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Lesenswerter Reisebericht und Erziehungsvorschläge..

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Lesenswerter Reisebericht und Erziehungsvorschläge..

Beitrag  Admin am 9/3/2014, 17:03

Hans Friedrich schrieb:ERZIEHUNGSVORSCHLÄGE EINES NICHTPÄDAGOGEN...

...für FB-Freunde die Kinder haben, alleinerziehende Mütter oder werdende Väter: 

Ich bin kein Pädagoge. Auch kein Lehrer. Nur ein ganz normaler Vater. Das Einzige was mich vielleicht unterscheidet ist, dass ich irgendwie Vorstellungen habe, ein Konzept. Vorstellungen wie es nicht sein soll. Ein Konzept, wie man es machen KÖNNTE. 

Ich habe 4 Kinder und 4 Enkel. Die ersten 2 Kinder sind 37 (Tochter) und 35 (Sohn) und meine Tochter hat einen Sohn und mein Sohn 3 kleine Mädchen (10, 8 und die Jüngste 8 Monate). Aber von denen, sie wohnen in Dänemark, will ich nicht schreiben. 

Kommen wir zu meinen zweiten Kindern. Die sind jetzt 18 und 14. Das Einfühlen in Kinder dieser Altersklasse fällt also sehr leicht und für diese ist der Beitrag auch gedacht. Kinder ab 5 sind in einem wunderbarer Alter, weil Kinder jetzt noch lenkbar sind im guten wie im schlechten Sinne. Der Eintritt in die Pubertät, die einer Geisteskrankheit gleichen kann, steht erst noch bevor. Natürlich hat es eine alleinerziehende Mutter schwerer als ein Ehepaar, jedenfalls dann, wenn es an einem Strang zieht. Das ist bei uns der Fall. 

Nun zu den Dingen die mir wichtig waren. Wenn ich „MIR“ schreibe meint das auch meine Frau, die das mitträgt, aber sich nicht dazu schriftlich äußert.

• Materialismus und Konsum: Wir haben es geschafft, dass die Kinder überhaupt nicht an Markenklamotten und oberflächlichem Elektronikkrempel interessiert sind. Also weder Nike-Schuhe noch Playstation oder Wii. Es war eine Frage der Prioritätensetzung. Wir haben ihnen von Anfang an klargemacht, dass es andere Werte gibt, Werte an denen sie teilhaben können. Werte die attraktiver sind. Die aber auch Geld kosten, weshalb sie bei Klamotten etc. eben verzichten müssten. Wir haben ausreichend Geld, mehr als die Meisten, aber meine Frau kauft ausschließlich Second-Hand-Sachen, auch für sich, sie hat da ein glückliches Händchen. Mit anderen Worten: Die Kinder haben das „Gefühl“ von Krokodil oder Tommy Hilfiger nicht kennengelernt. Nur Schuhe bekommen sie neue, aber keine Marken. Es ist aber nicht so, dass sie da ein Minderwertigkeitsgefühl entwickeln. Denn:

• Es war unsere Absicht den Kindern ein starkes Selbstwertgefühl zu geben. Mit anderen Worten: Sie sollten lernen, dass sie gerade deshalb etwas besonderes sind, weil sie eben nicht das machen, was alle machen. Insofern haben sie für diese Oberflächlichkeiten auch nur ein müdes Lächeln. Es interessiert sie einfach nicht. Sie sind sich ihres Sonderstatus bewusst haben aber dennoch eine hohe soziale Kompetenz und sind gut gelitten und anerkannt und haben ausreichend Freunde. Also keine Außenseiter. 

• Ganz wichtig war auch Medienkritik. Das haben wir geübt, natürlich altersangemessen etwa ab dem 4. Lebensjahr. Wenn sie etwas gehört haben, besonders von Erwachsenen, sollten sie lernen das zu hinterfragen und nie zu glauben. Anleitung zum Überprüfen und Eigenrecherche. Das klingt jetzt sehr ernsthaft, aber es war mehr spielerisch. Das Gute ist, dass sie gegen die Indoktrinationsversuche der Medien etc. wunderbar gefeit sind. Sie übernehmen nichts ungeprüft. All die Klimascheiße, den Gendermist, das Schwulenszenario, dieser ganze Zeitgeistmüll. Im Wesentlichen hat es geklappt. 

• Wir reden sehr intensiv miteinander. Bei allen Mahlzeiten, besonders über Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur. Das klingt jetzt sehr hochtrabend ist es aber nicht. Es ergibt sich aus den Nachrichten, den Erlebnissen und den Anregungen die jeder erfährt. 

• Wir haben kein TV, aber jeder hat seinen PC und ein Laptop. Der Unterschied ist, dass Du im PC aktiv sein musst und nach Info suchen musst. TV dagegen setzt Dir die Auswahl vor die andere getroffen haben. Es ist die Erfahrung der 2. Hand. Es ist das, was Andere sehen - nicht Du selbst.

• Wir sind keine Taxieltern. Alle Eltern rund um uns binden die Kinder so in Aktivitäten ein, dass die Kinder kaum noch Zeit für sich selbst haben. Machen wir nicht. Die haben genug Zeit, massig Zeit. Aber sie müssen was sinnvolles machen: Lesen, malen, recherchieren, etc. 

• Wichtig ist die Kinder zu motivieren. Sie müssen begreifen, dass das was sie machen ein Privileg ist. Nikeschuhe haben kann jeder. Aber einen Tauchschein machen (OpenLicense) z.B. ist etwas spezielles. Junior ist schon in allen möglichen Gewässern getaucht. Das kostet Geld, aber hat auch Belohnungsstatus für gute Schulergebnisse. Tanzunterricht oder Fotokurs waren andere Herausforderungen. Junior durfte meine superteure Kameraausrüstung nehmen, das war eine hohe Verantwortung, und damit alleine losziehen. Sowas schult. 

Mit 9 Jahren haben sie einen Bootsführerschein gemacht. Das war nicht teuer, aber sie waren die Einzigen die in der ganzen Provinz als Kinder mit dem Motorboot rumdüsen durften. Sowas macht stolz. Es muss nicht immer viel Geld kosten. Es muss eine Herausforderung sein. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Traue ihm was zu und er wird es machen. Eltern sind oft zu ängstlich. 

• Wir hatten einen Vorteil. Es war uns möglich 24/7 für die Kinder ansprechbar zu sein. Ich gebe zu, dass das für andere Eltern schwierig ist. Dennoch. Kinder sollen sich ernstgenommen fühlen. Bloß keine Kindersprache oder sie ausklammern. Kinder sollen auch begreifen, dass Eltern (Mütter) ein Privatleben haben. Aber das als Geheimnis zu gestalten ist ein Fehler, sie sollen sehen, dass es NEBEN ihren Wünschen einen Anspruch darauf gibt. Natürlich müssen sie beim Sex nicht zugucken, aber zu begreifen, dass auch Erwachsene eine Schulter zum Anlehnen brauchen können sie schon früh lernen. 

• Wir haben ja eine 4 ½ jährige Weltreise gemacht. Das war genau in dieser kritischen Zeit. Da konnten wir sie dem Einfluss der Schule entziehen. Auch davor und danach haben wir im Wesentlich das Homeschooling gemacht. Die Ereignisdichte in den 1632 Tagen der Reise war so, dass sie alle Zeit brauchten die Eindrücke zu verarbeiten. Durch diese ständige Bewegung sind sie nicht auf dumme Gedanken gekommen. Es war auch eine gute Schulung, denn sie mussten sich in 50 Ländern zurecht finden. Wir haben vieles den Kindern überlassen. Das fing schon mit den Kartenautomaten der U-Bahnen in China oder sonstwo an. Die hatten das schneller geschnallt als wir. 

• Aber man kann sowas auch zu Hause machen. Gebt den Kindern Euer Wirtschaftsgeld und lasst sie mal wirtschaften. Stellt Euch einfach doof. Wenn sie etwas gut gemacht haben: Loben, loben und nochmals loben. Gebt ihnen Karten von der Gegend und lasst sie einen Ausflug organisieren, IHR seid nur die Gäste. 

• Lasst sie kochen und backen. Stellt ihnen Aufgaben. Jeder darf mal Chef sein. Kinder können eine Woche regeln wie die Tage eingeteilt werden, nächste Woche das andere Geschwisterkind. Assistenz nur aus dem Hintergrund.

• Erste Aufgabe: Nächstes Wochenende Museumsbesuch/Konzertbesuch etc. DIE KINDER müssen herausfinden ob es eine KOSTENLOSE Matinee gibt, welcher Tag billiger ist, welches Museum BEIDE interessiert. Es gibt viele Möglichkeiten.

• Lasst die Kinder herausfinden ob Eure Stadt eine bekannte Persönlichkeit hatte. Dichter oder Maler. Ob der da begraben liegt. Lasst sie auf dem Friedhof das Grab suchen, es ist wie Schnitzeljagd. Das macht Spaß und sie sind stolz wenn sie es gefunden haben. Danach sollen sie eine Geschichte von dem Typ suchen oder ein Bild im Museum. Lernen durch spielen.

• Die nächste Urlaubsplanung machen die Kinder. Wann, wo wie, zu welchem Preis. 

• Die nächste Party machen die Kinder. Kindergeburtstage. Kumpels. Jeder bekommt eine Aufgabe.

• Ganz toll sind Fabrikbesichtigungen. Kinder lieben es zu sehen wie etwas gemacht wird, egal ob Käse in einer Molkerei, Kaugummi, oder Möbel. Wir waren in unzähligen Fabriken und Betrieben. Viele Betriebe machen Führungen nach Anmeldung. Die Kinder suchen das heraus und bereiten es vor und IHR ruft dann an und macht den Termin. Das ist die Erfahrung der 1. Hand. Ungefiltert und direkt. Besser als jedes Scheiß-TV-Programm.

O.k. das sind einige Anregungen. Klingt alles sehr ernst, muss es aber nicht sein. Es ist einfach ein Konzept, wie eine Wegekarte und man geht die ab. Wenn die Kinder nach 5 Monaten auf einen Erfahrungsschatz zurückgucken können platzen sie vor Stolz. Auch in der Schule, wo sie diese Erfahrungen ja einfließen lassen können. Das macht sie auch sehr ansehbar für andere Kinder. 

Probiert es mal. Über ein Feedback würde ich mich freuen.





Ein Reisebericht der sich gewaschen hat..

Hans Friedrich schrieb:REISEN WILL GELERNT SEIN 

Reisen will „gelernt“ sein. Wer nie eine Reise gemacht hat sollte nicht gleich mit einer Weltreise anfangen. Wer glaubt sein Reisevorhaben als Flucht aus dem Reglement deutsch/europäischer Bürokratie organisieren zu können ist ein Illusionist, ja schlimmer: Er offenbart seine ganze Dummheit. Und wer eine Reise, gar eine Weltreise als Ausstieg ansieht, oder gar als Einstieg in persönliche „Freiheit“ sollte gleich zu Hause bleiben.

Oder so: Wer nicht bereits innere Freiheit besitzt oder sie sich erkämpft hat wird sie auch in der Fremde nicht finden. Dazu gehört auch die Freiheit von materiellen Zwängen die nicht automatisch mit dem Aufbruch in die Ferne kommt, sondern die bereits eine Voraussetzung für praktizierte Reisefreiheit ist. 

Warum ich das sage? Weil wir Erfahrungen haben, mehr Erfahrungen als die Meisten aller Reisewilligen. Wir haben eine Weltreise gemacht:

• Insgesamt waren wir 4 Jahre, 5 Monate und 29 Tage unterwegs, also insgesamt 1624 Tage.
° Als wir starteten waren unsere Kinder 8 und 12, als wir zurückkamen waren sie 13 und 17. Wir haben Homeschooling gemacht. 
• Wir haben etwa 200 000 km zurückgelegt.
• Auf DIESER Reise waren wir in 50 Ländern.
• Das Bett, also das Hostel, Hotel oder Motel haben wir um die 700 Mal gewechselt.
• Das bedeutet auch, dass wir 700 Mal das Gepäck reingeschleppt, ausgepackt (jedenfalls teilweise) und wieder rausgeschleppt haben.
• An etwa 1300 Tagen haben wir Restaurants aufgesucht.
• Wir haben 32 Mal den Mietwagen gewechselt. 30 Fahrzeuge davon habe ich selbst gefahren, 2 Mal hatten wir einen Fahrer (Indien und Laos).
• 23 Tage und Nächte waren wir auf dem Wasser. (Fähre Wladiwostok -Südkorea 1, Fähre Südkorea - China 1, Halong Bay 1, Yangtes River 3, Australien - Hawaii 17)
• Etwa 250 Kirchen, Kathedralen, Tempel und sonstige Anbetungssteätten haben wir besucht und von außen und innen gesehen.
• In den jeweiligen Ländern haben wir uns, genug Zeit hatten wir ja, mit den sozialen Systemen, der Architektur, der Infrastruktur, der Kunst, dem historischen Erbe und dem Alltagsleben befaßt. Das hat unseren Horizont erweitert und zu unser aller Allgemeinbildung beigetragen.
• Uns wurde nichts gestohlen, kein Laptop, keine Kamera, kein Objektiv, nichts, gar nichts.
• Wir haben auch nichts verloren.
• Ja, nicht mal überfallen wurden wir.
• Das Beste: Wir sind auch nicht krank geworden. Jedenfalls nicht, was durch die Reise bedingt wäre.
• Das Allerbeste: Wir sind auch nicht pleite.
• Als wir losfuhren waren unsere Kinder 8 und 12. Bei der Rückkehr waren sie 13 und 17. 

In diesen 4 ½ Jahren haben wir unzählige andere Reisende getroffen. Reizende Leute zum Teil aber auch Spinner, Idioten und Träumer. Gestrandete, Schnorrer und Ganoven. Insofern können wir uns also ein Urteil erlauben und können feststellen:

• Es gibt nur wenige Reisende mit einer festen Vorstellung eines Ziels oder einer Agenda im Kopf. 

Bei uns z. B. war die Reise ein selbstgewählter pädagogischer Auftrag um unseren Kinder (und uns) Erfahrungen der 1. Hand zu vermitteln. Das, was die meisten Kinder und Erwachsenen sich selbst vorsetzen sind Erfahrungen der 2. Hand, also des Fernsehens. Man nimmt das auf und zieht es zur Urteilsfindung heran, was ANDERE gesehen und erlebt haben. Diesen Lernprozess der eigenen Erfahrung mit in den Alltag zu übertragen war auch eines unserer Hauptanliegen. Dazu gehören auch so Dinge wie Medienkritik und zwischen den Zeilen lesen und das Schärfen eines kritischen Bewusstseins. 

• Viele haben uns gefragt: Seid ihr Millionäre?

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man „umsonst“ um die Welt kommt. Aber man muss auch nicht Millionär sein. Die Lebenshaltungskosten hat man zu Hause wie in der Ferne. Anstelle von Miete oder Grundsteuer daheim hat man Hotel- oder Hostelkosten. Man pflegt auf Reisen einen ähnlichen Standard wie zu Hause. Wer in bürgerlichen Verhältnissen gelebt hat wird, von Ausnahmen abgesehen, nur selten unter Brücken schlafen wollen. Wer schon immer ungepflegt und schlampig durch die Gegend torkelte kann das auch im Ausland tun, sollte aber Bedenken, dass andere Nationen sehr wohl auf sich halten und mit Verachtung auf dekadente Westler schauen, die meinen, bloß weil es warm ist, sich gehen lassen zu können. Für etliche Westler haben WIR uns in Grund und Boden geschämt. Und man sollte soviel finanzielle Reserven haben, dass man diese Zeit des Reisens ohne materielle Not überbrücken kann und auch noch ausreichende Mittel hat um nach dem Zurückkommen ganz gelassen wieder ins Berufsleben einsteigen zu können. 

• Ohne Geld ist man ein Schmarotzer

Sagen wir es mal ganz klar: Wer ohne ausreichende finanzielle Mittel durch die Gegend reist und auf die Gnade anderer Reisender angewiesen ist oder auch nur darauf reflektiert ist ein Schmarotzer. Wir haben solche Typen gesehen, zuhauf, und uns von ihnen ferngehalten. Die Wahrscheinlichkeit unterwegs gerade mehr westliche Versager zu finden als daheim ist hoch, da man immer wieder an touristischen Highlights auf sie stößt. Überhaupt ist auffällig wie viele Gestrandete man trifft. Menschen, die auch zu Hause es nie geschafft haben sich zu disziplinieren und etwas auf die Beine zu stellen. 

• Die Träumer

Besonders hoch ist der Anteil der Träumer. Wir haben unzählige Spinner getroffen die keinen Schulabschluss hatten und auf keinerlei Berufserfahrung zurückblicken konnten. Aber sie glaubten im Ausland „Englisch“ oder „Deutsch“ unterrichten zu können. Trugschluss. Auch in China oder Vietnam werden Zertifikate verlangt und das Angebot an Studenten und Lehrern aus westlichen Ländern ist sehr hoch. Und braucht beispielsweise Shanghai wirklich für seine lernwillige Finanzelite britische Schulabbrecher die ein dubioses Englischzertifikat vorweisen können? Dort will man bestes Businessenglisch lernen. „How do you do?“ können sie auch ohne Lehrer sagen. Auch auf „PC-Experten“, „Erzieher“, „Kindermädchen“ wartet niemand. Gibt’s alles vor Ort und besser. 

• Die wirklich Zielstrebigen

Ja, die haben wir auch getroffen. Junge Leute, die in China, in Malaysia, in Buenos Aires studierten. Aber die hatten bereits in Deutschland oder Europa exzellente überdurchschnittliche Leistungen erbracht, hatten Stipendien bekommen, sprachen die Landessprache bereits perfekt und waren für 2 oder mehr Semester an einer führenden Uni eingeschrieben. Junge, smarte Leute, die selbst unter den einheimischen Studenten hervorstachen. Ihnen gehörte unser ganzer Respekt. 

• Die Grauköppe

Du triffst sie am Baikalsee oder in Machu Picchu. Meistens sind sie eine kleine Gruppe. Du siehst ihnen auf 100 km gegen den Wind an: Deutsche im Pensionsalter. Kommst Du näher sind es fast immer pensionierte Studienräte. Diese sind nun wieder so unflexibel, so deutsch geordnet, dass Du das Weite suchst. Sie drängeln und schubsen und wissen alles besser. Wenn man sich mit ihnen unterhält hätte man sich auch die Reise sparen können. Mit diesen Studiosusgrufties hat ein echter Weltreisender nichts gemein. 

• Und auch nichts mit den Gruppentouristen. 

Das sind Menschen, die schon das Herausfinden eines Grenzüberganges oder einer Reisestrecke als lästig empfinden. Sie delegieren alles. Nie haben sie mit knurrendem Magen die Straßen abgeklappert um etwas essbares zu finden. Sie sitzen des Abends am vorgebuchten Abendbrottisch. 

• Der echte Weltreisende ist ein Individualreisender.

Dazu gehört auch folgendes: Eine Krankenversicherung die länger als 6 Wochen ist, ein erheblicher Kostenfaktor, das eigenständige Kümmern um Pässe und Visa, das Organisieren von Grenzübertritten zu jeder Tages und Nachtzeit. Wir haben auf unserer Reise etwa 80 mal Grenzen überquert. Wir hatten nie ein Problem. Nur eine Illusion hatten wir nicht: Das es im Ausland weniger Bürokratie gibt. Meistens gibt es mehr. Und umsonst ist sie auch nicht. Und bevor Sie sich aufregen: Auch der deutsche Pass ist inzwischen nicht mehr für lau zu bekommen. 

Wir haben auf Renten- und Pflegeversicherung verzichtet. Aber nicht um Geld zu sparen, sondern weil es zu unserem Lebenskonzept gehört selbst für uns (vor-) zu sorgen. Wir haben Herrn Blüm nie vertraut. Mit anderen Worten: Solche Entscheidungen trifft man ganz unabhängig von dem Wunsch auf eine Reise zu gehen. 

• Zu guter Letzt

Sie können allein reisen. Nutzen sie eine solche Reise nicht um eine Partnerin/Partner, die sie auch zu Hause nicht gefunden haben nun auf der Reise zu finden. Weder die Mädchen noch die Jungen sind in der Mehrheit gewillt sich anbaggern zu lassen. Was man machen kann, ist, dass man einen gewissen Reiseabschnitt gemeinsam weiterreist. Das kann sehr nett sein, jedenfalls dann, wenn es frei ist von sexuellen Ambitionen. 

Wenn Sie zu zweit reisen ist die Reise kein Problemkitt. Im Gegenteil, man muss sich hundertprozentig auf einander verlassen können. Ohne Harmonie geht man sich schnell auf den Geist, schneller als zu Hause wo man ausweichen kann. Hier ist man zur gemeinsamen Weiterreise gezwungen, denn allein reisen und Trennung wird teuer. 

Mit Kindern: Das Erlebnis für eine Familie überhaupt. Eine gute Möglichkeit für alle Disziplin zu lernen und wie man sich zurücknimmt. Wir haben es so gehalten, dass wir mal in Hostels und mal in Hotels geschlafen haben. Auch Eltern haben einen Anspruch auf Privatleben. Den kann man in Hotels besser umsetzen. In Hostels wiederum lernen die Kinder sehr gut soziale Kompetenz und Umsichtigkeit. 

Wir waren 1624 Tage ständig zusammen. Es hat uns nicht geschadet. Im Gegenteil. Wir alle haben diese Zeit sehr genossen. Wir alle haben gelernt uns in unseren Wünschen zurückzunehmen, Konflikte auszutragen, Versöhnungen, wo notwendig, zu bewerkstelligen. Wir konnten jeder unseren Individualismus weiterentwickeln und haben dennoch verstehen gelernt, dass unsere Freiheiten das Korsett der Rücksicht tragen müssen.

Diese Weltreise hat auch Verzicht erfordert: Fußball spielen war nicht drin, der Go-Club konnte nicht fortgesetzt werden, die Freunde konnte man nicht sehen. Email und Skype, Facebook waren Ersatz. Das hat auch gut geklappt, nicht immer, wenn das Internet schlecht funktionierte, aber generell eben doch. In China haben wir für zensierte Seiten eine Tunnelsoftware benutzt. Ohne das Internet wäre unser Leben ärmer gewesen, hätte die Reduzierung der Bindungen mehr geschmerzt.

Das wir als Familie diese Reise geschafft haben, in Harmonie und Liebe, ist ein Glück, ein Privileg, für das wir dankbar sind. Es bestärkt uns in der Ansicht, dass man sein Schicksal zwar nicht aufhalten, aber doch zumindest beeinflussen kann. Diese Reise hat uns auch gelehrt unser Zuhause zu schätzen. Das Essen von gutem Porzellan, kochen am eigenen Herd, eine kultivierte Einrichtung, Konzertbesuche und Freunde um die Ecke. 

Wer nicht ausgeglichen und innerlich frei losfährt wird auch sein Zuhause nicht mit Ausgeglichenheit und Freiheit ausfüllen können.

Reisen ist Bereicherung und keine Flucht!

Foto: Weltgrößte Sanduhr, Budapest, Ungarn 
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Erziehungsvorschläge eines Nichtpädagogen

Beitrag  Juditha am 8/4/2014, 12:43

.


Schalom

Wie spannend und lehrreich die obigen Berichte sind!  Very Happy 

Bei solch einer Erziehung können sich Kinder wirklich zu verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln.   Idea 

In unseren Landen war und ist es doch meist so, dass man den Kinder zu wenig Spielraum für eigenes Erfinden und Entdecken zugesteht. Alles ist organisiert und wird fertig vorgesetzt: Essen, Kleider, "geeignete" TV-Sendungen, Hobbys ect.  und in der Schule ein Lernprogramm, das sich an den Bedürfnissen der Masse orientiert.  Exclamation 

Dass die Kinder die benötigten Infos unter anderem auch aus dem Internet eigenständig holen mussten zeigt doch, wie die Entdeckungsfreude am Wissen wunderbar umgesetzt und gefördert werden kann.   Arrow 

Bravo!  cheers 


Schalom Juditha

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Hallo

Beitrag  Ilan am 8/4/2014, 15:36

cheers 

Ausgezeichneter Beitrag von Hans Friedrich, Danke für das Posting.

Gruss vom Ilan
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Ich möchte bescheiden klarstellen....

Beitrag  Robin Renitent am 11/4/2014, 04:13

diese Beiträge habe ich geschrieben...

http://meineschafe.aktiv-forum.com/t439-robin-stellt-sich-vor-ausfuhrlich-und-authentisch

Den Namen Hans-Friedrich benutze ich auf Facebook, seit mein Account "Robin Renitent" denunziert wurde.

Ich poste das jetzt nur, damit zusammenkommt, was zusammen gehört. Danke.
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Schalom Robin

Beitrag  Admin am 11/4/2014, 12:13

..

Danke für deinen Hinweis  cool , finde das hast du gut gemacht..

Dein wertvoller Post: "Robin stellt sich vor ausführlich und authentisch" ist nur für Mitglieder sichtbar (wir nennen es das Vorstellzimmer in der Privatoase - HIER kannst du dich vorstellen - ici tu peut te présenter..), das heisst wenn du diesen öffentlich willst, kann ich deinen Beitrag verschieben in die Rubrik Tipps und Links und WICHTIGE INFO`s, dort wo nun bei Link`s und Tipps auch deine anderen lesenswerten Beiträge zu finden sind.

Herzliche Grüsse euch allen und Schabbat Schalom
eure Anastasia
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Liebe Anastasia

Beitrag  Robin Renitent am 11/4/2014, 13:20

bitte, ja, Du kannst das verschieben, Du kannst alles so verschieben wie es Dir sinnvoll erscheint. Ich bin noch nicht so firm mit den Möglichkeiten hier.

Ganz liebe Grüße, Robin (Hans)
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Re: Lesenswerter Reisebericht und Erziehungsvorschläge..

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