sollten schon in Israel leben und die sieben feindlichen Völker besiegt haben und Knaan seit Jahren, als wir Ieschua angenommen haben, hinter uns gelassen haben. Wo wohnen Sie? Kämpfen Sie immer noch gegen die sieben Völker oder leben Sie mental schon in Israel?
Wer in Mitzraim lebt, hat ganz andere Ziele und Ambitionen als der, der in Knaan, oder besser noch in Israel lebt. Wer in Mitzraim lebt, sinnt fleischlichen Ambitionen nach. Wer in Israel lebt, denkt an das ewige Leben, das in seiner Reichweite ist.
Die Reise durch die Wüste ist die Reise unseres jetzigen Lebens. Eine Reise, dessen Ziel wir dunkel ausmachen können – Elohim kennen lernen. Wir stolpern jedoch ständig über die Steine in der Wüste unseres Lebens. Und über allem vermissen wir auch noch dauernd das Fleisch und die Zwiebeln. Dies ist das Absurde unseres Weges durch die Wüste. Die Vergangenheit ist ganz klar: Mitzraim. Die Zukunft ist auch ganz klar: Israel. Das Problem liegt „nur“ in der Nacht der Wüste: voll von in der Ferne heulenden Hyänen, Skorpionen, die aus dem Sand auftauchen, um uns zu stechen und Schlangen, die schlecht über uns reden, um uns zu Fall zu bringen, wie die sprechende Schlange im Gan Eden.
Denken wir jedoch an das jüdische Volk: es stellte sich all dem und kam trotzdem ans Ziel. Es musste durch alle möglichen Schwierigkeiten und kam doch, wie Elohim es vorherbestimmt hatte, am Ziel an.
Sie werden auch ans Ziel gelangen, weil Sie auch dazu vorherbestimmt sind. Da taucht eine lebenswichtige Frage auf: Können wir unsere Reise durch die Wüste beschleunigen und verbessern?
UNSERE REISE BESCHLEUNIGEN
Unser Wandern durch die Wüste kann effektiver und leichter gemacht werden, als es normalerweise ist und für das jüdische Volk war. Diese Beschleunigung beinhaltet mehrere Faktoren:
UNTERORDNUNG
Der erste Faktor ist: unsere Unterordnung unter Seinen Willen. Wir müssen AKZEPTIEREN, dass Elohim uns in die Wüste gestellt hat und dass wir so gut und schnell wie möglich nach Knaan kommen müssen. In diesem Annehmen liegt Heilung und potenzielle Freude/Oscher, weil es uns mentalen und sogar geistlichen Frieden/Schalom bringt zu wissen, dass wir Seinen Willen tun, indem wir alles, was uns passiert annehmen. Uns Seinem Willen unterzuordnen ist ein mächtiger Beschleuniger, der uns ermöglicht, uns mit hundert Stundenkilometern vorwärts zu bewegen, statt mit fünf (d.h.: zu Fuß). Diese Unterordnung beginnt damit, ALLES, was uns tagtäglich passiert, anzunehmen.
Annehmen und um Chachmah/Weisheit bitten, um zu verstehen, warum uns passiert was uns passiert, wird unserem Durchzug durch die Wüsten (unser Leben) den Sieg einbringen. Wenn wir jedoch um Chachmah bitten, aber keine Unterordnung noch Annahme an den Tag legen, werden wir auch die Chachmah, um die wir gebeten haben, nicht bekommen, weil wir schon unweise handeln, indem wir uns nicht unterordnen. Da wird es schwer sein, jemals Chachmah zu erhalten.
PROPHETIE
Eine weitere Art, unser Wandern durch die Wüste zu beschleunigen, ist: die Prophetie. Wie in 1.Kor.14,1 steht: “Es wäre besser, alle würden weissagen/ hätten Prophetie…”; denn die Stimme ADONAIs zu hören ist das Beste, was uns passieren kann. Die beidseitige Kommunikation mit ADONAI ist die Quelle aller Offenbarung und aller Wahrheit und folglich der Beginn und das Ziel unseres Umherirrens durch die Wüste. Wer von Seiner Stimme begleitet wird, hat nichts zu befürchten, weil ADONAI uns alles erklärt, was wir wissen wollen, alles, wovor wir Angst haben, alles, was uns Sorgen macht. Er ist ein liebender Vater, der Seine Kinder mit Seiner Stimme streichelt. Wer Seine Stimme hören kann, irrt nicht mehr in der Wüste umher, sondern bewegt sich wie auf einer Autobahn!
AHAWAH, VERSTÄNDNIS UND ERKENNTNIS
Die dritte Art, unseren Durchzug durch die Wüste zu beschleunigen, ist: im Gebet Philipper 1,9 zu erbitten und zu empfangen. Da steht: „Und dies erbitte ich im Gebet: dass eure Liebe (Ahawah) noch mehr zunehme im Verständnis und aller Erkenntnis“. Unser Wandern, das heißt, unser Verhalten muss als erstes in Ahawah-Liebe, zuerst zu Elohim und daraus sich ergebend zu allen Menschen, die Elohim uns in den Weg stellt, angefangen bei unseren Familienangehörigen und Geschwistern der messianischen Synagoge, bestehen. Wir dürfen nicht darauf sehen, was der Andere uns geben kann, sondern dem Anderen geben, was er braucht.
Davon abgesehen, soll diese Ahawah, wie im Philipper-Brief steht, von Verständnis und Erkenntnis begleitet sein, des Willens Elohims in jedem einzelnen Fall von geübter Ahawah; Ebenso von geistlichem und emotionalen Verständnisses des Zustands und der Bedürfnisse der Menschen, denen wir helfen oder für die wir beten; Und des Verstehens, warum Elohim uns aufgetragen hat gerade dieser bestimmten Person und nicht einer anderen zu helfen, denn es gibt immer einen oder mehrere Gründe. So werden wir mit einem bestimmten Motiv im Sinn und mit Verständnis und fast detaillierter Kenntnis der Person und des warum Elohim uns dieser Person in den Weg gestellt hat, helfen.
DAS LICHT DER WELT SOLL IN UNS WIRKEN
Eine vierte Art, unser Wandern durch die Wüste unseres Lebens zu beschleunigen, ist: „das Licht der Welt“ (Joh.8,12), Ieschua, in uns zu haben, der zu uns spricht, oder uns wenigstens auf irgendeine Art und Weise führt. Einer der Gründe, warum Elohim menschliche Form angenommen hat, um dann für uns zu sterben, ist gerade: uns zu helfen, täglich, Minute um Minute, Seinen Willen zu tun. Natürlich haben wir, die wir an Ieschua glauben, Ihn in uns wohnen, in unserem Geist/Ruach. Das Problem ist, dass wir Ihn fast nie um Rat fragen, noch Elohim darum bitten, dass Ieschua uns von innen (in uns) heraus führt, in allem Seinen Willen zu tun. Wir glauben mit unserem Kopf, aber nicht mit unserem Verhalten, was in den Augen Elohims das Wertvolle ist: „…denn (selbst) die Dämonen glauben, und zittern…“ sagte Jaakov. Was nützt es ihnen aber, zu glauben, dass Ieschua der Maschiach ist, wenn sie trotzdem in die ewige Hölle kommen werden?
IESCHUA NICHT VERLEUGNEN
Eine fünfte und letzte Art, unseren Durchzug durch die Wüste zu beschleunigen und ins Verheißene Land zu gelangen, ist: uns mental und geistlich vorzubereiten, unseren Maschiach und Elohim, Ieschua ha Maschiach, nie zu verleugnen, wie es Keipha (Simon Petrus) in einem Moment der Schwäche getan hat (Luk.22,57-58). Wir alle haben Momente der Schwäche. Aber wenn wir uns vorbereiten und unseren Glauben und unser Vertrauen in Ieschua festigen, besonders für die schweren Zeiten, die auf uns zukommen, werden wir vorbereitet sein, schlussendlich siegreich die Wüste hinter uns zu lassen und nicht heulen zu müssen wie Keipha. Wir müssen täglich beten, dass Elohim unser Vertrauen in Ieschua stärkt und dass wir Ihn nicht verleugnen, egal wie stark der Druck auf uns wird; Denn als messianisch renovierte Juden haben wir die Religion Ieschuas, das Judentum, nicht verlassen, im Gegenteil, wir haben sie verstärkt und bauen unseren Glauben auf dem festen Grund der Torah, die Elohim Seiner Ehefrau Israel übergeben hat.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 36 Be Achaloteicha/ Wenn du aufsteckst
19. des dritten Monats des Jahres 5773/ 9. Juni 2012
Torahlesung: Bamidbar / In der Wüste / „4.Mose" 8,1-12,16
Haftarahlesung: Sacharjah 2,14-4,7
Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
Copyright 2012 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: http://www.beitshalom.org/. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet.

_________________
..




Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben.
Bleibt nicht stehen sondern geht..

- שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד -  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad - Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig - Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaH geredet hat, wollen wir tun!! *
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Paraschah Nr. 37 SCHLACH / GESANDT von Rebbe Julio Dam

Beitrag  Rapha am 20/6/2012, 13:58

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 37 SCHLACH / GESANDT

26. des dritten Monats des Jahres 5773/ 16. Juni 2012
Torahlesung: BaMidbar / In der Wüste / „4.Mose" 13,1-15,41
Haftarahlesung: Iehoschua / „Josua“ 2,1-24

Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe



„WELCHE HALTUNG LEGEN WIR VOR ELOHIM AN DEN TAG?"
KOMMENTAR DER PARASCHAH
Moscheh warnt die Israeliten davor, auf eigene Faust loszuziehen, um das Land einzunehmen: „Warum übertretet ihr den Befehl ADONAIs? Ihr werdet keinen Erfolg haben. Zieht nicht hinauf, denn ADONAI ist nicht in eurer Mitte, dass ihr nicht geschlagen werdet von euren Feinden“ (BaMidbar/ In der Wüste/ „4.Mose“ 14,41-42). Doch die Israeliten hörten nicht auf den Rat ihres Führers: „sie stiegen auf den Gipfel des Berges“ („4.Mose“ 14,44).
Dies muss uns etwas lehren, etwas sehr Wichtiges, was sehr wertvoll ist in dem Moment, wo wir etwas VON Elohim brauchen: Welches ist unsere Haltung Ihm gegenüber? Welches ist unsere Einstellung ganz allgemein?
Was heißt „Haltung/Einstellung“? Es kann definiert werden als mentale und emotionale Haltung gegenüber einer Situation oder Person. Es schließt unsere Überzeugungen und Werte und den Willen, auf eine bestimmte Art und Weise in der Situation oder gegenüber dieser Person zu handeln mit ein. Ihre Haltung ist die Summe Ihrer Ideen, ihrer (automatischen) Regeln und der Neigungen ihrer Gedanken.

Ihre Haltung ist: wie Sie auf Ihre Umgebung reagieren, sei es eine Situation, ein Problem oder eine Person oder was diese äußert oder tut. Wichtiger noch ist, wie wir auf das, was uns passiert reagieren, denn wie unsere Leser, die uns Woche für Woche begleiten wissen, gibt es NICHTS, was uns „zufällig“ passiert, sondern alles ist von Elohim geschickt oder genehmigt, um uns etwas zu zeigen/lehren.
WIE REAGIEREN SIE AUF EIN PROBLEM? UND AUF EINEN DIREKTEN BEFEHL ELOHIMS?
Wir haben Beispiele einer RICHTIGEN EINSTELLUNG gegenüber Elohim: In Abram (1.Mo.12,4-5), als er alles, was er besaß und war, zurück ließ und den Befehlen Elohims ohne Widerrede und ohne Wenn und Aber Folge leistete. Dann haben wir in dieser Paraschah den Kaleb: (4.Mo.13,30) „Und Kaleb beschwichtigte das Volk gegen Moscheh und sprach: ‚Wir sollten hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir können es überwältigen“. Ein weiteres Beispiel der richtigen Haltung haben wir in Nechemjah/Nehemia 1,4: „Als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin und weinte und trauerte eine Zeitlang und ich fastete und betete vor dem Elohim des Himmels“.
Diese richtigen Haltungen zeigen uns Männer Elohims, die sich auf den Willen Elohims stützten und versuchten, sich an diesen zu halten. Abram packte auf den Befehl Elohims hin alles, was er hatte (was sicher nicht viel wäre) und zog an einen ihm unbekannten Ort, und das nur, weil er seinem Elohim vertraute. Kaleb wusste, dass es nichts gab, was sich dem Willen Elohims in den Weg stellen konnte beim Erobern dessen, was Elohim wollte, dass die Israeliten erobern. Er hatte eine Haltung, die dem Willen Elohims entsprach. Nechemjah weinte wegen des Schicksals seiner Landsleute und gestand sogar die Schuld seines Volkes vor Elohim und betete, dass Elohim Israel vergeben möge. Diese drei Männer wussten, dass, was auch immer Elohim befehlen würde, das Beste für Israel und sie selbst sein würde. Sie zweifelten nicht daran, dass Elohim absolut gerecht ist in allem, was Er tut und ihnen aufträgt und dass Ihm Demut und Buße über die Sünden Israels und jedes Einzelnen gefällt.
Wir haben auch Beispiele einer FALSCHEN HALTUNG gegenüber Elohim: In Kain (1.Mo.4,5): „Aber zu Kain und seinem Opfer wandte Er sich nicht. Und es verdross den Kain sehr und es sank sein Antlitz“. Ein weiteres Beispiel von FALSCHER HALTUNG ist die von Ijob: „Ich werde zu Elohim sprechen: Verurteile mich nicht! Sondern, was für Anklagepunkte hast Du gegen mich?“. Und noch ein Beispiel ist Jonah 4,3: „Und nun, Elohim, nimm doch mein Leben von mir! Denn besser ist mein Tod als mein Leben“.
Kain war rebellisch und wollte Opfer bringen, von dem, was NACH SEINER EIGENEN MEINUNG gut war und nicht von dem, was Elohim gut nennt. Ijob war stolz und glaubte, er sei gerecht genug, um wegen seinem Verhalten schuldfrei vor Elohim zu bestehen. Der Prophet Jonah war wütend, als Elohim den Niniviten eine Gelegenheit gab, Vergebung zu erhalten.
Alle drei handelten aus ihren eigenen Wünschen heraus: sie wollten, dass die Dinge so liefen, wie SIE SELBST es für richtig hielten und nicht, wie ELOHIM SIE HABEN WOLLTE. Es waren ihre falschen EINSTELLUNGEN gegenüber Elohim, die ihnen Probleme einbrachten.
Das höchste Beispiel jeglicher Haltung für uns ist natürlich die von Ieschua ha Maschiach: In Matth.22,37-40 erinnert Er uns an die größten Gebote, die Elohim uns übergeben hat: „Elohim mit unserer ganzen Seele, unserem ganzen Verstand und unserer ganzen Kraft/Anstrengung zu LIEBEN, und unseren Mitmenschen wie uns selbst“.
In Matth.23,37 hatte Er MITLEID mit Jerusalem: „Iruschalaim, Iruschalaim, die du tötest die Propheten und steinigst die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte Ich deine Kinder versammeln… aber du hast nicht gewollt“.
In Matth.26,42 war er GEHORSAM: „Er ging zum zweiten  Mal und betete: Aba/Vater, wenn es nicht möglich ist, dass dieser Kelch hinweggenommen wird, MÖGE DEIN WILLE GESCHEHEN“.
VOREINSTELLUNGEN
Wir haben die Chance, zwei Arten von Voreinstellungen zu haben: eine Sieger-Einstellung  und eine Versager-Einstellung. Es ist alles in unserem Kopf. Und es ist die Macht unserer Entscheidung, unsere Versager-Einstellung in eine Sieger-Einstellung zu verwandeln. Wir brauchen keine Versager zu sein. Wir bilden uns nur ein, dass unsere Vergangenheit oder unser „Pech“ entscheiden. Nur Elohim entscheidet jede Sache. Wer das noch nicht gelernt hat, hat noch nicht viel über Elohim gelernt.
WIR MÜSSEN UNS VORBEREITEN
Wir, die messianischen Juden nach Herkunft/Blut und/oder Glauben, müssen uns vorbereiten, eine gute Haltung/Einstellung gegenüber Elohim zu haben. In 2.Tim.4,2 steht: Lehrt das Wort! Bereitet euch vor, zur Zeit und zur Unzeit! Unterweist, ermahnt und ermutigt mit großer Geduld und umsichtiger Anweisung“.
WIR MÜSSEN UNS KONZENTRIEREN
In Phil.4,8 heißt es: „Weiter, Brüder, alles, was wahrhaftig, was rechtschaffen/ehrbar ist, was gerecht ist, was rein, freundlich, von gutem Ruf ist, und eine Tugend ist und woran etwas zu loben ist, dem denkt nach“.
WIR MÜSSEN EINANDER LIEBEN
In 1.Joh./ Iochanan 4,7 steht: „Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben, denn die Liebe kommt von Elohim. Und wer lieb hat, ist von Elohim geboren und kennt Elohim“.
WIR MÜSSEN DURCHHALTEN
In Jaakob 1,2-4 lesen wir: „Achtet es für eitel Freude, liebe Brüder, wenn ihr allerlei Prüfungen durchmachen müsst, denn ihr werdet wissen, dass die Prüfung eures Glaubens eure Ausdauer entwickelt. Die Ausdauer muss ihr Werk tun, damit ihr reifen könnt und vervollständigt werdet, ohne dass etwas fehle“.
WIR MÜSSEN UNS BEHARRLICH TRAINIEREN
In 1.Kor.9,25-27 steht: „Alle, die teilnehmen an den Spielen, trainieren hart.  Sie tun es, um eine vergängliche Krone zu bekommen. Wir aber tun es, um eine ewige Krone zu erlangen. Lauft deshalb nicht wie einer der kein Ziel hat. Ich kämpfe nicht wie ein Boxer, der in die Luft schlägt. Nein, ich schlage meinen Körper und mache ihn zu (meinem) Sklaven, damit ich, wenn ich aufgehört habe, andere zu lehren, nicht selber disqualifiziert werde für den Preis“.
Unsere Einstellungen beeinflussen unser Verhalten, weil sie schon Teil unserer Persönlichkeit sind. Um die richtigen Einstellungen gegenüber Elohim zu schaffen, müssen wir  Elohims Ideen und die Gefühle und Neigungen, die von Ihm kommen, erlernen. Wir müssen all unsere Kraft beständig darauf ausrichten, unser Denken dem Denken Ieschuas anzupassen.
Wie aber können wir die Gedanken Ieschuas erlangen, wenn wir nicht wissen, wie Seine Gedanken sind, wie Er denkt? NIEMAND kann die Gedanken Elohims kennen, so steht es in Jes.55,9: „Wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind Meine Wege höher als eure Wege und Meine Gedanken als eure Gedanken“. Wir können Elohim jedoch durch Sein Wort, Ieschua, kennen lernen: „Im Anfang war das Wort/Davar, und ha Davar war mit Elohim und ha Davar war Elohim“ (Joh.1,1). Wir haben Ieschua, der das Wort ist. Und wir haben Sein geschriebenes Wort, Seinen Tanach, der unser ist, zum Studieren und um ihn unserer Persönlichkeit anzupassen, und ihn in unsere Persönlichkeit einzuverleiben.
WAS SUCHT ELOHIM IN EINEM MENSCHEN?
Eines der Dinge, die wir in Seinem Wort, im Tanach finden können, ist: was Elohim in uns sucht. Eines dieser Dinge ist: VERTRAUENSWÜRDIG SEIN. Wie im Talmud üblich, kann man dies besser mit einer Metapher/Maschal erklären, die, wie alle Mischlei/Metaphern folgendermaßen beginnt: „Es war einmal ein König, der war sehr reich. Und weil er so reich war, hatte er viele Schätze in seinem Schloss, Schätze, die für einen geschickten Dieb leicht zu orten waren. Deshalb misstraute der König allen seinen Sklaven, denn er befürchtete, sie würden ihn ausrauben. Er war deshalb immer auf der Hut mit den neuen Sklaven, die kamen, ihn zu bedienen…“
SIND SIE EIN SKLAVE („NICHT EIN/E „KNECHT/MAGD“) ELOHIMS? SIND SIE EIN VERTRAUENSWÜRDIGER SKLAVE FÜR DEN KÖNIG?
Nechemjah, den wir oben schon erwähnten, war für Artacherches eine Vertrauensperson. Der König hatte ihm seine eigene Sicherheit anvertraut. Elohim gebraucht vertrauenswürdige, treue Menschen, die IHM GEHORCHEN. In Luk.16,10-13 steht: „Ein Knecht kann nicht zwei Herren dienen. Er wird den einen  gering achten und den anderen lieben oder den einen sehr mögen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht gleichzeitig Elohim und den Reichtümern dienen“.
Wir denken, dass Elohim Fähigkeiten sucht, aber in Wirklichkeit sucht Elohim vertrauenswürdige Männer (und Frauen), denen man glauben kann, die bereit sind, die nicht „zu beschäftigt“ sind, um Ihm zu dienen. Mancher denkt: „Ich tauge nicht, um dies oder jenes zu tun“. Elohim fragt Sie aber nicht, ob Sie dazu taugen. Er fragt Sie andere (acht) Dinge:
DIE ACHT EIGENSCHAFTEN, DIE ELOHIM IN EINEM MENSCHEN SUCHT
1. Sind Sie anderen gegenüber sensibel?
2. Sind Sie vertrauenswürdig?
3. Kann Elohim sich auf Sie stützen, um etwas zu tun?
4. Sind Sie bereit, alles loszulassen, um Seinen Willen zu tun?
5. Kann man Ihnen glauben?
6. Haben Sie Ausdauer?
7. Haben Sie Charakter?
8. Wachsen Sie (mental wie auch geistlich)?
Analysieren Sie sich selbst und untersuchen Sie, wie viele der in dieser Paraschah erwähnten Eigenschaften Sie schon Ihr eigen nennen und was Sie tagtäglich tun können, um die restlichen Eigenschaften für Elohim in Ihre Persönlichkeit zu integrieren.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
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Paraschah Nr. 38 KORACH

Beitrag  Admin am 28/6/2012, 00:25


3. des vierten Monats des Jahres 5773/ 23. Juni 2012
Torahlesung: Bamidbar / In der Wüste / „4.Mose" 16,1-18,32
Haftarahlesung: 1. Schmuel 11,14-12,22

Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)

KOMMENTAR DER PARASCHAH
„DAS HERZ MOSCHEHS UND DAS HERZ KORACHS“
Diese Paraschah handelt von den zwei gegensätzlichen Herzsorten, die es in der Welt zu finden gibt: ein Herz wie das von Moscheh und ein Herz wie das von Korach.
Dass Moscheh und sein Bruder Aharon niederknieten und zu Elohim schrieen, statt den leichteren Weg zu gehen, den Korach und seine Komplizen in der angezettelten Rebellion gegen die Autorität Moschehs, und somit gegen die Autorität ADONAIs genommen haben (kritisieren, brüllen, streiten, endlose Wortgefechte vom Zaun reißen), offenbart ihre Charaktereigenschaften.
DEMUT, UNTERORDNUNG, BARMHERZIGKEIT UND EINEN GEIST DER „FURCHT VOR ADONAI / IR’AT ADONAI“
Diese Haltung und Entschluss Moschehs zeigt uns die vier herausragenden Grund-Merkmale, die ihn charakterisierten, und wegen denen er von ADONAI dafür auserwählt wurde, sein Volk zu führen: (1) seine äußerste Demut, (2) seine Unterordnung unter den Willen ADONAIs, (3) seine Barmherzigkeit /Mitgefühl anderen gegenüber, und (4) sein Geist der Furcht vor Ihm / Ir’at ADONAI. Diese vier Charaktereigenschaften zeigen, was für ein Herz Moscheh hatte. Und diese Art von Herz müssen wir uns aneignen, wenn wir Ihm als treue anbetende Sklaven / Owdim dienen wollen, denn das ist es, was wir Ihm sein sollen, wie Römer 1,1 beginnt: „Schaul, anbetender Sklave / Owed Elohims…“

Demut öffnet uns die Augen dafür, wer wir vor dem Schöpfer des Universums sind: Nichts, Staub („Adamah“, woher der Name „Adam“ kommt). Und das Ende desselben ist der selbe Staub der Erde, aus dem wir ursprünglich gekommen sind. Demut ist nicht dasselbe wie „Minderwertigkeitskomplex“. Ein Minderwertigkeitskomplex entsteht in Bezug zu anderen und ist schädlich und bedarf der Heilung. Demut bezieht sich auf unsere Selbstverständnis gegenüber Elohim und es ist von Vorteil, sie zu haben).
In Michah 6,8 heißt es: „Und was fordert Elohim von dir als: geradlinig zu wandeln, Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Elohim“.
Demut bedeutet, im Herzen zu verstehen, nicht nur mit dem Kopf, dass jede unserer Begabungen von Elohim kommt und nicht unser Verdienst ist. Er hat uns so geschaffen, damit wir Ihm besser dienen können. Wer dies im Herzen GLAUBT, und nicht für etwas hält, was wie sein Kleidersaum ganz entfernt zu ihm gehört , der ist wahrhaftig demütig.
Selbst unsere Demut kann sich ungewollt in Stolz verwandeln. Die innere Ruhe / Schalwah Moschehs erwächst aus seiner Demut, daraus, dass er sich nicht für etwas Besonderes hält. Wer diese Demut, diese Meinung von sich selber erlangt oder von Geburt an hat, der sucht nicht das Rampenlicht, strebt nicht danach, aufzufallen und über andere herauszuragen, sondern lässt es (für die, die wir mit Elohim sind) Elohim sein, der sein Leben regiert, sei es, dass Er ihn hervorhebt, wie Moscheh als Führer von ganz Israel, oder dass Er ihn in der Dunkelheit der Anonymität lässt. Aus dieser Haltung gegenüber dem täglichen Leben und seinen Angelegenheiten kommt innere Ruhe / Schalwah, Schalom und Furchtlosigkeit, die wir uns alle wünschen in unserem geschäftigen Leben im 21. Jahrhundert. Das bedeutet nicht, dass weder Moscheh, noch jene, die so sind wie er, keine Probleme noch Grund haben, nervös und beunruhigt zu sein. Dafür gibt es immer Gründe. Was zählt, ist unsere Reaktion darauf. Diese Reaktion erwächst aus unserer bewussten Anstrengung und aus unserem Charakter, je nachdem, wie wir ihn formen. Ich glaube nicht, dass man so geboren wird. Wir werden so durch unsere bewusste Anstrengung und die große Hilfe des Gebets und Elohims, der uns zur Seite steht. Ein Teil dieser Hilfe ist, dass wir merken (und entsprechend handeln), dass die Lösung der meisten Probleme, die im Laufe des Tages vor uns auftauchen, nicht in unserer Hand liegt, sondern in der Hand Elohims. Wozu soll ich mich also sorgen?
Wozu soll ich mich abquälen, mich hervorzutun und aufzufallen, wenn ich doch jemanden habe, der das für mich tut und der meine Probleme für mich löst? Ein extremes Beispiel solch einer inneren Ruhe / Schalwah haben wir in Ieschua, als Er mit seinen Jüngern / Talmidim auf dem See war und der Wind anfing, aufzukommen und die Talmidim Angst bekamen, ihr Kahn/Schiff würde kentern. Aber… erinnern Sie sich, was Ieschua tat? Er schlief weiter! Dies ist ein extremes Beispiel von Schalwah, das aus dem Vertrauen darauf erwächst, dass unser Leben und unsere Sicherheit in den Händen Elohims und nicht in unseren ist.
Haben Sie ein schlimmes Problem? Vielleicht eine dringende oder wichtige Entscheidung, die Ihnen den Schlaf raubt? Ein Familienproblem, das Ihnen Sorgen bereitet? Denken Sie an Moscheh. Beten Sie darum, die Schalwah, die Moscheh hatte, und die Abhängigkeit Moschehs von der Macht / Gwurah und der Kontrolle Elohims über sein Leben, zu bekommen. Das Gebet kann Ihr Leben und Ihren Charakter verändern wenn Sie von denen sind, die nervös sind und sich um die Zukunft, das Bevorstehende sorgen. Bitten Sie Elohim, dass Er Ihnen Demut gibt und die Abhängigkeit von Ihm, die Moscheh hatte, damit Sie sich mit Ieschua zurücklehnen und in Ihm ruhen, und nicht auf eigene Faust, sondern nur auf Seine Anweisung hin kämpfen. Im Zentrum der Demut und des Vertrauens / Bitachon in Elohim ist die innere Ruhe, die wir uns alle wünschen aber nicht erreichen.
Das Wort Schalom / (innerer) Friede kommt von „Schalem“, was „vollständig, perfekt“ bedeutet. Friede ist nicht dasselbe wie „kein Krieg“. Es gibt Nationen, die – noch nicht – Krieg gegeneinander führen, zwischen denen jedoch absolut kein Friede herrscht. Genauso gibt es Menschen, die keinen Krieg gegeneinander führen, zwischen denen jedoch auch kein Friede herrscht. Schalem ist das Vollständige, dem nichts fehlt. Eine Blume hat Blütenblätter, jedes davon verschieden groß und anders angeordnet, und doch kombinieren sie sich so, dass sie zusammen ein Ganzes, eine harmonische und symmetrische Form bilden, die wir „Schönheit“ nennen. Elohim hat ein „schalem“, ein perfektes Universum geschaffen, in dem alles mit allem kombiniert, obwohl kein Teil dem anderen gleicht und doch Harmonie herrscht. Ein Orchester ist eine Einheit von unterschiedlichen Instrumenten, die in absoluter Harmonie dieselbe Melodie spielen. Das ist akustischer Schalom und deshalb bringt eine gewisse Art von Musik unserem Herzen Schalom, weil sie von diesen Schalom imprägniert ist in der Harmonie, in der sie gespielt wird und im Ton.
Ein Satz, den wir uns aneignen können, um innerlich ruhig zu werden, ist: „Ich lege dieses Problem (nennen Sie es) in die Hände des Allmächtigen Elohim und Ieschua ha Maschiachs. Es geschehe Dein Wille und nicht meiner. Gib mir nur was Du für mich vorbereit hast und nicht was ich will“. Nachdem Sie dies gebetet haben, GLAUBEN Sie es. Machen Sie nicht einfach weiter, als hätten Sie dies nie gebetet. Vertrauen Sie darauf, dass Elohim Sie gehört hat und nach Ihrem Gebet handeln wird. Ruhen Sie in Ihm. LERNEN Sie, in Ihm zu ruhen.
Die andere Möglichkeit ist, zu sein wie Korach: nervös, ängstlich, revolutionär, unabhängig von Elohim, zu versuchen, die Führung an sich zu reißen, danach zu streben, gesehen und gehört zu werden und danach, auf Biegen und Brechen der Leiter seiner Gruppe zu sein. Und der Preis, den er dafür bezahlte war, dass die Erde ihn verschlang, ihn und seine revolutionären Mitverschwörer, die sich gegen die Moscheh übergegebene Autorität auflehnten. Die Auflehnung/Rebellion gegen die Autorität ist das Prinzip ha Satans und wir müssen vor ihr fliehen, wenn wir nicht das Schicksal von Korach und seinen Kumpanen teilen wollen.
Israel ist das Land Elohims und beauftragt, diese Botschaft, der Welt weiterzuvermitteln, der Moscheh der Nationen zu sein, die Demütigste der Nationen, die Unbedeutendste, die Anspruchsloseste. Korach repräsentiert alle anderen Nationen der Welt in ihrem Bestreben, über die anderen herauszuragen in dem Versuch, seinen Nachbarn SEINEN eigenen Willen mit Gewalt aufzuzwingen.
Das weltweite messianische Judentum hat als Geist Israels in dieser Zeit eine besondere Funktion: diesen Charakter Moschehs sichtbar zu machen, sowohl in seinen messianischen Leitern, wie in seinen Synagogen als ein Ganzes: von Elohim abhängig sein bis ins Kleinste; Demut; innere Schalwah; Unterordnung und Geist der Furcht vor ADONAI / Ir’at ADONAI
WIE KOMMT MAN DAZU, DEMUT, UNTERORDNUNG, BARMHERZIGKEIT UND FURCHT VOR ADONAI ZU HABEN
Unsere Unterordnung unter den Willen Elohims wirkt Wunder in Bezug auf unsere Demut. Seinen Willen zu tun statt unseren eigenen macht uns automatisch demütiger, da wir zu sehen beginnen, wie das, was wir uns gewünscht hatten, sich oft fast ohne Anstrengung unsererseits (abgesehen von intensivem Gebet, natürlich) erfüllt und wie der Wille Elohims das Einzige ist, was wirklich wahr wird.
In Jochanan/“Joh“ 15,11 sagt Ieschua: „Ich habe euch dies gesagt, damit Meine Freude/Simchah euch erfüllt und eure Simchah vollkommen / schalem sei“.
Geistliche Freude entspringt daraus, in der Gegenwart Elohims zu sein. Er ist Freude. Er ist Glück / Oscher. Deshalb lernen wir Ihn nicht nur kennen, wenn wir täglich zu Seinen Füßen sind, sondern werden auch mit Seiner Freude angesteckt. Dies ist die geistliche Freude, wie wir in einer vorherigen Paraschah erwähnt haben, im Gegensatz zur Fröhlichkeit unseres Körpers und unserer Gedanken. Die geistliche Freude wird vom Ruach übermittelt, wenn wir IN Seinem Willen und Ihm untergeordnet sind. Dann kommt Sein Schalom und Seine Schalwah / innere Ruhe auf uns.
Es gibt mehrere Arten von Unterordnung, die wir brauchen:
Uns Elohim unterordnen. Jaakov 4,7: „Ordnet euch Elohim unter; widersteht Satan und er wird vor euch fliehen“.
Uns unseren messianischen Rabbinern unterordnen. Hbr.13,7; Röm.
Uns den nationalen Autoritäten unterordnen. 1.Ptr.2,13.
Demütigungen und Böses, das uns angetan wird, mit innerer Ruhe / Schalwah ertragen (1.Ptr.3,8-17). Diese Schalwah kommt nicht automatisch. Sie muss gepflegt werden… mit Tränen und oft kostet es uns Nerven. Es ist jedoch unsere Entscheidung, jedes Mal, wenn uns etwas Böses angetan wird, wir beleidigt oder beschimpft werden mit Schalwah zu reagieren.
Wir müssen lernen, Zurechtweisung anzunehmen (Mischlei/„Sprüche“ 10,17). Oft klingt das, was man uns sagt, beleidigend in unseren Ohren. Es ist eine Ermahnung Elohims, aber wir sehen nicht Ihn, sondern nur die andere Person und merken nicht, dass es Elohim ist, der uns zurechtweist.
Wir müssen lernen, den Platz, der uns zugewiesen wird, zu akzeptieren (Mischlei 25,6-7).
Wir sollten lernen, mit Menschen die sozial niedrigerer gestellt sind, umzugehen, wie Ieschua es tat (Luk.7,36-39). Und Er wurde kritisiert dafür.
Als Letztes sollten wir lernen – JEDEN TAG – den Anderen zu vergeben (Matth.23,11).
Wir müssen verstehen, dass wir nichts tun können, uns die Gunst Elohims zu verdienen. Die Mitzwot sind eine PFLICHT! Wir werden nicht begünstigt, weil wir sie tun. Dies macht uns auch demütig.
Ieschua hat gesagt: „Gesegnet die Demütigen, denn sie werden das Reich der Himmel/Mimschelet ha Schamaim erben“.
Wir müssen uns täglich des Egoismus (des auf uns selbst Schauens) entledigen und aller Arroganz. Wenn wir das nicht tun, können wir nicht demütig werden. Die Gegenwart eines Demütigen ist entspannend. Diese Person strahlt einen gewissen Frieden/Schalom aus, den andere nicht haben. In ihrer Gegenwart empfinden wir nicht das Bedürfnis, auftrumpfen und wettstreiten zu müssen. Wir fühlen uns da nicht verurteilt und haben keinerlei Ängste.
Das Mitleid mit Anderen wegen deren Schwierigkeiten kommt nicht aus unserem fleischlichen Sein, das übel/böse ist (BeReschit/„1.Mose“ 8,21: „Das Schaffen des Menschenherzens ist böse von seiner Kindheit an“), sondern aus dem erneuerten Menschen (was z.B. die Übersetzung Reina-Valera –falsch- als „neuer Mensch“ bezeichnet Eph.4,23), durch das wohnen Ieschuas in seinem Ruach/Geist. Wer diese Barmherzigkeit/dieses Mitleid erwirbt ist jener, der SICH BEEINFLUSSEN, SICH GEISTLICH BERÜHREN LÄSST vom Ruach ha Kodesch in sich, der dafür in uns ist, uns zu verbessern, uns zu verändern, uns ein „Ajin tov/ein gutes Auge“ zu geben, was unter Anderem „Großzügigkeit“ bedeutet, die aus unserem Herzen und nicht aus unserem Verstand kommt. Mischlei/Spr.15,15 steht: „Für den Armen ist jeder Tag böse, aber wer ein gutes Herz hat, lebt fröhlich“. Der „Arme“ hier ist der fleischliche Mensch, der Elohim nicht kennt oder Ieschua nicht hat, der das ändert und ihn zum erneuerten Menschen macht, „zum Schatten und Abbild“ Ieschuas. Der Wille spielt hier natürlich eine große Rolle. Besonders wenn die Phase der „ersten Liebe“, wie das N.T. es nennt, vorbei ist. Wenn wir Ieschua kennen lernen ist alles „rosig“. Aber mit den Jahren leben wir wieder im Fleisch und da ist es, wo unser Wille Ieschua erlauben muss, uns zu verändern, besonders unser Herz. Das Wort „Lev“ (oder „Leb“) bedeutet Herz, Levav jedoch schließt alle Charaktereigenschaften, sowohl die positiven wie die negativen, mit ein. Um letztere auszurotten, müssen wir ADONAI „be Schem Ieschua ha Maschiach“ (im Namen Ieschuas, des Messias) beständig darum bitten, dass Er unser Herz verändert und das Herz Ieschuas in uns einpflanzt, ein Bereich nach dem anderen.
Der Geist der Furcht vor ADONAI / Ruach Ir’at ADONAI ist genau das: ein Ruach/Geist, um den wir, wenn wir das noch nicht getan haben, bitten müssen. Dies ist der große Schlüssel, um nicht zu sündigen. Viele sind an Sünden gefesselt, von denen sie nicht loskommen. Das GROßE GEHEIMNIS ist, um den „Geist der Furcht vor ADONAI / Ruach Ir’at ADONAI“ zu bitten. Dies wird uns die richtige Perspektive geben: ELOHIM SIEHT ALLES, WAS WIR DENKEN, SAGEN UND TUN. Wenn dies in unser Sein, unseren Kopf und unser Herz eindringt, werden wir uns schämen, uns in dem Wissen, dass Er gesehen hat, was wir gedacht, gesagt oder getan haben vor Ihn zu stellen, und werden damit aufhören.
Als Letztes: Wir müssen jede Woche unser Herz untersuchen, um zu sehen, wie viel Korach in uns steckt. Und dann müssen wir um das Herz und die Gedanken Ieschuas in uns bitten, um immer mehr wie Ieschua zu werden.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam

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„EINHEIT BEWIRKEN“

Beitrag  Admin am 17/7/2012, 15:23



KOMMENTAR DER PARASCHAH

von Rabbi Julio Dam

„EINHEIT BEWIRKEN“
In dieser Paraschah tötet Pinchas, der Enkel des ersten Hohenpriesters Aharon, einen Israeli und seine midianitische Geliebte, Anbeter eines abscheulichen Götzen (BaMidbar/In der Wüste/ „4.Mose“ 25,1-8), und Elohim hebt die über ganz Israel verhängte Strafe wegen dieser gerechten Tat Pinchas auf. Wie kann man ADONAIs Wohlgefallen daran verstehen, zwei Menschen zu töten, einer davon aus Seinem Eigenen Auserwählten Volk?
In Römer 8,6 heißt es: „ Denn die Absicht der Gedanken ist der Tot, aber die Absicht des Geistes/Ruach ist Leben und Frieden/Schalom“.
Wenn wir das, was wir lesen oder uns passiert mit unserem Verstand beurteilen, wie der Römerbrief es nennt, ist das Resultat geistlicher und mentaler Tot. Wenn wir es jedoch mit dem Ruach versuchen zu verstehen, ist das Resultat geistliches Leben und Schalom.

Wie wir nicht verstehen, was Pinchas getan hat, verstehen und durchschauen wir auch nicht , was uns selbst passiert, noch was unseren Familienangehörigen oder Glaubensgeschwistern oder persönlichen Freunden passiert, weil wir nur mit unserem Verstand urteilen und unterscheiden, statt mit unserem Ruach, indem wir, wie es der Fall ist, Ieschua in uns wohnen haben.
Der Verstand, selbst derjenigen, die mit Elohim wandeln und die Jeschua nachfolgen oder nachzufolgen versuchen, ist konfliktiv. Wir verursachen Konflikte, gewollt oder ungewollt oder ungeplant. Der Konflikt entsteht, ob wir wollen oder nicht.

DIE ZWÖLF ÜBLICHSTEN “FÄHIGKEITEN”,
UM TRENNUNG ZU VERURSACHEN

Wir verursachen Konflikte und Trennung aus folgenden zwölf „Veranlagungen oder Fähigkeiten“ heraus:

1. Wir beginnen Streitgespräche.
2. Wir bilden Einflussgrüppchen, sei es in der Familie oder in unserer messianischen Synagoge und spielen sie gegeneinander aus.
3. Fehlende Vergebungsbereitschaft. Wir halten an unseren alten „Problemchen“ mit den uns Umgebenden fest.
4. Wir „verbreiten“ Geschwätz, etwas was viele nicht einmal als das ansehen, sondern glauben, sie würden ja nur „davon reden, was mir passiert ist“.
5. Wir verraten Menschen mit unserer Zunge oder Tat, die uns in der Vergangenheit auf vielerlei Art und Weise geholfen haben.
6. Wir reden absichtlich (hinter ihrem Rücken) schlecht über unsere Autoritäten, während wir sie offen loben. (ein doppeltes In den Rücken fallen).
7. Wir schaffen Feindschaften zwischen Menschen.
8. Wir lügen, in dem Bewusstsein, dass das, was wir sagen nicht stimmt.
9. Wir sind rassistisch und elitär und schaffen Einflussgrüppchen (oder Cliquen) wo vorher noch keine waren.
10. Wir benutzen „unseren gerechten Zorn“ auf andere als Ausrede, um ihnen aus dem Weg zu gehen.
11. Wir legen eine „Ich habe Recht und du liegst falsch“ - Haltung in allem, was wir denken, sagen und tun an den Tag.
12. Wir kümmern uns nicht darum, was unsere Worte und Taten anderen antun.
Der Rav Schaul sagt in 1.Kor.11,17: „…das beanstande ich an euch und lobe euch nicht hierin, denn ihr versammelt euch nicht zum Guten, sondern zum Schlechten”.
Wir haben alle zu allem unsere eigenen Ideen, unterschiedliche Kulturen, Gewohnheiten und Arten, die Dinge anzupacken, die wir es für das Beste halten. Die Folge ist, dass die Uneinigkeit die Regel, nicht die Ausnahme ist.
Wir haben alle die Tendenz, sei es in der messianischen Synagoge oder in unserem Job, beim Denken oder Reden über die Religionen in unserer Umgebung, gegensätzliche Kategorien zu schaffen: „die wir etwas wissen” im Gegensatz zu „den Neuen, die fleischlich sind und nichts verstehen“; „die Höheren“ im Gegensatz zu „den Niedrigen”; „die Gebildeten” im Gegensatz zu „den Unkundigen”; „die Reichen” im Gegensatz zu „den Armen”; „die wir gut laufen” im Gegensatz zu „den Judaisierern”; „meine Religion” im Gegensatz zu „jener Religion”; „meine Gemeinde” (die natürlich richtig liegt) im Gegensatz zu „jener Gemeinde” (die falsch liegt); mit anderen Worten: „wir” im Gegensatz zu „denen”.
Klar steht, dass wir uns immer in der ersten Kategorie befinden, nie in der zweiten! Und wenn wir in irgendeinem Gebiet doch einmal in der zweiten Kategorie wären, würden wir es für uns behalten!
Wenn wir Einheit erlangen wollen, müssen wir uns bemühen, anzunehmen oder uns anzupassen an das, was in unserer messianischen Synagoge gelehrt wird (solange es nicht der Torah Elohims zuwider läuft). Zwar sind wir alle unterschiedlich, aber unser Ziel sollte es sein, einen gemeinsamen Wunsch zu dienen zu haben und eine gute Beziehung zu unseren Autoritäten, den Geschwistern, unserer Familie, persönlichen Freunden und Arbeitskollegen zu pflegen.

Und wenn wir in einer Welt leben würden oder in eine messianische Synagoge gingen, wo es diese Spaltungen nicht gibt, würden wir sie SCHAFFEN, denn DAS ist unsere mentale und emotionale Natur!
All diese Tendenzen und Kategorien taugen nur dazu, zu trennen und Spaltungen zu schaffen und so zu verhindern, dass es eines Tages, auf die eine oder andere Art und Weise, in unserer Synagoge Einheit gibt. Dies ist alles Teil unserer mentalen Wesensart, die nicht von Elohim kommt.

Wenn ich jedoch ein wenig im Privaten, wo niemand meine Gedanken lesen kann, darüber nachdenke, werde ich sehen, dass „ICH, der Beste“, genauso Sünder und genauso „dies“ oder „jenes“ bin, wie der oder die Anderen, die ich kritisiere, nur vielleicht in anderen Bereichen! Mag sein, dass Sie sehr intelligent oder sehr hübsch sind, aber diesen oder jenen Defekt haben, der sich unterscheidet von dem Defekt dessen, den Sie gerade kritisieren. Aber auch Sie haben Defekte, nur eben andere, weshalb wir ALLE „Niedrigere“ in dem einen oder einen anderen Sinne sind!

Welches ist dann der Weg zur Einheit
in unserer Ehe, Familie, messianischen Synagoge?

1. Wir müssen BESCHLIEßEN, andere Menschen zu sein, als wir im Moment sind: messianische Juden, an denen Elohim sich freuen kann. Würde es Ihnen nicht gefallen, Elohim würde Ihnen gratulieren wegen etwas, was Sie gedacht, gesagt oder getan haben? Oder glauben Sie etwa, dass Elohim NICHT WEISS, was sie denken, sagen oder tun? Das erste ist der feste Entschluss. Ohne diesen bleibt es nur bei den „guten Absichten“, solchen wie: „Dieses Jahr werde ich aufhören, soviel zu futtern“ oder „Ab nächsten Montag…“
2. Wir müssen BESCHLIEßEN, unsere GEDANKEN, EINSTELLUNG und HERZ (GEH, um es besser zu behalten) zu verändern.
Bitten Sie Elohim jeden Tag darum, Ihre GEHs zu verändern! Meinen Sie, Er täte das nicht, wenn Er sieht, dass Sie es ehrlich damit meinen?
In Philipper 2,1-3 steht: „Deshalb, wenn in euch ist eine Tröstung in Maschiach, ein Ahawah-Trost, eine Gemeinschaft des Ruachs, eine Zärtlichkeit und Barmherzigkeit, vollendet Meine Freude. Möget ihr einerlei empfinden und dieselbe Ahawah haben, eines Sinnes sein und einerlei fühlen. Tut nichts aus Streitlust oder Egoismus, sondern in Demut achte ein jeder sich selbst niedriger als die Anderen. Ein jeder schaue nicht auf das seine, sondern auf das der Anderen“.
3. Tut nichts aus egoistischer Ambition.
Einer der Gründe, warum es in der messianischen Synagoge Uneinigkeit und Spaltung gibt ist, dass seine Glieder „egoistische Ambitionen“ haben, aus denen Konflikte entstehen. Dies ist das Wandeln in unserem Verstand und in unseren egoistischen Wünschen. Wenn man sich von diesen Wünschen treiben lässt, entstehen diese Grüppchen fast „von selbst“. Die Spaltungen und Zwistigkeiten tauchen nicht wegen diesem oder jenem dogmatischen Thema auf, sondern wegen unserem Ego und unserem Wunsch, andere zu übertrumpfen und „ein Amt innezuhaben“ in der Synagoge. Wir weigern uns, den Rat unserer Rabbiner oder Geschwister der Synagoge zu befolgen. Wir weigern uns aus persönlichem Stolz, uns einander unterzuordnen. Das Einzige, was wir annehmen, sind unsere eigenen Meinungen, selbst wenn wir keine Experten sind in dem Thema (oder in gar keinem). In Mischlei/„Spr.“ 6,16 steht: „Sechs Dinge hasst ADONAI, sechs, die Ihm zuwider sind, aber die siebte ist Seiner Seele ein Gräuel: stolze Augen, eine lügende Zunge… und ein Mensch, der zum Zwist zwischen Brüdern anstachelt / Meschaleach medanim bein achim“.
Wir können „die Einheit“ nicht „auf MEINE Art“ zu erreichen suchen.
Der Feind ist bereit, jene zu ermutigen, die darauf bestehen, die Dinge „auf MEINE Art“ zu tun, weil dies von Anfang des Universums an seine Handlungsweise gewesen ist. Wir müssen die egoistischen Wünsche und persönlichen Ambitionen loslassen indem wir um Ir’at ADONAI/ Furcht vor ADONAI bitten und empfangen und durch Ihn uns unseren messianischen Rabbinern unterordnen und Elohim mit demütigem Herzen und voller Wärme und Fürsorglichkeit für andere dienen.
4. Nichts aus Stolz tun.
Stolz ist eine der Schwächen des Menschen und seine mentale Natur. Der Mensch kann die Einheit wegen dem Stolz in seinem Herzen nicht erreichen. In Irmijahu/„Jer.“ 17,9 steht, dass unser Herz über alle Maßen betrügerisch ist. In Matth.20,20-28 sehen wir, wie die Mutter von Jaakov und Jochanan versuchte, für ihre Söhne in der Zukunft „einen Posten zu bekommen“. Der Kampf darum, erster zu sein, oder wenigstens der Wichtigste oder Berühmteste, ist Stolz. Ieschua dagegen, obwohl Er Elohim selbst ist, machte sich zum Niemand und lebte unter uns, die wir nichts sind, und Er machte sich zu nichts unter uns. Dies ist die Natur eines wahren geistlichen Führers. Ihn müssen wir nachahmen, nicht mit unserem Verstand, denn der kann geistliches nicht nachahmen, sondern wir müssen Ieschua sich in uns bewegen lassen durch unseren Willen und unsere geistliche Ambition, beständig weiter zu wachsen. Menschliche Führung dagegen bringt nur Interessenkonflikte und Zwistigkeit hervor.
5. Halten Sie andere für besser als sich selbst.
Wir leben in einer Zeit, die den Einzelnen über alles und alle erhebt, die Geld und Ruhm vergöttert und die egoistischen Wünsche jedes einzelnen hervorhebt, ohne Rücksicht auf andere. Andere für besser als sich selbst zu halten, steht diesen „Memes“ (mentale Viren, welche die gesamte westliche Welt infiziert haben) diametral entgegen. In 1.Kor.13,4 redet der Rav Schaul von der Ahawah-Liebe, einer aufopfernden Liebe, die von Elohim kommt, einer Mutterliebe, die nicht auf sich selbst sieht, sondern auf andere und andere vornan stellt, über sich selbst.
Schaul sagt: „Die Liebe prahlt nicht, sucht nicht das Eigene, vergisst das Böse; beschützt immer, vertraut immer, hofft immer und harrt immer aus“.
Andere für besser zu halten als sich selbst, bedeutet, die guten Eigenschaften anderer wahrzunehmen und Elohim dafür zu danken und nicht so sehr auf Fehler und Schwächen anderer zu sehen. Wir müssen auch verstehen, dass das „Uns nicht für besser als andere halten“ daher kommt, dass Elohim uns alle gleich liebt und wir nicht stolz sein können darauf, besser zu sein vor Ihm. Wenn wir prahlen wollen, sagt der Tanach, können wir damit prahlen, „Ihn zu kennen und zu verstehen“, wie es in Irmijahu/„Jer.“ 9,23 steht.
Das „Ihn zu kennen und zu verstehen“ ist das einzige Ziel, das sich in unserem geistlichen Leben lohnt. Das ist das Einzige, dessen wir uns wirklich rühmen können.
6. Demut haben. Zuletzt: die Demut ist etwas, was wir alle erlangen müssen in unserem geistlichen Leben. Und es ist für uns, die wir führen, besonders wahr. Wir müssen den „alten Adam“ (Wort, das von „Adamah“=Erde kommt, was zeigt, was wir wirklich sind: Staub) verlassen und den Neuen Adam, Ieschua, „anziehen“. Das bedeutet, dass wir uns im täglichen Leben wie Ieschua benehmen, der sich vom Stand des Elohim selbst seins zutiefst demütigte, um uns zu lehren, so zu sein, wie wir nach Seinem Willen sein sollen. Nur in diesem Geist, in diesem Verhaltensrahmen und in dieser Beziehung werden wir die Einheit, nach der wir so sehr suchen, bauen und finden. Die Einheit befindet sich nicht in einem „verzauberten Haus“ irgendwo, wo wir sie suchen müssen. Die Einheit bauen wir, damit, dass wir uns vor anderen beugen und ihnen dienen, statt über sie zu herrschen. So hat es uns Ieschua selbst gelehrt, als Er uns mit den Heiden verglich, die über ihre Untertanen herrschen.
Der Feind ist entzückt, wenn wir uns streiten oder wenn wir es zumindest nicht schaffen, uns in den geringsten Dingen einig zu werden. Wir können nicht alle gleichzeitig erziehen. Aber wir können uns selbst erziehen und diese Situation von anderen annehmen, indem wir uns selbst versprechen, nicht die Aufgabe des Feindes zu übernehmen und mit ihm zusammen zu arbeiten, indem wir diskutieren und streiten gegen unsere Geschwister der messianischen Synagoge.
So ist die Demut ein mentaler und emotionaler Zustand, der unentbehrlich ist, um für Elohim nützlich zu sein. König Schaul hat nicht deshalb versagt, weil er ein schlechter Militär gewesen wäre. Er versagte, weil ihm Demut vor unserem jüdischen Elohim fehlte. Er interessierte sich nur für sich selbst und seinen Stolz und wurde von Elohim verlassen und David nahm seinen Platz ein. David charakterisierte sich gerade durch seine Demut und seine Liebe zu Elohim. Ieschua hat mit Recht gesagt: „Gesegnet sind die Geistes Armen, denn ihnen gehört das Reich der Himmel/Mimschelet ha Schamaim“ (Matth.5,3).
7. Sich um die Probleme und Schwierigkeiten der Anderen kümmern, statt sich nur auf unsere eigenen zu konzentrieren.
Jemand, der Spaltung vermeidet und die Einheit erzielt, die wir so sehr ersehnen, ist jemand, der die Probleme und Schwierigkeiten der Anderen in sein Herz legt und betet und sich für sie interessiert. Er sucht nach Lösungen oder versucht, dass Elohim die Lösungen findet, denn wir allein können eigentlich NICHTS tun.
Wir müssen unsere messianische Synagoge so sehen, wie wir persönlich sie immer gesehen haben: wie eine große Familie. Wen kümmert seine eigene Familie nicht? Jeder Bruder, jede Schwester hat unterschiedliche Probleme, unterschiedliche schwere Situationen oder Zeiten durchzustehen. Wir müssen aufpassen und da helfen, wo wir können. Manche von uns haben ein Auto und können anderen, die es nicht haben, ein Stück den Weg nach Hause verkürzen. Manche haben die Fähigkeit zu beten, Fürbitte zu tun oder zu befreien. Wir müssen die Geschenke Elohims benutzen, um unseren Glaubensgeschwistern zu helfen, immer jedoch unter der Befehlskette des Rabbiners unserer Synagoge, denn sonst würden wir in Unordnung und Rebellion handeln.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Morelia, Apizaco und Colima, Mexico; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.

© Messianisch Renoviertes Judentum 2011. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Beim zitieren dieser Paraschah, müssen die Identifikationsdaten miterwähnt werden.

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Paraschah Nr. 42 MATOT / STÄMME

Beitrag  Admin am 20/7/2012, 14:55

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 42 MATOT / STÄMME
2. des fünften Monats des Jahres 5773/ 21. Juli 2012
Torahlesung: Bamidbar / In der Wüste / „4.Mose" 30,2-32,42
Haftarahlesung: Irmijahu/„Jer.“ 1,1 - 2,3
Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)


„DIE ZEHN SCHRITTE IN RICHTUNG ELOHIM“
In dieser Paraschah ist die Rede von den 42 Lagerplätzen des jüdischen Volkes auf ihrem Weg ins Verheißene Land. In vergangenen Jahren haben wir von einigen geredet. Diesmal werden wir uns die ersten zehn vornehmen, dazu ihre symbolische Bedeutung und ihre Beziehung zu unserem Leben.
1. RAMSES
„Ramses“ bedeutet „Sonnengott“. Von da zogen die Israeliten los in Richtung Israel. Dieser Name ist bedeutungsvoll, denn man kann sagen, dass wir alle in unserem Wandern Richtung Israel von da losziehen. Große, riesige und über die ganze Welt verstreut liegende Sekten, die von allen als „Religionen“ bezeichnet werden, beten den „Sonnengott“ an, der in Ägypten als „Ramses“ bekannt war, in jedem Land jedoch einen anderen Namen hatte oder hat.

Dies ist sowohl real als auch symbolisch. Real in dem Sinne, dass es Billionen Leute gibt, die den Sonnendämon anbeten, nur unter unterschiedlichen Namen. Symbolisch, weil es unsere eigene Vergangenheit repräsentiert, voller Betrug und Fälschungen, denen wir in unserer geistlichen Unwissenheit nachfolgten. Für uns, die messianischen Juden ist dies Vergangenheit, was für sehr viele Gläubige, die sich des Betrugs, in dem sie stecken, überhaupt nicht bewusst sind, Gegenwart ist. Wie wir in einer vorherigen Paraschah sagten: Satan sieht sich sehr eingeschränkt in dem, was er tun kann, und deshalb sind seine Lieblingswaffen der Betrug und die Lüge. Er deutet vielleicht auf einen Hund und behauptet, das sei ein Engel und wir glauben dann auch tatsächlich noch, wir sähen einen Engel. Und wer den Unterschied nicht kennt, glaubt ihm aufs Wort. Dem Betrug zu entkommen ist aber nicht die Aufgabe Elohims, sondern unsere. Er gab und gibt uns alle Ihm zur Verfügung stehenden Waffen. Das Internet ist eine der mächtigsten geschaffenen Waffen, die in den letzten 20 Jahrhunderten entstanden sind, um die absolute Wahrheit zu finden. Wollen Sie, um nur zwei Beispiele zu nennen, den Ursprung von Weihnachten und dem Sonntag wissen? Dann müssen Sie nur ins Internet gehen und die zwei Worte in Google eingeben und schon haben Sie Hunderte von Seiten, die Ihnen die Wahrheit offenbaren können über diese zwei Betrüge (und Tausende andere). Keiner kann mehr einfach behaupten: „Aber ich hatte ja keine Ahnung, dass das heidnisch ist! Woher soll ich das denn wissen?“ Wie wir in einer vorherigen Paraschah gesehen haben, hält der „Gürtel der Wahrheit“ von Epheser 6 die GESAMTE Waffenrüstung an Ort und Stelle, und so können wir die restlichen Waffen wesentlich besser einsetzen, wenn wir von der Wahrheit Elohims umgeben sind. (In unserem Buch “¿Jesús era un niño cristiano que iba a la iglesia todos los domingos en Palestina?” = „Jesus war ein christliches Kind, das jeden Sonntag in Palästina zur Kirche ging?“ - 3. Auflage sprechen wir Hunderte dieser Betrüge an und stellen sie bloß. Schon nur im Titel sind mindestens vier Fehler drin!)
Wir müssen also im Lager/Machaneh von Ramses alles zurücklassen, was Betrug und Lüge Satans ist und vorwärtsgehen zum nächsten Lagerplatz.
2. SUKOT/HÜTTEN
Sukot repräsentiert: in der Gegenwart des Elohims Israels zu sein. Dies ist die wichtigste Erfahrung für unsere ewigen Leben. Ich betone das Wort „Erfahrung“ und nicht „Religion“ oder „Lehre/Doktrin“, denn letztere haben keinen Wert, während das Einzige, worum es, wenigstens dem Messianisch Renovierten Judentum, geht, ist: diese Erfahrung mit ADONAI zu haben und weiterzugeben, die etwas intimes, persönliches, geistliches ist und kein bisschen rituell oder dogmatisch. Die Religionen sind nutzlos und eine Quelle von Blutbädern. Die persönliche Erfahrung mit ADONAI ist äußerst nützlich und eine Quelle von Freude, Schalom und einem zuversichtlichen Leben.
All unsere Anstrengungen sollten darauf gerichtet sein, diese Beziehung zu erreichen und zu erhalten (zwei unterschiedliche und äußerst schwierige Dinge). Wenn wir diese Beziehung mit nur einem Wort beschreiben müssten, würden wir es „Unterhaltung“ nennen, denn das ist die Definition innerhalb des Messianisch Renovierten Judentums von dem, was die Welt oder andere Religionen „Gebet“  nennen. Wenn wir nur ein vorformuliertes Gebet haben, stehen wir auf der ersten Stufe der „Treppe/Sulam Jaakovs“ im Dorf des Lichtes (als die Engel auf ihr hoch und runterstiegen). Wenn wir frei formulierte Gebete haben, stehen wir schon etwas höher. Wenn wir jedoch eine Unterhaltung haben, und das täglich, dann sind wir auf SEHR GUTEM Weg. (In unserem Buch “Cómo ser Amigo de Elohím” = „Ein Freund Elohims sein“, dessen 2. Auflage demnächst herauskommt, sprechen wir detaillierter von dieser fundamentalen Beziehung, der Grundlage unseres ganzen ewigen Lebens).
3. ETAM
Der nächste Halt des Volkes Israel war Etam, was “Weg zum Meer” bedeutet. Das (salzige) Meereswasser ist, wie schon in unseren Büchern offenbart, ein Symbol der (aufopfernden, geistlichen) Liebe/Ahawah Elohims für die gesamte Menschheit. Anders ausgedrückt: Jene, die aufhören, Dämonen anzubeten und den einzigen wahren Elohim finden, beginnen, auf dem Weg zu gehen, die  nicht diskriminierende, aufopfernde Liebe Elohims zu empfangen. Wir haben alle ein Recht auf diese Ahawah, jedoch bemerken nicht alle diese Ahawah, noch wird sie von allen geachtet. Nur jene, die wir aus der Dunkelheit heraus sind und die Wahrheit gefunden haben, sind in der Position, die Ahawah zu erkennen und Nutzen aus ihr zu ziehen, selbst wenn wir sie nicht verdient haben.
4. PI HACHIROT/ORT DER SCHILF-ROHRE
Der vierte Lagerplatz ist Pi Hachirot/Ort der Schilfrohre. Schilfrohre sind Meerespflanzen. So, wie das Meer die Ahawah Elohims ist, sind wir die Meerespflanzen, die von Seiner Ahawah umgeben sind, damit wir wachsen, umgeben von Seiner Fürsorge und Großzügigkeit und von Seinen beständigen und unsichtbaren Gaben. Jeder Tag, an dem uns nichts Schlimmes passiert, ist, weil Elohim uns bewahrt hat. Wir sehen das jedoch meist nicht, und deshalb bemerken wir diese Ahawah, diese Aufopferung und diese Fürsorge für uns gar nicht.
Pi Hachirot ist ein Ort, um uns Seiner Bewahrung und Fürsorge für uns zu erfreuen und Ihn jeden Tag, für all das, was Er für uns tut und wir nicht einmal bemerken, zu segnen.
5. MIGDAL/TURM
Der Turm/Migdal ist Symbol dessen, wovon wir in der letzten Paraschah gesprochen haben: immer aufmerksam zu sein, einen Wächter auf dem Turm zu haben, der unser Lager (unser Haus, unser Leben und das unserer Familie und messianischen Synagoge) bewacht. Der Jubel am Ort der Schilfrohre kann uns leicht zu der Überzeugung bringen, das Leben sei leicht und die Gefahr vorüber. Die Gefahr ist aber NIE vorbei. Elohim hält sie nur in Seiner Barmherzigkeit ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nicht beständig wachsam sein müssen und die Dinge, die uns tagtäglich passieren untersuchen müssen, um bis ins Kleinste festzustellen, ob etwas normal ist oder vielleicht ein geistlicher Angriff dahinter steht.
6. MARAH/BITTER
In unserem täglichen Leben ist nicht alles „rosig“. Es gibt immer wieder bittere Momente, Prüfungszeiten. Wir vergleichen das Leben in unseren Predigten immer mit einer Achterbahn, mit seinen Berg- und seinen Talfahrten. Diese Talfahrten sollten wir nutzen, um zu lernen von dem, was uns passiert. Und dann sollten wir das Ende der Talfahrt abwarten, denn die Bergfahrt wird auf jeden Fall kommen. Viele sind gelehrt worden, dass das Leben mit Elohim ein „Ende der Leiden“ ist. So ist es aber nicht, und das sollten wir besser schnell verstehen. Leiden ist eine Lehrmethode Elohims, um unsere Fehler und unsere Abweichungen in einen geraden Weg umzuwandeln. Wir sollten das so verstehen und uns nicht beklagen, sondern lernen und vorwärtsgehen, die Bergfahrt der Achterbahn erwarten, die bald kommen wird, sobald wir die bittere Lektion, die wir gerade durchmachen, gelernt haben.
7. EILIM/EICHE
Wie wir schon erwähnten, macht Leiden uns stärker, wie Eichen. Wir sind nicht mehr die schwachen Überlebenden der Sklaverei Ägyptens/Mitzraims unter dem Paro (ein Symbol Satans). Wir sind geschüttelt und gefestigt worden durch die Hand Elohims und haben nun begonnen, stark wie Eichen und genauso fähig zu sein, Stürme und Orkane auszuhalten.
8. SIN/TON
Der Ton ist Symbol der Veränderung, die Elohim an uns vornehmen will. Wir sind die Gefäße und Er ist der Töpfer. Er will uns zu Gefäßen der Ehre machen. Dazu müssen wir uns jedoch von Ihm formen lassen und nicht vor Seiner Hand fliehen, die voller Ahawah ist, wenn sie uns auch manchmal weh tut. Es geschieht nichts in unserem täglichen Leben, heute, was nicht Sein Wille zu UNSEREM BESTEN ist. Nichts geschieht, was nicht dazu da ist, uns zu verbessern, uns zu formen nach unserer uns in Seiner Allwissenheit vorherbestimmten Bestimmung. Er kennt die Erblasten, die auf unseren Schultern liegen, auch wenn wir sie nicht sehen. Er weiß um die Lasten aus Erziehung und Familie, die auf uns liegen und uns darin behindern, die Gefäße zu werden, die Er für uns zu sein vorbereitet hat. Wir müssen Ihn also in und an uns wirken lassen, selbst wenn es weh tut.
9. DOFKAH/HIRTE
Wenn wir uns formen lassen, wird Elohim uns mit Seiner Herde zusammenbringen und wir werden nicht mehr allein und ziellos sein und werden Teil sein von Ihm und Seinem Plan für uns und für all jene, die sich von Seinem Hirten, vom Roe/Schafhirte zähmen lassen.  Wir müssen aber wirklich Schafe sein und nicht Ziegen, zahme Pferde und nicht Esel, die nach ihren Herren treten.
Dieses Verhalten erfordert geistliche Weisheit/Chachmah, von der es nicht viel gibt. Und diese Weisheit äußert sich in Fügsamkeit, wie zahme Schafe, die sich scheren, waschen und füttern lassen von ihrem Herrn. Jeden Tag führt Elohim uns zum Weiden heraus, um Seine Herde zu ernähren. Einige von uns haben aber noch nicht einmal erfahren, dass wir getrieben werden, wohin Er will und reißen aus oder treten in Rebellion nach dem Roe/Hirten.
10. ALUSCH/VOLKS-MENGE
Zuletzt befinden wir uns inmitten der Volksmenge, mitten unter den Welt-Menschen, die in unsere Herde eindringen und sie zunichte machen wollen, weil sie es nicht aushalten, zu sehen, dass wir die Auserwählten Elohims sind. Und sie tun alles, was sie können, dieses Privileg zu verderben, angefangen damit, unseren Ruf zu schädigen und zu behaupten, es gäbe und könne kein „Auserwähltes Volk“ geben (Wer kann schon mit Elohim diskutieren?), bis dahin, uns zu dämonisieren und zu satanisieren, damit niemand den Wunsch hat, sich dem Volk Elohims zu nähern und so den Segen zu erlangen, den das mit sich bringt.
Wir sollten aber einfach ruhig bleiben, in dem Wissen, dass alles seinen Lohn und seine Strafe hat: Segen erwartet jene, die gehorsam waren und Fluch diejenigen, die nicht gehorchen wollten und rebelliert haben.
Wir müssen stark sein und standhaft aushalten. Es fehlen in unserem Leben noch 32 Lageplätze zu durchlaufen. Lasst uns nicht ohnmächtig werden, sondern singen und Elohim loben für all das, was Er bis hierher schon für uns getan hat, was viel ist.
Vor allem aber sollten wir uns nicht von den Volksmassen beeinflussen lassen, die im Grunde genommen ungewollt doch wissen, dass sie verloren sind und von Satan manipuliert werden, uns herunter zu ziehen mit sich zu dem ihm bestimmten Schicksal. Wir müssen unsere Feinde segnen und uns gleichzeitig mit Elohim unter Seinem Talit bergen (Tehilah/Ps.91,5), denn nur da werden wir sicher sein.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam

Copyright 2011 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website im Internet zu besuchen: http://www.beitshalom.org/. Dort können Sie viele kostenlose Artikel und Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen Sie den Namen des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnen. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet. Wenn Sie sich an- oder ab-melden wollen, die Paraschah und/oder das Ermutigungsschreiben der Rebbetzin automatisch zu bekommen, schreiben Sie Ihr E-mail an http://www.beitshalom.org/. Vielen Dank!

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AHAWÀH-LIEBE aus Parasha 4

Beitrag  Admin am 21/7/2012, 16:53

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Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rébe
(aus dem spanischen übersetzt von Miriam Koepke)



AHAWÁH-LIEBE
Wahres Geben beginnt mit ahawáh (aufopfernde, geistliche Liebe von Elohim). Ahawáh ist die stärkste Kraft des Universums. Wir reden hier nicht von fleischlicher, bedingter Liebe, sondern von Elohims  universaler, bedingungsloser Liebe, mit der Er uns liebt, obwohl die große Mehrheit der Welt nichts von Ihm wissen will oder einen andere “Gott” anbetet als wir. Als Jeschúa gefragt wurde, was man tun muss um ewiges Leben zu haben, zitierte Er die Gebote der jüdischen Torah, wie es sich von einem jüdischen Reve, wie Jeschúa einer war und immer noch ist, gehört: “Liebe deinen Freund, Partner/Reá wie dich selbst” (Mat.19,19).
Die Ahawáh-Liebe ist vor allem ein Opfer für unser Ich, das ständig unsere Aufmerksamkeit verlangt und sich für das Universum hält. Mütter sind die, die besser diese Art Ahawáh-Liebe geben: ihre Zeit, ihren Komfort, ihr Wohlbefinden, wenn nur die Bedürfnisse ihrer Kinder gedeckt sind. Von ihnen müssen wir alle lernen, von ihrem Vorbild.
Eine der schwierigsten Eigenschafter dieser Ahawáh ist die Bedingungslosigkeit. Wer Ahawáh hat, liebt andere, ohne ihnen Bedingungen zu stellen. Elohim sei gedankt, dass dies eine mentale und psychologische Haltung ist. Deshalb kann sie auch gelernt werden. Jene, die nicht bedingungslos zu lieben wissen, können lernen, ihre Bedingungen fallen zu lassen und einfach zu lieben, unabhängig davon, was die andere Person tut, in was sie steckt oder welche Haltung sie an den Tag legt.
Diese Haltung ist nicht einfach, aber unentbehrlich. Wer sie nicht hat sollte darum beten, dass Elohim ihm diese bedingungslose Ahawáh gibt, da es diese Art Ahawáh ist, die Elohim für die ganze Menschheit hat. Er liebt nicht nur die Juden, sondern alle Menschen, unabhängig von ihrer Haltung, ihrer Religion, ihrem Beruf, usw. Er liebt sie TROTZ ihrer Gegensätze zu Seiner Haltung oder Seiner Ethik. Und darauf müssen wir uns richten. Das heißt nicht, dass wir die Sünde lieben oder lieben sollen, nein. Er liebt die Sünder, hasst aber die Sünde, wie es in Römer 1 ganz klar steht, und Er rät den Sünder, der Sünde den Rücken zu kehren.
ZEIT
Wir können anderen, die ein offenes Ohr und Trost, Rat und Leitung benötigen, unsere Zeit geben. Viele, besonders messianische Juden, brauchen ein offenes Ohr und Leitung. Dafür hat Elohim uns, die wir schon länger mit Ihm wandeln, an ihren Weg gestellt. Wir können sie nach Seiner Leitung leiten, nicht nach unserem Fleisch, das wertlos ist.
Es wäre gut, zu untersuchen, wie wir unsere Zeit verbringen: wieviel davon verbringen wir mit wertlosen und unbedeutenden Dingen wie Fernsehen oder über Belangloses reden, statt etwas für jemanden zu tun. Es wäre sehr wichtig und bahnbrechend, täglich für 30 Minuten das Wichtigste in unserem Leben zu tun. (Wissen Sie was das ist? Die Unterhaltung mit ADONAI durch das Jeschúa-in-uns-haben, in unserem Geist/Rúach). Verbringen Sie wenigstens eine Stunde am Tag mit den wichtigsten Menschen in Ihrem Leben. Das kann ein Ehepartner sein, die Familie, Freunde. Wir reden nicht von belanglosen Unterhaltungen, obwohl das auch nötig ist in der Familie, sondern von bedeutungsvollen Beziehungen, die sich nach unserem vorhergehenden Gebet ergeben können.
Verwalten Sie Ihre Zeit heute, damit sich dies ab morgen anfängt zu erfüllen.
Ein E-mail von jemandem zu beantworten, der Information über Elohim braucht, könnte eine Seele retten oder ihr aus einem großen gegenwärtigen Problem helfen, ohne dass wir überhaupt mitbekommen, wie wichtig unsere Antwort war. Dieser Autor erinnert sich an eine Begebenheit, die viele Jahre zurückliegt, als er erst anfing, den Schabát zu beachten und Elohim fragte, was Er wolle, was er an DEM Schabát tun solle. Elohim antwortete dem, der dies schreibt: „Geh Dingsda besuchen“ (es handelte sich um eine argentinische Glaubensschwester, die mit einem Gläubigen verheiratet ist). Als ich es tun wollte, erfuhr ich über Telefon, dass sie in dem Moment in einer Privatklinik lag. Ich ging sie besuchen und lernte ihren Vater kennen, der in Argentinien lebte und nur gekommen war, seine Tochter im Krankenhaus zu besuchen. Mit ihm sprach ich über Elohim. Er nahm Jeschúa an und ich dachte, damit hätte sich die Sache. Jahre später erfuhr ich, dass dieser Mann nur wenige Monate nachdem er Jeschúa in Paraguay angenommen hatte gestorben war!
HILFE
Geben schließt natürlich auch einen Teil oder alles ein, was unser Verwandter, Freund oder Glaubensbruder benötigt: Es gibt Leute, die HEUTE einen Rat brauchen; andere brauchen finanzielle Hilfe; andere ein Gebet oder tägliche regelmäßige Gebetsbegleitung; andere brauchen Befreiung (ein Thema, in dem sich nicht alle messianischen Juden einig sind); andere brauchen einfach nur, dass ihnen jemand zuhört. Aber all dies und jedes dieser Dinge ist „Geben“, denn wir geben unsere Zeit, Kraft und Willen.
Es gibt Ratschläge, die das ganze Leben verändert haben, weil sie im rechten Moment und mit Weisheit (und sei es menschliche) gegeben wurden. Der Rat gewisser Leute hat das Leben vieler verändert, sei es in der Art der Kindererziehung oder darin finanziell voranzukommen oder neu anzufangen. Andere, die wir persönlich nie kennengelernt haben, wie Schriftsteller oder Philosophen, haben das Leben von Millionen von Menschen mit ihren weisen Ratschlägen über vielerlei Themen verändert.
Das heißt natürlich nicht, dass wir jedem, der uns einen Rat gibt, folge leisten müssen, selbst wenn er behauptet, der Rat komme von Elohim. Der Schlüssel zum Annehmen oder Ablehnen ist im Lebenszeugnis der Person, die uns rät. Wenn die Person ein festes Zeugnis hat, ist es praktisch sicher, dass der Rat gut ist und von Elohim kommt (wenn die Person das behauptet). Wenn nicht, müssen wir SEHR vorsichtig sein, nicht auf diese Art von Manipulieren reinzufallen, die von Kontrollgeistern geleitet werden und das ganze Leben mit einem falschen Rat schädigen können.
Vor allem aber kommt der beste Rat von Elohim selber. Wir müssen um ihn bitten, Seinen Rat suchen und beten, dass wir ihn verstehen, wenn Er ihn uns sendet.
ERKENNTNIS
Ein anderes wichtiges Element, das wir anderen geben können ist die Erkenntnis, die von Elohim kommt, nicht unsere, die fleischlich und ohne biblisches Fundament ist. Elohim will uns als Sprachrohr gebrauchen, aber das bedeutet nicht nur, Seine Wahrheit erst mal zu lernen (und nicht die „Wahrheit“ der Welt, die Betrug ist), sondern auch bereit sein, zu leiden und Ablehnung zu ertragen wegen ihr, denn die Welt kann die Wahrheit Elohims nicht annehmen. Die Welt kann nur ihre eigenen Wahrheit annehmen, die durch das Fleisch kommt. Gerade deshalb erfährt das Messianische Judentum soviel Widerstand. Wir, die wir darin sind, müssen uns geistlich, und besonders mental vorbereiten und stärken, denn die Ablehnung des Messianismus ist total.
HOFFNUNG
Eines vom Wichtigsten, was wir den uns umgebenden geben können ist Hoffnung. Es gibt eine Welt um uns, die aus mangelnder Wahrheit verloren geht. Wenn wir zu ihr von Elohim reden und davon, was Er ihrem Leben geben kann, geben wir ihr Hoffnung auf ein besseres Leben, wenigstens im Olám ha Bá/der kommenden Welt.
UMARMEN
Neue Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass wir alle eine Umarmung, einen Kuss, eine Streicheleinheit, einen Liebeserweis brauchen, obwohl viele von uns nichts davon geben können, weil wir von unseren Eltern keine Umarmungen, keine Küsse bekommen haben und das ist es, was wir unseren Kindern oder Verwandten weitergeben können: keine Wärme. (Wir sollten Wärme geben!) Wir, die Lateinamerikaner haben den Ruf, sehr viel herzlicher zu sein als die anderen Länder der Welt. Nutzen wir diesen Ruf, um anderen zu zeigen, dass wir sie wirklich lieben! Das nächste Mal, wenn Sie Ihren Sohn zur Tür hereinkommen sehen, umarmen Sie ihn, küssen Sie ihn und sagen Sie ihm, dass Sie ihn lieben. Vielleicht sehen Sie dann sein erstauntes Gesicht, weil er das nicht gewöhnt ist!
Wie auch immer wir es machen, lernen wir viel mehr als gewohnt zu GEBEN!
¡EINEN FROHEN SCHABÁT! wünscht Ihnen, der Rébe Julio Dam, die Rébetzin Sarita, seine Familie und Messianisch Renovierte Synagoge von Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; Apizaco, Morelia; México D.F., y Colima, México; UND WO IMMER ELOHÍM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.
© Messianisch Renoviertes Judentum 2011. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.
 
© Judaísmo Mesiánico Renovado – 2010-2015 – Todos los derechos reservados. All rights reserved.
Copyright 2010-2015 por Julio Dam. Invitamos a nuestros lectores a visitar nuestro sitio, www.beitshalom.org, con muchos artículos y parashót gratuitas y libros. Todos los derechos de autor reservados. Prohibida la reproducción, venta o la colocación en Internet, sin permiso escrito del autor. Toda colocación en Internet, reproducción en forma impresa, o enseñanza oral de esta parasháh, debe conservar y/o mencionar el nombre del autor y demás datos identificatorios. Los que violen este derecho de autor serán tratados por Elohím. Si usted desea suscribirse o des-suscribirse gratuita y automáticamente a la parasháh y/o la Carta de Aliento de la Rabina, escriba su iméil en www.beitshalom.org. ¡Muchas gracias!
El Rébe Dam brinda seminarios gratuitos en su ciudad, sobre los siguientes temas: 1) “La Verdad Sobre el Falso Salvador ('Anticristo') Y el Armaguedón”; 2) “Cómo Ser Amigo De Elohím”; 3) “Armas Avanzadas De Liberación y Guerra Espiritual”; 4) “El Hebreo Como Herramienta Para Entender Mejor el Pacto Renovado (“N.T.”)”; 5) “Las Diferencias Entre El Cristianismo, El Judaísmo Mesiánico y El Judaísmo Mesiánico Renovado”;  6) “La Verdad Acerca de 'Romanos'”; y 7) el seminario gratuito acerca de “Sanidad del Alma, Perdón y Reconciliación”. Estos distintos seminarios han sido dictados en varias ocasiones en Pachuca, Apizaco, Morelia, Ciudad de México,  (5 veces), Nueva York y California (2 veces) (EE.UU.); Bogotá (3 veces), Caracas (4 veces), Puerto La Cruz, Venezuela; Corrientes, Oberá y Buenos Aires, Argentina.
SINAGOGA MESIÁNICA RENOVADA BÉIT SHALÓM, ASUNCIÓN, PARAGUAY, OBERÁ, MISIONES, Y CORRIENTES, ARGENTINA:
REBE JULIO DAM Y RÉBETZN SARITA DE DAM,
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Paraschah Nr. 44 DEWARIM / WORTE/REDEN

Beitrag  Rapha am 5/8/2012, 12:42


9. des fünften Monats des Jahres 5773/ 28. Juli 2012

Torahlesung: Dewarim / Worte / „5.Mose" 1,1-3,22
von Rabbi Dam

Haftarahlesung: Ieschajahu / „Jes.“ 1,1-27

KOMMENTAR DER HAFTARAH
Ieschajahu/Jes. 1,16: „Wascht euch, reinigt euch, schafft fort eure bösen Taten aus Meinen Augen, hört auf, Böses zu tun; Lernt, Gutes zu tun, trachtet nach dem geraden Weg; helft dem Unterdrückten, sprecht Recht den Waisen, verteidigt die Witwe. Kommt jetzt und lasst uns rechten, spricht ADONAI. Auch wenn eure Sünden karmesinrot sind, sollen sie trotzdem schneeweiß werden. Und wenn sie purpurrot sind, sollen sie wie Wolle werden“.
„KOMMT JETZT UND LASST UNS RECHTEN,
SPRICHT ADONAI“
Wer will das schon nicht, „kommen und sich verstehen“ mit Elohim? Gibt es jemanden, der das nicht möchte? Wer will nicht, dass seine Sünden schneeweiß und weiß wie Wolle werden? Aber es gibt Bedingungen. Kommt jetzt und lasst uns rechten!
Was müssen wir von uns abwaschen und wovon müssen wir uns reinigen, um „zu kommen und uns zu verstehen“ mit Elohim?
Erstens: Wir müssen verstehen, dass Elohim es gut mit uns meint. Er sagt nicht: „Ich will nicht mit euch reden, weil ihr Sünder seid“ oder Ähnliches zu uns. Nein. Er stellt Bedingungen, das stimmt. Aber Er gibt uns alle notwendigen Anweisungen, zu unserem Besten, damit wir in Seiner Gegenwart sein können und ein offenes Ohr finden bei niemand Geringerem als der Höchsten Autorität des Universums!

Wenn das so ist, was bedeutet dann „Wascht euch, reinigt euch, schafft fort eure bösen Taten aus Meinen Augen!“?
Wir müssen zuallererst DEN ENTSCHLUSS TREFFEN, „uns zu waschen, uns zu reinigen und unsere bösen Taten aus Seinen Augen fortzuschaffen“. Es besteht ein großer Unterschied, ein riesiger Abstand zwischen „verstehen“ und „tun“. Es gibt Menschen, die wissen, dass sie am Sündigen sind. Und trotzdem machen sie mit jeder erdenklichen Ausrede damit weiter, weil sie nie wirklich DEN ENTSCHUSS GETROFFEN haben, es zu unterlassen. Es ist eine Sache, etwas zu wollen, und eine ganz andere und viel solidere, sich daran festzuklammern, es zu einem Teil des eigenen Lebens zu machen.
Was müssen wir von uns abwaschen und wovon müssen wir uns reinigen? Beständig, täglich, werden unsere Augen dreckig, wenn wir ansehen, was wir nicht sollten und unsere Ohren, wenn wir uns erlauben, anzuhören, was wir nicht sollten, weil es unsere Sinne verunreinigt; unsere Hände, wenn wir tun, was in den Augen Elohims nicht recht ist; unser Mund, wenn wir sagen, was Elohims nicht würdig ist und was Er verboten hat, auszusprechen, aber wir bilden uns ein, es höre uns ja niemand; unsere Füße, wenn wir gehen, wohin wir nicht gehen sollten.
Täglich verunreinigen wir uns, oft ohne es überhaupt zu merken. Wir denken, sprechen und tun beständig das, was nicht von Elohim, sondern von weltlichen Menschen ist. Und genau das ist es, was Elohim „Sünde/Chatah“ nennt. Es ist Sünde, zu denken, zu sprechen und ganz besonders, zu tun, was wir nach den Geboten der Torah nicht denken, sagen oder tun sollten. Und es ist so leicht, in Sünde zu fallen, so leicht, dass wir es nicht einmal merken, wenn wir mittendrin stecken. „Ich denke es doch nur, und es weiß ja niemand!“ sagen wir zu uns selbst und versuchen so, den Druck zu verringern oder uns vor Elohim zu rechtfertigen.
Wir verstehen einfach nicht, dass Elohim sogar unsere Gedanken sieht und hört und dass diese nicht dem entsprechen, was Er von seinen Kindern erwartet. Von Worten, die eines Kindes Elohims unwürdig sind, ganz zu schweigen! Und noch schlimmer sind unwürdige Taten, Sünden. Taten sind das Wichtigste in den Augen Elohims und des Judentums, und deshalb auch für das messianische Judentum, das sich auf die Tatsachen/Taten, nicht nur auf Gedanken gründet, selbst wenn Elohim, wie schon gesagt, alles sieht und anrechnet.
In BeReschit 2,17 ist die Rede vom „Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“, etwas, was wir immer meinten, verstanden zu haben. Aber so ist es nicht. ELOHIM IST DER EINZIGE, DER GENAU WEISS, WAS GUT IST UND WAS SCHLECHT ODER BÖSE IST! Von dem Baum zu „essen“, hat den Menschen/Ben Adam nur dahin gebracht, SELBST zu beurteilen, was ER für gut oder schlecht/böse hält, Das ist schon einmal der falsche Ansatzpunkt.
Was Elohim in Seiner Torah sagt, ist gut und richtig! Und was Elohim in Seiner Torah sagt, dass wir nicht tun sollen, das ist schlecht und böse, egal, was wir, die wir nur Menschen sind, darüber denken! Wenn wir diese Regeln missachten, fangen die Probleme an und wir beginnen, vom rechten Weg Elohims abzuweichen. Damit fangen wir an, vom Baum des Guten und des Bösen zu „essen“.
Sehen wir uns wegen mangelndem Platz nur ein Beispiel an: religiöse Statuen oder Bilder. Sie sind schlecht, stimmt’s? Kommt darauf an, wer das sagt: Wenn Elohim den Auftrag gibt, Qerubim/Cherubim auf die Bundeslade anzufertigen, DANN IST DAS GUT! Wenn es aber der Mensch ist, der sich Bilder oder Skulpturen von Göttern macht, um sie „zu verehren“, dann ist das böse und schlecht und wird Götzendienst genannt und mit dem ewigen Tod in der Hölle bestraft (Off.21,8). (Wir verstehen gut, dass dies ein schwer zu verstehendes und anzunehmendes Konzept ist. Es stimmt aber und ist wahr. Wir beginnen gerade erst, „uns zu verstehen“).
LERNT, GUTES ZU TUN
Was bedeuten diese Worte? Elohim hat uns Gebote gegeben, besonders die Zehn Gebote. Erstens sollen wir aus ihnen lernen, indem wir sie lesen und behalten, diskutieren und verstehen, bis wir sie auswendig kennen – aus einer guten Übersetzung, die jüdisch sein sollte.
Wenn wir erst einmal diese festen Grundlagen haben, müssen wir uns in einer Gruppe fragen - wenn nötig (und das ist es), in einer Diskussion: „Für wen sind die Zehn Gebote? Nur für die Juden? Oder für alle Gläubigen?“ Wenn wir sagen: „Für alle Gläubigen“, dann geben wir zu, dass der Schabbat für uns ist und dass wir ihn vollkommen einzuhalten haben. Oder nicht? Sind es zehn Gebote, oder nur neun? „Wascht euch und reinigt euch“ den Verstand, würde ich sagen, und ahmt Elohim nach. „Kommt jetzt und lasst uns rechten, über die Neun..., ich meine, Zehn Gebote“.
Andererseits, was bedeutet: „lernen, das Gute zu tun“? Was ist „das Gute tun“? Und was ist „lernen“?
Wir haben oben schon erklärt, dass „das Gute“ von Elohim bestimmt wird, nicht vom Menschen, noch von seiner Meinung dazu, was „gut“ oder „schlecht oder böse“ ist.
Was heißt „lernen“? Es ist versuchen und versagen und es noch einmal versuchen, mit unserem ganzen Willen, bis wir es wirklich lernen.
Was bedeutet dann, zu lernen, Gutes zu tun? Es ist die Erfahrung/der Versuch, eine gute Tat (nach der Torah) zu tun, die Elohim uns aufträgt; und zwar jedes Mal, wenn sich die Gelegenheit ergibt, d.h., wenn die Gelegenheit wortwörtlich an unsere Tür klopft (oder am Tor klingelt). Genaugenommen ist jeder Bettler, der an unserer Haustür klingelt oder an die Scheibe unseres Autos klopft und um etwas bittet, von Elohim gesandt, und wir sollten ihm unsere ganze Aufmerksamkeit widmen. Auch DAS ist „Gutes tun“.
Das Gute tun bedeutet auch, wie wir schon gesagt haben, ein Gebot einzuhalten, es vollkommen einzuhalten. Oft ist das Gute tun nicht so simpel/paschut wie in den erwähnten Beispielen. Wenn es darum geht, dem einen oder dem anderen Recht zu geben, bestimmt was „gut“ ist,  für jeden Einzelnen in jedem einzelnen Fall, das Niveau der Erfüllung der Torah. Mit anderen Worten, wenn zwei über etwas diskutieren und uns um unsere Meinung oder unser Eingreifen bitten, dann müssen wir, um „das Gute zu tun“ in dem besonderen Fall, die Hilfe Elohims erbitten, damit Sein Ruach eingreift und uns leitet und damit wir uns nicht leiten lassen von unserer persönlichen Sympathie für die eine oder andere Seite. Damit wir schlussendlich dem Recht geben, der – nach der Führung Elohims und nicht unserer eigenen – Recht hat. Auch das ist „das Gute tun“.
TRACHTET NACH DEM GERADEN WEG
Was bedeutet, „nach dem geraden Weg zu trachten“? In Matth.6,23 heißt es: „Trachtet zuerst nach dem Reich Elohims und Seinem geraden Weg und der Rest wird euch dazugegeben“. Von welchem „Rest“ spricht Ieschua hier? Er spricht von dem, was uns 99% des Tages beschäftigt: unsere Arbeit, unsere Sorgen, unsere Beschäftigungen, Familie, Gespräche, Unterhaltungen, alles, was uns die Zeit raubt, die wir eigentlich im Reich Elohims damit verbringen sollten, Seinen Willen zu tun. Genau das bedeutet „nach dem rechten Weg trachten“ und ihn zu gehen. Elohim weiß, was wir jeden Tag, jede Minute, jedes Jahr benötigen. Er ist nicht von anderen Dingen „abgelenkt“. Er ist viel aufmerksamer uns gegenüber, als wir Ihm gegenüber. Wenn wir diese Wahrheit zu einem Teil unseres Lebens machen, gehen wir den geraden Weg, von dem dieser Vers spricht.
Was ist „der gerade Weg“ noch, abgesehen davon? Es bedeutet, dem Unterdrückten und dem vom geistlichen Feind Verfolgten helfen; für den Kranken beten; den, der es benötigt, (selbst wenn er sich dessen nicht bewusst ist und glaubt, er hätte nur ein unbedeutendes Problem), befreien; die Witwe, die Armen und die Geringen verteidigen und ihnen helfen. Es bedeutet, Jünger/Talmidim zu haben, die lernen, was wir lernen. Es bedeutet, zu ihnen vom messianischen Judentum als Ausweg für ihre dürftigen Leben zu sprechen, wenn Elohim uns das aufträgt. Zusammenfassend bedeutet es, zu VERSUCHEN, ZU TUN, was Ieschua in Seinem Leben hier auf Erden in Eretz Israel, getan hat, als Er mit uns war, als Imanu’El („Elohim unter uns“).
Der gerade Weg besteht auch darin, das Böse aus unseren Gedanken, Worten/Reden und Taten fortzuschaffen, wie wir zu Beginn dieser Paraschah sagten. Jeden Tag, jeden Moment analysieren, was wir falsch machen und was wir richtig machen, um zu wissen, ob wir auf dem geraden Weg sind. Ein leichterer und viel effektiverer Weg ist, um die Führung des Ruach ha Kodesch Elohims für jeden Tag unseres Lebens zu bitten, damit Er uns in allem, was wir tun und was wir an dem Tag tun müssen, leitet.
„KOMMT JETZT UND LASST UNS RECHTEN, SPRICHT ADONAI“
Wenn wir all das tun, sagt Elohim zu uns: „Kommt jetzt und lasst uns rechten“. Das bedeutet: rein von aller Sünde – wenigstens heute – lädt Elohim uns ein, in Seiner Heiligen und Gesegneten Gegenwart zu sein, das Gespräch mit Ihm und Seine Erleuchtende Gegenwart und schließlich Seine Freundschaft zu genießen.
Das Resultat unseres Gehorsams, Seinen Anweisungen Folge zu leisten, SEINEN „Baum des Guten und des Bösen“ und nicht unserer, ist eine ewige Freundschaft, die die Grenzen des Bekannten überschreitet, um uns in das Unbekannte zu bringen. Das heißt „Mich verstehen und Mich kennen“, wie der Tanach es in Jer.9,23 nennt.
Wenn wir Seinen Willen tun und nicht danach trachten, unseren Willen durchzusetzen, werden wir in der privilegierten Lage sein, die Elohim uns verspricht: „Auch wenn eure Sünden karmesinrot sind, sollen sie trotzdem schneeweiß werden. Und wenn sie purpurrot sind, sollen sie wie Wolle werden“.
Unsere Sünden werden ausradiert und unser Leben für immer verändert werden, weil wir in Seinen Wegen und nicht in den unseren wandeln.
Werden wir es wenigstens für Ihn tun, um Ihn zufrieden zu stellen? Dies ist das „Angebot“, das Elohim uns diese Woche anbietet und das für alle Ewigkeit Früchte bringen kann. Werden wir Ihm Beachtung schenken? Nur diesen Schabbat, oder für den Rest unseres Lebens?
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Morelia, Apizaco und Colima, Mexico; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.


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Paraschah Nr. 45 WA ETCHANAN / UND SUCHTE

Beitrag  Rapha am 5/8/2012, 12:56

16. des fünften Monats des Jahres 5773/ 4. August 2012

Dwarim / Reden / „5.Mose" 3,23-7,11

Haftarahlesung: Ieschajahu/ „Jes.“ 40,1-26
Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)


KOMMENTAR DER PARASCHAH
„DIE AHAWAH-LIEBE ELOHIMS FÜR SEIN VOLK“
Dwarim/Reden/„5.Mo.“ 4,37-38: „Und weil Er deine Awot/Väter geliebt hat, hat Er erkoren ihren Samen nach ihnen und hat dich herausgeführt mit Seinem Antlitz, mit Seiner großen Kraft aus Mitzraim/Ägypten, Goim/Völker vor dir zu vertreiben, größer und mächtiger als du und um dich hineinzubringen, dass Er dir gebe ihr Land zum Besitz, wie an diesem Tag geschehen ist“.
Das Wundervolle und Wichtige, das wir nicht in seiner ganzen Größe verstehen, selbst wenn wir messianische oder messianisch renovierte Juden sind, die versuchen, sich in diese jüdische Identität zu integrieren, ist die enorme, unermessliche Ahawah/Liebe, die Elohim zu Seinem Volk Israel hat. Diese Ahawah war immer und wird immer da sein, denn „Er ändert sich nicht. Ieschua Maschiach ist derselbe, heute und immer“.
Elohim hat Sein Volk nicht verstoßen wegen eines anderen Volkes, wie manche lehren. Elohim hat sich nicht von Seiner Ehefrau, den „Bnei Israel“ (den Kindern Israels) geschieden. Elohim hat sie geliebt, Er liebt sie und Er wird sie auch weiterhin lieben und beschützen und ihr Land (das Land Israel) bewahren, … für immer, denn alles, was Er tut ist für immer.

„Warum geht es den Juden so schlecht?“
Manche Leser fragen sich vielleicht: Warum geht es den Juden so schlecht? Warum werden sie so arg verfolgt? Warum sind sie in aller Welt so verhasst, und zwar in der gesamten Geschichte? Dafür gibt es mehrere Gründe:
1. Wir Juden sind das lebende Zeugnis der Existenz und Gegenwart Elohims in der Welt.
Ohne uns könnte es scheinen, als hätte die Welt kein klares Ziel, als wäre alles nur „Zufall“ und dass, wenn schon jemand regiert, dieser Jemand „die Mutter Natur“, diese allbekannte Unbekannte ist. Durch uns, die Juden nach der Herkunft und seit 1967 auch die Juden nach dem Glauben in aller Welt (die messianischen Juden), wird der Glaube an den einen Elohim, der das Universum regiert und in dieser hektischen und konfusen Welt das Regiment führt, immer deutlicher. Elohim hat versprochen, dass Er auf die Erde käme, „in Fleisch gekleidet“ (Joh.1,14), und jene erretten würde, die Ihn als den Einzigen Wahren Elohim, den Vater aller Juden, anerkennen. Er hat versprochen, all jene zu erretten, die sich Ihm als Juden durch den Glauben anschließen und in „das Haus Israel und das Haus Jehudah“ (Römer 11,17) einziehen wollen. Dies reizt alle Welt, es verursacht ihnen einen Juckreiz, der geistliche Ursachen hat, weil jeder seinen „Gott“ hat und natürlich wünscht und behauptet, SEIN Gott (und SEINE Religion) sei die einzig wahre.
Wie in vielen Themen, nicht unbedingt nur in religiösen, macht die Wahrheit des Einen die Wahrheit des Anderen zunichte. Und das ist nirgends so wahr, wie in diesem Fall. Mit anderen Worten: ENTWEDER IST DER ELOHIM DER JUDEN NIEMAND, ODER ER IST DER EINZIGE WAHRE ELOHIM UND ALLE ANDEREN SIND FALSCHE GÖTTER. Und diese Pille ist für viele (in der ganzen Menschheitsgeschichte eigentlich für alle), schwer zu schlucken. Die Wahrheit dieser Aussage finden wir in der Behandlung, die das jüdische Volk von Seiten der Menschheit im Laufe der Jahrtausende erhalten hat. Dies kann in folgende, immer TÖTLICHERE Bestimmungen zusammengefasst werden: Erst hieß es: „ihr dürft nicht mit uns leben“; dann sagte man zu ihnen: „ihr dürft nicht als Juden unter uns leben“; und zuletzt, in den 30er Jahren: „IHR DÜRFT NICHT LEBEN“. Und selbst heute hört man noch Echos dieser drohenden Worten der 30er Jahre.
Warum „dürfen sie nicht leben“? Weil SCHON NUR IHRE GEGENWART JENEN, DIE ANDERE GÖTTER HABEN, GEISTLICHEN JUCKREIZ VERURSACHT, oder jenen, die gar keine haben wollen.
2. Weil das ÜBERLEBEN unseres Volkes, der Juden, der Welt vor Augen hält, dass hinter den Juden ein jüdischer Elohim steht, den sie nicht ertragen, weil Er zu viel von ihnen verlangt.
Apropos dazu, was es kostet, sich an die Gebote zu halten. Es gibt einen Witz über die Zeit, da Elohim den 70 Nationen, die vor 4.000 Jahren die Welt bevölkerten, die Zehn Gebote anbot. Die an das Töten gewöhnten Völker sahen das Gebot „du sollst nicht morden“ und sagten: „Oh nein, das wollen wir nicht!“, bis die Zehn Gebote zu Moscheh gelangten. Der fragte: „Wie viel kosten sie?“ Antwort: „Nichts“. „Gib mir zehn“, sagte Moscheh.
Natürlich ist der Witz nicht mehr so witzig, wenn wir verstehen, dass die Gebote vielleicht kostenlos sind, SIE EINZUHALTEN jedoch sehr viel kostet. Die Kosten mögen gleich Null sein, aber der Preis ist sehr hoch. Genauso ist es mit der Errettung, die Ieschuah uns gebracht hat: sie kostet uns nichts, aber der zu zahlende Preis, um geistlich weiterzuwachsen ist enorm. Und wegen diesem ENORM SCHWER zu zahlenden Preis sind die Goim/die Nationen der ganzen Welt NICHT BEREIT AUF DIESEN JÜDISCHEN ELOHIM, DEN REBBE IESCHUA ZU HÖREN. Und deshalb, weil sie Elohim nicht töten können (kein Mensch hat Ieschuah umgebracht, sondern Er hat sich für uns geopfert; sonst wäre Er nicht Elohim, sondern nur ein Mensch) versuchen sie uns, die wir Seine Repräsentanten auf dieser Erde sind, umzubringen.
Das ist der Grund, weshalb heutzutage in einigen Städten der Welt Demonstrationen gegen die Juden stattfinden, als „Anti-Israelischen-Zionismus“ verkleidete Demos. Es ist nicht der Zionismus, der sie kratzt: es ist der Elohim der Juden und der jüdische Rebbe hinter den Juden, den sie nicht ausstehen können.
3. Die Juden und ihre Gegenwart erinnert die Menschen daran, wie weit sie entfernt sind von dem, wer sie nach dem Willen Elohims sein sollten, nach der Moral und Ethik, die Seinem Willen entspricht.
Trotz aller angesammelten „Erfahrungen“ von Hass, Verachtung und Demütigungen, haben wir Juden nie gewalttätig gegen Andere reagiert (mit einigen wenigen Ausnahmen). Im Gegenteil. Eine der Kritiken, die wir zu hören bekommen, ist: „Warum haben sich die Juden in der Schoah (die Ausrottung der Juden während des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkriegs) nicht gegen die Nazis gewehrt? Warum ließen sie sich wie Schafe zur Schlachtbank führen?“
Der Hauptgrund für diese Gewaltlosigkeit liegt gerade in der Wurzel des jüdischen Volkes, der Torah. Die Gebote betonen die Liebe, die Toleranz und das Zusammenleben, nicht die Verfolgung, noch die Gaskammern, noch rassistische, noch ethische, noch religiöse Hasspropaganda, wie man sie heutzutage findet. Das bedeutet nicht, wir Juden wären perfekt. Weit gefehlt. Es bedeutet vielmehr, dass unser Elohim PERFEKT IST und Perfektion von uns verlangt, fordert. Und das versuchen wir, zu erfüllen.
Die spanische katholische Abgeordnete Pilar Rahola hielt bei einem Treffen in Chile folgende Rede: „Jeder gute Mensch, jeder rechtschaffene Mensch, jeder Mensch, der Verstand, Mut und Ehre hat, ist, wenn er in Europa geboren ist, ganz sicher Jude. Denn nur als Jude kann man den Schmerz verstehen, Jude zu sein. Denn niemand, der in Europa geboren ist, für die Freiheit gekämpft hat, die Ideen geliebt hat, kann behaupten, er sei kein Jude. Das beste Europa ist jüdisch. Nur das schlechteste Europa hat seine jüdische Seele verleugnet. Und nicht nur verleugnet, sondern schlussendlich ermordet. Was von Europa heute übrig ist, ist der Schiffbruch seiner eigenen Misere und seines eigenen Grauens“. (Pilar Rahola in ihrer Rede vor der jüdischen Gemeinschaft Chiles am 24. Juli 2006).
„WARUM GEHT ES DEN JUDEN SO GUT?“
Die andere Kritik, die man den Juden macht ist –im Gegensatz zur vorherigen— „Warum geht es euch so gut? Alle Juden sind reich!“ Die Antworten auf diese entgegengesetzte Frage sind paradoxerweise genau DIESELBEN DREI ANTWORTEN, DIE WIR OBEN GABEN!
1. Wir Juden sind das lebende Zeugnis der Existenz und Gegenwart Elohims in der Welt.
2. Weil das ÜBERLEBEN unseres Volkes, der Juden, der Welt vor Augen hält, dass hinter den Juden ein jüdischer Elohim ist, den sie nicht ertragen, weil Er zu viel von ihnen verlangt.
3. Die Juden und ihre Gegenwart erinnert die Menschen daran, wie weit sie entfernt ist von dem, wer sie nach dem Willen Elohims sein sollte, nach der Moral und Ethik, die Seinem Willen entspricht.
Dieses sind die drei Gründe, warum Elohim die Juden in aller Welt und in ihrer gesamten Geschichte segnet. Er segnet jene, die versuchen, Seine Gebote zu halten, nicht die anderen, die nichts von ihrem Elohim wissen wollen.
In Dwarim 6,3 sagt Er: „Und höre Israel und beobachte zu tun, dass es dir wohl gehe und ihr euch sehr mehret (wie ADONAI, der Elohim deiner Väter/Awot dir zugesagt hat) in dem Land, fließend von Milch und Honig“.
Für jene Leser, die sich diese zweite Frage stellen, ist die Antwort dieselbe: WEIL WIR KINDER DES EINZIGEN ELOHIM SIND und Sie, lieber Leser, sind es auch.
Finden Sie es nicht an der Zeit, diesen Segen zu nutzen, der daraus entspringt zum Auserwählten Volk dazuzugehören, um in das „Land, fließend von Milch und Honig/Chalaw vDrasch“ einzuziehen?
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam

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Paraschah Nr. 46 EKEW / WEIL

Beitrag  Admin am 9/8/2012, 11:25



DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
Paraschah Nr. 46 EKEW / WEIL
23. des fünften Monats des Jahres 5773/ 11. August 2012

Torahlesung: Dwarim / Reden / „5.Mose" 7,12 – 11,25
Haftarahlesung: Ieschajahu/ „Jes.“ 49,14 – 51,3
Von
Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)

KOMMENTAR DER PARASCHAH
DIE SIEBEN SCHRITTE, UM SICH ELOHIM ZU NÄHERN

Dwarim/Reden/„5.Mose” 7,12: „Weil/ekew ihr diesen Vorschriften gehorcht und sie beobachtet und danach handelt, wird ADONAI euer Elohim euch bewahren den Bund und die Gnade/Barmherzigkeit/Chessed, die Er geschworen hat euren Vätern/Vorfahren.“
Das Buch Dwarim handelt, im Gegensatz zu den anderen vier Büchern der Torah, fast ausschließlich von den Lehren Moschehs kurz vor seinem Tod. Der Zeitraum, in dem es verfasst wurde, beginnt am 1. des 3. Monats des Jahres 2488 (von der Schöpfung an gerechnet – jetzt sind wir im Jahre 5773) und endet am 7. des 12. Monats desselben Jahres, dem Todestag Moschehs. So, wie die anderen vier Bücher, ist die Absicht dieses Buches, die Ehefrau ADONAIs auszubilden und zu lehren, um ihr die mentale und geistliche Einheit mit ADONAI einzuschärfen. Ich bin mir sicher, dass es für viele unserer Leser eine große Überraschung ist, dass 80% der gesamten Torah - die fünf Bücher/Sfarim - nur von 3 der 500 Jahre israelischer Geschichte handeln, abgesehen von der Schöpfungsgeschichte des Universums in 1.Mose/Genesis/Be Reschit. Dies zeigt uns den großen Wert, den diese Lehre der Einheit für Elohim hat. Dieses Ziel, das gesamte jüdische Volk (nach Herkunft und Glauben) Einheit zu lehren, wurde fortgesetzt mit dem Kommen Ieschuas, des Messias und Teil Elohims, und mit einigen der Lehren im „N.T.“/ Erneuerten Bund wie wir gleich sehen werden. Ich will 7 Schritte zur Einheit mit Elohim aufzeigen:

1. Ieschua, die leibliche Dimension Elohims, kennen lernen und empfangen (für jene, die nicht im orthodoxen Judentum geboren sind);
2. Die Gebote befolgen / Schmirat ha Mitzwot;
3. Der Talmúd Torah / das Studium der Torah (das für uns das „N.T.“/ Erneuerter Bund mit einschließt, und zwar in einer Übersetzung, die einigermaßen annehmbar, d.h.: messianisch ist);
4. Ahawat ADONAI / erreichen, ADONAI zu lieben;
5. Die Befreiung von Geist und Seele;
6. Das Gebet / Tefilah;
7. Uns mit ADONAI vereinigen / ha Iechidut.
Wir werden versuchen, in dieser Paraschah, die gezwungenermaßen kurz ausfällt, von jedem dieser 7 Schritte etwas zu lernen. In unseren Schriften, die demnächst veröffentlicht werden, können Sie das Studium über jedes dieser Themen vertiefen, besonders letzteres.
(1) IESCHUA KENNEN LERNEN UND EMPFANGEN
Jene, die nicht in einer jüdisch-orthodoxen Familie aufgewachsen sind und folglich nicht nahe beim Vater, bei ADONAI waren, müssen den jüdischen Rabbiner Ieschua, der die leibliche Dimension Elohims ist und der die Errettung des Geistes, eine der drei Dimensionen, die wir nach 1.Thess.5,23 haben (Geist, Seele/Verstand und Körper), kennen lernen und empfangen. Er bringt uns in die Gegenwart des Vaters, wie Er selbst zugesagt hat in einem Satz, der meist falsch verstanden wird: „Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch Mich“. Natürlich ist es so, nur dass unsere Leser vielleicht zum ersten Mal verstehen werden, dass die nicht-messianischen Juden SCHON IN DER GEGENWART DES VATERS SIND, weshalb sie Ieschua dafür nicht brauchen! Es sind die Goim/Heiden und die Juden, die nicht in einem jüdisch-orthodoxen Zuhause aufgewachsen sind, die Ieschua brauchen, um sie auf dieser Erde in Seine Gegenwart zu bringen, ehe es zu spät ist. Bei unseren Einladungen in Lateinamerikanische Städte taucht an diesem Punkt fast unweigerlich die Frage auf: „Was ist der Unterschied zwischen: an »Jesus« glauben und an den glauben, den Sie »Ieschua« nennen? Das ist doch im Grunde genommen, in der Essenz dasselbe. Das ist doch nur eine Frage der Bezeichnung?“ Die Antwort ist immer dieselbe: Elohim hat unsere Unwissenheit vergeben, als wir die wahre Identität des Rabbiners Ieschua nicht kannten und Ihn nur als „Jesus“ kannten. Jetzt aber, da wir wissen, dass es nicht dasselbe ist und dass der Name „Jesus“ aus der iranischen Mythologie kommt, vom Sonnengott Mihr/Mitra, GIBT ES KEINE VERGEBUNG MEHR, WEIL ES KEIN ZUSÄTZLICHES „OPFER FÜR DIE SÜNDEN“ MEHR GIBT, wie in Hebräer 10,26-27 steht: „Denn so wir willentlich sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir kein anderes Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und der Feuerglut, welche die Feinde vernichten wird“. Wir müssen nun die neue Wahrheit der wahren Identität Ieschuas ergreifen und die Abscheulichkeit der Anbetung des „Sonnengottes“ (Mihr als „Jesus“ verkleidet) ablegen. Das Andere, was wir ablegen müssen, ist die Überzeugung, dass wir jetzt, da wir auf dem rechten Weg des Judentums sind, Ieschua verlassen könnten, da wir Ihn irgendwie nicht mehr benötigen. Ein großer Fehler, nur diesmal von der anderen Seite, der des Judentums. Wir MÜSSEN zum Judentum gehen, aber unsere Grenze, die wir NIE überschreiten dürfen, ist Ieschua, der Messias und Teil Elohims. Dies ist ein Fehler, dem viele messianische Synagogen verfallen sind, wie auch einige messianische Leiter. (Wir verstehen nicht, wie solch ein Leiter sich weiterhin „messianisch“ nennen kann, wenn er doch nicht mehr an den Messias Ieschua glaubt!). Wir müssen in Richtung Judentum gehen, schon nur weil da die Wahrheiten Elohims sind, die uns 1900 Jahre lang vorenthalten und durch Lehren und Feste ersetzt worden sind, die nichts mit Elohim zu tun haben. Dieses „in Richtung Judentum gehen“ bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass wir „Elohim in Fleisch gekommen“, Ieschua, verlassen müssen, wie es viele messianische Synagogen schon getan haben. Noch etwas, was wir verstehen müssen und was für viele im messianischen Judentum oder im Christentum, das an der Grenze zum messianischen Judentum steht, Verwirrung schafft, ist: „Welches ist die Position Ieschuas? Soll ich zu Ieschua beten?“ Ieschua selbst hat diese Frage in Lukas 11,2 beantwortet: „Wenn ihr betet, sprecht: VATER UNSER, der Du in den Himmeln bist/Awinu sche ba Schamaim…“ Ieschua muss IN UNS sein und als unser Kohen ha Gadol wirken, wie wir in einer vorherigen Paraschah sagten, um uns beten zu helfen und in der Gegenwart JHWHs zu sein.
(2) SCHMIRAT HA MITZWOT / DIE GEBOTE BEFOLGEN
Wenn wir uns in der richtigen Position befinden, den richtigen Elohim anbeten, müssen wir uns um die Errettung unserer Seele/unseres Verstandes und unseres Körpers kümmern. Dies erreicht man, indem man schmirat ha Mitzwot/die Gebote befolgt/hält. Das ist bei uns, die wir Eltern sind, genauso: wenn wir ein zweijähriges Kind haben, das gerade anfängt zu laufen und damit droht, alles anzufassen, selbst scharfe Küchenmesser und die Finger überall rein zu stecken, selbst in Steckdosen, dann müssen wir Verhaltensregeln aufstellen, wenn wir wollen, dass das Kind überlebt und gesund bleibt und nicht jede Woche oder jeden Tag einen Unfall hat. „NEIN!“, „DA NICHT!“, „FINGER WEG!“ und Ähnliches rufen wir dem Kind zu, das nicht versteht, warum wir das Gesicht verziehen, noch warum es den Finger nicht in die Steckdose stecken darf. Wir ja und deshalb sind wir so „böse“ und so „streng“ mit ihm, weil wir ihm das Leben retten wollen. Wir wollen, dass das Kind ein fünfjähriges Kind wird, das von allein weiß, dass es all das nicht darf. Das Schmirat ha Mitzwot ist nichts weiniger als das: Es ist ein Verhaltenshandbuch für die Ehefrau Elohims, Israel, und für Seine individuellen Glieder, damit sie es schaffen, der Gefahr der Sünde auszuweichen und sich auf eine Elohim annehmbare Art und Weise zu verhalten und so IHRE SEELEN RETTEN. Es ist keine „Gesetzlichkeit“, weder in Elohim, noch im jüdischen Volk, das erreichen zu wollen. Es ist kein „Ritualismus“, wie sie oft beschuldigt worden sind. Sie GEHORCHEN einfach der Torah, wie es gute Kinder tun, die den Rufen der Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder einen Stromschlag bekommen oder sich am Ofen verbrennen, gehorchen! (Wir haben hier keinen Platz, das berühmte Problem weiter zu vertiefen, ob die Errettung durch den Glauben oder durch das Befolgen der Torah kommt. Wir weisen unsere Leser auf unsere „Römerbrief-Serie“ hin, die dieses Thema behandelt).
(3) DER TALMUD TORAH / DAS STUDIUM DER TORAH
Das Studium der Torah schließt für uns (die messianischen und messianisch renovierten Juden) das „N.T.“/den erneuerten Bund mit ein. Um die Mitzwot/Gebote zu befolgen, müssen wir erst wissen, welche. Man kann nicht befolgen, was man nicht kennt. Der verleumdete „Talmud“, der in so vielen Fällen in Europa durch die katholische Kirche verbrannt worden ist, das letzte Mal in Frankreich im Jahre 1428, weil er angeblich „satanisch“ ist, ist einfach nur ein detailliertes Studium der Mitzwot und wie sie zu erfüllen sind. Wir verstehen irgendwie schon, warum der Talmud als „satanisch“ bezeichnet worden ist: weil er die Errettung der Seele der Juden anbietet, was die rabiaten Antisemiten der Kirche nicht gern hören: dass ihre Feinde gerettet werden! Die Torah ist viel mehr, als ein Rettungshandbuch des Verstandes: es ist das moralische und geistliche DNA für die Ehefrau ADONAIs. Deshalb ist es lebenswichtig, die Torah zu studieren und jeden Tag tiefer zu verstehen. Wenn wir verstehen, dass die ersten fünf Bücher da sind, um uns zu zeigen, wie wir unseren Verstand retten können, dann wird jede Beschuldigung von „Gesetzlichkeit“ und „Ritualismus“ zu dem Unsinn, der er für den jüdischen Verstand und jetzt auch für uns, die wir beginnen, sie ernsthaft zu studieren, ist und immer war. Wir müssen noch hinzufügen, dass ein Studium des „N.T.“/Erneuerten Bundes (in einer messianischen Übersetzung) etwas Grundsätzliches ist, um viele dunkle Punkte in unserem Verständnis der geistlichen Dinge zu verstehen. Unser „Matitjahu“ hat Einiges an jüdisch-messianisch-renovierter Information und Theologie, womit die anderen drei Evangelien auf eine ganz andere Art und Weise beleuchtet werden, als wir sie bisher, von unserem christlichen Hintergrund aus, verstanden haben. Wir raten dazu, Studiengruppen zu bilden, um dieses Buch in den messianischen Gemeinden zu studieren, wie Einige es seit seiner ersten Veröffentlichung schon tun.
(4) AHAWAT ADONAI / ES ERREICHEN, ADONAI ZU LIEBEN
Die Liebe zu ADONAI/Ahavat ADONAI ist ein Sine qua non von allem, was wir lehren. Es nützt uns nichts, die anderen 6 Bedingungen zu erfüllen, wenn wir nicht Ahavat ADONAI haben oder wenigstens versuchen zu haben. Aus dieser Wurzel sollte ein wunderschöner Ölbaum wachsen! Ein Olivenbaum, der unserer Liebe zu Elohim entspringt. Aber, wie erreichen wir das? Zuerst müssen wir in unserem Innersten Sein verstehen, WIE ÜBERAUS WICHTIG dies ist. Man erreicht nichts in diesem Leben ohne Anstrengung, oft viel Anstrengung. Und man strengt sich nur an, wenn man überzeugt ist, dass es sich auch lohnt. DAS ZIEL UNSERES LEBENS IST, IHN KENNEN ZU LERNEN! Und das zweite Ziel, neben diesem ist, zu verstehen und anzunehmen, dass viele von uns Ihn nicht lieben, weil sie Ihn NICHT kennen. Man kann keine/n Unbekannte/n lieben! Wir lieben nur jemanden, der unsere Bewunderung auslöst. Wenn wir Ihn aber nicht kennen, haben wir nichts an Ihm zu bewundern, noch bemerken wir überhaupt etwas. Was war das Erste, was uns auf unsere/n Ehepartner/in aufmerksam gemacht hat, weshalb wir ihn/sie geheiratet haben? Diesen Liebesmechanismus müssen wir untersuchen, um ihn anwenden zu können, um anzufangen, Elohim zu lieben, den die Meisten von uns nicht kennen. Wir brauchen uns nicht zu schämen, diese Wahrheit zuzugeben, denn Er weiß es schon. Wahrscheinlich sind wir selbst die Einzigen, die es nicht wussten.
(5) DIE BEFREIUNG VON GEIST UND SEELE
Ein weiterer der Hauptfaktoren, uns Elohim nahe zu bringen ist, sowohl die Befreiung des Geistes, wie die der Seele zu lernen und anzuwenden. Dies ist beinahe ein „Tabu-Thema“ unter messianischen Juden oder wenigstens ist es das, was ich beobachtet habe, obwohl ich mich da auch täuschen kann. Es sollte aber eigentlich nicht so sein. Das ist, als wäre 'sich zu waschen’ tabu! Sich waschen ist nötig, und genauso nötig ist es, uns zu befreien und unseren Verstand zu reinigen. Das ist die Reinigung unseres Geistes und unserer Seele von dem ganzen Dreck, der sich in all den Jahren angesammelt hat, die wir uns nicht darum gekümmert haben, unseren Geist und unsere Seele zu reinigen. Den Satan interessiert nicht, zu welcher Glaubensrichtung sie gehören. Ihn interessiert nicht, ob Sie dies oder jenes tun. Ihn interessiert vieles nicht. ABER EINES BRINGT IHN ZUR WEIßGLUT: DASS WIR LERNEN, UNS ZU BEFREIEN! Warum? Ganz einfach: Weil wir uns, wenn wir uns befreien, von seinen Soldaten, den Dämonen befreien, die uns überallhin begleiten, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. Ich persönlich habe starken Widerstand gegen dieses Thema gesehen, was ein klares Zeichen dafür ist, dass die geistliche „Infektion“ stärker ist, als nötig. Wer sonst will nicht über das Waschen reden, als derjenige, der schmutzig ist? Unser Verstand und unser Geist benötigen dringend regelmäßige Reinigung. Außerdem müssen wir lernen, uns zu verteidigen gegen die geistlichen Attacken, die der Satan gegen jede Gemeinde unternimmt, besonders, wenn eine drauf und dran ist, messianisch zu werden, denn er hasst es, dass wir zur Wahrheit des Judentums gelangen. Er hasst es, dass wir zu den jüdischen Wurzeln zurückkehren. Die Juden sind seine ewigen Todfeinde. Um es zu verhindern, macht er uns das Leben schwer mit allen möglichen Hindernissen. Und wir glauben, dass es normal ist, dass die Dinge „so“ stehen. Es ist NICHT normal, sondern Sie stehen unter einem geistlichen Angriff, sie wollen es nur nicht wahrhaben. Ohne Befreiung des Geistes und des Verstandes kann keine Annäherung zu Elohim stattfinden, weil wir schmutzig sind und der „Schmutz“ in uns die Annäherung verhindert. Wir haben schon Menschen gesehen (leider sogar messianische Juden) die, weil sie nicht genug auf die Befreiung geachtet haben und darauf, sich nicht von jedem Unbekannten die Hände auflegen zu lassen, sich von ihrem neuen Glauben abgewandt haben und zurückgekehrt sind zu ihrem alten Glauben. In unseren persönlichen Seminaren lehren wir, beide Befreiungsarten zu praktizieren.
(6) DAS GEBET / TEFILAH
Der vorletzte Schritt, um uns Elohim zu nähern, ist das Gebet/Tefilah. Was ist Tefilah aus der Perspektive des messianisch renovierten Judentums? Das Gespräch mit Elohim. Es ist kein Gebet-Rezitieren, was die Mitraisten tun. Es ist kein „am Rockzipfel ziehen“, kein Bitten um das, was ich „die Einkaufsliste“ nenne, obwohl die auch nötig ist, zu erbitten. Es bedeutet, mit Elohim zu REDEN, wie mit seinem/er besten Freund/in - jeden Tag, vornehmlich am Morgen nach dem Aufstehen und bevor der Trubel des Tages beginnt. Aus dieser „einfachen“ Tefilah kommt alles: das Wachstum, die Offenbarung, die Liebe/Ahawah, alles. Wenn Sie es nicht schaffen, einen Dialog zu führen, nicht nur einen Monolog, wo nur Sie reden, wird nicht viel Wachstum stattfinden, keine Offenbarung und keine Ahawah.
(7) DIE ACHDUT / UNS MIT ADONAI VEREINEN
Die Achdut ist der Kraftaufwand, den der Jude (nach Herkunft oder Glauben) aufbringt, um sich mit Elohim zu vereinen und die darauf erfolgende Antwort von Seiten Elohims auf diese Anstrengung. Dies ist eigentlich die einzige Absicht der Schöpfung des Universums von Seiten Elohims: Ein Reich, eine Herrschaft ADONAIs/Malchut ha Schamaim/„Himmelreich“ auf der Erde zu errichten, in dem Er der König und Herr über Seine Untertanen ist, die Seinen Willen tun, (Matth.7,21-23). Nicht alle, die sich Untertanen nennen, werden es sein, wie es klar in Matth.7,22 steht, sondern nur diejenigen, welche die Torah erfüllen. Wenn man das letzte Wort in Matth.7,23, „anomos“, richtig übersetzt, wird Ieschua jene NICHT ignorieren, die die Torah halten. Diese Einheit ist nur durch Ieschua fruchtbringend. Dies ist einer der Hauptgründe, warum ADONAI Fleisch wurde in Ieschua: um durch den Ruach ha Kodesch/Heiligen Geist in uns zu wohnen und AUS uns heraus und FÜR uns zu wirken. Hier kommt natürlich wieder unser Wille ins Spiel: wir müssen unserem eigenem Willen, unserem Ich, unseren Wünschen absagen und Ihm erlauben, den Willen Elohims durch Ieschua in uns und von in uns heraus zu tun. Der nicht-messianische Jude hat diese Möglichkeit nicht, und doch ist das Konzept der Achdut jüdisch. Doch wir, die wir den Ruach haben, sollten diesen großen geistlichen Vorteil über jene, die Ihn nicht haben, nutzen und darum beten, dass wir erstens erreichen, unser Ego abzuschalten und zweitens, dass Ieschua in uns herrscht. Die Achdut/Einheit mit Elohim ist das Endziel der gesamten Torah. Die 5 Bücher richten sich nur auf ein Volk, auf das jüdische Volk, und auf die Vermählung der Seele dieses Volkes, Israel, mit ADONAI. Das „N.T.“/der Erneuerte Bund/Brit Chadaschah kümmert sich um die Eheschließung des Körpers Elohims, Ieschua, mit dem Geist Israels. Wie in jeder Ehe ist die Einheit entscheidend. Welche Ehe kann erfolgreich sein, wenn sie keine gemeinsame Absicht, gemeinsame Taten, aber besonders, um die anderen zu erreichen, Einheit der Gedanken hat? Um dies zu erreichen, müssen wir uns selbst absagen, unsere Gedanken, unsere „Weisheit“, unser Wissen und unsere „Meinungen“ (die vor Elohim nichts wert sind) ausschalten und uns nach und nach die Gedanken, die Meinungen, die Weisheit und die Kenntnisse Ieschuas aneignen, der in uns wohnt und IHM ERLAUBEN, uns von innen heraus ZU REGIEREN. Wenn wir das schaffen, und sei es nur für eine Stunde, sind wir auf dem Weg zur Achdut/Einheit mit Elohim.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen der Rebbe Julio Dam
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Parashots: Toldot und Wajezé

Beitrag  Rapha am 23/11/2012, 13:36

PARASCHÁH TOLDÓT/”GENERATIONEN”

Torahlesung: Bereschít/Am Anfang/„1.Mose” 25,19-28,9
Haftaráh: Malachíah:1,1-2,7
Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
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Be Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 25,30-33: “Und Esav sprach zu Jaakób: ‚Gib mir doch zu essen von der roten Suppe, denn ich bin matt‘, - daher nannte man ihn Edom (von Adóm = Rot). – Da sprach Jaakób: ‚Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht!‘ Und Esav sprach: ‚Siehe, ich werde ja doch sterben. Was nützt mir da die Erstgeburt‘.“ So war Esav damit einverstanden, seine Erstgeburt zu verkaufen. Und Jaakób gab ihm Brot und Linsensuppe. Und Esav aβ und trank und ging seiner Wege und verachtete so die Erstgeburt.
KOMMENTAR DER PARASCHAH
“EWIGEN SEGEN ELOHIMS ODER EINEN TELLER VOLL LINSEN?“
In dieser Parascháh stellt sich uns eine unter uns Menschen sehr häufige Frage: wollen wir die Welt mit Weisheit/Chachmáh anschauen, oder mit den Augen des Fleisches. Das Erste bringt sowohl uns, wie unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln eine Vision auf lange Sicht der Welt und unseres Lebens und eine Reihe von Segnungen Elohims. Das Zweite bringt uns geistliche Kurzsichtigkeit, ein oberflächliches und leeres, absolut fleischliches Leben, das auf lange Sicht, von der Ewigkeit her gesehen, zum Versagen verurteilt ist.
Diese beiden Positionen hat es immer gegeben, wo sich Menschen im Laufe der Geschichte gegenübergestanden sind. Einer siegte, während der andere begraben und vergessen wurde, sowohl geschichtlich, wie von seinen eigenen Familienangehörigen. Es ist nicht die Rede von den Avót/Patriarchen „Abrahám, Itzchák/Isaak und Esav“, sondern von „Abrahám, Itzchák und Jaakób“, gerade weil Jaakób der Falle des Fleisches - „des Sofortigen und Fleischlichen“ –aus dem Weg zu gehen wusste und es gegen das Ewige und Geistliche eintauschte. Jaakób-Esav sind, aus der Perspektive Elohims betrachtet, Archetypen von zwei Nationen: Israel, die geistliche Nation schlechthin  und Rom, die kriegerische und erobernde Nation ‚par excellence‘. Israel ist dazu bestimmt, alle anderen zwanzig bis dreiβig anderen Zivilisationen, die es im Laufe der gesamten Geschichte (laut dem jüdischen Historiker Max Diamant) gegeben hat, zu überleben. Rom hingegen ist dazu bestimmt, von Elohim zerstört zu werden. Bei dieser Gelegenheit wollen wir uns jedoch auf einen anderen Aspekt ihrer Gegensätzlichkeit konzentrieren: die entsprechenden Haltungen dem gegenüber, was Elohim ihnen vorsetzte.
Den fleischliche Menschen, dessen Prototyp Esav ist, kümmert das „jetzt“ und „sofort“. Er „verliert keine Zeit“ mit Philosophien, noch mit „schwierigen“ Spekulationen wie: „wo komme ich hin, wenn ich sterbe?“ oder „wozu bin ich auf dieser Welt?“ Für Menschen wie Esav sind dies keine Themen, über die es sich nachzudenken lohnt. Sein Barometer sind sein Magen und seine anderen Körperorgane, die Forderungen an ihn stellen: „Gib mir JETZT von dieser roten Suppe!“ und Ähnliches. Die Esavs der westlichen Zivilisation, in der wir heute leben, arbeiten dreiβig Jahre lang an einer Stelle und meinen, sie würden etwas verändern mit dem, was sie tun, nur um nach den dreiβig Jahren harter Arbeit zu entdecken, dass sie abkömmlich sind. Sie werden entlassen und haben nichts mehr. Betrügen wir uns nicht selbst, Esav war kein Atheist. Es gab keine Atheisten bis vor drei bis vier Jahrhunderten, nirgends in der Geschichte. Und Esav war keine Ausnahme. Er glaubte an den Elohim, an den sein Vater Itzchák glaubte. Die Tatsache war, dass es für ihn „viel wichtigere  Dinge“ gab, nämlich alles Unmittelbare, alles Materielle. Gerade deshalb katalogisieren wir Esav als Prototypen des XX. und XXI. Jahrhunderts: der Materialist ‚par excellence‘. „Gib mir JETZT diese rote Suppe!“ ist die Forderung der materialistischen Welt, die uns umgibt - nicht morgen, nicht nächste Woche, sondern JETZT!
Jaakób hingegen war geistlich gesehen nicht kurzsichtig. Er kannte und sehnte sich nach Materiellem wie jeder andere Mensch. Er verlor jedoch das Geistliche auch nicht aus den Augen, und verstand, dass das Geistliche Priorität hat über das Materielle, und dass dies die Reihenfolge war, nach der er sein Leben ausrichten musste. Wenn er zu wählen hatte zwischen seinem Körper oder seinem Geist, dann wählte er das Leben des Geistes. Und dies machte ihn zum Av/Vater des Jüdischen Volkes.
Wie in Matitiahu/Matth.13,44 steht: „Auch gleicht das Mimschélet ha Schamáim/Herrschaftsgebiet ADONAIs einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mann fand und wieder versteckte; und überfroh hinging und alles was er hatte verkaufte und jenen Acker kaufte“. Jaakób war ein Mann, der die geistlichen Dinge zu erwerben wusste, die Elohim uns in den Weg stellt. Esav war genau das Gegenteil: er verkaufte das einzig Wertvolle, was er in seinem ganzen Leben besaβ, und darüber hinaus tauschte er es auch noch gegen ein „leckeres“ Linsengericht!
Hier haben wir zwei Beispiele von Lebensstilen und zwei unterschiedliche Entscheidungen. Jaakób repräsentiert den Lebesstil des Menschen, der Elohim sucht und die Geschenke schätzt, die Er uns gibt — und die wir NICHT, um keinen Preis, verkaufen sollten, weil sie unbezahlbar sind. Elohim schenkt uns jeden Tag Gesundheit, aber wir achten sie nicht bis wir sie verlieren. Und dann trauern wir den Tagen nach, in denen wir noch gesund waren.
Elohim schenkt uns einen Körper, der mühelos atmet, der zwei Füβe hat und zwei Hände, einen Mund und zwei Augen, die gut sehen. Aber wir wissen all dies nicht zu schätzen bis wir den reibungslosen Gebrauch von einigen dieser Organe zeitweise verlieren. Und DANN fangen wir an, die himmlischen Schätze, die wir hatten, zu achten! Wie wertvoll ist ein Bein für Sie? Ein Auge? Eine Hand? Mühelos atmen zu können? Eine gute Ernährung und Verdauung? Wir bemerken ihren Wert erst, wenn wir “sie verkauft haben” wie Esav. Die Zeit vergeht und erst dann bemerken wir die Geschenke, die Elohim uns das ganze Leben hindurch gegeben hatte und die wir nie zu schätzen gewusst haben.
Wie Esav wollen wir immer mehr und mehr „haben“: ein neues Auto, ein besseres und gröβeres Haus, ein Schmuckstück oder elektronisches Gerät, das wir im Schaufenster gesehen haben, ein schönes neues buntes Kleidungsstück, usw. Wir wünschen uns materielle Dinge, immer mehr und mehr, JETZT, SOFORT, wie Esav. Und wir sind bereit, den Schatz, von dem Matitiahu/Matthäus spricht, zu verkaufen, um diese „Schätze“ des XXI. Jahrhunderts, in dem wir leben, zu kaufen – besonders, wenn es Markenartikel sind.
Wir sollten lernen, das zu loszuwerden, zu „verkaufen“, was unser Herz vergiftet: verletzende Worte, Verachtung, Versagen in unserem Leben, Beziehungsstörungen, Hunger nach Macht, Geld und Ehre, Kontrollgeist und dergleichen. Und das Gegenteil sollten wir erwerben, „kaufen“: Schalom Schalom/den kompletten Frieden Elohims, Oscher/Freude, zu lernen, auf Seine Stimme zu hören und Ihn zu verstehen, Seine Freundschaft, die ewig ist, jeden Tag in Gemeinschaft mit Ihm zu verbringen und Zeit dafür zu haben. Diese Zeit gewinnen wir mit unseren Gebeten und unseren geistlichen (nicht mit den fleischlichen) Ambitionen.
Wir müssen zum geistlichen Augenarzt gehen und ihn bitten, uns von unserer geistlichen Kurzsichtigkeit, unter der wir genau wie Esav leiden, zu heilen. Wir müssen geheilt werden davon, dass wir nur die fleischlichen und materiellen Dinge sehen, und nicht die geistlichen. Dies ist wahre Chachmáh und nicht menschliche Weisheit (die nur so weit reicht, wie unser kurzes Leben).
Wir sollten lernen, die ganze materielle Bagage unserer Kultur, unserer familiären- und sozialen Erziehung abzulegen und loszuwerden, die das Materielle betont über dem Geistlichen. Und oft betont sie es nicht nur, sondern macht sich auch noch lustig über alles, was geistlich ist, als existiere es nicht, als sei es nur ein Hirngespinst, eine Illusion, obwohl es genau umgekehrt ist. Das Materielle ist nur ein Spiegelbild in einem Spiegelraum, wo alles gröβer und vielfältiger erscheint, als es ist.
Wir sollten den Schabát nutzen, unsere Werte-Skala und Regel-Maβstäbe zu ordnen, um mit der Hilfe Elohims im Gebet geistliche Werte zu erlangen. Was erfreut Sie? Schreiben Sie fünf Dinge auf, die Ihnen Freude bereiten, und Sie werden (wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind) feststellen, dass vier von fünf materielle Dinge sind. - Zeigen Sie niemandem die Liste und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Was beruhigt Sie? Schreiben Sie es auf und analysieren Sie Ihre Werte.
Und dann TAUSCHEN Sie Ihre Werte nach und nach gegen geistliche Werte EIN — die einzigen, die Bestand haben. Aber bleiben Sie da nicht stehen, mit der Liste in der Hand. Fangen Sie an, Ihr Leben nach diesen neuen Werten zu leben. Planen Sie Aktivitäten, die mit Ihren geistlichen Werten, nicht mit den früheren materiellen übereinstimmen. Im Gegensatz zu Esav, „verkaufen“ Sie Ihre materiellen Werte und „kaufen“ Sie geistliche. Tauschen Sie das „Jetzt“ für die „Ewigkeit“. Verkaufen Sie die „rote Linsensuppe“ Ihrer materiellen Ambitionen für „geistliche Erstgeburt“, die nicht vergeht.
Das ist ein wahrer Weiser/Chachám, nicht jemand, der nur weise zu sein scheint.
Lernen Sie, alles zu „kaufen“, was Elohim Ihnen durch die täglichen Erfahrungen, die Unterhaltungen und die alltäglichen Situationen schickt und „verkaufen“ Sie es nicht, geben Sie es nicht weg. Verwandeln Sie es in geistliche Nahrung für Ihr Wachstum. Lernen Sie, alles zu verkaufen, was nicht taugt und was die Menschheit, aus geistlicher Kurzsichtigkeit, unbedingt haben will. So werden Sie ein Jaakób sein, und nach und nach aufhören, ein Esav zu sein.
Wir müssen lernen, ADONAI, die Quelle alles ewigen Lebens/Máim Jaím, zu suchen, wie es in Matitiahu/Matth. steht: „Suchet das Mimschélet ha Schamáim/Herrschaftsgebiet oder Reich der Himmel/Herrschaftsgebiet ADONAIs und alles andere wird euch dazugegeben“. Was mir bis jetzt nie aufgefallen war — und dies war der erste Vers, über den ich als geistliche Autorität vor 27 Jahren gepredigt habe — ist, dass „suchen“ vor allem darauf hinweist, dass etwas nicht sichtbar ist. Es gibt nichts zu „suchen“, wenn wir es schon sehen. Und so ist es mit dem Mimschélet ha Schamáim: wir müssen losgehen, es zu suchen. Wir müssen in unserem „inneren Menschen“, d.h., in unserem Rúach/Geist graben, weil wir es nur da finden können.
Wir verbringen jedoch unser Leben damit, den verschiedensten Dingen nachzujagen. Wir suchen Segen und materielle Dinge, die unsere Habsucht befriedigen sollen, statt nach unserem Inneren Sein zu trachten. Ihn zu suchen bedeutet: „Mich kennen und Mich verstehen“, wie es in Irmiahu/Jeremia 9,23-24 heiβt. Ihn zu suchen bedeutet: auf der Suche nach Seiner Chachmáh/Weisheit, Seiner Führung, Seiner Sicht der Dinge/Perspektivah olamit zu graben, statt uns mit unserer eigenen Perspektive zu begnügen, die unnütz ist. Das Mimschélet ha Schamáim zu suchen bedeutet: uns nicht zu begnügen mit Menschenmeinungen zu geistlichen Themen oder über das, was im Tanach (A.T.) geschrieben steht, sondern nach Seinen Erklärungen zu suchen, die (wenn wir sie wollen) viel reicher und tiefer sind, als wir uns vorstellen können.
Es nützt aber nichts, demütig und aufgeschlossen zu sein, wenn wir nicht die Chachmáh/Weisheit von Elohim erbitten, damit wir alles, was Er uns lehren will, verstehen, und damit wir es nicht als „unwichtig“ oder „Blödsinn“ ablehnen. Nur mit der geistlichen Chachmáh– nicht mit der menschlichen Weisheit – können wir die Demut und Aufgeschlossenheit bekommen, die Er für uns hat. Und mit ihr können wir endlich die immensen Geheimnisse verstehen, die Elohim für jene reserviert hat, die so handeln und ihren menschlichen Stolz und Eitelkeiten ablegen, um Ihm, der Quelle alles ewigen Lebens, zu folgen.
UNSERE KINDER SEGNEN
Die Segnungen, von denen wir oben sprachen, werden in der richtigen Erziehung unserer Kinder automatisch weitergegeben, genau wie bei den Nachkommen (nach dem Blut oder dem Glauben) Abraháms, den Kindern Itzcháks/Isaaks Esav und Jaakób. Es gibt verschiedene Bereiche, die dabei beachtet werden müssen, wie z.B. das Erbe, bei dem es an uns Eltern liegt: unsere Kinder zu verstehen, mit ihnen zu kommunizieren, uns mit ihnen zu verständigen, ihnen Werte und jüdisch messianischen Glauben weiterzugeben, der Umgang mit ihren Charaktereigenschaften, den übernommenen und den zu formenden, der Umgang mit der familiären, religiösen und kulturellen Umgebung, und mit den äuβeren Einflüssen wie Freundschaften und den Werten und Glauben anderer, und viele andere Faktoren, die zu behandeln Bücher füllen würden. Wie schon gesagt, finden wir es viel einfacher, steinreich zu werden, als unsere Kinder gut zu erziehen. Wir sagen dies nicht, um unsere Leser zu entmutigen, sondern weil es die pure Wahrheit ist. Sie SCHLECHT zu erziehen, das ist schrecklich einfach, wobei die Betonung auf „schrecklich“ liegt.
UNS UND UNSERE KINDER VERSTEHEN. Eine gute Erziehung beginnt damit, dass wir uns selbst, die wir die Eltern (und Groβeltern) sind, erziehen. Wenn wir unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, werden wir diese Komplexe (durch Ansteckung, wie bei Krankheiten) unseren Nachkommen weitergeben. Wenn wir ungeheilte emotionale Probleme haben, werden unsere Kinder das bemerken, und schlimmer noch: sie werden angesteckt von ihnen. Eltern/Groβeltern zu sein ist eine gute Gelegenheit, zuerst selber heil zu werden, bevor wir versuchen, unseren Kindern eine gesunde Erziehung zu geben.
UNSERE KINDER/ENKEL WOLLEN DIE 4 BMBS: (1) Besitztümer (Spielsachen, unerfüllte Wünsche), (2) Macht (die Freiheit, zu tun was sie wollen), (3) Bewahrung/Behütung (vor jedem Problem), und (4) Spaβ (alle möglichen, die fünf Sinne anregenden, Sensationen).
WIR MÜSSEN SIE DIE 4 TBCG LEHREN: (1) Toráh, (2) einen Beruf, der ihren Charakterkonstellationen entspricht, (3) geeignete Charaktereigenschaften festigen und die unangebrachten korrigieren, und (4) GEDULD/SAVLANÚT!
Ich denke, achzig Prozent der Erziehungsprobleme befinden sich auf der bipolaren Achse zwischen dem, was unsere Kinder wollen und dem, was wir tun müssen. Die Pareto-Regel: 80/20 gilt auch in der Erziehung!
Apropós zur Berufswahl für unsere Kinder. Jüdische Mütter sind bekannt dafür, dass sie wollen, dass ihre Söhne Medizin studieren. Und wenn sie – Chatz wé Chaliláh!/Möge es nicht so kommen! – nicht Medizin studieren können, dann sollen sie Jura studieren. In einem klassischen jüdischen Witz kommt eine junge Mutter mit einem Zwillingskinderwagen mit ihren Babys und trifft eine Freundin, die sie lange nicht gesehen hatte. Die Freundin sieht die Babys, lobt sie und fragt nach den Namen. Die Antwort der Mutter: „Dies ist Móischeh, der Arzt und das ist Schlóime, der Anwalt“.
Jeder von uns, unsere Kinder eingeschlossen, haben ein vorherbestimmtes Schicksal (eine Bestimmung) und folglich auch einen vorherbestimmten Beruf. Wir müssen ihn nur finden, im Gebet zu Elohim, indem wir Ihm erlauben und Ihn bitten, dass Er unsere Kinder/Enkel dafür zurüstet und jedes Hindernis, das auftauchen könnte, sei es mental, geistlich oder physisch, aus dem Weg räumt, damit Seine Bestimmung für das Kind sich in ihnen erfüllt.
Einer der gröβten Schätze, die wir unseren Kindern vermachen können ist, abgesehen von den 4 oben genannten TBCG, eine gesunde Psyche. Wie auch oben schon erwähnt, müssen zuerst wir selbst geheilt werden. Wenn aber einer der beiden Elternteile psychisch heil ist, sollte dieser der Verantwortliche sein, diese psychische Gesundheit seinen Nachkommen/Toldót weiterzugeben.
EINEN FROHEN SHABBAT! Wünscht Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge, aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Apizaco und Colima, CD. Guzmán, Mexico; Paris, Frankreich; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.

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PARASCHÁH Nr. 7: WAIETZÉ/UND ZOG AUS


Torahlesung: Bereschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,10-32,3
Haftaráh: Hoschíah/Hosea 12,13-14,10
Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
Copyright 2012 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website http://www.beitshalom.org im Internet zu besuchen. Dort können Sie viele kostenlose Artikel, Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen der Name des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnt werden. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet.

„DIE SULÁM/RAMPE UNSERES LEBENS HOCHSTEIGEN”
In Be Reschít/Am Anfang/„1.Mose” 28,12 spricht die Toráh von einem Traum, den Jaakób hatte, von einer Rampe/Sulám, die bis zu Elohim reichte, und auf der Engel/Malachím hoch und runter stiegen.
Wir wollen den Traum und seine möglichen Bedeutungen untersuchen, um ein wenig mehr Licht in den Angelegenheiten Elohims in unser eigenes Leben zu bringen. Die Rampe/Sulám symbolisiert das Leben des Einzelnen und das darauf Hochsteigen ist die erforderliche Kraft, um etwas im Leben zu erreichen, besonders da, wo es um die geistlichen Dinge Elohims geht, die uns am anderen Ende der Rampe erwarten. Als erstes müssen wir verstehen und akzeptieren, dass alles, was damit zu tun hat, an Elohims Seite zu wachsen, Kraftanstrengung erfordert. Wie alles in der Welt, kostet jede Anstrengung etwas. Und die Anstrengung lässt nicht nach, weil wir immer etwas zu erreichen suchen, was wir noch nicht sind aber sein wollen, weil Elohim uns es zu tun bittet. Sie mögen sich fragen: Wozu will Elohim etwas von uns? Was bringt es Ihm? Nichts! Verstehen wir Folgendes: Nicht für Ihn bittet Er uns, etwas bestimmtes zu tun oder zu sein, sondern für uns selbst, weil Er uns liebt, und weil Er will, dass wir im Olam ha Bah/der Kommenden Welt so reif wie möglich sind und nicht nur wie unreife, immer noch heranwachsende Kleinkinder. Da Er weiss, dass wir nur eine Gelegenheit haben, gewisse Dinge zu tun, will Er, dass wir das uns Mögliche tun, die Rampe/Sulám so weit wir können hochsteigen, um am anderen Ende als geistliche Riesen und nicht als geistliche Säuglinge anzukommen.
Um all diese Kraftanstrengung aufzubringen, die es bedeutet, mit Elohim an unserer Seite zu wachsen, müssen wir dies jedoch zuerst einmal wollen. Wir müssen uns darauf festlegen, arbeiten zu wollen und zu kämpfen, um kontinuierlich geistlich zu wachsen, von Ihm geführt, von Ihm ermutigt, und beständig von Ihm belohnt.
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Alle weiteren Auslegungen findet ihr in deutscher Sprache unter diesem Link:
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Festungen Sprengen und Gehorsam

Beitrag  Rapha am 17/2/2013, 17:00



PARASCHÁH TERUMÁH/HEBEOPFER

Parashah
Geschrieben von: Julio Dam
Dienstag, den 12. Februar 2013 um 00:00 Uhr

DAS MESSIANISCH RENOVIERTE JUDENTUM IN GANZ LATEINAMERIKA, DEN U.S.A. UND EUROPA VERBREITEN
PARASCHÁH Nr. 19: TERUMÁH/HEBEOPFER
5. DES ZWÖLFTEN MONATS DES JAHRES 5773/16. FEBRUAR 2013
Torahlesung: Schemót/Namen/„2.Mose” 25,1-27,19
Haftaráh: Melachím Alef/1.Könige 5,26-6,13

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe
(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)

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„WARUM ES SO EXTREM WICHTIG IST, ELOHIM ZU GEHORCHEN“
In dieser Parascháh ist die Rede von den verschiedenen Bestandteilen des Mischkán/Heiligtums Elohims in der Wüste. Selbst die kleinsten Details seiner Zusammensetzung und Form werden beschrieben, so dass Moschéh/Mose genau wusste, wie er ihn herstellen lassen sollte. Abgesehen von vielen anderen Lehren, die wir in diesem Toráh-Abschnitt/Parascháh finden können, lehrt er uns vor allem die extreme Abhängigkeit, d.h.: der in eine konstante Abhängigkeit verwandelte Gehorsam, den wir in allem haben sollten, was wir mit Elohim tun, oder besser gesagt, was Elohim durch uns tut.

Warum hat sich Moschéh nicht hingesetzt und gedacht: „Lass mal sehen, welche Farbe nehme ich am besten für die Vorhänge der Stiftshütte? Vielleicht ein Bourdeau, das kombiniert gut mit der Sandfarbe der Wüste. Genau!, die Stoffe lasse ich bourdeau weben.“ Nein!, Moschéh hatte keine AUTORITÄT, etwas auf eigene Faust zu entscheiden – selbst wenn er es hätte tun können - wie viele von uns es tun, ohne erst Elohim oder die von Ihm eingesetzten Autoritäten zu fragen. Es ist eine ENTGEGENGESETZTE Progression zu beobachten zwischen der AKTIVITÄT und dem GEHORSAM: Am Anfang sind wir null gehorsam und tendieren dazu (die Mehrheit), in den Dingen Elohims sehr aktiv zu sein, ‘Sein Werk tun zu wollen‘. Wenn wir wachsen und mehr von den geistlichen Dingen verstehen, nimmt unser Gehorsam zu und unsere Aktivität lässt nach. Wenn wir geistlich reifen, erwachsen werden, ist unser Gehorsam total und unsere Aktivität viel geringer als am Anfang.
Die meisten Gläubigen, jedenfalls von denen, die nicht diese Art von Unterweisung erhalten, tun und lassen was sie wollen. Es ist ihnen egal, ob das was sie tun oder lassen Elohims Wille ist oder nicht.

Das Resultat im Christentum: 3.000 verschiedene Denominationen; und im Messianischen Judentum haben wir vielleicht schon ein halbes Duzend Lehren, jede mit ihren eigenen unterschiedlichen Meinungen und Eigenheiten, und jeder klammert sich an seine oder, fast immer, an die von „den Massen“ akzeptiertesten Lehren. Gäbe es Gehorsam und Abhängigkeit, dann gäbe es weder Christentum noch Mitraismus, sondern nur Messianisches Judetum. Denn das MJ des 1. Jahrhunderts wäre nicht bis heute unterbrochen worden. Und im MJ gäbe es nur EINE einzige vom Rúach ha Kódesch/Heiligen Geist den messianischen Rabbinern durch den Rúach Giluí/Geist der Offenbarung (von dem der Rav Schaul/Paulus in Eph.1,17 und Gal.1,11-12 spricht) übermittelte Lehre.
Derselbe lehrt uns in Römer 13,1+3+4:
„1. Jeder ordne sich den Autoritäten (der Synagoge) unter; denn es gibt keine Autorität, die nicht von Elohim wäre; die vorhandenen aber sind von Ihm eingesetzt. … 3. Denn die Leiter (der Synagoge) sind nicht zu fürchten (von jenen, die) gute Werke (nach der Toráh tun), sondern von jenen, die böse Werke tun! Willst du also nicht fürchten die Autoritäten, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihnen empfangen! 4. Denn sie sind Elohims Diener, zu deinem Besten…“ (nach unserer messianisch renovierten jüdischen Übersetzung).
Das gesamte Universum wird von der Macht Elohims, die wiederum Seine Autorität ist, gehalten und erhalten. Ohne Autorität würde das Universum ins Chaos/Tohu zurückkehren, aus dem Elohim es geformt hat. Ein natürliches Beispiel: das Gesetz der Schwerkraft. Es wird von Ihm gehalten und ist da, um alles an seinem Platz zu halten, wie Er es geschaffen hat. Genauso ist es mit jedem geistlichen und mentalen Gesetz. Die Gesetze sind da, um die Ordnung, sowohl im physischen, wie im geistlichen Universum, (das die Geschichte der Welt schreibt), aufrecht zu erhalten. Aber wo kommt der Widersacher her? ADONAI hat nicht ha satán/den Widersacher als solchen geschaffen. Als ‘Jalél, der leuchtende Stern, Tochter des Morgens‘ gegen die Autorität ADONAIs rebellierte (Jes.14,12) wurde er zu ‘ha satán=dem Feind‘. Seine Rebellion tat es. Jalél wollte ‘wie der Allmächtige sein‘ und die Konsequenz war, dass er zum Feind Elohims wurde. Und das geschah nicht aus doktrinären Gründen, sondern wegen einem Prinzip: die höchste Autorität, die Autorität ADONAIs über ihn zu ignorieren oder sich darüber stellen zu wollen.
In unserer messianischen Synagoge müssen wir also sehr vorsichtig sein. Und zwar nicht nur in der Lehre, sondern auch in den geltenden Prinzipien, besonders was die Autorität Elohims angeht und Seine delegierte Autorität – unsere messianischen Rabbiner und jene, die dieser wiederum mit der Erlaubnis Elohims einsetzt. Manche von uns denken, reden oder tun etwas, weil sie ‘von Elohim gefühlt haben‘, ohne zuerst, bevor sie es tun, ihre geistliche Autorität zu befragen, besonders, weil vieles davon schon nicht mehr gutzumachen ist. Wenn Sie im geistlichen Bereich irgend etwas auf eigene Faust TUN, dann ist es GETAN. Sie können es nicht mehr ungeschehen machen. Und wenn Sie es tun, ohne die von Elohim delegierte Autorität, Ihren messianischen Rabbiner, zu fragen, dann mögen Sie am richtigen Platz (der messianischen Synagoge) sein, an einem privilegierten Ort, an den Elohim Sie gestellt hat, handeln jedoch falsch - durch die Prinzipien des Widersachers/ha satán, denn das ist Ungehorsam und sich nicht unterzuordnen, und tun die Dinge auf eigene Faust. Das ‘von Elohim gefühlt zu haben‘ muss von zwei oder drei Personen bestätigt werden, angefangen mit dem messianischen Rabbiner, wie es uns Schaul/Paulus über die Matanót/Geschenke des Rúach/Geistes in Korintim Alef/1.Ko.14,27 lehrt.
Man fängt mit dem Glauben an. Der Glaube ist Vertrauen in Elohim. Und der nächste Schritt muss Gehorsam gegenüber Elohim und Seinen delegierten Autoritäten sein. In den Augen Elohims gibt es kein losgelöstes, einsames Ihm Dienen/Avodáh. Es gibt eine Befehlskette: ADONAI - Rúach ha Kódesch – Ieschúa - der messianische Rabbiner (im Fall der messianischen Juden) - die von Elohim dazu Ernannten, dem Rabbinner zu helfen - der Vater - die Mutter - und die Kinder. Dies ist die hierarchische Ordnung, keine andere. Beachten wir, dass es selbst in der Gottheit eine Befehlskette gibt: „Mein Vater ist GRÖSSER als Ich“, sagt Ieschúa in Jochanán/Joh.14,28.
Wir finden im Tanach mehrere Beispiele für Ungehorsam gegenüber der Autorität: Angefangen bei Adam und Chaváh/Eva; Cham (Vorfahre der Afrikaner), der in den Fluch eintrat; Miriám, die Schwester Moschéhs, die schlecht über ihn redete und seine Ehe mit der Kuschitáh (Ätiopierin) kritisierte; Koréh; Nadab und Abiú (Waikráh/3.Mo.10,1-2), die wohlgemerkt etwas Gutes taten. Seien wir also vorsichtig! Was kann falsch daran sein, ein Feuer anzuzünden, um Elohim zu loben?! Warum also tötete Elohim sie? Weil Er ihnen nicht aufgetragen hatte, etwas anzuzünden! ALLES muss von Elohim begonnen werden, selbst das ‘Heilige‘ und das ‘Gute‘. Warum sind die zwei Cherubím/Engel im Mischkán/Stiftshütte KEIN Götzendienst? Nur weil ELOHIM ANGEORDNET HAT, DASS SIE DORT STEHEN SOLLTEN! Das macht sie zu ‘Nicht-Götzendienerisch‘, und das ist der einzige Grund dafür!
Etwas, was wir lernen sollten, selbst wenn es schwer fällt, ist: zu gehorchen ist viel wichtiger, als unsere geistliche Anbetung/Avodáh für Elohim. Aber wem sollen wir, auβer Elohim, gehorchen? Sein Wort sagt uns in 1. Kefá/1.Petr.1,22:
„Nachdem ihr eure Seelen gereinigt habt durch Gehorsam gegen die Wahrheit durch den Rúach/Geist, zur geschwisterlichen Liebe: liebet einander aufrichtig und nachhaltig, (mit einer Liebe) die von Herzen kommt.“
Und in Römer 2,8 steht auβerdem: „Wut, und Zorn aber denen, die nur an sich selbst denken und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem krummen Weg“ (nach unserer Übersetzung).
Elohim ist Wahrheit, wie Ieschúa Elohim sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Geistliche Leben.“ Nur von Ihm kommt die Wahrheit. Vom Menschen erhalten wir nur ‘meine Wahrheit‘ und ‘deine Wahrheit‘ und ‘seine oder ihre Wahrheit‘, was gar nichts bringt. Halten wir uns an die ungepanschte Milch!, ohne Wasser, ohne Chemikalien, die reine Milch, die nur durch Offenbarung von Elohim kommt.
Das ‘Reich der Himmel‘ (eine bessere Übersetzung wäre eigentlich ‘Herrschaftsbereich Elohims/Mimschélet ha Schamáim‘ Matth.7,21) wurde und wird zuerst durch Ieschúa ha Maschíach ben Jósef (im 1. Jahrhundert) in uns installiert (Römer 8,14). Wenn dann der Maschíach/Messias (sehr bald schon) wiederkommt, wird dieser Herrschaftsbereich sichtbar werden. Und so erfüllen sich dann alle äuβeren Prophetien der physischen Welt über den Maschíach ben David, Ieschúa, wie es in Off.11,15 steht: „…Es sind die Reiche der Welt Elohims und unseres HERRN, Ieschúa ha Maschíach geworden…“
WIE ÄUSSERT SICH DIE REBELLION
Gegen die Strategie Elohims ist eine Gegenstrategie des Widersachers/ha satán am Werk, der sie auβer Kraft setzen und seine eigene an deren Stelle setzen will. Das Prinzip seiner Strategie besteht natürlich in: Ungehorsam und Rebellion gegen Elohim.
Als Erstes, Rebellion und Ungehorsam gegen die Gebote Elohims - „denn Sünde ist, die Toráh nicht zu erfüllen“, heiβt es in 1.Jochanán/1.Joh.3,4.
Zweitens, dadurch, dass man nicht an Elohim glaubt. Dies ist das Prinzip des ‘Antichristen‘ (Anti-Maschíach), der schon in der Welt ist, obwohl wir ihn noch nicht ausmachen können, weil wir keine so innige Beziehung zu Elohim haben, der der Einzige ist, der es uns offenbaren kann. Aber der Anti-Maschíach wird sehr bald schon die Macht in dieser Welt übernehmen. Selbst die christliche Welt hat die Toráh abgelegt, und sagt: „Christus hat für uns das Gesetz erfüllt“ (das gab es vor 200 Jahren noch nicht, ob Sie es glauben oder nicht), und ein guter Teil der messianischen Juden glaubt das auch.
Eine dritte Rebellions-Art ist viel subtiler als die ersten beiden: unsere eigenen Verhaltensmaβstäbe zu haben, eigene ‘Gebote‘ und Lehren und zu meinen, wir würden denen Elohims folgen. Dies ist viel betrügerischer, weil wir überzeugt sind, dass wir Elohim folgen, während wir unserer eigenen ‘Toráh‘ folgen; während wir unsere eigene Mischung von Lehren aus dem Christentum mit denen aus dem Rabbinischen Judentums (und so in beiden Fällen mit menschlichen Traditionen) zusammenstellen. Und all das, statt dass wir uns strikt an das halten, was im Tanach Elohims steht. Der Tanach warnt uns davor, dem Wort Elohims nichts hinzuzufügen, oder etwas davon zu unterschlagen. Aber wir tun es unbeabsichtigt trotzdem. Und dann sind wir auch noch beleidigt, wenn jemand uns auf unseren Fehler hinweist, statt zu bemerken, dass es Elohim ist, der uns durch einen Mitmenschen - zu unserem Besten - darauf hinweist, damit wir nicht wieder gefangen weggeführt werden, nachdem wir 1.900 Jahre in Babel waren.
Es ist Elohim, der die Befehle erteilt, und Sein Wort, nicht wir! und so soll es auch sein. Nichts mehr und nichts weniger! Wir sollten genug Demut besitzen und nicht Stolz, um unsere Fehler einzusehen in dem, was wir gedacht oder getan haben, oder hier und da bisher kopierten, und vorangehen, geistlich IN DER WAHRHEIT zu wachsen.
Denken Sie einen Moment darüber nach, warum Sie dieses oder jenes Fest feiern oder dieses oder jenes religiöse Kleidungstück anlegen. Weil man es Ihnen gesagt hat, oder weil es im Tanach, dem Wort Elohims steht, dass Sie es feiern oder anlegen sollen? Treffen Sie ihre eigenen Entscheidungen oder lassen Sie sich beeinflussen, bzw. manipulieren durch dieses oder jenes ‘Menschengesetz‘, weil Sie sich auf diese Art mit den anderen Mitgliedern der Synagoge eins fühlen? Oder weil Sie nicht abgelehnt werden wollen von den Geschwistern und Freunden in der messianischen Synagoge?
Wir können nicht sagen: „Ich wusste nicht, dass dies oder jenes nicht im Tanach steht.“ Wenn Sie Zweifel haben, schauen Sie im Internet nach, und Sie werden TAUSENDE von Seiten finden, die über alles Mögliche reden. Gründen Sie sich jedoch immer auf den Tanach, nicht auf menschliche Lehren. Was Sie dann machen, nachdem Sie herausgefunden haben, dass das, was Sie sich anlegen oder was Sie feiern, NICHT im Wort Elohims steht, liegt an Ihnen. Sie haben die freie Wahl: Richten Sie sich nach den Massen oder hören Sie auf, zu tun oder zu feiern, was Elohim NICHT angeordnet hat? Im ersten Fall befinden Sie sich in Rebellion gegen Elohim. Im zweiten Fall hören Sie auf es zu sein und begeben sich auf den SCHWEREN Weg des Gehorsams und der Unterordnung.
In 2.Ko.10,4-6 heiβt es: „Denn die Waffen unserer Strategie sind nicht menschlich, sondern mächtig in Elohim, geeignet zur Zerstörung von mentalen Festungen und Argumenten. Mit ihnen zerstören wir jedes Bollwerk, das sich gegen die Erkenntnis Elohims erhebt, wir nehmen jeden solcher Gedanken gefangen und unterstellen sie dem Gehorsam des Maschíach/Messias. Wir stehen bereit, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollendete Tatsache ist“ (nach unserer MRJ Übersetzung).
Was sagt Elohim uns hier? Dass unsere menschlichen Überlegungen, die vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen und nicht aus Seiner Offenbarung stammen, wie ein groβes Bollwerk sind, das die Erkenntnis Elohims verdeckt und dass wir geistliche Kriegs-Strategien brauchen, um die Festungen zu zerstören, die IN UNSERER PSYCHE SIND, und dass wir jeden Gedanken unter den Gehorsam Maschiachs gefangennehmen müssen.
Was heiβt das alles? Um obige Verse zu verstehen, müssen wir erst verstehen, dass wir leben, weil Elohim das aus freiem Willen so beschlossen hat. Wir können denken, sagen und tun, was wir wollen. Die Welt nennt dies „Freiheit“. Jedoch verwechselt die Welt die ‘Freiheit für‘ (das bedeutet es, zu tun und zu lassen, was wir wollen), mit der ‘Freiheit von‘ (das ist es, was Elohim uns schafft: Freiheit von ha satán/dem Widersacher).
Dieses ‘Frei Entscheiden‘ bringt uns dazu, tausenderlei zu denken. Um nicht in einen emotionalen Konflikt zu geraten, was für unsere Psyche zu verwirrend wäre, gehen wir einfach davon aus, dass alle unsere Gedanken richtig sind - selbst die über Elohim. Dies schafft uns ein gewisses Maβ an Harmonie und emotionaler Stabilität. Wenn jedoch jemand daherkäme und uns darauf hinwiese, dass dieser oder jener Gedankengang falsch ist, würfe das unser emotionales Gleichgewicht um und wir würden ihn ablehnen. Genauso lehnen wir die Wahrheit Elohims ab, wenn sie unseren gegenwärtigen Gedankengängen zu sehr entgegensteht. Im Grunde genommen ist es ein Problem der Ballance.
Um das emotionale Gleichgewicht zu halten, umgeben wir uns mit ‘Überlegungen‘ und ‘Argumenten‘, die Elohim und Schaul/Paulus ‘Festungen‘ nennen. Diese Festungen umgeben unsere Gedanken, in unserem Fall über die geistlichen Dinge Elohims und Seinen Tanach. Früher glaubten wir beispielsweise an Weihnachten - und das ganze Christentum glaubt ja auch noch daran, selbst wenn kein Funken Wahrheit von Elohim dran ist. Doch irgendwie, aus einem Haufen unterschiedlicher Gründe, haben wir es geschafft, diese riesige Festung unserer christlichen Psyche zu zerstören und da herauszukommen. Und als die Festungen zu viele wurden, um sie alle zu beachten, wurden wir messianische Juden, nicht wahr? Wir haben jedoch andere, ebenso starke Festungen erworben.
Wir können nicht umhin, zu bemerken, dass ohne diese Festungen das Gleichgewicht beispielsweise der Christen, aber auch unseres, zusammenstürzen würde. Wir würden uns unsicher fühlen, deshalb behalten wir sie. Schaul sagt also, dass wir, um Elohim kennenzulernen, diese Festungen – die diese Argumente sind, mit denen wir an unserem Glauben festhalten – mit geistlichen Waffen zerstören müssen, weil sie unser Leben blockieren. Sie blockieren unsere Erkenntnis Elohims und erlauben uns nicht, zur Freiheit Maschíachs zu gelangen, die wir durch Offenbarung, nicht durch ‘Überlegungen‘ bekommen.
Um ein Beispiel zu nennen, das wir alle kennen: Eines der stärksten ‘Argumente‘ ist der Name ‘Jesus‘ im Gegensatz zum wahren Namen des Messias/Maschíach: Ieschúa. Ist Ihnen schon einmal die Resistenz, das Widerstreben der Christen aufgefallen, den wahren Namen des Maschíach wieder zu benutzen? Das ist eine Festung, an der schon 1900 Jahre gebaut wird und die jedes Jahr fester wird, besonders durch die Judenphobie, die in semantischen Schlüsselsätzen zum Ausdruck kommt (beispielsweise: ‘die Juden haben Jesus getötet‘;‘Synagoge Satans‘; usw.).
Sie haben in diesem Bereich keine Festung, nicht wahr? Deshalb verstehen Sie, wovon wir sprechen. Es gibt jedoch andere Festungen in jedem von uns, die immer noch da sind (in unseren vergangenen Paraschót haben wir einige davon erwähnt), und auf die Sie ebenso reagieren wie die Christen auf die ‘Jesus‘-Festung. Ist das verständlich genug erklärt?
Was wir also tun müssen ist: durch Gebet und Offenbarung, all jene mentalen Festungen AUFDECKEN, und das sind nicht wenige. Dies ist nicht die Arbeit von einem oder zwei Tagen, sondern eine kontinuierliche, tägliche Arbeit. Wir dürfen nur NICHT VERGESSEN, dass wir alle – Sie, ich, jeder – noch Festungen haben. Diese müssen wir aufspüren und zerstören, um frei zu werden von ihnen, um die Offenbarungen Elohims zu empfangen und Seine Wahrheit anzunehmen - nicht menschliche ‘Wahrheiten‘, die die Psyche täuschen, oder gar die ‘angeblichen Wahrheiten‘ von ha satán.
Wir sollten beten und uns Demut aneignen und verstehen, dass wir für Elohim keine ‘Alleswisser‘ sind. Nur Er weiss alles! Wir wissen nichts! Je eher wir das verstehen und ANNEHMEN, umso eher werden wir rasant zu wachsen beginnen.
Um jedoch all dies zu tun, müssen wir uns Elohim UNTERORDNEN - in Gehorsam und Unterordnung. Davon spricht der Vers: „der Gehorsam gegenüber Maschíach“. Wir müssen verstehen, dass all unsere ‘Überlegungen‘, die nicht Seiner Offenbarung entspringen, in den Augen Elohims Rebellion sind und uns davon abhalten, kontinuierlich weiter von Ihm zu lernen. In dem Moment, wo wir bereit sind, nicht zu diskutieren und Seine Anweisungen ohne Widerrede anzunehmen, wird Elohim beginnen, uns Anweisungen zum Bau des Mischkán/Stiftshütte zu geben, wie Er sie Moschéh gegeben hat.

!Mkl Mwlvw dosx/Chésed we Schalóm lachém!/Die Barmherzigkeit (von Elohim) und (Seinen) Schalóm wünscht Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge, aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Apizaco und Colima, CD. Guzmán und Yauquemecan, Mexico; Paris, Frankreich; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.
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Essenz des Shabbat

Beitrag  Rapha am 16/3/2013, 11:59



Parashah
Geschrieben von: Julio Dam   


Shemót/Namen/”2.Mose”31:12-13: “Und ADONAI redete mit Mosheh und sprach: Sage den Kindern Israel und sprich: ‘Meine Schabbatót sollt ihr beobachten! Denn ein Zeichen ist dies zwischen euch und Mir für alle eure Geschlechter, damit man (in aller Welt) wisse, daß ich ADONAI bin, der euch heiligt.‘/Ve atáh dabér el bnéi Israel leomér: Ech et schabatotái ki ót be einéi u beinéchem le dortachém ladáat ki ani ADONAI mekadeschém / ‫ויאמר יהוה אל־משׁה לאמר׃‬
‎‫ואתה דבר אל־בני ישׂראל לאמר אך את־שׁבתתי תשׁמרו כי אות הוא ביני וביניכם לדרתיכם לדעת כי אני יהוה מקדשׁכם׃‬


„DIE ESSENZ DES SCHABBATS“

Diese Parascháh berührt ein im Judentum bedeutendes Thema, das voller Symbolik ist: den Schabbát.
Wir schreiben diesen Artikel als geistliche und mentale Anleitung für jene, die ihr Verständnis der Feier dieses Bundes - den Elohim mit dem jüdischen Volk (nach dem Blut und dem Glauben) geschlossen hat - vertiefen und erweitern wollen.
Der Buchstabe Sáin (z), der bildhaft für die Nummer 7 im Alef-Bet steht, repräsentiert das Geistliche und den Kampf, um jene Ebene im Universum zu erreichen.
Auβerdem repräsentiert die 7 (laut dem Macharal von Prag) grafisch die sieben möglichen Richtungen: Norden, Süden, Osten, Westen, oben, unten und in der Mitte, zusätzlich, unser Sein. Dies letzte (unser Sein) unterliegt unseren Wünschen, Kämpfen, Träumen, Werten, Ambitionen, Gefahren, Angriffen. Dieser 7. Punkt (unser Sein) ist das Zentrum all dieser Kräfte, die uns angreifen, gefangennehmen oder anziehen. Das Resultat davon, wie wir mit diesen zentrifugalen und zentripetalen Kräften umgehen, ist das Resultat unseres Lebens. Dies ist in der Nummer 7 (z) repräsentiert, welche die Form eines Dolches hat und darum den Kampf in unserem Leben repräsentiert.
Im Falle des Schabbats jedoch: hat Elohim uns den Bund - aus diversen Gründen und um uns mehr als nur eine Lektion zu erteilen - angeboten. Eine dieser Lektionen ist, dass der Schabbát das Auge des Tornados sein soll, in dem totale Stille herrscht. Der Tornado an sich sind die restlichen 6 Tage der Woche, die wir kämpfend verbringen, in dem Versuch, unsere Ziele zu erreichen, um uns im Auge des Tornados zu bergen: im einzigen Tag, den Elohim „gesegnet und geheiligt hat“.
DIE GEOMETRIE DES SCHABBÁTS
Es ist sehr interessant (im Blick auf diese Bedeutung) zu verstehen, dass ein Kreis aus einem Umkreis und dem Radius - einer geraden Linie zwischen dem Zentrum des Kreises und irgendeinem Punkt des Umkreises - besteht. Wirklich aufschlussreich ist jedoch, dass sich der Umfang aus der sechsfachen Summe des Radius ergibt.
Das heiβt, dass wir hier in geometrischer Form ein Design der Woche haben: der Kreis (die 6 Tage der Woche) und der Mittelpunkt (der Schabbát). Die Distanz zwischen diesem und den Tagen der Woche ist 6 mal gröβer. Wenn wir uns nun eine Spirale vorstellen, die in einem Trichter aufwärts strebt, dann haben wir die perfekte geometrische Form, um die aufeinanderfolgenden Gruppen der 6 Tage der Woche in einem Jahr darzustellen.
Die Schabbatót repräsentieren die gerade Linie in der Mitte desTrichters, von einer Öffnung zur anderen. Kein Schabbát gleicht dem anderen, wenn wir ihn zu halten versuchen. Jeder Schabbát ist höher als der vorangegangene. Jeder Schabbát repräsentiert eine (in der Woche, die ihm vorangeht) zu erfüllende Absicht/Tachlít. Langsam aber sicher sollten wir im Gebet darum bitten, dass sich unsere Absicht/Tachlít für die jeweilige Woche erfüllt. Die 6-Tage-Woche mündet wie ein Fest mit Feuerwerk im Schabbát.
Der Schabbát und die Woche stehen unter der Spannung zwischen ’tun’ und ’sein’. Unser fleischliches Ich will ’tun’, um zu ’haben’. Unser Ich mit Ieschúa ha Maschíach in uns sollte jedoch danach streben, zu ’sein’. Es sollte dazu als erstes das ’Haben’ ablegen und dann das ’Tun‘, um sich dem ’Werden‘ als Ziel unseres kurzen Lebens zu widmen.
Der Schabbát gehört Elohim und wir sollen ihn Ihm zurückgeben, damit Er uns sagt, was wir an jedem Schabbát tun sollen. Wir messianische Juden, die wir den Rúach ha Kódesch und Ieschúa ha Maschíach haben, sollten uns nicht einfach nur bei Gruppengebeten stehenbleiben. Diese sind spitze, wenn es nichts Besseres gibt. Wir jedoch sollten vorangehen, und Elohim jeden Schabbát fragen, welche Absicht/Tachlít Er für den jeweiligen Schabbát für jeden von uns hat, und versuchen diese zu erfüllen. Wenn wir das nicht tun, haben wir den darauffolgenden Schabbát, um uns anzustrengen, dies zu erreichen. In Pirkéi Abót/Sprüche der Väter steht, dass Elohim nicht den Erfolg, sondern die Anstrengung belohnt. Strengen wir uns also an, jeden Schabbát eine Stufe der Treppe Iaakóbs zu den Himmeln/le Schamáim hinaufzusteigen.
FREIHEIT, UM IHM ZU DIENEN
Dieses Fortschreiten ist auch in den Jahresfesten zu beobachten. Pessach feiert die Freiheit des Körpers aus der Sklaverei Mitzráims/Ägyptens. Von da gehen wir weiter bis Schawuót mit der Übergabe der Toráh am Sinai, das unsere Psyche (mental) befreit, um Elohim zu dienen. Ieschúas Kommen hat unseren Rúach/Geist befreit, um ADONAI mit Ieschúa in uns durch den Rúach zu folgen. FREIHEIT, UM IHM ZU DIENEN.
Dies ist das Muster der Feste von Pessach, über Schawuót und bis Sukót. An Pessach befreit Elohim unseren Körper jedes Jahr ein wenig mehr. An Schawuót gibt Er unserer Psyche Freiheit durch das Verständnis und den Gehorsam gegenüber der Toráh. An Ióm Teruáh feiern wir das bevorstehende Kommen des Messias/Maschíach, der uns schon vor 2.000 Jahren (auch an Pessach) die Freiheit des Rúach gegeben hat, damit wir ADONAI mit unserem dreidimensionalen Sein dienen.
So hat jedes Fortschreiten auf der Aufwärtspirale mehrere aufeinanderfolgende Zyklen: den der 6 Tage der Woche gefolgt vom Schabbát, und den der Jahresfeste. Es gibt noch andere Zyklen: Schlaf-Arbeits Zyklus, Nacht-Tag, Tage der Reinheit - Tage der Unreinheit, usw. Jeder davon hat eine geistliche Bedeutung, auf die es, wie wir sehen werden, ankommt.
Wie die Beziehung Pessach-Sukót das Mittel ist, DIE FREIHEIT ZU ERREICHEN, UM IHM ZU DIENEN (Freiheit, um Sklave Elohims zu werden) ist, so erfüllt die Beziehung der 6 Tage der Woche-Schabbát dasselbe Ziel: freiwerden, um einmal die Woche Sklave zu sein.
Der Schabbát ist ein Tag, um die Einheit mit Elohim durch Ieschúa zu suchen. Diese Einheit beginnt damit, dass wir Seinen Willen und nicht unseren tun – wie es in Ieschaiáhu/Jes.38,13 steht. Der Schabbát gehört nicht uns! Das ist wie mit dem Zehnten. So, wie es Fluch mit sich bringt, den Zehnten anzurühren, so hindert es unser geistliches Wachstum, zu meinen, wir wären die Herren des Schabbáts. Wir sollten jeden Schabbát Elohim übergeben und Ihn bitten, nach Seinem Willen darüber zu verfügt.
Wenn wir die zykische Natur des Universums verstehen, werden wir beginnen, den Schabbát besser zu verstehen. So, wie Elohim die sündige Welt in den Tagen Nóachs durch eine riesige Tebiláh/rituelles Bad (was wir als Sindflut/Mabúl kennen) reinigte, so ist jeder Schabbát eine Tebiláh für Sein Volk. Es reinigt sich darin von der Verunreinigung der Welt, indem es in Seiner Gegenwart weilt, oder dies jedenfalls anstrebt.
Deshalb ist es wichtig, folgendes zu verstehen: Das Wichtigste (die Essenz des Schabbáts) ist: die Einheit mit Elohim zu suchen. Das gewohnte Ritual ist nur eine Fassade, das die Essenz verdeckt. Nicht mehr als das zu erreichen bedeutet, dass wir nicht weiter vorgedrungen sind als bis zur Verkleidung, ohne das Innere zu sehen zu bekommen. Die Rituale sollten nur ein Gefäβ sein, um zur Einheit zu gelangen, nicht aber das Endziel des Schabbáts.
Unser Rúach/Geist sollte versuchen, bis zur Essenz jeden Aspekts des Schabbáts durchzudringen. Wir sollten uns nicht mit den 33 Jahrhunderte lang vererbten äuβeren Hüllen zufriedengeben. Die Hüllen mögen spitze sein – wenn wir dahinter blicken können. Wenn wir sie aber nur benutzen, um den Schabbát herumzukriegen, laufen wir auf einem zugefrorenen Fluss herum, statt in die reinigenden Wasser desselben einzutauchen.
Die Gesetze der Nidáh/Unreinheit wegen der Menstruation der jüdischen Frau, sind Chukím und enthalten auch eine Lehre zum Verständnis des Schabbáts und seines Zyklus. In der Toráh steht, dass eine Frau tumáh/unrein für 7 Tage ist, wenn sie einen Sohn oder 10 Tage wenn sie eine Tochter geboren hat. In dieser Zeit darf sie keinen Geschlechtsverkehr mit ihrem Mann haben. Nach der Tebiláh/rituellen Bad und den der Nidáh/Unreinheit entsprechenden Tagen, erlangt die jüdische Frau ihr Taharáh-/Rein-Sein zurück. Welche geistliche Lehre können wir hieraus ziehen? Elohim spricht auch hier zu uns von Zyklen, wie dem des Schabbát und dem der Jahresfeste.
Die Geburt ist das gröβte Zeichen/Ót, das eine jüdische Frau in ihrem Leben zustande bringen kann: ein menschliches Wesen zu gebären. Dies ist ein geistliches ‘Aufsteigen‘, das von einem geistlichen ‘Absteigen‘ gefolgt ist, das durch die Chukím der Nidáh/Unreinheit zugedeckt wird. Mit dem Schabbát ist es genauso: Der Schabbát ist der reinste Tag der Woche. Er erhebt sich aus den Arbeitstagen. Aber es folgt ihm ein tahor/unreiner Tag. Ihm folgt die gröβte Unreinheit: der Sonntag. Und gerade dies ist der von der mitraistischen Kirche auserwählte Tag, um die Geburt des Sonnen-‘Gottes‘ (Mihr/Mitra) zu feiern – gerade im unreinsten Moment der Woche. Daher ist es wichtig, dass das christliche Volk erwacht und die Wahrheit über diese beiden Tage erkennt – Einer kadósch/heilig und der andere total unrein/tahór. Der unreine Tag folgt unweigerlich auf den heiligen/kadósch, wie die Tage der Nidáh auf die Geburt eines Babys. Die Tage der Nidáh bei der Geburt eines Mädchens sind zehn, weil das Zeichen/Ót, ein Mädchen zu gebären, das wiederum Menschen gebären wird, entsprechend gröβer ist.
Wie der Beit ha Mikdásch/Tempel Iruschaláims der heiligste/kadósch ORT im All ist, so ist der Schabbát die heiligste/kadósch ZEIT der Woche, während Ióm ha Kipurím der heiligste/kadósch Tag des Jahres ist.
Uns am Schabbát der weltlichen Aufgaben zu enthalten schafft uns Zeitfenster, um uns mit dem Willen Elohims für uns, für MICH an DIESEM Schabbát zu füllen.
Der Erev Schabbát/Freitagabend hat auβerdem einen Beigeschmack physischen Todes, da der Schabbát unser zukünftiges Leben im Olám ha Bá/der Kommenden Welt darstellt, dem der Tod vorangeht.
Und zuletzt: Der Groβe Schabbát wird die Messianische Ära sein, die schon vor der Tür steht (viel dichter, als wir meinen). In ihr werden wir für Tausend Jahre leben und einige herrschen – jene von uns, die wir hier ‘beherrscht worden sind‘, d.h.: jene, die wir den Willen Elohims getan haben. Bereiten wir uns vor auf Erev Schabbát und auf den Groβen Schabbát!
!Mkl Mwlvw dosx/Chésed we Schalóm lachém!/Die Barmherzigkeit (von Elohim) und (Seinen) Schalóm (wünscht) Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge, aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Apizaco und Colima, CD. Guzmán und Yauquemecan, Mexico; Paris, Frankreich; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.

© Messianisch Renoviertes Judentum 2013. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Beim Zietieren dieser Paraschah müssen die Identifikationsdaten miterwähnt werden.
Copyright 2013 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website http://www.beitshalom.org im Internet zu besuchen. Dort können Sie viele kostenlose Artikel, Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen der Name des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnt werden. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet.
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PARASCHÁH Nr. 24: WAIKRÁ /UND ER RIEF 5. DES ERSTEN MONATS DES JAHRES 5774/16. MÄRZ 2013

Beitrag  Rapha am 16/3/2013, 12:03

Torahlesung: Waikrá/Und er rief/„3.Mose” 1,1-5,26
Haftaráh: Ieschaiahu/Jesaja 43,21-44,23

Von Julio Dam
Messianisch Renovierter Rebbe

(aus dem Spanischen übersetzt von Miriam Koepke)
Copyright 2013 von Julio Dam. Wir laden unsere Leser ein, unsere Website http://www.beitshalom.org im Internet zu besuchen. Dort können Sie viele kostenlose Artikel, Paraschot und Bücher finden. Alle Urheberrechte vorbehalten. Reproduktion, Verkauf oder Vertrieb im Internet ohne schriftliche Erlaubnis des Autors verboten. Wenn Sie die Lehre dieser Paraschah ins Internet stellen, ausdrucken oder mündlich wiedergeben, müssen der Name des Autors und die Identifikationsdaten erhalten und erwähnt werden. Die Missachtung dieser Rechte des Autors wird von Elohim geahndet.


Waikrá/‫ויקרא‬/Und er rief/‘3.Mose‘ 1,1-2: „Und ADONAI rief Mosheh, und redete zu ihm vom Zelt der Versammlung aus und sprach: Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: ‘Wenn jemand von euch ADONAI ein Opfer bringen will, so soll das Opfer, das er darbringet vom Vieh, von Rindern oder Schafen genommen sein‘”./Wa ikráh el Moshéh va idabér ADONÁI elaió meóhel moéd leomér: “Dabér el bnéi Israel we amárta eléihem: “Adám ki iakrív mikém kórbán le ADONÁI min ha behemáh, min ha bakár u min ha tzón takrívu et karbanhém“/‫ ויקרא אל־משׁה וידבר יהוה אליו מאהל מועד לאמר׃ דבר אל־בני ישׂראל ואמרת אלהם אדם כי־יקריב מכם קרבן ליהוה מן־הבהמה מן־הבקר ומן־הצאן תקריבו את־קרבנכם׃‬

KOMMENTAR DER PARASCHÁH
„EFFIZIENT BETEN“

Das dritte Buch der Toráh, Waikrá/‫ויקרא‬/Und er rief/‘3.Mose‘ ist ein Buch, das fast ausschlieβlich von Mitzwót/Geboten handelt. Sein Hauptziel ist, die Opfer zu regulieren, welche die Kohaním/Priester im Mischkán/Stiftshütte (und später im Tempel) opferten. Das entsprechende Gegenstück der Opfer ist das Gebet. So lesen wir in Hoschíah/Hosea 14,3 in der hebräischen Version: „… und nimm (als wären es) Farren die Dankopfer unserer Lippen / ‫וקח־טוב ונשׁלמה פרים שׂפתינו׃‬
Es gibt verschiedene Definitionen und Ansätze, das Gebet zu beleuchten. Das Übliche werden wir hier unerwähnt lassen, da andere Bücher und Artikel dies schon tun und es sich nicht lohnt, es hier zu wiederholen.
Beten ist unserer Meinung nach ‘das A und das O‘ der Nebuáh/Prophetie. In der Nebuáh/Prophetie hört der Nabí/Prophet die Stimme Elohims. Im Gebet ist es genau umgekehrt: Elohim hört auf unsere Stimme. Wir müssen uns jedoch auch bemühen, Seine Stimme zu hören. Anders ausgedrückt: das effiziente Gebet ist jenes, das zu einem Dialog, einer beidseitigen Unterhaltung geworden ist: wir mit Elohim und Elohim (durch Ieschúa in uns) mit uns. Dies ist die normale Definition von Dialog oder Unterhaltung.
Die Tefiláh/Gebet ist ein ‘Liebe Teilen‘ unter Liebenden, wie Schir ha Schirím/das beste Lied aller Lieder/‘Hohelied‘ es ausdrückt: ADONAI mit jedem von uns, indem Einer das Herz des Anderen berührt. Die beste Art von Ehe ist jene, in der eine gute, flieβende Kommunikation vorhanden ist. Umso mehr ist die beste Beziehung zu Elohim jene, in der eine gute Kommunikation vorherrscht.
Wie können wir jedoch wissen, wann wir das Herz ADONAIs berühren? Wenn wir beginnen, ohne ersichtlichen Grund Óscher/Freude und Schalóm/Frieden im Herzen zu haben.
Es gibt eine weitere Auffassung der Tefiláh/Gebets, die ihren Ausgangspunkt darin hat, dass die Tefiláh (durch die Schöpfermacht Elohims) eine Schöpfung ist. Es ist eine Schöpfungs-Transaktion, in der wir um eine Schöpfung Elohims bitten und Er uns diese als Antwort auf unser Gebet gewährt.
Diese Auffassung hat ihren Ursprung in dem Fakt, dass Elohim das Universum durch Sein gesprochenes Wort/Dabár geschaffen hat und dass Ieschúa ADONAIs zu Fleisch und Blut gewordener Dabar ist. - Mit anderen Worten: der Dabár als göttliche Schöpfung. - Hiernach ist die Tefiláh eine Bitte von uns an Elohim um Überweisung von Schöpfungs- und Veränderungs-Macht, damit Elohim, (der Elohim, der durch Sein Dabár schafft), für uns etwas schafft durch unseren Dabár der Bitte um Hilfe.
Damit unsere Tefiláh/Gebet jedoch solche Höhen erreicht, müssen wir erst den Garten/Gan unseres Herzens pflegen. Unser Herz ist ein Gan, der entweder aus ungepflegtem, zertrampeltem, verkrautetem Gras und dreckiger festgetrampelter Erde besteht oder voller duftender Blumen und begossener, bepflanzter, gepflegter Erde. Dieses begossene Herz pflegt man durch beständige Teschubáh/Umkehr zu ADONAI. (Von Schúb, was Umkehr bedeutet).
Die Teschubáh sollte ein regelmäβiger Bestandteil in unserer täglichen Tefiláh/Gebet sein, ist es aber meistens nicht. Manche wissen nicht einmal, wovon wir hier reden, und zwar nicht aus fehlendem Willen, sondern aus fehlender Lehre. Tägliches Vergeben ist wie täglich auszufegen. Welche Hausfrau kehrt nicht regelmäβig ihre Wohnung (oder lässt sie ausfegen)? Müll und Staub sammelt sich schnell an und die Wohnung gleicht bald mehr einer Müllhalde als einer gemütlichen Wohnung. Genauso ist es in unserem Herzen. Wir sollten jeden Tag, (und sei es auch nur für ein paar Minuten), sowohl psychisch, als auch geistlich ausfegen, um zu wissen, welcher Müll sich in unserer Psyche und/oder unserem Geist angesammelt hat. Denn fast jeden Tag sammelt sich Müll an: Menschen, die uns beleidigen, verfolgen, schlecht über uns reden, verfluchen, gegen uns beten, oder auch nur unbeabsichtigt verletzen. All dies macht unsere emotionale und geistliche Wohnung dreckig und wir müssen sie ausfegen. Ein bei uns häufig zu hörender Ausspruch ist: „Ich werde das Schlafzimmer/die Synagoge reinigen.“ Damit sage ich zu meiner Frau nicht, dass ich mit einem Besen zuwerke gehen werde, denn das habe ich nie getan. Ich sage ihr damit, dass ich es geistlich von den Zig Dingen ‘reinigen‘ werde, die ha satán/der Widersacher - in dem Versuch, uns zu schaden - geschafft hat, uns in den Weg zu schmeiβen.
Der beste Reiniger ist regelmäβiges Vergeben. Und dies ist eine Gewohnheit, nicht etwas, was einmal im Leben gemacht wird und dann nie wieder. Es muss so alltäglich sein wie — die Wohnung zu putzen.
Auβerdem sollten wir uns vor ADONAI, dem König über alle Könige und Herrn über alle Herren demütigen, wie ein Untertan vor seinem König. Mit dem Kopf auf dem Boden zu beten ist die bestmögliche Position, weil es offenbart, wer vor Wem in welcher Herzenseinstellung und Körperhaltung kniet. Wir haben Menschen erlebt, die UNTER KEINEN UMSTÄNDEN niederzuknien bereit waren, was ein klares äuβeres Zeichen dessen ist, was im Innern vorgeht.
Ein weiterer Schritt in unserem Gebet ist: ‘unseren Wandel zu prüfen‘. Welche Art von geistlichem und emotionalem Leben leben wir? Beten wir jeden Tag? Ist unser Herz rein?
DIE BESTE ART ZU BETEN IST, DAS ZU BETEN, WAS ELOHIM SELBST UNS ZU BETEN GIBT, nicht das von uns Erfundene. Dies ist das effiziente Gebet! Das Gebet, das Elohim selbst uns zu sprechen gibt. Wenn Er uns sagt, um was wir bitten sollen, dann weil Er dies beantworten wird. Dies ist das bestmögliche Gebet! Dies ist natürlich nur für den möglich, der die Stimme Elohims hört.
Damit unser Gebet beantwortet wird, was ja die Absicht jedes Beters ist, müssen wir zuerst unser Herz reinigen von aller Unversöhnlichkeit, allem Groll, allem Hass, aller Eifersucht und von jedem negativen Gedanken. Wenn auch nur etwas hiervon in uns steckt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass unser Gebet nie beantwortet wird. Und dann klagen wir: ‘Elohim hört mich nicht‘! Reinigen Sie Ihr Herz und Sie werden erhört.
Soweit wie möglich zu vermeiden, wissentlich zu sündigen, ist eine weitere Art, dass unser Gebet erhört wird. Viele von uns haben sich so sehr an eine bestimmte Sünde gewöhnt, dass diese schon in ihren Charakter integriert ist. Und wir meinen deshalb, dass Elohim sich auch daran gewöhnen wird. Buβe sollten wir tun und diese Sünde Ihm übergeben, und unser Herz wird scheinen. Es gibt Gebete, die nicht erhört werden (obwohl alle Gebete gehört werden), weil wir, bewusst  oder unbewusst, unsere Pflicht nicht erfüllen. Beispiel: In unserer Synagoge (oder, in dem Fall, dass Sie keine haben, da wo Elohim Ihnen sagt), ‘den Zehnten zu geben‘ ist eine Pflicht, keine Option. Es nicht zu tun schlieβt automatisch die Tür für den wirtschaftlichen Segen. Da brauchen wir gar nicht weiter nach dem Warum zu fragen. Spenden/Milde Gaben zu geben/Tzedakáh ist eine weitere Pflicht. Es muss nicht unbedingt Geld sein. Es können Lebensmittel sein oder kleine Mengen vorbereitetes Essen für die Bedürftigen. Dies bringt Segen auf unser Heim. Im Judentum ist dies eine Gewohnheit. Diese Art guter Dinge sollten wir vom Judentum HOLEN – ohne zum Rabbinertum abzudriften.
Auβerhalb der Welt des Gesprochenen gibt es ein Universum des nicht Ausgedrückten, des nicht Ausgesprochenen, das sehr viele Worte, Begriffe, Vorstellungen umfasst, die wir aus verschiedenen Gründen nie jemandem gegenüber ausgesprochen haben, nicht einmal jemandem aus unserer Familie gegenüber. Freud nannte dies das ‘Unterbewusste‘, (nicht zu verwechseln mit dem ‘Unbewussten‘). Dieses unausgesprochene Universum ist viel gröβer als alles Ausgesprochene und ist auch Teil unserer Psyche, unserers ‘Ichs‘.
Elohim ist in Seinem Wunsch, unser Freund zu sein, mehr als bereit, uns zu offenbaren, was sich in unserem ‘unausgesprochenen Universum‘, in unserem ‘Unterbewusstsein‘ befindet. Vieles, wenn nicht alles davon, ist krankhaft. Mit der Hilfe Elohims sollten wir uns davon befreien. Ich vermute, dass unser ‘Unterbewusstsein‘ viel voluminöser ist, als unser ausgesprochenes Ich (was andere von uns wissen). Und darin liegt die Gefahr. Wir sind ein ‘Ich‘, das eine riesige Tüte Müll mit sich herumschleppt, von der es nicht einmal weiss, was drin ist.
Ohne Elohim ist es unmöglich zu wissen, was wir in unserem ‘Unterbewusstsein‘ mit uns herumschleppen, das wir herauslassen sollten. Diese Art der Offenbarung würde auβerdem unsere Beziehung zu Elohim verbessern. Und zwar deshalb, weil wir uns als viel gesündere Menschen mit Elohim unterhalten würden, anstelle unseres kranken Ichs, das sich mit einem so groβen ‘nicht ausgesprochenen‘ Universum herumschleppt. Ein praktischer Vorschlag: Legen Sie sich ein Heft und einen Kulli zurecht, um jederzeit die Offenbarungen und Träume, die Sie haben, aufzuschreiben und fragen Sie dann Elohim nach deren Bedeutung, und was daran Verwerfliches auszuräumen ist, um in unserer Psyche zu heilen.
Ein weiterer Faktor, den wir in den messianische Synagogen, zu denen wir eingeladen worden sind, (unsere Gratis-Seminare zu halten), beobachtet haben, ist das völlige Fehlen von regelmäβiger Befreiung und/oder Heilung der Seele. Wir müssen rein sein, sowohl in der Seele, als auch im Geist. Und nur diese beiden Methoden bringen die Lösung.
Die Gesamtheit dieser Methoden sorgt für ein Gebet, das effizient ist.
EINEN FROHEN SHABBAT! wünscht Ihnen, der Rebbe Julio Dam, die Rebbetzin Sarita Varzán de Dam, ihre Familie und messianisch renovierte Synagoge, aus Asunción, und Ayolas, Paraguay; Oberá und Corrientes, Argentinien; México Stadt D.F., Apizaco und Colima, CD. Guzmán und Yauquemecan, Mexico; Paris, Frankreich; UND WO IMMER ELOHIM NEUE MESSIANISCH RENOVIERTE SYNAGOGEN ERÖFFNET.
© Messianisch Renoviertes Judentum 2010-2015. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Beim Zietieren dieser Paraschah müssen die Identifikationsdaten miterwähnt werden.


FESTE 2013
1. PESSACH:  Sonnenuntergang des 25. März bis Sonnenuntergang des 2. April
ÓMER-ZÄHLUNG erster Tag: 27 de marzo
2. SHAWUÓT Sonnenuntergang des 14. Mai bis Sonnenuntergang des 15. Mai
3. IOM TERUÁH   Sonnenuntergang des 4. bis 5. September

4. IOM HA KIPURIM  Sonnenuntergang des 13. bis Schabát 14. September

5. SUKÓT  Sonnenuntergang des 18. bis Sonnenuntergang des 25. September

6. SCHMINIH ATZERET Sonnenuntergang des 26. bis Sonnenuntergang des 27. September
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Re: PARASHAH - PREDIGTEN - SERMON

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