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Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

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Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:03

Shalom meine Lieben,

habe euch so allerlei zusammen gesucht was die 10 verschwundenen Stämme betrifft!

Suche nach den 10 verlorenen Stämme des Hauses Jsrael

http://www.elijah-project.com/RabbiAvichail.html

(Versuch einer Übersetzung)

Rabbi Elijahu Avichail von Jerusalem ist auf der Suche nach den zehn verlorenen Stämmen. Erstaunlicherweise denkt er, dass er Millionen von Menschen, die in der Tat die Nachkommen jener lange verschollenen Juden vielleicht gefunden hat.
Rabbi Avichail hat die letzten 18 Jahre seines Lebens auf Reisen um die Welt auf der Suche nach Menschen, die, wenn sie auch nicht formell jüdische sind doch beobachtet dass viele jüdische Bräuche haben, andere haben eine konkrete Verbindungen zu den jüdischen Menschen und glauben an ihre eigene jüdische Herkunft.
Zusammen mit Anhänger und Mitglieder seiner Gruppe, Amishav ("My People Returns"), untersucht Rabbi Avichail solche Leute um festzustellen, ob ausreichende Beweise vorliegen, um einen materiellen Anspruch auf ein jüdisches Erbe zu machen. Wenn der Rabbi genug zwingende Beweis findet und die Leute wieder das Judentum umarmen wollen, bringt er sie zurück nach Israel, wo sie studieren, der Konvertierung unterzogen und sich in das Land Israel einfügen können.
Rabbi Avichail`s spirituelle Reise auf der Suche nach den Stämmen begann 1960, als er aus Neugier ging, um einen Vortrag über die zehn verlorenen Stämme zu hören. Natürlich Rabbi Avichail kannte bereits den historischen Rekord. Er wusste, dass Israel 12 Stämme in zwei Gruppen nach König Salomos Herrschaft (10. Jh. v. Chr.) mit Juda und Benjamin bildenden Juda, das Südreich, und die restlichen 10 Stämme bildeten Israel, das nördliche Reich wurde aufgeteilt. Er wusste, dass zwei Jahrhunderte später, die Assyrer Israel überfallen und ins Exil geschickt haben, die Stämme, eine Dispersion in 722 v. Chr. war fertig gestellt worden.
Soweit es die Geschichte betraf, die zehn Stämme waren dann verschwunden. Sie haben sich offenbar beigelegt irgendwo im Osten, wahrscheinlich in den Bereichen Kurdistan, Afghanistan, Syrien und Iran. Vermutlich dachten sie dann vollständig assimiliert ...
Angetrieben von diesen motivierenden Kräfte, begann Rabbi Avichail, um über die zehn verlorenen Stämme zu studieren. Er las die heilige Literatur, die er zitiert ganz ausführlich in seinem Buch "Die Stämme Israels." Er las über die vielen jüdischen Reisenden, die aus diesen Stämmen gekommen sind, er behauptet, dass die zehn verlorenen Stämme in der Tat, die Vorfahren der amerikanischen Indianer oder den Angelsachsen waren ...
Er beschloss ferner, seine Suche zu erweitern, er fühlte eine moralische Verpflichtung auch gegenüber, die Marrano Juden, die nicht Mitglieder der verlorenen Stämme, aber der Stamm Juda waren. Wie durch ein Wunder, nachdem diese vor 500 Jahren trotz gewaltsamer Konvertierung [in der spanischen Inquisition], manche Nachkommen der Marranen einige jüdische Praktiken beibehalten haben. Rabbi Avichail war entschlossen, die Marranen zu lokalisieren und zu sehen, ob sie zu ihrem Volk zurückkehren wollten. Tatsächlich wurden Marranen in Belmonte, einer Gemeinde in Portugal, für das Judentum unter der Schirmherrschaft Rabbi Avichail erneut reconvertiert.
In seinem Streben, ist der Rabbi nach China, Japan, Afghanistan, Tibet, Pakistan, Indien, Italien, Peru, Mexiko, Spanien, und unter anderem in drei Republiken der ehemaligen Sowjetunion gereist. In vielen Fällen, reiste er in feindliche muslimische Ländern. Nach Kaschmir zum Beispiel, wurde er überall, verfolgt und verdächtigt, ein Spion zu sein.
Rabbi Avichail auf der Suche nach Überprüfung der Ansprüche und Hoffnungen der jüdischen Herkunft wurde sehr anstrengend, aber auch berauschend die Entdeckung ...
Zu diesen Gruppen gehören: Die Shinlung Stamm, Nummerierung von 1 bis 2.000.000, in Indien und Burma lebend. Rund 5.000 Shinlungs haben den Anspruch aus dem verlorenen israelitischen Stamm Menascheh zu sein und sie haben auch begonnen, jüdische Rituale zu beachten.
Die Shinlung glauben, dass der Stamm Menascheh in Persien sich niedergelassen und wurde dann später nach Osten gefahren, schließlich nach China. Dann, etwa 600 CE, wurden sie verfolgt und flohen aus China nach Vietnam, wo sie in Höhlen lebten. Tatsächlich bedeutet der Name Shinlung "Höhlenbewohner". Schließlich wurden sie gezwungen, aus Vietnam und wanderten durch Thailand und Burma, bis sie den Irrawaddy-Fluss überquert und ließen sich in Indien nieder.
Die Shinlung kamen in Kontakt mit christlichen Missionaren vor etwa 100 Jahren. Die Missionare, sehend, dass der Stamm viele jüdische Bräuche folgte, glaubten, dass sie zum Christentum konvertiert werden konnten. Mit Hilfe der britischen Truppen, entfernten die Missionare die religiösen Schätze aus dem Shinlung so dass jüdische Sitten und Gebräuche nicht durchgeführt werden konnte. Rund 90 Prozent der Menschen in den Stammesgebieten Mizoram, einer der indischen Bundesstaaten, wo die Shinlung leben, wurden zum Christentum bekehrt.
Irgendwann in den frühen 1950er Jahren, ein Bauer namens Shinlung Chala wurde aus einem Traum erweckt, in dem er glaubte, er habe gesagt, dass die Shinlung das Geheimnis der verlorenen israelitischen Stammes Menascheh sind, und das sie in das Land Israel zurückkehren müssen. Andere Mitglieder der Shinlung hatten solche Geschichten gehört, und sie wussten, dass ihre beachteten Bräuche israelitischen Ursprungs sein könnten. Sie wussten, dann das Vorfahren benannt wurden "Menase", dies in der Tat klang wie Menascheh. Sie nannten ihre Supreme Being "Y'wa." (Höchsten Gott YAH!) Sie hatten Festtage, die den verschiedenen jüdischen Feiertagen entsprachen, und ein System der Tieropfer ähnlich denen, wie in der Bibel. Sie übten Bestattung ohne Einäscherung, heiligten einen neugeborenen Jungen am achten Tag seines Lebens durch Beschneidung, und ein Tier geschlachtet und sein Blut abgelassen, bevor sie es assen, und andere Bräuche ...
Es gibt 15 Millionen Mitglieder des Pathan Stammes in Afghanistan und Pakistan. Es war dieser Stamm, der Truppen ausmachte und gegen die Sowjetunion kämpften in den 1980er Jahren nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan. Die Paschtunen leben entlang der Grenze (in der Tat auf beiden Seiten), mit rund 7 Millionen in Afghanistan und 8 Millionen in Pakistan.
Die Moslem Pathanen folgen, in sehr unterschiedlichem Maße der Beachtung, 21 spezifische jüdische Bräuche. Zum Beispiel, die älteren Frauen zünden Pathan Kerzen am Freitagabend, den Sabbat zu segnen. Ausserdem verwenden die Pathanen den Davidstern und tragen diesen und ein viereckiges Gebets-Gewand, sie haben Schläfenlocken und die Beschneidung am achten Tag, und pflegen viele andere Sitten. Viele haben jüdisch klingende Namen. Die Pathan subtribal Namen haben sogar den Ring der zehn Stämme. Beispiele für solche Namen sind Rabani (wie Reuven), Shinwari (Shimon), Daftani (Naftali), Ashuri (Asher) und Yusef-sai (Söhne Josephs). Einige der Paschtunen nennen sich B'nei Israel, die Kinder Israels ...
Viele afrikanische Stämme glauben, sie haben einen israelitischen Ursprungs. Zum Beispiel, der Lemba Stamm, es sind 100.000 im südlichen Afrika, die Praxis der Beschneidung in der die Vorhaut entfernt wird und sie essen nicht bestimmte Nahrungsmittel weil sie der Auffassung sind diese sind unrein, wie Schweine und Tiere ohne Split Hufe (mit gespaltenen Hufen). Einige Mitglieder der Lemba glauben sie sind die Nachfahren der Israeliten.
In ganz West-Afrika, in Ländern wie Senegal, Dahomey, Nigeria und Sierra Leone, gibt es mehrere Millionen Menschen, die etwas wie aus einer Mischung von einem christlichen und biblisch jüdischen Religion praktizieren.
In Halapa, Mexiko, gibt es eine Gruppe von 200-300 Menschen, die jüdisches Leben leben wollen. Sie setzen sich aus Nachfahren der Marranen und andere, die jüdischen Sitten irgendwie nach unten von ihren Familien weitergegeben Praxis leben. Eine andere Gruppe von Menschen in Mexiko leben in der Stadt Vienta-Prietta. Diese Gruppe hat eine Synagoge, ein Friedhof, ein Gemeindezentrum und eine Mikwe. Während sie als Heiden gelten will diese Gruppe auch nach jüdischem Gesetz leben.
Die "Bnei Moshe" von Peru live in Cajamarca, Trujillo und Lima. Die Gruppe begann vor etwa 50 Jahren, Ihr Anführer, Segundo Villanueva war, im Alter von 15, da er eine Bibel von seinem Vater bekam. Villanueva und sein Bruder begannen damit, der jüdische Lebensweise zu folgen. Im Jahr 1971 waren Männer in der Gruppe beschnitten. Im Jahr 1987 kontaktierte ein israelischer Ingenieur, der Zeit in der Gegend verbracht hatte und dies beobachtete Amishav über diese. Nach der Einwirkung formaler Umwandlung (Eingliederung), kam die Gruppe in Israel an im Jahr 1990.
Rabbi Avichail ist sehr vorsichtig mit Behauptungen, dass eigentlich solche Leute Nachfahren der verlorenen Stämme sind. Zum Beispiel verlangt der Rabbi, dass diese erst zum jüdischen Volk zurückkehren können, nach einer angemessenen Umsetzung der Eingliederung und Konversion zum Judentum. Ein Grund dafür ist jedoch, dass es viele Beweise gibt die eine Verbindung zu den verlorenen Stämmen aufzeigen, und auch erhalten blieb, wie er sagt, "eine jüdische Seele ist immer eine jüdische Seele," und trotzdem erhebliche Fragen bleiben unbeantwortet.
Daher findet die Konvertierungen zuerst statt, um letzte Zweifel zu beseitigen. Allerdings unterscheidet Rabbi Avichail zwischen der Konvertierung für diese mutmaßlichen Mitgliedern der verlorenen Stämme, und der Konvertierung von Heiden die auftreten. Normalerweise werden die potentiellen Konvertiten geprüft und man wartet eine Zeit, denn einige kehren zurück und die anderen beweisen ihre Ernsthaftigkeit, sodass der wirklich Interessierte Jude auch einen überzeugenden Beweis für Aufrichtigkeit anbieten kann. Für Marranen und Reste der verlorenen Stämme, die vermutlich Reste einer jüdischen Seele haben glaubt Rabbi Avichail jedoch, dass für diese die Konvertierung keine Entmutigung hervorrufen wird. In der Tat, für den Rabbiner, ist der formale Akt der Konvertierung einfach, "zurück zu bringen, die Menschen mit einer jüdischen Vergangenheit", und das ist keine typische Konvertierung.
Rabbi Avichail`s Bemühungen sind nicht unumstritten gewesen. Es gibt natürlich die normale Skepsis, das voraussichtlich diese Nachfahren ihren Anspruch als die verlorenen Stämme zu gelten beanspruchen werden. Es gibt darüber hinaus eine aufstrebende politische Kontroverse ...
[Doch] wer mit Rabbi Avichail spricht wird hören können, die Freundlichkeit und die Leidenschaft in seiner Stimme. Er spürt tief innerlich, dass er Teil hat an einem großen Moment in der jüdischen Geschichte. Es ist dieser Sinn für Geschichte und die Mission die er gewählt und akzeptiert hat, diese seine spirituelle Leidenschaften zu kombinieren die er schürt.

Original!
Rabbi Eliyahu Avichail of Jerusalem is in search of the Ten Lost Tribes. Astoundingly, he thinks he has found millions of people who may, indeed, be the descendants of those long-lost Jews.
Rabbi Avichail has devoted the past 18 years of his life to traveling around the world searching for people who, though not formally Jewish, observe many Jewish customs, have other tangible connections to the Jewish people, and believe in their own Jewish ancestry.
Together with supporters and members of his group, Amishav ("My People Returns"), Rabbi Avichail investigates such people to determine if adequate evidence exists to make a substantive claim to a Jewish heritage. If the rabbi finds compelling enough evidence, and the people wish to re-embrace Judaism, he brings them back to Israel, where they study, undergo conversion and settle in the land of Israel.
Rabbi Avichail's spiritual journey in search of the tribes began in 1960, when he went, out of curiosity, to hear a lecture on the Ten Lost Tribes. Of course, Rabbi Avichail already knew the historical record. He knew that Israel's 12 tribes split into two groups after King Solomon's reign (10th century BCE) with Judah and Benjamin forming Judah, the southern kingdom, and the remaining 10 tribes forming Israel, the northern kingdom. He knew that two centuries later, the Assyrians invaded Israel and exiled the tribes, a dispersion completed in 722 BCE.
As far as history was concerned, the Ten Tribes then disappeared. They evidently settled somewhere in the east, probably in the areas of Kurdistan, Afghanistan, Syria, and Iran. Presumably, they then assimilated completely...
Driven by these motivating forces, Rabbi Avichail began to study about the Ten Lost Tribes. He read the sacred literature, which he quotes extensively in his book, "The Tribes of Israel." He read about the many Jewish travelers who claimed to have come across the tribes, of the claims that the Ten Lost Tribes were, in fact, ancestors of the American Indians or the Anglo-Saxons...
He also decided to expand his search, feeling a moral obligation to the Marrano Jews, who were members not of the Lost Tribes, but of the tribe of Judah. Miraculously, despite having been converted forcibly 500 years ago [in the Spanish Inquisition], some descendants of Marranos retain some Jewish practices. Rabbi Avichail was determined to locate such Marranos and see if they wished to return to their people. Indeed, Marranos in Belmonte, a community in Portugal, were re-converted to Judaism under Rabbi Avichail's auspices.
In his quest, the rabbi has journeyed to China, Japan, Afghanistan, Tibet, Pakistan, India, Italy, Peru, Mexico, Spain, and three republics in the former Soviet Union, among other places. In many cases, he traveled in hostile Moslem lands. In Kashmir, for example, he was followed everywhere, suspected of being a spy.
Rabbi Avichail's search for verification of the claims and hopes of Jewish ancestry has been exhausting, but exhilarating... Such groups include:
The Shinlung tribe, numbering 1-2 million, live in India and Burma. Some 5,000 Shinlungs claim to be the lost Israelite tribe of Menasheh and have begun observing Jewish rituals.
The Shinlung believe that the tribe of Menasheh settled in Persia and was later driven east, eventually to China. Then, around 600 CE, they were persecuted and fled from China to Viet Nam, where they lived in caves. Indeed, the name Shinlung means "cave dwellers." Eventually they were forced from Viet Nam and wandered around Thailand and Burma until they crossed the Irrawaddy River and settled in India.
The Shinlung came into contact with Christian missionaries about 100 years ago. The missionaries, seeing that the tribe followed many Jewish customs, believed that they could be converted to Christianity. With the aid of British troops, the missionaries removed religious treasures from the Shinlung so that Jewish customs and practices could not be performed. About 90 percent of the tribal people in Mizoram, one of the Indian states where the Shinlung live, have been converted to Christianity.
At some point in the early 1950s, a Shinlung farmer named Chala awakened from a dream in which he believed he had been told that the Shinlung were the lost Israelite tribe Menasheh, and that they had to return to the land of Israel. Other members of the Shinlung had heard such stories. They knew their customs could be considered Israelite in origin. They knew then ancestor was named "Menase," which in fact sounded a lot like Menasheh. They called their Supreme Being "Y'wa." They had feast days that corresponded to various Jewish holidays, and a system of animal sacrifices similar to the ones in the Bible. They practiced burial with no cremation, sanctified a newborn boy on the eighth day of his life, and slaughtered an animal and drained its blood prior to eating it, among other customs...
There are 15 million members of the Pathan tribe in Afghanistan and Pakistan. It was this tribe that fought troops from the Soviet Union in the 1980s after the Soviet invasion of Afghanistan. The Pathans live along the border (indeed, on both sides), with about 7 million in Afghanistan and 8 million in Pakistan.
The Moslem Pathans follow, in widely varying degrees of observance, 21 specific Jewish customs. For example, older Pathan women light candles on Friday evenings to bless the Sabbath. Also, Pathans use the Star of David and wear a four-cornered prayer garment, wear sidelocks, have circumcision on the eighth day and follow other customs. Many have Jewish-sounding names. The Pathan subtribal names even have the ring of the Ten Tribes. Examples of such names include Rabani (like Reuven), Shinwari (Shimon), Daftani (Naftali), Ashuri (Asher), and Yusef-sai (sons of Joseph). Some of the Pathans call themselves B'nei Israel, the Children of Israel...
Many African tribes believe they have an Israelite origin. For example, the Lemba tribe, numbering 100,000 and located in southern Africa, practice circumcision and don't eat certain foods they consider impure, such as pigs and animals without split hooves. Some Lemba members believe they are the descendants of the Israelites.
Throughout western Africa, in such places as Senegal, Dahomey, Nigeria, and Sierra Leone, there are several million people who practice some mix of a Christian and Biblical Jewish religion.
In Halapa, Mexico, there is a group of 200-300 people who want to live Jewish lives. They are made up of descendants of the Marranos and others who practice Jewish customs somehow passed down by their families. Another group of people in Mexico live in the town of Vienta-Prietta. This group has a synagogue, a cemetery, a community center and a mikveh. While considered gentiles, this group also wishes to convert according to Jewish law.
The "Bnei Moshe" of Peru live in Cajamarca, Trujillo and Lima. The group started about 50 years ago. Their leader, Segundo Villanueva, was, at age 15, given a Bible by his father. Villanueva and his brother began to follow a Jewish way of life. In 1971, males in the group were circumcised. In 1987, an Israeli engineer who had spent time in the area contacted Amishav about them. After undergoing formal conversion, the group arrived in Israel in 1990.
Rabbi Avichail is very careful about claims that such people are actually descendants of the Lost Tribes. For example, the rabbi asserts that they can return to the Jewish people, but only after a proper conversion. The reason for this is that however much proof there is of a connection to the Lost Tribes, and while, as he says, "a Jewish soul is always a Jewish soul," significant questions still remain.
Therefore, the conversions take place in order to remove any lingering doubts. However, Rabbi Avichail distinguishes between the conversions that occur for these presumed members of the Lost Tribes, and the conversions of gentiles. Normally, potential converts are turned away and told to return after a period of time so that the prospective Jew can offer convincing evidence of sincerity. For Marranos and remnants of the Lost Tribes, who presumably have remnants of a Jewish soul, however, Rabbi Avichail believes no such discouragement is called for. In fact, for the rabbi, the formal act of conversion is simply "to bring back people with a Jewish past," and is not a typical conversion.
Rabbi Avichail's efforts have not been without controversy. There is, of course, the normal skepticism that might be expected to accompany any claims to have located descendants of the Lost Tribes. There is, in addition, an emerging political controversy...
[Yet] anyone who speaks with Rabbi Avichail can hear the kindness and the passion in his voice. He serenely senses that he is part of a great moment in Jewish history. It is this sense of history, and the mission he has chosen to accept, that combine to fuel his spiritual passions.


Zuletzt von Admin am 31/5/2012, 18:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Trage euch hier mehrere Berichte vor die ich gefunden habe im Netz..

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:10

Nicht immer verloren..

Es ist wichtig, dass wir erkennen, dass die so genannten „verlorenen" Stämme nicht immer verloren waren. Joshua sagte zu seinen 12 Talmidin: „Geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel" (Matthäus 10, 6). Um diesen Auftrag zu erfüllen, musste der Aufenthaltsort der israelitischen Stämme bekannt sein! Das Buch Jakobus ist gerichtet „an die zwölf Stämme in der Zerstreuung" (Jakobus 1, 1). Jakobus schrieb an Menschen, die bekannt waren. Josephus, ein Jude, berichtete im ersten Jahrhundert n.Chr.: „Die zehn Stämme sind bis heute hinter dem Euphrat und sind eine riesige Schar" (Antiquities of the Jews [Antike der Juden], 11:5:2). Sie waren in Parthien – dem Gebiet südlich des Kaspischen Meeres – wo die Israeliten einige Jahrhunderte zuvor in Gefangenschaft gebracht worden waren. 
     
Im frühen 4. Jahrhundert berichtete Eusebius, dass der Apostel Thomas nach Parthien und der Apostel Andreas nach Skythien gingen – Gebiete nahe dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer, wo sich die Israeliten aufhielten (History of the Church [Geschichte der Kirche], 3:1:1). Frühe Traditionen bringen das Wirken von Bartholomäus und Philipp ebenfalls mit diesen Gebieten in Verbindung und zeigen, dass die Apostel den Aufenthaltsort der israelitischen Stämme in ihrer Zeit kannten. 
     
Um Prophezeiungen heute zu verstehen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir den Aufenthaltsort der modernen israelitischen Nationen kennen, weil die Unruhen direkt vor der Rückkehr des Mashiach jeden, der in diesen Nationen lebt, in Mitleidenschaft ziehen werden (vgl. Jeremia 30, 7). 
     
Der Prophet Jesaja beschrieb die Rückkehr der zerstreuten Stämme nach Jerusalem: „Siehe, diese werden von fernher kommen, und siehe, die von Norden und von Westen und jene aus dem Land Sewenim" (Jesaja 49, 12; rev. Elberfelder Übersetzung). Die zerstreuten Stämme befinden sich nördlich und westlich von Jerusalem. Aber wie können wir sie unterscheiden? Dies ist ein Grund, warum die in 1. Mose 49 und 5. Mose 33 aufgelisteten nationalen Charakteristiken wichtig sind.
     
Vor fast 4000 Jahren offenbarte GOtt gegenüber Jakob spezifische Charakteristiken, anhand derer die Nachkommen seiner 12 Söhne „am Ende der Tage" erkennbar sein würden (Offenbarung 49, 1; vgl. Fußnote der rev. Elberfelder Übersetzung). Durch Mose wurden fast 300 Jahre später ähnliche Prophezeiungen aufgezeichnet (5. Mose 33). Viele Menschen, die sich als Christen bezeichnen, nehmen an, dass alttamentliche Prophezeiungen heute keine Bedeutung mehr haben. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Wir leben jetzt in einer Zeit, in der wir auf vergangene Ereignisse zurückblicken und erkennen können, wie sich die alten Prophezeiungen in Nationen erfüllt haben, die heute existieren! 
Die Schrift hat vorhergesagt, dass der Messias aus Juda kommen würde, dass Juda ein dunkeläugiges Volk sein würde, das bekannt ist für sein Festhalten an den Gesetzen GOttes und dass Juda wie ein junger Löwe im Nacken seiner Feinde sein würde (1. Mose 49, 8-12) – eine passende Beschreibung der Juden in dem modernen Staat Israel. Aber was ist mit den anderen Stämmen?


Stamm Menasche. Einst verloren, jetzt gefunden.

Inder, die glauben ein  verlorener Stamm zu sein, kehren nach Israel zurück. Nach einer Fanfare zu Ehren ihres Empfangs am Flughafen, wurden die Bnei Menasche  (Söhne Manasses) in einem schmuddeligen Regierungsgebäude, dem Aufnahmezentrum, in dem sie ihr erstes Jahr in Israel verbringen werden, willkommen geheißen.
Ihr Tag beginnt um 6 Uhr mit Gebet, Frühstück, Hebräischunterricht...
für die Erwachsenen bis früh Nachmittags. Die Kinder besuchen schon die israelische Schule. Volontäre helfen den Neueinwanderern ein Bankkonto zu eröffnen, Krankenversicherung abzuschließen und andere bürokratische Notwendigkeiten anzugehen.

Isaak, der vor 6 Jahren aus Indien nach Israel immigrierte, hilft den Neueinwanderern beim Einleben.
„ Diese Einwanderer sind sehr zionistisch und religiös, meinte Issak, der mit ihnen im Aufnahmezentrum lebt.

Rivka, die zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern ankam sagte, dass die Familie etliche Jahre und viel Gebet brauchte, um sich auf die Aliyah (Einwanderung nach Israel) vorzubereiten. Jetzt sind sie froh dass sie in Israel sind, wo sie den Schabbat und eine koschere Küche viel besser halten können als in Indien.

„Unser Traum ist es in Israel zu sein. HaSchem (der Herr, oder „der  Name“) hat seinem Volk versprochen in seinem Land zu sein. Unser Traum hat sich erfüllt,“ sagten sie.

Die Geschichte des Stammes
Auch lange vor der heutigen Zeit, war die Rückkehr nach Israel ein langer und schwerer Weg für den verlorenen Stamm. Im Jahre 721 v.Ch. wurden die 10 verlorenen Stämme durch die Assyrier in die Verbannung ostwärts zerstreut.

Heute leben die Bnei Manasche in Manipur und Mizoram ähneln aber ihren asiatischen Nachbarn in Mayanmar und Tibet mehr als den Indern.

Vor 90 Jahren besuchten englische Missionare die Gegend und entdeckten, dass die Leute schon ein biblisches Leben führten.
„Sie waren überzeugt, dass sie auf einen verlorenen Stamm Israels gestoßen waren,“ sagte Freund. Diese Inder praktizierten eine biblische Form von Judaismus, waren monotheistisch, nannten Gott bei seinem hebräischen Namen Yah, feierten das Passah und anderer Feste und hielten den Schabbat und Koscher und praktizierten auch die Beschneidung.

Der größte Teil der Gemeinschaft bekehrte sich durch den Besuch der Missionare zum Christentum mit der beachtlichen Ausnahme von 7'000 Juden, die ihre Aliyah planen und den 1'000 folgen werden die schon nach Israel eingewandert sind.
Trotzdem glauben alle der 750'000 Einwohner von Mizoram – ob Juden oder Christen – das sie zu den Bnei Manasche gehören.

„Nicht jeder in Mizoram ist jüdisch, aber alle sind Bnei Manasche,“ sagte Zolat, der glaubt, dass die christlichen Nachkommen von Manasse zu ihren Glaubenswurzeln zurückkehren werden. Sie werden den Namen Gottes und des Messias kennen und wissen, dass das jüdische Volk immer von ihrem Gott beschützt wurde. Sie werden hier in Israel sein. Einige sind sich dessen schon bewusst. 

In Mizoram sind 90% zionistische Christen die eine Umbenennung in  “der zweite Israelische Staat” in Erwägung ziehen, und die Hauptsrasse “Zionsstrasse” benennen wollen.
Freund ist bestrebt, die angeblich praktizierenden Juden nach Israel zu bringen.
Und was ist mit den Christen? „ Wenn diese Menschen Bnei Manasche und entschlossen sind hier zu leben,“ sagte er, „wird Gott und der Messias dies tun.“

Die Ankunft dieser Juden, bekannt als Bnei Manasche, enthüllt ein altes  Geheimnis über die verlorenen Stämme Israels.
„Die Aliyah der Bnei Manasche ist nichts anderes als ein Wunder mit biblischer Dimension,“ sagte Michael Freund, der Leiter der Schavei Israel Organisation, welche maßgeblich daran beteiligt war, diese indischen Juden nach Israel zu bringen.
Genau wie es die biblischen Propheten vorausgesagt haben, sammelt Gott Sein Volk aus den vier Himmelrichtungen der Erde und wir sind mit eigenen Augen Zeugen dieser prophetischen Erfüllung.“




Zuletzt von Admin am 29/5/2012, 22:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Hört und seht wie gut der HErr ist, lasst euch segnen und erlebt neue Freude in eurem Leben.
Bleibt nicht stehen sondern geht..

- שמע ישראל יהוה אלהינו יהוה אחד -  Schema Jisrael, Adonai Eloheinu, Adonai Echad - Höre Jisrael, der HErr unser GOtt (ist) einzig - Ακουε Ισραηλ κυριος ο θεος ημων κυριος εις εστιν

Elohim spricht zu Seinem Volk, und es antwortet das ganze Volk mit einmütiger Stimme in dem sie sagen: * ALLE Worte die JaH geredet hat, wollen wir tun!! *
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10 Stämme des Hauses Israel, bei Wikipedia gefunden

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:12


Dann bei Wikipedia gefunden..
Als die Verlorenen Stämme Israels (aseret ha-schvatim oder ha-shvatim) bezeichnet man die zehn israelitischen Stämme, die nach der Eroberung des Nordreiches Israel durch die Assyrer im Jahr 722/21 v. Chr. unter Sargon II. umgesiedelt wurden (2 Kön 17,6 EU) und seitdem als verschollen gelten. Man nimmt an, dass kleine Teile zurückkehrten, als das babylonische Reich das assyrische später ablöste.
Die mittelalterliche Tradition lokalisierte die verlorenen Stämme am Rande der Welt, irgendwo im Nordosten Asiens, jenseits des legendären Flusses Sambation, durch den sie von der Welt abgeschnitten werden, denn an den Wochentagen verhindert das Tosen und Toben des Flusses eine Überquerung, am Sabbat beruhigt er sich zwar, dann ist es aber den Juden verboten, den Fluss zu befahren. Erst beim Kommen des Messias würden sie den Fluss überwinden, ihr Auftauchen wäre so ein Zeichen der Endzeit. Das Volk war im Mittelalter als die Roten Juden (jiddisch „rojite jidlech“) bekannt.[1]
Die seitherige jüdische und christliche Religionsgeschichte ist reich an Versuchen, die „verlorenen Stämme“ mit bestehenden Völkern und Stämmen zu identifizieren. Beispielsweise verbreitete sich in England im 19. Jahrhundert die These des Anglo-Israelismus, nach der die angelsächsischen Völker über die Skythen von den Israeliten abstammen sollen.
Einige Stämme der Paschtunen in Afghanistan und Pakistan behaupten, sie gingen auf die Israeliten zurück, und pflegen Bräuche, die den jüdischen ähnlich sind. Die Stammesnamen, die an biblische Patriarchen erinnern, können aber auch durch den Islam an sie gekommen sein.
Der Stamm der Bnei Menashe aus Indien, der sich eine primitive Form der jüdischen Religion bewahrt hatte, wurde in jüngerer Zeit von jüdischen Geistlichen und dem Staat Israel als Juden im religiösen Sinn anerkannt. Ihr Name legt einen Zusammenhang mit dem Stamm Manasse nahe.
Auch die Falascha aus Äthiopien wurden aufgrund ihrer Religion als Juden anerkannt.
Theison stellt 2010 die Ideengeschichte der „verlorenen Stämme“ in Südamerika und Europa seit den Zwangsbekehrungen der Juden auf der iberischen Halbinsel 1492 dar. Der Mythos wirkte in zwei Richtungen: die christlichen Eroberer Südamerikas, z. B. Diego de Landa, behaupteten, dort Indianer, also Ur-Einwohner, mit jüdischen Merkmalen gefunden zu haben (Hebraismen, Hellhäutigkeit, sogar Beschneidungen u.a.). Damit sollte der Kontinent der christlichen Mission zugänglich gemacht werden. Dementsprechend stellte John Eliot den Mythos in den Mittelpunkt seiner Missionsarbeit. Die Millenaristen John Dury und Thomas Thorowgood untermauerten das theologisch und sahen mit der Entdeckung „indianischer Juden“ ein Tausendjähriges Reich anbrechen. Massenhafte Zwangstaufen der Indianer waren die Folge, um das Reich herbeizuführen. Die Indianer sollten den Sambation, den Fluss der rabbinischen Tradition, in Richtung Christentum überqueren. Das ist der Kern eines „puritanischen Philosemitismus“.
Theison stellt dann die „Gegenrichtung“ des Mythos dar, nämlich die jüdische Seite. Die Spekulationen Eliots und Durys gingen zurück auf Antonio de Montezinos, eigentlich Aaron Levi, dessen neuer Name ihn schon als einen sehr frühen „Zionisten“ (mons = Berg, und -zinos aus Zion) ausweist. Sein häufig übersetzter märchenhafter Traktat über Juden, Angehörige des Stammes Reuven im Urwald Südamerikas, vor der Ankunft der übrigen Weißen, ist eine bewegendes Dokument des früh-neuzeitlichen Judentums. Im Gespräch mit den Indianern erkennt Montezinos seine jüdische Identität wieder; erst in Amerika, einem Land der Verheißung, kann er zu seinen Wurzeln zurückkehren. Erinnerung des Verdrängten angesichts anderer Verlorener: das nennt Theison den Beginn einer jüdischen Modernität.
Der Gedanke, dass die weltweite Ausbreitung der Juden Voraussetzung für das Heil ist, wird von Menasse ben Israel politisch gewendet. Unter Berufung auf den Mythos und auf Montezinos fordert er von Oliver Cromwell, dass Juden wieder auf die Insel England einwandern dürfen („Hope of Israel“ 1650). Menasse meint, dass die Juden sich erst in Neuer und Alter Welt ganz verlieren müssen, um die Heilsgeschichte zu erfüllen. Nur England fehlt noch. Hier liegen die Anfänge einer Marranen-Theologie, die für das jüdische Denken ab dem 17. Jh., insbes. die Haskala, wichtig ist. Für die Juden wird es zur Pflicht, sich auf fremdem Gebiet zu bewegen, ohne Eigenes aufzugeben. Erst wenn Israel die Fremde ganz durchschritten haben wird, wird der Messias die verlorenen Stämme über den Sambation geleiten.
Schließlich erwähnt Theison Sabbatai Zwi. Schon 1665 gab es in Europa Berichte aus dem Orient und aus Nordafrika, dass die 10 Stämme sich im Anmarsch auf Gaza und auf die marokkanische „Wüste Goth“ befinden, geführt von Sabbatai. So gibt es auch in der auf Sabbatai gründenden jüdischen Theologie das Narrativ der verlorenen Stämme, es wird hier sogar verstärkt. Der Übergang auf das Feld eines anderen und die Erlösung gehören zusammen.
Zu diesem Themenkomplex gehört auch, bei Theison nicht thematisiert, der Mythos vom wandernden Juden, der in seiner negativen Zuspitzung in der Form der Protokolle der Weisen von Zion in der Shoah geschichtsmächtig wurde und unter den Antisemiten weltweit weiter wirkt.
Judentum in Afrika
Die Bezeichnung Afrikanische Juden hat eine Vielzahl von Bedeutungen:
Verstreut lebende afrikanische Gruppen, die kein Teil der historischen internationalen jüdischen Gemeinschaft gewesen sind, aber die Zugehörigkeit zur Nachkommenschaft des alten Israel oder auf andere Weise zum Judentum - eigentlich „Israelitentum“ - behaupten und Bräuche pflegen, von denem man eine Verwandtschaft mit jüdisch-israelitischen Bräuchen annimmt. Allein die äthiopischen Beta Israel werden von der internationalen jüdischen Gemeinschaft als Juden anerkannt.
Die Sephardim und Mizrahim leben in Nordafrika, besonders in Marokko, Algerien und Tunesien, obgleich viele von ihnen jetzt ausgewandert sind, meist nach Israel und Frankreich, zu einem erheblichen Teil auch nach Kanada, Brasilien und den USA
Die modernen Juden von Südafrika sind zumeist Aschkenasim, Nachfahren von litauischen Holocaust-Flüchtlingen. Daneben sind auch die Lemba zu berücksichtigen, bei denen man altisraelitische Wurzeln vermutet.

Zu den alten Gemeinschaften afrikanischer Juden zählen zum einen die sephardischen und Mizrahi Juden Nordafrikas sowie Gruppen von Schwarzafrikanern, speziell die Lemba aus Malawi, Simbabwe und der südafrikanischen Region Venda, die die Nachkommenschaft König Salomos, sowie die äthiopischen Beta Israel, die die Herkunft vom Stamm Dan behaupten, wenn dabei auch die Historizität umstritten ist.
Nordafrika
Von den lange Zeit ansässigen jüdischen Gemeinden in Marokko, Tunesien und den spanischen Städten Ceuta und Melilla sowie der starken jüdischen Gemeinde in Djerba, Tunesien, sind nur noch Reste verblieben. Wie in der übrigen arabischen Welt sind die meisten seit Ausrufung des Staates Israel ausgewandert, zumeist nach Israel, Frankreich oder Spanien.
Beta Israel
Die äthiopischen Beta Israel oder Falascha wurden 1975 von der israelischen Regierung als „amtliche“ Juden anerkannt und viele von ihnen wurden in der Regierungszeit Menachem Begins per Luftbrücke nach Israel transportiert; diese spektakuläre Einwanderungsaktion wird im 21. Jahrhundert fortgesetzt. Begin hatte einen vom israelischen sephardischen Oberrabbiner (Rischon LeZion) Ovadja Josef autorisierten Entscheid erhalten, diese seien Nachkommen der zehn verlorenen Stämme, vermutlich des Stammes Dan, wie rabbinische Bemerkungen diese Angelegenheit seit Jahrhunderten andeuteten; historische und genetische Beweise jedoch legen einen anderen Ursprung nahe. Rabbi Yosef verfügte eine pro forma Konversion zum Judentum aller Beta Israel nach ihrer Ankunft im Staat Israel und eine Unterwerfungserklärung unter die Lebensweise der Halacha, bzw. Lehre und Praxis des orthodoxen rabbinischen Judentums. Zahlreiche rabbinische Behörden sehen die Konversion zum Judentum nicht als pro forma sondern real an.
Die Praxis der Beta Israel unterscheidet sich in bestimmten Bereichen erheblich von denen anderer Formen des Judentums, da in Äthiopien die Beta Israel Gemeinde zumeist in Unkenntnis des Talmud gelebt hatte.
Sie besaßen jedoch ihr eigenes mündlich tradiertes Gesetz, das zuweilen dem der Karäer ähnelte. Jedoch interpretierten ihre Ältesten oder die Priesterkaste, die sog. „kessim“ oder „qessotch“, das biblische Gesetz des Tanach in einer nicht vollständig abweichenden Weise von dem, was andere rabbinisch-jüdische Gemeinden in anderen Teilen der Welt praktizierten. In diesem Sinn verfolgen die Beta Israel eine dem Talmud ähnliche Tradition, obgleich sie zuweilen im Gegensatz zu Lehre und Praxis anderer jüdischer Gemeinden weltweit steht. Heute sind sie eine Gemeinde im Fluss und haben mit vielen kessim das „normative“ Judentum übernommen, während andere Traditionalisten auf der Beibehaltung ihrer eigenen und eindeutigen Form des Judentums bestehen, wie sie in Äthiopien und in Eritrea geübt wird.
Die nach Israel eingewanderte äthiopische jüdische Jugend passte sich zum einen der in Israel herrschenden Form des orthodoxen Judentums an, während sich andere am weltlichen Lebensstil in Israel orientierten.
Die Beta Israel feierten weder Purim noch Chanukka, da sie sich historisch bereits vom Zentrum des Judentums entfernt hatten, bevor diese Festtage aufkamen. Heute halten sich die meisten Mitglieder der israelischen Beta Israel Gemeinde an diese Feiertage.
Juden in Westafrika
Der in Palermo lebende Geograph al-Idrisi schreibt 1154 in Bezug auf das Gebiet des westlichen Nigerbogens, dass es dort die Städte Malal (Mali) und Do gäbe, die vier Tagereisen voneinander entfernt lägen. Die Einwohner der beiden Städte seien Juden, aber sie seien von Ignoranz und Unglauben befallen. Auch die Einwohner des geheimnisvollen Landes Qamnuriya, dessen Lage spekulativ mit dem Ghana-Reich in Verbindung gebracht wurde, sollten Juden gewesen sein, aber ihre Religion sei so verworren, dass sie letztendlich an gar nichts glaubten. Der zeitgleich mit al-Idrisi schreibendende andalusische Geograph al-Zuhri bietet folgende Information: „Die Einwohner von Amima (Mema) bekennen sich zum Judentum. Man erreicht ihr Land über Gao und Wargla. Sie sind die ärmsten der Schwarzen. Sie lesen die Tora.“ Bei anderen mittelalterlichen arabischen Autoren finden sich nur wenige Erwähnungen von schwarzafrikanischen Juden. Diese wenigen Hinweise wurden gesammelt und häufig mit mündlichen Überlieferungen, die aus dem 20. Jahrhundert stammten, recht unkritisch in Geschichtsdarstellungen miteinander verbunden.
Es gibt eine maurische Tradition, nach der eine frühere, Bafour genannte Urbevölkerung neben anderen Zuschreibungen auch Juden gewesen seien, ebenso seien die Iggawen (mauretanische Griots) oder die Mallimin (Schmiede, beide auf der untersten sozialen Stufe) ursprünglich Juden gewesen. Solche Topoi sollten nicht wie die in Reiseberichten verbreiteten Geschichten über Hundsköpfige und Amazonen als unglaubwürdig betrachtet werden. Darüber hinaus ist es nachgewiesen, dass jüdische Kaufleute aus dem Maghreb im 12. Jahrhundert im Saharahandel tätig waren.
Nach den arabischen Aufzeichnungen des Tarikh al-Fattash (ca. 1665) und Tarikh al-Sudan (ca. 1655) gab es jüdische Gemeinden in den alten Reichen Ghana, Mali und Songhai. Eine solche Gemeinde soll von einer Gruppe ägyptischer Juden gegründet worden sein, die scheinbar über dieSahara und die Sahelzone nach Mali einwanderte. Das Manuskript C des Tarikh al-Fattash beschreibt eine Bani Israel genannte Gemeinde, die 1402 im Seengebiet des Niger in Tendirma bestand, 333 Brunnen besaß und sieben Prinzen sowie ein Heer hatte.
Anderen Quellen zufolge wurden weitere jüdische Gemeinden der Region durch Wanderungsströme aus Marokko, Ägypten, Portugal und evtl. aus Gojjam, Äthiopien gegründet. Von einigen Gemeinden heißt es, sie bestünden aus einer Gruppe bestimmter Berberjuden wie die Tuareggruppe der Idaksahak oder Iddao Ishaak („Söhne des Isaak“). Zur Erklärung ihres Ursprung sind drei Möglichkeiten in Betracht zu ziehen: Sie waren Einwanderer aus vorchristlicher Zeit, sie flohen vor den arabisch-islamischen Invasionen Nordafrikas im 7. und 11. Jahrhundert n. Chr. nach Westafrika oder sie wurden von späteren Handelsreisenden aus Nordafrika beeinflusst.
Jgbo Juden
Etwa 30.000 der 30 Millionen Ibo oder auch Igbo von Nigeria praktizieren Teile des jüdischen Ritus und beanspruchen, Nachfahren nordafrikanischer, ägyptischer oder vorderorientalischer Juden zu sein. Dementsprechend nimmt man entweder einen antiken oder einen mittelalterlichen Ursprung an. Der nun für die ebenfalls in Südnigeria lebenden Oyo-Yoruba erwiesene teilweisen Abstammung von den 722 v. Chr. aus dem israelitischen Nordreich deportierten Israeliten legt einen ähnlichen Ursprung der israelitischen Elemente der Igbo nahe.
Mangels einer offiziellen Zählung in der Region ist nicht bekannt, wie viele nigerianische Igbos sich selbst als Israeliten oder Juden bezeichnen. Z.Z. gibt es 26 Synagogen verschiedener Größe, schätzungsweise 30.000 Igbos üben irgendeine Form des Judentums aus.
Bnai Ephraim
Die Bnai Ephraim leben unter dem Volk der Yoruba. Die nigerianischen Bnai Ephraim („Kinder von Ephraim“) zählten 1930 ungefähr 2000 Personen in 400 Familien in 20 kleinen Dörfern im Ondo Distrikt in Südwestnigeria. Nach ihren Überlieferungen gelangten sie im 16. Jahrhundert nach der Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 über Marokko nach Nigeria. Ihre Sprache ist eine Mischung des marokkanischen Arabisch mit Yoruba, jedoch mit aramäischen Elementen, wie ima für „Mutter“. In ihren Ansichten und den meisten Bräuchen unterscheiden sie sich nicht nennenswert von ihren Yoruba-Nachbarn, aber die Yoruba nennen sie Emo Yo Quaim - die „merkwürdigen Leute.“ Sie selbst nennen sich Bnai Ephraim und bewahren Kopien von Teilen der Torah in ihren Schreinen auf. Die Bnai Ephraim sind die einzige abgesonderte Volksgruppe bei den Yoruba.
Juden in Kamerun
Es gibt Vermutungen, dass das Judentum zu einem bestimmten Zeitpunkt über ägyptische Kaufleute nach Kamerun kam. Quellen zufolge haben diese Gemeinden Bräuche wie die Trennung von Milch- und Fleischprodukten beachtet sowie Tefillin getragen. Auch wird behauptet, Juden wanderten im Zuge der islamischen Eroberungen Nordafrikas auf ihrer Flucht nach Süden in Kamerun ein.
Die Behauptung einer jüdischen Präsenz in Kamerun stammt von Rabbi Yisrael Oriel. Rabbi Oriel, früher Bodol Ngimbus-Ngimbus, wurde im Ba-Saa Stamm geboren. Das Wort Ba-Saa sei hebräisch für „auf der Reise“ und bedeute Segen. Rabbi Oriel behauptet die levitische Nachkommenschaft von Mose. Angeblich unternahm Rabbi Oriel 1988 die Alija und wurde vom Sephardischen Oberrabbiner zum Rabbiner ordiniert und zum Rabbiner der nigerianischen Juden ernannt.
Rabbi Oriel behauptet, 1920 hätten 400.000 „Israeliten“ in Kamerun gelebt, und er könne ihren jüdischen Status gemäß den mittelalterlichen rabbinischen Quellen beweisen. Aber um 1962 habe sich die Zahl wegen der Konversion zu christlichen und islamischen Missionaren auf 167.000 verringert. Gleichwohl wurden diese Stämme als nicht halachisch abgelehnt.

Lemba
Die Lemba sind eine südafrikanische Volksgruppe. Obgleich sie die Bantusprache wie ihre Nachbarn sprechen, pflegen sie spezifische religiöse Praktiken, die denen des Judentums ähnlich sind, sowie Wandererbräuche, die auf einen Ursprung im Nahen Osten oder in Nordafrika deuten.
Interkulturelle Ehen mit Nicht-Lemba sind tabu, so dass es, besonders für männliche Nicht-Lemba schwer ist, Teil des Stammes zu werden. Das Vorhandensein einer nichtproportionalen Zahl bestimmter Ketten auf dem Y-Chromosom, deutet auf eine genetische Verwandtschaft über den Aaron des Y-Chromosoms mit den Kohanim oder Priestern, einer eindeutigen israelitischen Untergruppe. Über diesen Y Chromosomen Marker verfügen über 50 % der Männer in Israel, während etwa 85 % der Lemba-Männer den Cohen Model Marker aufwiesen.
Während es sicher ist, dass die Lemba Nachkommen der israelitischen Stämme sind, haben sie das Judentum jahrhundertelang nicht praktiziert. Obgleich eine beträchtliche Mehrheit der Lemba keinen Widerspruch sehen, ihr hebräisches Erbe gleichzeitig mit der Ausübung des Christentums oder des Islam zu proklamieren, gab es später eine Bewegung in Richtung des Mainstream-Judentum, und organisierte Maßnahmen, die sie unterstützten, Vollmitglieder der weltweiten jüdischen Gemeinschaft zu werden.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beherrschte die Vorstellung massiver Fremdeinflüsse das Bild, das man sich von der Geschichte Afrikas machte. Dabei spielte auch die Idee israelitischer Abwanderungen nach Afrika eine gewisse Rolle sowie Einflüsse der kanaanäischen Kultur, die durch die phönikische Expansion von 1000 bis 500 Jh. v. Chr. vermittelt wurden. Diese Ansätze wurden jedoch in nachkolonialer Zeit nur noch selten akzeptiert. In jüngerer Zeit nahm sie unter anderem Dierk Lange wieder auf und begründete sie neu.Im Folgenden werden seine Forschungsergebnisse dargestellt und ihre Relevanz für die Thematik dieses Artikels hervorgehoben. Andere Historiker Afrikas wie Christopher Ehret gehen weiterhin von der Isolation Afrikas von der antiken Weltgeschichte aus und ignorieren dementsprechend die Thematik der Israeliten im subsaharanischen Afrika.
Kanaanäisch-israelitische Gesellschaften Westafrikas
Die spärlichen Berichte der arabischen Geographen zum mittelalterlichen Westafrika erwähnen jüdische Gemeinden lediglich für den Westen des Bilad al-Sudan im Bereich des heutigen Mali. Für das viel direkter von Abwanderungen aus dem alten Vorderen Orient betroffene Tschadseegebiet fehlen derartige Informationen. Hier lassen nur verschiedene innere Überlieferungen auf bedeutende israelitische Einflüsse schließen, deren Datierung auf Immigrationen im Anschluss an den Zerfall des assyrischen Weltreiches am Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. zurückführt.
Kanem
Für das Reich Kanem östlich des Tschadsees belegt die Staatschronik, der Diwan, die große Bedeutung, die die Sefuwa-Herrscher des Reiches einer Abstammung aus Israel beimaßen. Danach soll ihr Stammvater Sef ein Nachkomme der 18 namentlich genannten biblischen Patriarchen von Adam bis Abraham gewesen sein. Unter dem Einfluss des postkolonialen Paradigmas der Historiographie Afrikas war man bisher der Ansicht, dass diese Namen aus dem arabischen Schrifttum entlehnt sein müssten. Verschiedene Besonderheiten der überlieferten Patriarchennamen, die als authentisch anzusehen sind, deuten jedoch auf eine innere, vorarabische schriftliche Überlieferung in Hebräisch. Auch der aus dem Sumerischen abgeleitete mündliche Zweitname der Chronik, Girgam, weist auf eine dem Arabischen vorhergegangene Schrifttradition des Tschadreiches Kanem-Bornu.
Die Schriftquellen der inneren Überlieferung berichten übereinstimmend von der Zerstörung des Mune-Nationalheiligtums durch den radikalislamischen Reformkönig Dunama II. (1203-1242). Obgleich sie fest in der islamischen Tradition stehen, kritisieren sie diese Gewalttat, die die Einheit der politischen Führungsschicht des Reiches vernichtete. Der wichtigste Chronist des Tschadreiches, der Großimam Ibn Furtu, bezeichnet 1578 die 350 Jahre zuvor erfolgte Zerstörung des Mune als monumentalen Fehler mit Konsequenzen, unter denen das Volk bis zu seiner Zeit zu leiden hätte. Bei der Darlegung der Bedeutung des Mune erwähnt er beiläufig, dass es sich um die Bundeslade des israelitischen Königs Saul handelte. Sie habe für die Einwohner des Tschadreiches die gleiche religiöse Bedeutung wie die Sakina (Bundeslade) für den Propheten Muhammad.
Einen weiteren Hinweis auf die Bedeutung des israelitischen Tradition für die Einwohner des Tschdreiches, die heutigen Kanuri, bietet die mündliche Überlieferung, derzufolge die Herrschaft über das Tschadreich auf Bremi, d.h. Abraham, zurückführe. Sef und Dugu, die Stammväter der beiden Führungsklans des Tschadreiches, seien seine Zeitgenossen. Daraus ist zu ersehen, dass nicht nur die herrschende Dynastie der Sefuwa sondern das gesamte Staatswesen von Kanem-Bornu in einer israelitischen Tradition verwurzelt ist. Dennoch war Kanem, wie aus den Beschreibungen der arabischen Geographen hervorgeht, kein rein israelitischer oder gar jüdischer Staat. Das Ineinanderwirken israelitischer und kanaanäischer Elemente machten ihn zu einem Staat der kanaanäisch-israelitischen Tradition.
Die Hausstaaten
Im Gegensatz zum Großreich Kanem-Bornu zeichneten sich die Hausastaaten durch ihre Aufteilung in verschiedene Stadtstaaten aus. Der im Nordwesten gelegene kleine Stadtstaat Daura galt als traditionelles Zentrum dieser Staatenwelt. Hier wird auch die für alle Hausastaaten maßgebliche Bayajidda-Legende überliefert, die als kanaanäisch-israelitische Gründungscharta der Hausastaaten anzusehen ist. Ihr wichtigstes kanaanäisches Element besteht in der Drachentötung. Als ihr zentrales israelitisches Erbe ist die namentlich leicht entstellte Abraham-Sara-Hagar-Erzählung anzusehen, wonach die Staatenwelt des Zentralsudan zur einen Hälfte aus der Nachkommenschaft des älteren Sohnes der Hagar/Bagwariya und zur anderen aus der Nachkommenschaft des legitimeren Sohnes der lokalen Königin, der Sara/Magajiya, hervorgegangen sei.
Man könnte der Ansicht sein, es handle sich bei der Hausatradition um eine oberflächliche Erzählung, die nur zufällige Ähnlichkeiten mit der Abraham-Erzählung des Alten Testaments aufweist. Bemerkenswert ist jedoch, dass in beiden Fällen auf die regionale Völkerwelt Bezug genommen wird: hier die „sieben Hausa-“ und die „sieben Banza-Staaten“, dort die zwölf Stämme Israels und die zwölf Stämme der Araber. Zudem finden wir in beiden Fällen auch innere Vertreter der verpönten Außenseitergruppe: hier die verstreuten Azna-Klans innerhalb der „sieben Hausa“ und dort die verstreuten Leviten innerhalb der Stämme Israels. Die tiefe Verankerung der Hausa- und Azna-Klans innerhalb der Hausastaaten und der Hausagesellschaft legen einen Ursprung in der Gründungszeit dieser Staaten nahe, die gleichfalls in der Periode der phönikischen Expansion anzusetzen ist.
Die einzige Chronik aller Hausa-Staaten, die Kano-Chronik, bestätigt die Verankerung der Hausa-Geschichte in der israelitischen Tradition. Danach war der Gründer des Kano-Staates kein Geringerer als der israelitische König David, der hier den lokalen Namen Bagauda trägt. Weitere Namen der legendären Tradition der Stadt können mit Moses, Joschua und Salomo identifiziert werden. Offensichtlich war den frühen Chronisten daran gelegen, die Geschichte ihrer Stadt parallel zu Jerusalem darzustellen: So wie das jebusitisch-kanaaäische Jerusalem von David und den Israeliten erobert wurde, so wurde auch die lokale, polytheistische Gemeinde von Kano durch den wie ein Muslim auftretenden Bagauda belagert und letztlich von seinem Nachfolger eingenommen.
Yoruba
Während der Kolonialzeit waren Versuche, die Entstehung der Yoruba-Staaten aus Ägypten oder dem Vorderen Orient zurückzuführen, gang und gäbe. Unter dem Druck des postkolonialen Paradigmas wurden diese Versuche allesamt aufgegeben. Erst in letzter Zeit gibt es erneut Bestrebungen, die Verknüpfungen zwischen der Geschichte der Yoruba und der Antiken Welt zu thematisieren. Dabei fallen zunächst die Parallelen zwischen dem Pantheon der Yoruba und der kanaanäisch-phönikischen Götterwelt ins Auge. So erscheint der Hochgott Olodumare durchaus als eine Replik Els, Obatala als ein Pendant Jahwes und Melqarts und Yemoja als Entsprechung der Meeresgottheit Jamm/Tiamat. Diese Vergleiche geben eine generelle Parallelität mit der kanaanäisch-israelitischen Götterwelt zu erkennen, erlauben jedoch keine Schlussfolgerungen über präzise historische Zusammenhänge.
Die in Ile-Ife beheimatete große Schöpfungsmythologie der Yoruba bestätigt die Verwandtschaft mit der kanaanäisch-semitischen Welt. Danach entstand die Erde auf dem Urozean im Zusammenhang mit einem Streit zwischen dem Schöpfergott Obatala und dem Urgott Oduduwa. Der Streit ist noch heute Gegenstand genereller kultdramatischer Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der verschiedenen Kultgruppen der Stadt im Rahmen des Itapa-Neujahrsfestes. Da die Palastgruppen gleichfalls in diesen Streit involviert sind, muss es sich auch in diesem Fall um Vorstellungen handeln, die bis in die Gründungszeit des Stadtstaates von Ile-Ife zurückreichen.
Die Oraltraditionen des weiter nördlich gelegenen großen Königreichs Oyo der Yoruba ermöglichen eine einigermaßen genaue Datierung der über Ägypten nach Westafrika gelangten kanaanäisch-israelitischen Staatstradition. Nach einer Anknüpfung an die Götterwelt bezieht sich die Überlieferung zunächst auf den israelitischen Ahnherren Isaak (Ajaka) und dann auf das kurze Interregnum des assyrischen Eroberers Salmanassar III. (858-824 v. Chr.), der als Schango erinnert wird. Weitere Einzelheiten der israelitischen Geschichte wurden bis vor Kurzem in Form einer Schädelverehrung im Palast von Oyo wachgehalten. Dieser Kultus betraf ursprünglich die getöteten Prinzen der Omriden-Dynastie, die der jahwistischen Revolution des Jehu 841 v. Chr. zum Opfer gefallen waren. Nach dieser Interpretation identifizierten sich die frühen Könige von Oyo mit der noch stark kanaanäisch geprägten israelitischen Dynastie der Omriden. Der streng monotheistische Jehu war ihnen zuwider. Die Absetzung ihrer Vorfahren nach Westen und ihre Migration nach Westafrika erfolgte nach dem Zerfall des assyrischen Weltreiches am Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. Aus der dynastischen Tradition der Oyo-Yoruba ist zu ersehen, dass diese Überlieferungen durch die Abwanderung vormals deportierter Israeliten im Anschluss an den Sturz des assyrischen Weltreiches 612 v. Chr. nach Westafrika gelangten.
Zustrom nach Nordarfrika
Der größte Zustrom von Juden nach Afrika erfolgte nach der spanischen Reconquista und der bald danach erfolgten Vertreibung der Juden aus Spanien, Portugal und Sizilien 1492. Viele dieser Sephardischen Juden ließen sich in Nordafrika nieder.
König Manuel I. von Portugal verbannte um 1500 ca. 2000 jüdische Kinder nach São Tomé und Príncipe. Die meisten von ihnen starben, aber Anfang der 1600er „stellte der örtliche Bischof voller Ekel fest, dass noch jüdische Bräuche auf der Insel gepflegt wurden und kehrte nach Portugal zurück wegen seiner Verärgerung über sie.“ Obgleich das jüdische Brauchtum über die Jahrhunderte verblasste, achten teilweise Menschen in São Tomé und Príncipe ihre Herkunft aus dieser Bevölkerungsgruppe. Ähnlich wurden zahlreiche portugiesische Juden nach ihrer Zwangskonversion zum Katholizismus nach Sao Tome verbannt.
Mali
In Mali leben einige tausend Menschen unzweifelhaft jüdischer Herkunft in Timbuktu. Im 14. Jahrhundert wanderten viele Mauren und Juden auf der Flucht vor den Spaniern nach Süden in die Gegend von Timbuktu, damals Teil des Songhaireiches. Unter ihnen war die Kehath- (Ka'ti) Familie, Nachkommen des Ismael Jan Kot vom Al-yahudi von Scheida, Marokko. Die Söhne dieser bedeutenden Familie gründeten drei Dörfer bei Timbuktu, die noch heute bestehen – Kirshamba, Haybomo und Kongougara. 1492 kam Askia Muhammed im einst toleranten Gebiet von Timbuktu an die Macht und stellte die Juden vor die Alternative Konversion zum Islam oder Vertreibung. Das Judentum in Mali wurde verboten, wie im gleichen Jahr im katholischen Spanien. Der Historiker Leo Africanus schrieb 1526: „Der König (Askia) ist ein erklärter Feind der Juden. Er verbietet ihnen, in der Stadt zu wohnen. Wenn er hört, ein Berber-Kaufmann besuche sie oder treibe Handel, beschlagnahmt er seine Waren.“
Die Kehath-Familie konvertierte mit den übrigen Nichtmuslimen. Die Cohens, die vom marokkanischen islamisierten jüdischen Händler El-Hadj Abd-Al-Salam Al Kuhin abstammen, kamen im 18. Jahrhundert in die Region Timbuktu, die Familie Abana Anfang des 19. Jahrhunderts. Nach Prof. Michel Abitbol im Center for the Research of Moroccan Jewry in Israel reiste Rabbi Mordoche Aby Serour Ende des 19. Jahrhunderts mehrmals als wenig erfolgreicher Straußenfedern- und Elfenbeinhändler nach Timbuktu. Ismael Diadie Haidara, Historiker aus Timbuktu, fand althebräische Texte unter den historischen Aufzeichnungen der Stadt. Bei genealogischen Untersuchen erfuhr er, dass er selbst von marokkanisch-jüdischen Händlern der Abana-Familie abstammte. Als er Älteste in den Dörfern seiner Verwandten interviewte, entdeckte er, dass das Bewusstsein der jüdischen Identität der Familie aus Furcht vor Verfolgung als Geheimnis bewahrt blieb.
Aufstrebende Gemeinden
Die Abayudaya von Uganda sind eine Gruppe des enthusiastischen Judentums aus vergleichsweise neuer Zeit; der Beginn ihrer Religionsausübung liegt um 1917.

Kenia eine verhältnismäßig kleine aufstrebende Gemeinde hat sich in Laikipia, Kenia gegründet und ihren christlichen Glauben gegen das reine Judentum verlassen. Es gibt gegenwärtig schätzungsweise 5.000 Mitglieder. Diese Gruppe unterhält Beziehungen zur Bewegung schwarze Hebräer. Obgleich anfangs christlich-messianisch, sahen sie ein, dass ihr Glaube mit dem Judentum inkompatibel sei; jetzt warten sie darauf, im reinen Judentum unterwiesen zu werden. Einige jüngere Kinder dieser Gemeinde sind in die Abayudaya-Schulen in Uganda geschickt worden, um im Judentum und anderen Themen unterwiesen zu werden. Es gibt auch einige unter den ethnischen Gruppen in Kenia, die behaupten, einer der verlorenen Stämme Israels zu sein.

Das Haus von Israel ist eine Gemeinde von Sefwi Wiawso und von Sefwi Sui in Westghana, die die Nachkommenschaft ihrer Sefwi-Vorfahren von Juden behauptet, die südwärts zur Elfenbeinküste abwanderten. Die ununterbrochene jüdische Praxis dieser Gemeinde geht jedoch nur auf die frühen 1970er zurück.

Die Juden von Rusape, Simbabwe behaupten eine althebräische Stammesverwandtschaft; demnach seien die meisten Völker der Schwarzafrikaner (besonders die Bantu) tatsächlich althebräischen Ursprungs. Jedoch geht die jüdische Aktivität in der Rusape Gemeinde lediglich auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück; in diesem Fall auf 1903. Obwohl diese Gemeinde nicht mehr an Jesus als Messias wie die Christen glaubt, glaubt sie, Jesus sei ein Prophet gewesen, da jedoch alle Menschen Propheten seien, habe Jesus keinen besonderen Status. Zurzeit bewegt sich die Gemeinde in Richtung des Mainstream-Judentum. Sie glaubt, die Mehrheit der afrikanischen Völker seien Nachkommen der zwölf verlorenen Stämme Israels und die meisten Afrikaner übten hebräisches Brauchtum.
Moderne Gemeinden europäischen Ursprungs
Es gibt bedeutende, meist aschkenasische jüdische Gemeinden in Südafrika (siehe Geschichte der Juden in Südafrika). Diese Juden kamen zumeist vor dem 2. Weltkrieg aus Litauen, andere haben Wurzeln in Großbritannien, Deutschland und Osteuropa. Zu ihnen zählen die kleinen europäischen jüdischen Gemeinden in Namibia (Südwestafrika), Simbabwe (Südrhodesien), Lesotho (Basutoland), Swasiland, Botswana (Betschuanaland), Zaire (Belgisch-Kongo), Kenia, Malawi (Njassaland), Sambia (Nordrhodesien); diese hatten normalerweise Synagogen und sogar offizielle jüdische Schulen in den Hauptstädten dieser Länder gegründet.
Historisch existierte eine jüdische Gemeinde in Maputo, Mosambik, die aber in der Unabhängigkeitszeit fast vollständig verschwand. Die Regierung hat die Synagoge von Maputo der jüdischen Gemeinde offiziell zurückgegeben, aber es gibt nur eine „kleine oder keine jüdische Gemeinde, die sie zurückfordert.

Dann gibt es noch Tussi von Ruanda, Uganda und Burundi

Die etwa 2,5 Millionen Tutsi von Ruanda, Uganda und Burundi sind überwiegend römisch-katholischen Glaubens, mit einer erwähnenswerten Minderheit, die dem Islam anhängt. Seit den 1980er-Jahren ist jedoch in Kreisen von Tutsi-Intellektuellen eine Bewegung entstanden, die sich nach dem mythischen Land Hawila der Bibel (Gen 2,11) benennt und für die Tutsi eine jüdische Abstammung postuliert.[16]
Nach der Darstellung eines ihrer Wortführer, des Linguisten Jean ("Yochannan") Bwejeri, sollen die jüdischen Vorfahren der Tutsi schon seit mosaischer Zeit das vielfach in der Bibel erwähnte, von Bwejeri mit Hawila gleichgesetzte Königreich Kusch (Äthiopien) im Becken des Weißen Nil beherrscht und nach der Zerstörung dieses Reichs 1270 n. Chr. dann in das Gebiet der Großen Seen, ins heutige Burundi, Ruanda, in Teile von Uganda, Tansania und des Kongo gezogen sein.] Bwejeri beruft sich unter anderem auf angebliche sprachliche Übereinstimmung zwischen der Sprache der Tutsi und dem Hebräischen sowie auf das Zeugnis von Eldad ha-Dani, einem jüdischen Reisenden des 9. Jahrhunderts, der jüdische Gemeinden in Tunis und Maghreb besuchte und sich dort, der mittelalterlichen Überlieferung zufolge, als Abkömmling des Stammes Dan und Einwohner eines von fünf benachbarten afrikanischen Reichen verlorener Stämme Israels im Lande Hawila ausgab.
Das von der Bewegung gegründete Havila-Institut in Brüssel hat nach eigenen Angaben rund 200 Mitglieder unter den ungefähr eintausend Tutsi-Flüchtlingen in Belgien. Es hat sich zur Aufgabe gesetzt, diejenigen Tutsi (Batutsi) Ruandas und Burundis zu unterstützen, die "trotz Christianisierung im 19. und Völkermord Ende des 20. Jahrhunderts eine Erinnerung an eine hebräische Vergangenheit bewahrt haben und sich als Nachkommen der Stämme Juda und Dan betrachten". Aus der Sicht von Kritikern handelt es sich um eine extremistische Bewegung, die durch Konstruktion einer neuen Identität der Tutsi als eines auserwählten, anderen Ethnien überlegenen Volkes mit territorialen Ansprüchen auf ein Großreich Hawila die Konflikte der Region schürt.
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Re: Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:24

Traditionell wird Israel in 12 Stämme eingeteilt: Ruben, Simeon, (Levi), Juda, Isaschar, Sebulon, Benjamin, Dan, Naphtali, Gad, Asser, Ephraim und Manasse. Die biblische Geschichte lehrt, daß die 12 Stämme Israels von den Söhnen und Enkeln Jakobs abstammen (1. MOSE 29-30; 1. MOSE 35:16-18; 1. MOSE 48:5-6). Infolge der Herkunft von ihrem Stammvater und Vater Jakob-Israel werden alle Stämme zusammen Israel genannt. Jakob kam mit seiner Familie als“ "siebzig an Zahl"” (2. MOSE 1:1-5) nach Ägypten. In Ägypten “"wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden überaus stark" ”(2. MOSE 1:7) und wurden dort zum “"Volk Israel"” (2. MOSE 1:9). Ein Pharao, “"der nichts von Joseph wußte"” (2. MOSE 1:8), bedrückte sie mit schwerer Arbeit und Frondienst. Gott “"gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob"” (2. MOSE 2:24), gab sich Mose zu erkennen (2. MOSE 3) und rettete die Israeliten aus Ägypten. Zu dieser Zeit zählte das Volk “"sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Frauen und Kinder"” (2. MOSE 12:37). Am Berg Sinai erhielt das Volk seine Gesetze und Ordnungen, und Gott schloß den Bund mit ihnen (2. MOSE 19-24). Die 12 Stämme Israels nahmen unter Josua als Befehlshaber das Land Kanaan ein, nachdem sie unter Moses Führung 40 Jahre durch die Wüste gewandert waren. Die vereinte Heeresmacht der 12 Stämme reichte aus, um das Land zu erobern, das dann unter sie verteilt wurde. Während dieser Siedlungszeit und in der folgenden Periode der Richter gab es keine vorgegebene Form der Führerschaft unter den Stämmen, mit Ausnahme der Richter, die Gott als Befreier in Zeiten der Not einsetzte (siehe "Das Buch der Richter"). Solche Krisen zwangen die Stämme zum vereinten Kampf gegen die Feinde unter der Führung des "Retters". Silo war das heilige Zentrum für alle Stämme, und dort befand sich auch unter der Obhut der priesterlichen Familie Elis die Bundeslade (1. SAMUEL 1:3; 1. SAMUEL 4:4). Angesichts schweren militärischen Druckes fühlten sich die Israeliten genötigt, Samuel um die Einsetzung eines Königs zu bitten, und so wurde Saul zum König über alle Stämme Israels gekrönt (1. SAMUEL 11:15). Nach seinem Tod wurde Isch-Boscheth, Sauls Sohn, von allen Stämmen als König angenommen. Ausnahme waren die Stämme Juda und Simeon, die David vorzogen. Davids Kampf mit dem Hause Sauls endete mit dem Sieg Davids. Alle Ältesten gingen zu ihm über und erkannten ihn als König an. Von Jerusalem aus regierte er über alle Stämme Israels (2. SAMUEL 5:5). Nachfolger war sein Sohn Salomo. Nach dem Tod Salomos zersplitterten die Stämme wieder politisch und territorial, wobei Juda und Benjamin im Süden dem Hause Davids die Treue hielten, während der Rest der Stämme im Norden von verschiedenen aufeinanderfolgenden Dynastien regiert wurden.
Im allgemeinen wird die biblische Auffassung, daß die 12 Stämme Teile einer einzigen größeren Einheit sind, die auf natürliche Weise aus den väterlichen Wurzeln hervorgegangen sind, von der modernen Lehrmeinung nicht geteilt. Stattdessen geht man davon aus, daß dieses vereinfachte Schema eigentlich aus späteren stammesgeschichtlichen Spekulationen herrühre, die die Geschichte der Stämme auf familiärer Ebene zu erklären versuchen. Die Vereinigung der 12 Stämme, so glaubt man, sei aus einer Organisation von unabhängigen Stämmen oder Gruppen von Stämmen gewachsen, und dieser Zusammenschluß sei aus historischen Gründen nötig gewesen. Die Lehrmeinungen unterscheiden sich darin, wann die Vereinigung der Zwölf stattfand und wann Israel eine Nation wurde. Eine Schulmeinung vertritt die Auffassung, daß der Bund innerhalb des Landes gegen Ende der Zeit der Richter und zu Beginn des Königtums geschlossen worden sei. Den Überlieferungen, die davon ausgehen, daß die 12 Stämme schon seit der Versklavung in Ägypten und den Wanderungen in der Wüste eine Nation waren, wird jede Grundlage abgesprochen. Diese Schule erkennt in den Namen von einigen Stämmen die Namen von alten Plätzen in Kanaan, wie zum Beispiel die Gebirge von Naphthali, Ephraim und Juda oder die Wüsten von Juda und Gilead. Mit der Zeit haben dann diejenigen, die in den Gebieten wohnten, die Namen der Örtlichkeiten angenommen. M. Noth glaubt, daß die Lea-Stämme Ruben, Simeon, Levi, Juda, Sebulon und Isaschar zu einem früheren Zeitpunkt als ein Zusammenschluß von 6 Stämmen existiert haben, deren Grenzen einander in Kanaan berührten. Erst später wären andere Stämme hinzugekommen und hätten den Staatenbund allmählich auf 12 erweitert. Eine zweite Lehrmeinung akzeptiert zwar, daß die Vereinigung der 12 Stämme schon z. Z. der Wanderung durch die Wüste existiert hat, lehnt jedoch ab, daß Kanaan jemals von dem Bund dieser Stämme erobert worden ist. Es habe lediglich zu verschiedenen Zeiten vereinzelte Raubzüge und Einfälle ins Land gegeben. Nichtsdestotrotz geht das Bündnis unter den 12 Stämmen und ihr nationales Bewußtsein, welches aus der völkischen Verwandtschaft und aus Gemeinsamkeiten in Geschichte, Glaube und heiligen Handlungen entspringen, auf eine Zeit zurück, die vor der Eroberung des Landes Kanaan lag.
Die Zahl 12 ist weder erdichtet, noch das Ergebnis der Entwicklung des Stammbaumes in der erzväterlichen Geschichte. Sie ist eine institutionalisierte und gebräuchliche Struktur, die auch bei anderen Stämmen gefunden wird, wie zum Beispiel den Söhnen Ismaels (1. MOSE 25:13-16), den Söhnen Nahors (1. MOSE 22:20-24), denen Joktans (1. MOSE 10:26-30) und denen Esaus (1. MOSE 36:10-13). Ähnliche Formen der Organisation, bei denen Gruppen von 12 oder auch von 6 Stämmen entstehen, sind aus Kleinasien, Griechenland und Italien bekannt. In Griechenland wurden solche Gruppen "Amphiktyonie" ( ) genannt, von abgeleitet, das "um ... herum wohnen" bedeutet und die Versammlung oder das Lagern um ein zentrales Heiligtum herum bedeutet. Nach einer bestimmten Ordnung und Reihenfolge war es jedem Stamm zugewiesen, einen Dienst zur Bereitung und Erhaltung des Heiligtumes zu verrichten. Die amphiktyonischen Mitglieder veranstalteten zu festlichen Gelegenheiten Pilgerreisen zum gemeinsamen religiösen Zentrum. Das genaue Maß der Übereinstimmung zwischen der Amphiktyonie der griechischen Welt und der Zwölferstruktur der Stämme Israels mag Thema von wissenschaftlichen Streitgesprächen sein. Es gibt jedoch kaum Zweifel daran, daß die Zwölferstruktur der hebräischen Stämme tatsächlich bestanden hat. Wenn sich somit ein Stamm aus der Union zurückzog oder in einen anderen absorbiert wurde, blieb die Zahl 12 dadurch erhalten, daß sich einer der verbleibenden Stämme in zwei aufspaltete oder ein neuer Stamm zur Union hinzukam. Wenn zum Beispiel der Stamm Levi zu den 12 Stämmen hinzugerechnet wird, gelten die beiden Joseph-Stämme als ein Stamm. (1. MOSE 35:22-26; 1. MOSE 46:8-25; 1. MOSE 49:1-27). Wenn jedoch Levi nicht erwähnt wird, werden die Joseph-Stämme jeder für sich aufgezählt, so daß Manasse extra genannt wird (4. MOSE 26: 4-51). Ebenso wird, um die Zahl 12 zu berücksichtigen, der Stamm Simeon als eigener Stamm gezählt, auch nachdem er in den Stamm Juda miteinbezogen worden war (JOSUA 19:1), und Manasse zählt man als einen Stamm, auch nachdem er in zwei Teile aufgespalten worden ist. Gad, obwohl Sohn der Silpa, wird unter die 6 Lea-Stämme gerechnet, wenn Levi weggelassen wird (4. MOSE 1:20-42; 4. MOSE 26:5-50).
Das Bündnis der 12 Stämme war in erster Linie religiös begründet, nämlich auf den Glauben an den einen “"Gott Israels"” , mit dem die Stämme einen Bund hatten und den sie “"als des HERRN Volk"” (RICHTER 5:11; RICHTER 20:2) an einem gemeinsamen heiligen Ort anbeteten. Die Stiftshütte und die Bundeslade waren die heiligsten Kultgegenstände der Stämmegemeinschaft. Die biblische Überlieferung zeigt, daß in den verschiedenen Zeiten viele Orte als religiöser Mittelpunkt dienten. Während der Wüstenwanderungen war es der "Berg Gottes", der Sinai, bekannt auch als der Horeb, der als solcher Platz diente (2. MOSE 3:1; 2. MOSE 18:5; vergleiche 2. MOSE 5:1-3; 2. MOSE 8:23-24), wie auch die große Oase in Kadesch-Barnea, wo die Stämme eine lange Zeit blieben (5.M 1:46). Von da aus starteten die israelitischen Stämme einen Versuch, das Land zu erobern (4. MOSE 13:3,26). Von vielen Plätzen in Kanaan wird berichtet, daß sie als heilig angesehen wurden und Ziele von Pilgerschaften waren. Da war der Pniel, an dem Jakob, der namentliche Ahnherr der Stämme, den Namen Israel empfing (1. MOSE 32:24-32); Bethel (1. MOSE 28:10-22; 1. MOSE 35:1-15), wo die Lade des Bundes Gottes eine Zeit lang blieb (RICHTER 20:26-28), und Beerseba (1. MOSE 21:33; 1. MOSE 46:1-4; AMOS 5:5; AMOS 8:14). Diese Orte lassen sich bis in die Zeiten der Väter zurückverfolgen. In Sichem errichtete Jakob einen Altar (1. MOSE 33:18-20), und dort versammelten sich auch die Stämme Israels zu Josuas Zeiten, “"und als sie vor Gott getreten waren"”, schlossen Gott und sie einen Bund (JOSUA 24). Silo hatte als Heiligtum eine besondere Bedeutung für die Stämme. Dort versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel unter Josua, um das Land durch das Los zu verteilen. Dort richteten sie die Stiftshütte und die Bundeslade auf (JOSUA 18:1-8). Elis Familie, die vom Hohepriester Aaron abstammt, verrichtete ihren Dienst in Silo (1. SAMUEL 2:27). Nach Silo gingen die Israeliten, um anzubeten und Feste zu feiern (RICHTER 21:19; 1. SAMUEL 1:3; siehe auch JEREMIA 7:14 und JEREMIA 26:9). Die Vielfalt der heiligen Plätze wirft die Frage auf, ob sich tatsächlich alle 12 Stämme an einem einzigen gemeinsamen amphiktyonischen Ort versammelten. Es kann sein, daß sich ein Stamm einem der anderen Anbetungsorte zuwandte, wenn seine Verbindung zur Amphyktonie aus dem einen oder anderen Grund geschwächt war. Möglicherweise dienten verschiedene Orte so den einzelnen Untergruppen der Stämme als Anbetungsorte. Beispielsweise gingen die südlichen Stammesgruppen nach Beerseba und Hebron (1. MOSE 13:18; JOSUA 21: 10-11; 2. SAMUEL 2:1-4; 2. SAMUEL 5:1-3; 2. SAMUEL 15:7-10), die Stämme in der Mitte des Landes nach Sichem, Silo und Gilgal (JOSUA 5:9-10; 1. SAMUEL 11:14-15; 1. SAMUEL 13:4-15; AMOS 5:5) und die nördlichen Stämme zum Heiligtum nach Dan (RICHTER 18:30-31). Die Wahrscheinlichkeit, daß es eine Vielzahl von Anbetungsorten gegeben hat, wird durch die Tatsache gestützt, daß Anhäufungen kanaanitischer Ansiedlungen die südlichen und zentralen Stämme (auf den Bergen von Ephraim) getrennt haben, sowie die zentralen Stämme von denen in Galiläa. Es ist möglich, daß die einzelnen Stämme gleichzeitig viele verschiedene Altäre hatten, während das Heiligtum, an dem sich die Bundeslade Gottes befand, der für alle 12 Stämme gleichermaßen bedeutendste Ort der Anbetung war.
Die Veränderungen, die in der Struktur und in der relativen Stärke der Stämme aufgetreten sind, finden ihren Ausdruck im biblischen Stammbaum. Die Stämme kommen von vier Stammesmüttern, acht Stämme von Lea und Rahel, vier Stämme von den Leibmägden Bilha und Silpa (1. MOSE 29-30). Nach einer weit verbreiteten Ansicht ist die Zuordnung zu den beiden Frauen ein Hinweis auf ein früheres Stadium der Organisation der Stämme . Man sprach von den "Stämmen Leas" und den "Stämmen Rahels". 4 Stämme wurden zu den Leibmägden zugeordnet. Dies mag deren niederen Status oder einen späteren Eintritt in den Staatenbund anzeigen. In der Liste der 12 Stämme steht Ruben, der Erstgeborene als erster (1. MOSE 46:8), gefolgt von Simeon, Levi und Juda, den Söhnen Leas, die eine Vorrangstellung einnehmen. Bevor das Land erobert wurde, war Ruben der Kopf des Stämmebundes gewesen und hatte unter den Brüderstämmen eine Position von zentraler Bedeutung innegehabt (1. MOSE 30:14; 1. MOSE 35:22; 1. MOSE 37:21; 1. MOSE 42:22; 4. MOSE 16:1 ff). Andererseits ist dieser Stamm während der Zeit der Richter inaktiv gewesen. Aus Ruben gingen keine Richter hervor, und während Deboras Krieg gegen Sisera “"saß Ruben zwischen den Sattelkörben"” und sandte keine Hilfe (RICHTER 5:16). Er wohnte am Rand des Landes (1. CHRONIK 5:9-10), und deswegen waren möglicherweise seine Verbindungen zu den anderen Stämmen geschwächt und seine dauerhafte Existenz als einer der Stämme Israels in Gefahr (vergleiche mit 5. MOSE 33:6). Simeon wurde von Juda absorbiert. Levi verteilte sich infolge seiner priesterlichen Pflichten durch ganz Israel. Juda wurde durch einen kanaanitischen Landstreifen von den restlichen Stämmen getrennt. Dieser verlief zwischen dem Gebirge von Juda und dem von Ephraim. Rubens Platz als Haupt der 12 Stämme wurde durch das Haus Joseph übernommen, welches in der Zeit der Besiedlung und der Richter eine entscheidende und historische Rolle spielte. Josua war aus dem Stamm Ephraim (4. MOSE 13:8). Sichem und Silo lagen innerhalb der Grenzen des Gebietes von Joseph (siehe auch PSALM 78:59,67-68). Samuel kam aus dem Hügelland von Ephraim (1. SAMUEL 1:1). Bei der Schandtat von Gibea (RICHTER 19-21) war es Ephraim, der die Stämme im Krieg gegen Benjamin führte. Zu Beginn der Monarchie ging die Führung auf Juda über (1. MOSE 49:8 ff). Der Abschnitt in 1. CHRONIK 5:1-2 beschreibt sehr deutlich, wie die Führungsposition unter den Stämmen von Ruben über Ephraim auf Juda überging.
Jeder der 12 Stämme verfügt über ein großes Maß an Selbstbestimmung und regelt seine eigenen Angelegenheiten nach stammesväterlichen Weisen. Es gab zweifellos für alle Stämme gemeinsame Verwaltungseinrichtungen, die in der Nähe der Heiligtümer gelegen waren, allerdings ist die Information hierüber sehr spärlich. Während der Wüstenwanderungen lag die Leitung des Volkes bei den Fürsten der einzelnen Stämme und bei den Ältesten, die Mose unterstützten (2. MOSE 19:7; 2. MOSE 24:1,9; 4. MOSE 1-2; 4. MOSE 11:16-24; 4. MOSE 32:2; 4. MOSE 34:16-29; 5. MOSE 27:1; 5. MOSE 31:28). Es kam dann zu Versammlungen der Stammeshäupter und Ältesten, die während der Zeit der Niederlassung und der Richter stattfanden: “"die Fürsten der Gemeinde, die Obersten über tausend in Israel"”, zusammen mit Pinhas, dem Priester, führten im Namen des ganzen Volkes Verhandlungen mit den Stämmen, die jenseits des Jordans geblieben waren (JOSUA 22:30). Josua “"berief die Ältesten von Israel, seine Obersten, Richter und Amtleute"”, um in Sichem einen Bund zu schließen (JOSUA 24). Die Ältesten von Israel, die für das ganze Volk sprachen, baten Samuel, einen König einzusetzen (1. SAMUEL 8:4). Der Vorfall mit der Konkubine in Gibea (RICHTER 19-21) und Sauls Kampf mit Nahasch, dem Ammoniter (1.SAMUEL 11) sind klassische Beispiele für gemeinsame Unternehmen, bei denen sich die 12 verbündeten Stämme versammelten und kämpften“ "wie ein Mann - von Dan bis nach Beerseba und vom Lande Gilead"” (RICHTER 20:1; 1. SAMUEL 11:7). In einem Fall führten die Stämme vereint Krieg gegen eines ihrer Mitglieder, nämlich Benjamin, als dieser die Satzungen des Bundes gebrochen hatte (RICHTER 20:7). Der Krieg gegen Nahasch, den Ammoniter, zeigt, daß von den Stämmen verlangt wurde, jedem Mitglied des Stammverbundes, das sich in Schwierigkeiten befand, zu helfen. Weil der Bund zwischen den israelitischen Stämmen heilig war, wurden die Kriege der Stämme als “"die Kriege des HERRN" ”angesehen (2. MOSE 17:16; 4. MOSE 21:14). Dennoch wird im Buch der Richter durch die Beschreibungen der Kriege, die Israel gegen seine Feinde führte, deutlich, daß das Bündnis in diesen Tagen ziemlich schwach gewesen sein mußte. Das Bewußtsein von nationaler und religiöser Einheit hatte sie noch nicht zu einer festen politischen und militärischen Einheit zusammengefügt. Deboras Siegeslied verdeutlicht klar den Mangel an Solidarität unter den Stämmen, denn einige waren den galiläischen Stämmen nicht zuhilfe gekommen. Es ist nicht möglich, auch nur einen Krieg gegen äußere Feinde zur Zeit der Richter zu benennen, bei dem alle Stämme mit vereinten Kräften auszogen. Tatsächlich gibt es sogar Hinweise für Meinungsverschiedenheiten und Streit unter den Stämmen (RICHTER 7-8;12). Hier gibt es Gelehrte, die die Meinung vertreten, daß die rettenden Richter nicht über alle Stämme und das gesamte Volk gesetzt waren, sondern nur einzelne Stämme oder Stammesgruppen führten.
Erst gegen Ende der Richterzeit, als im Westen die Philister die israelitischen Stämme mehr und mehr bedrängten und im Osten fremde Völker von jenseits des Jordans verstärkt Druck ausübten, nahm die religiös-nationale Vereinigung der Stämme politische und militärische Dimensionen an. Erst da vereinigten sich die israelitischen Stämme zunehmend zu einer feststehenden national-territorialen Einheit im Rahmen der monarchischen Herrschaft. David, Salomo und spätere Könige von Israel und Juda neigten dazu, das Stammesbewußtsein zugunsten der territorialen und monarchischen Organisation zu schwächen. Trotzdem wird aus Hesekiels endzeitlicher (eschatologischer) Vision (HESEKIEL 47-48) ersichtlich, daß Israels Bewußtsein, ein aus zwölf Stämmen zusammengefügtes Volk zu sein, selbst in dieser Zeit nie ausgelöscht war. Vergleiche auch "Die zehn verlorenen Stämme". [B.O.]

In der Haggada. In der haggadischen Literatur bezieht sich das Wort "shevatim", ("Stämme"; singular: shevet) sowohl auf die zwölf Söhne Jakobs als auch auf die Stämme, die von ihnen abstammen. Als Jakob seine Heimat verließ und seinen Traum hatte, nahm er zwölf Steine als Kopfstütze und erklärte: "Gott hat beschlossen, daß es zwölf Stämme sein müssen; sie kamen aber noch nicht von Abraham oder Isaak. Wenn also diese zwölf Steine zu einem werden, dann weiß ich, daß ich dazu bestimmt bin, sie zu zeugen (1. MOSE R. 68:11), und tatsächlich, die zwölf Steine wuchsen zu einem zusammen (1. MOSE 28:11, im Gegensatz zu Vers 18). Aus dem Englischen heißt es wörtlich übersetzt in Vers 11: “"und er nahm von den Steinen dieses Platzes und nahm sie als Kopfunterlage ..."” und in Vers 18: “"... und nahm den Stein, den er als Kopfunterlage genommen hatte ..."”). Während sowohl Abraham als auch Isaak auch böse Söhne zeugten, nämlich Ismael und Esau, waren alle zwölf Söhne Jakobs treu gegenüber Gott (Shab. 146 a; siehe auch 2. MOSE R. 1:1). Sie alle wurden in bezug auf Israels Erlösung aufgezählt (Tanh. Shemot 5), und Gott erklärte: “"Ihre Namen sind mir besser als das Salböl, mit dem Priester und Könige gesalbt werden"” (PREDIGER 7:1-2).
Alle Stammesväter wurden außerhalb des Landes Israel geboren, mit Ausnahme von Benjamin, und alle außer Benjamin machten mit beim Verkauf Josephs. Deshalb erhielt der Stamm Benjamin das Vorrecht auf die "Schekhinah", zum Beispiel beim Anteil am Tempel (Sif. 5. MOSE 3:5, 352). Keiner der Stämme behielt in Ägypten seine Familienreinheit, und alle außer Ruben, Simeon und Levi begingen dort Götzendienst (4.MOSE R. 13:8). So wie die Himmel nicht ohne die zwölf Sternbilder auskommen können (2. MOSE R.15:6), so kann die Welt nicht ohne die zwölf Stämme auskommen, denn nur durch den Verdienst der zwölf Stämme wurde die Welt geschaffen (PR 3:10). Die Namen der Stämme sind nicht immer in derselben Reihenfolge aufgezählt, so daß man nicht sagen kann, daß die, die von den Herrinnen (Rahel und Lea) abstammten, Vorrang vor den Abkömmlingen der Leibmägde hätten (Bilha und Silpa; 2. MOSE R. 1:6).
Der Stamm Sebulon trieb Handel und unterstützte den Stamm Isaschar, um diesen zum Studium der Tora zu befähigen. Deswegen gab Mose in seinen Segnungen dem Stamm Sebulon den Vorrang (Yal. 1.M 129). Alle Stämme brachten Richter und Könige hervor, außer Simeon, wegen der von Simri begangenen Sünde (Mid. Tadshe 8; siehe 4. MOSE 25;1-2,14). Jeder Stamm brachte Propheten hervor, aber nur Juda und Benjamin brachten auch durch die Leitung eines Propheten Könige hervor (Suk 27b).
Die Stämme Benjamin und Juda wurden nach Babylon in die Verbannung verschleppt, während die zehn Stämme über den Fluß Sambatyon (1.M R.73:6) weggeführt wurden. Die zehn Stämme sollen weder auferweckt noch gerichtet werden, und R. Simeon b. Yohai sagte: "Sie werden niemals aus der Verbannung zurückkehren." R. Akiva dagegen hält daran fest, daß sie zurückkehren werden (ARN 36:4). Aber vergleiche "Die zehn verlorenen Stämme". Der davidische Messias wird von zwei Stämmen abstammen, sein Vater von Juda und seine Mutter von Dan (Yal. 1.M 160).
[H.FR.]
http://www.cai.org/de/bibelstudien/die-12-staemme-israels-0
Literatur: B. Luther: in ZAW, 21 (1901); 37ff; E. Meyer: Die Israeliten und ihre Nachbarstämme (1906); 498ff. W.F. Albright: in JPOS, 5(1925); 2-54; A. Alt: Die Landnahme der Israeliten in Palästina (1925) A. Alt: in PJB, 21 (1925); 100ff; A. Alt: in E. Sellin Festschrift (1927); 13-24; Alt: Kl Schr, 2 (1953); 1-65); M. Noth: Das System der Zwölf Stämme Israels (1930); 85-108; W. Duffy: The Tribal History Theory on the Origin of the Hebrews ("Die stammesgeschichtliche Theorie zum Ursprung der Hebräer"; 1944); Albright: Arch Rel. 102-9; C.V. Wolf: in JBL, 65 (1946); 45-49; C.V. Wolf: in JQR, 36 (1945/46); 287-95; Noth, Hist Isr; 53-137; Bright, Hist, 142-60; R. Smend: Yahweh's War und Confederation ("Jahwes Krieg und Stämmebund"; 1970) In der Aggadah; Ginzberg: Legenden 7 (1938), 48l (Index), zu: die 12 Stämme Israels


Zuletzt von Admin am 31/5/2012, 02:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Das Geheimnis der zehn verlorenen Stämme, jüdische Sicht!

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:26

Das Geheimnis der zehn verlorenen Stämme

von Mendel Elishevitz


Lassen sie uns mit dem Anfang beginnen:
Über tausend Jahre bevor die zehn Stämme ins Exil geführt wurden, wurde Jakobs geliebter Sohn Josef durch seine Brüder gefangen genommen – und als Sklave verkauft. Letztlich wurde er, nach vielen Jahren der Trennung, mit seinem Vater und seinen Brüdern wiedervereinigt. Die Tora beschreibt wie es war, als Josef seine Identität seinen Brüdern gegenüber offenbarte.
(Bereschit, 45:1-2)
Dieses Phänomen wird sich in viel größerem Maßstab wiederholen – mit den Kindern von Josef zusammen mit den anderen neun Stämmen.

(Josef repräsentiert die zehn Stämme, da die Hauptstadt der zehn Stämme sich auf dem Berg Ephraim befand – Ephraim war Josef Sohn).

Diese Wiedervereinigung wird ebenfalls reich an Tränen sein,
„Mit weinen werden sie kommen und mit Erbarmen werde Ich sie führen“
(Jeremia 31:8)
Der Prophet Jecheskel spricht über diese Wiedervereinigung:
„Ich nehme den Stab von Josef, der in der Hand von Ephraim ist, und den Stämmen von Israel – seinen Freunden – ist, und Ich werde von ihnen den Stab von Jehuda nehmen, und Ich werde sie zu einem Stab machen, und sie werden eins sein in Meiner Hand ... Nun nehme ich die Söhne von Israel von den Nationen in die sie gingen, und Ich werde sie von überall versammeln und sie in ihr Land bringen. Und ich werde sie zu einem Volk machen, in dem Land, den Bergen von Israel. Und ein König wird über sie regieren, und sie werden nicht länger zwei Völker sein, und sie werden niemals mehr in zwei Königreiche geteilt sein.“

D.h. bis jetzt gibt es eine Trennung im Judentum. Zuerst in der Form von zwei Königreichen und später waren sie vollkommen voneinander getrennt. Wenn der Moschiach kommt, wird G-tt uns vereinen zu „einer Völker und wir werden nicht länger in zwei Völker getrennt sein.“
Rabbi Akiwa: Die zehn Stämme werden nicht zurückkehren
Obgleich es so klar erscheint, dass die zehn Stämme zurückkehren werden, so ist, wenn wir die Quellen betrachten, es nicht so einfach wie es scheint. Lassen sie uns die Mischna in Sanhedrin (110b) zitieren:
„Die zehn Stämme werden nicht zurückkehren, wie es in heißt (Nizawim 29:8) ‚’Und er brachte sie in ein anderes Land, wie diesen Tag.’ Wie der Tag dahingeht und nicht zurückkehren wird, so werden auch sie dahingehen und nicht zurückkehren, die sind die Worte von Rabbi Akiwa.

Rabbi Elieser sagt, wie der Tag durch die Dunkelheit gefolgt wird, und das Licht später wieder zurückkehrt. So ist es auch, obgleich es für die zehn Stämme ‚dunkel’ wird, wird G-tt sie letztlich aus ihrer Dunkelheit herausführen.“
So liegen uns zwei Möglichkeiten bezüglich des Schicksals der zehn Stämme vor.

Der Talmud zitiert einen zusätzlichen Standpunkt, dass das Schicksal abhängig von ihrem Verhalten ist, Rabbi Schimon ben Jehuda von Kfar Akko sagt im Namen von Rabbi Schimon: „Wenn ihr Verhalten dem heutigen gleich bleibt („diesen Tag“) werden sie nicht zurückkehren, wenn sie umkehren, werden sie in der Tat wieder zurückkehren.“
Vertreter von jedem Stamm
Lassen sie uns nun zur Analyse von Rabbi Akiwas Ansicht übergehen, dass die zehn Stämme nie wieder gefunden werden. Solch eine Ansicht erfordert eine Erklärung: Wenn das jüdische Volk nur noch aus den verbleibenden beiden Stämmen (Jehuda und Benjamin) besteht, wie kann dann der Vers auf die Einheit der „drei von Jehuda“ und der „drei von Josef“ verweisen?

Zusätzlich, spricht nicht der Prophet Jecheskel von der Teilung des Landes unter 13 Stämmen?

Rabbi Dan Isaac Abarbanel erklärt (Jeschuot Meschicho 1:4):

Zu Rabbi Akiwas Zeit hatten sich die Spuren der zehn Stämme seit mehr als 600 Jahren verloren und es gab nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sie immer noch existierten.

Bedenke: Wenn die zehn Stämme weiterhin loyal dem Judentum geblieben wären, warum haben sie dann nicht einen Boten nach Jerusalem zum Tempel gesandt – um Gerüchte zu verifizieren, dass die Juden in ihr Land zurückgekehrt waren und den Tempel wiedererbaut hatten?!

Dieses Argument überzeugte Rabbi Akiwa, dass die zehn Stämme sich in den heidnischen Völkern assimiliert hatten und nicht mehr Teil des jüdischen Volkes waren.

Und in Bezug auf die Prophezeiungen, welche implizieren, dass die Stämme in der messianischen Zeit existieren werden, konnte Rabbi Akiwa entgegnen, dass, während die meisten der zehn Stämme im Exil waren und niemals zurückkehren würden, einige geflohen sein konnten und heute unter uns leben. Folglich hätten wir Vertreter aller vermissten zehn Stämme und die Prophezeiungen würde durch sie erfüllt werden.
Die Halacha: Die zehn Stämme werden zurückkehren
Nachdem wir Rabbi Akiwas Standpunkt diskutiert haben, lassen sie uns den gegenteiligen Standpunkt von Rabbi Elieser (der als Halacha akzeptiert ist) betrachten – dass die zehn Stämme zurückkehren werden.

[Ein talmudischer Gelehrter benutzte den scharfen Ausdruck „Rabbi Akiwa hat seine G-ttesfürchtigkeit verloren“ – mit dem Verweis auf Rabbi Akiwas harte Aussage über die zehn Stämme. So folgt die Halacha Rabbi Elieser – dass die zehn Stämme letztlich zurückkehren werden.]

Der Talmud erklärt, dass diese Sicht auf dem Vers (Jesaja 27:13) basiert „und es wird sein an diesem Tag, ein großes Schofar wird geblasen, und die Verlorenen werden aus dem Land Aschur kommen“ – dieser Vers bezieht sich auf die zehn Stämme, die ins Land Aschur ins Exil geführt wurden.

Ein Punkt muss klargestellt werden: Amos (5:1) sagt bezüglich der zehn Stämme: „Höre dies, über was ich trauere: Die Jungfrau von Israel, und wird niemals aufstehen.“ Wie würde Rabbi Elieser die Worte erklären „Sie wird niemals aufstehen?“

Eine mögliche Erklärung ist, dass sie nicht als unabhängig „aufstehen“ wird, aber sie wird als Teil, welches zum Königreich Judah gehört, sich wieder erheben.
Unterirdische Tunnel; der Ölberg; und die drei Orte
Der Midrasch sagt uns, dass die zehn Stämme an drei Orte ins Exil geführt wurden: Einige wurden exiliert in das Land hinter dem Sambation-Fluss, eine andere Gruppe wurde in ein entferntes Land hinter dem Fluss geführt (dieses Land war zweimal so weit entfernt von Israel wie das erste Land), die dritte Gruppe „verschwand in Rabbesla.“

Der Midrasch beschreibt dann die Art, in welcher einige der dritten Gruppe (die „verschwand“) zurückkehren werden:
„G-tt wird ihnen unterirdische Tunnel schaffen und sie werden durch sie gehen, bis sie den Ölberg in Jerusalem erreichen. G-tt wird bewirken, dass sich der Berg öffnet und die zehn Stämme hervortreten werden.“
(Jalkut Schimoni, Jesaja)
Offensichtlich ist dieser Midrasch nicht wörtlich zu nehmen, er spielt vielmahr auf die unterschiedlichen spirituellen Exile an, welche diese Gruppe nunmehr durchleidet und die spirituelle Transformation, welche sie erfahren werden wenn der Moschiach kommt:

Die zehn Stämme wurden exiliert und „verschwanden“, d.h. sie haben ihre jüdische Identität vollkommen vergessen. Ihre Energie verblieb nur in einer potentiellen Form. Wenn der Moschiach kommt, wird G-tt sie durch Tunnel führen (den Prozess der Erneuerung symbolisierend) bis hin zum Ölberg (ein Berg, der – ursprünglich – den heranwachsenden Früchten zugedacht war – einem Symbol für die Nutzung potentieller Energie). Schließlich wird sich der Berg spalten und sie werden erscheinen – ihre jüdische Identität wird wiedererscheinen, wird wiedererweckt vom gegenwärtigen Zustand des „Potentiellen“ und wird in ihrer vollen Größe offenbar.

Die Ausführungen entstammen „Nihon-Judaja, Huuin no Kodaishi“ durch Rabbi Marwin Tokayer, übersetzt aus dem japanischen durch Arimasa Kubo. Nach seiner Ordination diente Rabbi Tokayer als Rabbiner bei der U.S. Air Force in Japan und nach seinem Ausscheiden aus dem Militär kehrte er nach Tokio zurück, wo er für viele Jahre als Rabbiner der jüdischen Gemeinde Japans, wie auch als Vizepräsident und Direktor für Kultur, Religion und Bildung für die jüdischen Gemeinden im Fernen Osten fungierte.

Kommentar von einem Leser:
Die 10 verlorenen STIMMEN!, die 10 verlorenen GEBOTE?Diese sind es, die VERLOREN gegangen sind in der erweiterten GESETZLICHKEIT und Wirren brachten und noch bringen in allen Ländern, Stämmen und Stimmen.Und doch ist es mehr, was ZURÜCKZUFÜHREN ist!!All dies ist bereits im Gange und wer Augen hat zu sehen, der sieht es und wer Ohren hat zu hören, der hört es.Weinend, bettelnd,hinkend (körperlich, seelisch oder geistig) und dennoch lächelnd kommen sie und sind schon da, die 10 Stämme. Es ist doch nicht schwer, zu ERKENNEN,wenn Himmel und Herz offen sind.Und was sich an SCHLEIER-haftem davorstellt, wird doch gelüftet.Das ist die Zeit des MASCHIACH. Möge er kommen!Und wenn er in finsterer Zeit auch nur EIN Licht leuchten lässt, so umfasst es dennoch alle ZEHN.
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Ein Aufruf an Angehörige der 10 verlorenen Stämme in der Diaspora

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:29

Ein Aufruf an Angehörige der 10 verlorenen Stämme in der Diaspora
Von HPE @ 15:07


Gott gab dem Abraham eine gewaltige Zusage, die ER für seine Nachkommen Isaak und Jakob wiederholte. Wir lesen sie in Genesis 15:5: „Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein!“ Das heutige Israel zählt im Land rund 7 Millionen Einwohner. Wenn wir die im Ausland lebendenden noch dazuzählen, ergibt dies eine Zahl von rund 18 Millionen, weit davon entfernt so zahlreich zu sein wie die Sterne am Himmel oder der Sand am Meer. Woher kommt diese Diskrepanz? Viele namhafte Bibelausleger führen dies auf die Verbannung der 10 Stämme wegen ihres Götzendienstes unter König Jerobeam zurück. Dies führte dann ins babylonische Exil und später in die Diaspora. Dort haben sie sich den Völkern in vielem, oder meistens sogar gänzlich angepasst. Sie leben noch heute unter diesen Völkern und wissen nichts über ihren jüdischen, d.h. ephraimitischen Ursprung und leben in den Nationen als „Christen“, Moslems, oder andere Denominationen. Gott selbst aber wird am Ende der Zeiten diese zerstreuten Stämme wieder aus allen vier Ecken der Erde zurückholen. So steht es in Hesekiel 37:14: „Und ich gebe meinen Geist in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, JHWH, geredet und es getan habe, spricht JHWH.“ Das was der Prophet hier beschreibt ist eine geistliche Auferstehung. Ephraim das von seinen Wurzeln nichts mehr weiss, wird durch den Geist Elohims lebendig, und erkennt seinen Ursprung (siehe Hesekiel 37). Dies geschieht heute vor unseren Augen. Bei uns in der Schweiz gibt es praktisch keine Lehre zu dieser Thematik, in den USA hingegen schon. Wenn Du mehr wissen möchtest zu diesem Thema so empfehle ich Dir die Seite von Norman Willis: www.nazareneisrael.org oder auch die Seite von Steve Okunola: www.firstfruits.de und dort unter: „Wer ist das Volk Gottes?“ Wenn Du die 10 Module zu je ca. 14 Minuten gesehen, bzw. gehört hast, wirst Du wissen, ob auch Du zu den 10 verlorenen Stämmen gehörst, und wenn nicht,  kannst Du entscheiden ob Du Dich dem Volk Israel anschliessen willst. Wenn Du dies tust gelten alle Israel gegebenen Verheissungen auch Dir, und Du wirst angesehen wie Einer der im Land geboren wurde, und bist nicht mehr länger ein Fremdling! (2. Moshe 12:48)


Kommentare
Shomer
2012-02-11 18:11:45

Es war an Sukkot 5766 im Herbst 2005. In einem Festzelt am Bodensee befand ich mich das erste Mal an einem Laubhüttenfest. Der Veranstalter (er ist HPE bekannt) hatte hierfür ein Ad-hoc-Laienspiel über die verlorenen Stämme geschrieben, das auf einem Bericht einer jüdischen Forschergruppe basierte. Es ging dabei um die kulturellen hebräischen Einflüsse bei den Paschtunen in Afghanistan. Hier wurde ich das erste Mal für das Thema "Verlorene 10 Stämme" sensibilisiert.

Es muss so etwa 2007 gewesen sein. Ich machte damals ein Sabbatjahr. In einem messianischen Forum hatte eine Userin eine englischsprachige (amerikanische) Homepage eines Rabbiners verlinkt. Ich klickte auf den Link und begann zu lesen. Die Kernaussage lautete, dass gemäss der Recherchen des Rabbis Hugenotten von einem der erwähnten verschollenen Stämme abstammten. Plötzlich stand ich unter Strom, erinnerte ich mich doch daran, dass mir meine Grossmutter einmal gesagt hatte, dass ihre Mutter noch einen hugenottischen Mädchennamen getragen hatte.

Dann landete ich einmal auf dem Datums-Umrechner in der Chabad-Homepage. Okay, sagte ich mir, ich bin zwar schon fast im Pensionsalter, aber weil es so lustig ist, will ich einmal wissen, wann ich meine BarMitzvah gehabt hätte. Die Software warf mir ein Datum aus, mit dem ich natürlich nichts anzufangen wusste. Aber dann kam's: "Ihr Geburtstag ist der 10. Tishrei" - und dann das jüdische Geburtsjahr. Moment, dachte ich, vom 10. Tishrei habe ich doch schon etwas gelesen. Ich ging in meine Agenda und stellte fest, dass der 10. Tishrei der höchste religiöse jüdische Feiertag ist: Jom Kippur. Da stand ich schon wieder unter Strom.

Ich wusste, dass der Jom Kippur der strengste jüdische Fastentag ist - und nun hatte ich ein Problem: Wie feiert man seine Geburtstagsparty an Jom Kippur? :-D

Dann geschah an Sukkot 5767 ein Unfall. Beim Abbau des Festzeltes fiel eine Metallkonstruktion auf mich herab, warf mich zu Boden und knallte dort auf mich - zwei, dreihundert Kilo oder mehr mit Fallgeschwindigkeit. Das Abbauteam, zumeist Festteilnehmer, war starr vor Schreck und wusste, dass etwas schlimmes geschehen war. Nur einer wusste das nicht: ich! Der Träger war genau rechtzeitig auf mir angehalten worden, damit er nicht meinen Brustkorb durchschlug und mein Herz zermatschte. Er lag auf mir oben links von meinem Kopf und unten zwischen meinen Beinen.

Und am 10. November am Morgen erlitt ich einen Schlaganfall. Erstaunlich schnell konnte ich wieder entlassen werden - für die mir gestellte Diagnose sehr erstaunlich. In Deutschland sind Schlaganfälle statistisch die dritthäufigste Todesursache. - Warum aber bin ich nicht gestorben? Und warum ausgerechnet am 10. November morgens? Die Nacht vom 9./10. November 2008 war der 70. Jahrestag der sog. Reichskristallnacht - für mich als Deutschen ein schwarzes Kapitel, wenn nicht das schwärzeste.

Und so macht auch mein Paradigmenwechsel vom christlichen Glauben hin zur Torah Sinn.

Zu viele Hinweise deuten darauf hin, dass ich zum Haus Ephraim gehören muss. Es war 1987 als ich zum grössten Sicherheitsdienstleistungsanbieter wechselte. Als ich Wächter wurde, sprang mir ein Vers entgegen:

> "Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel."

Aber erst als ich wusste, dass das Haus Israel die verlorenen Stämme waren, und dass ich zu diesen Stämmen gehörte, machte diese Aussage für mich Sinn.


Zuletzt von Admin am 31/5/2012, 21:59 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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..die 12 Stämme und ein Bericht von Rabbi Shalom Schwarz

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 22:34


http://www.projekt-j.ch/die_12_staemme_israels.htm

Die zwölf Stämme Israels
von Michael Freund Einer der verlorenen Stämme Israels wieder gefunden
Im letzten August erlebte ich im äussersten Winkel Nordost-Indiens ein Wunder. 
Als ich mich in der Stadt Churachandpur in der Nähe der Grenze zu Burma befand, beobachtete ich erstaunt, wie Hunderte von Mitgliedern der Bne Menasche (Hebräisch für „Kinder Manassehs“), eine Gruppe, die von einem der zehn verlorenen Stämme Israels abstammt, sich versammelten, um auf Hebräisch zu singen und zu beten. 
Teils in Tränen und teils voller Freude bekräftigten sie so ihren Entschluss, ins Land ihrer Vorfahren, ins Land Israel, zurück zu kehren. 
Alle Anwesenden waren Schüler des Bildungszentrums, das von Shavei Israel geleitet wird. Dabei handelt es sich um eine in Jerusalem basierte Gruppe, (www.shavei.org) die ich mit dem Ziel gründete, „verlorenen Juden“, die zu ihrem Volk zurück zu kehren wünschen, zu helfen.
Die Geschichte der Bne Menasche ist in der Tat atemberaubend und widerspricht beinahe jeder logischen Erklärung. Trotz der über 2700 Jahre des Exils und der Verfolgung, gelang es ihnen, ihr jüdisches Erbe aufrecht zu erhalten und den Traum von Zion weiter zu nähren. 
Nun soll dieser Traum dank einem historischen Entscheid des israelischen Oberrabbinats, der die Bne Menasche als „Nachkommen Israels“ anerkennt, in Erfüllung gehen.
Beweise für die alte Verbindung der Bne Menasche mit dem jüdischen Volk sind reichlich vorhanden. Bei einem meiner Besuche in Indien lernte ich Jossi Hualngo kennen, einen 67jährigen Bürger von Aizawl, der Hauptstadt des Staates Mizoram, wo zur Zeit viele der Bne Menasche leben.
Zwei von Hualngos Onkel dienten als Dorfpriester. Mittels eines Dolmetschers gab er mir eine detaillierte Beschreibung der Zeremonien ab, welche jene jeweils abhielten. Seine Onkel, so sagt er, pflegten weisse Gewänder anzulegen, bevor sie Opferrituale durchführten. Dazu gehörte auch eines mit Fäden, die von dessen vier Ecken herunter baumelten und an einen Tallit mit „Arba Kanfot“ (viereckigen Gebetsmantel) erinnern, wie er von Juden getragen wird.
Im Frühjahr, zur Pessach-Zeit, pflegten sie durch das Darbringen eines Tieres ein jährliches Fest der Befreiung zu feiern, nicht jedoch, bevor sie dessen Blut an die Türpfosten der Leute schmierten, wie es die Israeliten während des Auszuges aus Ägypten taten. Laut Hualngo gehörte es tatsächlich zur Regel, dass die Priester das Fleisch ganz vorsichtig von den Knochen des Tieres lösen mussten, ohne diese zu brechen, wie es die Bibel in Bezug auf das Pessach-Opfer verlangt. (Exodus 12/46)
Dann begann Hualngo auf bemerkenswerte Weise eines der Gebete zu rezitieren, das seine Onkel während der Opferzeremonie in Gesangsform aufzusagen pflegen. Die Worte des Liedes und deren biblischer Ursprung sind unverkennbar: Terah, Abraham, Isaak, Jakob, das Rote Meer, Marah und Schiloh (Ort des alten Tabernakels und Hauptstadt der nördlichen Stämme Israels bis zur assyrischen Eroberung).
Dieses alte Gebet der Bne Menasche entspricht dem biblischen Bericht des Auszuges aus Ägypten: „Wir mussten das Rote Meer überqueren, unsere Feinde kamen uns mit Wagen nach, das Meer verschlang sie alle, als wären sie Fleisch. Wir werden am Tage von der Wolke geleitet, und durch das Feuer in der Nacht. Nehmt diese Vögel zum Essen und trinkt das Wasser, das aus dem Felsen fliesst.“
Für Ortsansässige von Mizoram besteht bezüglich des Ursprunges der Bne Menasche kein Zweifel. Lal Thlamuana, ein 45jähriger, treuer Christ, der Eigentümer und Leiter der lokalen Missionsschule ist, zweifelt nicht an den israelitischen Ursprüngen der Mizos (die örtliche Bezeichnung für den Stamm, der insgesamt etwa 800'000 Personen zählt und von dem die Bne Menasche stammen).
„Sogar christliche Mizos glauben, dass die Bne Menasche Nachkommen von Israel sind“, sagt er und fährt fort, indem er eine Anzahl der alten Gemeindebräuche und Traditionen beschreibt, wie etwa der Beschneidung eines neugeborenen Knaben am achten Tag, levirate Ehen und strikte Gesetze bezüglich der Menstruation, die alle dem jüdischen Gesetzt verblüffend ähnlich sind.
Die britischen Besetzungsmächte, so Thlamuana, bezeichneten die Mizo-Leute als Luschei, einer Fehlbetonung von Lu Se, was „Zehn Stämme“ bedeutet. Den Bne Menasche gemäss wanderten ihre Vorfahren, um der Verfolgung zu entfliehen, in den Süden Chinas ein, wo sie sich in Burma nieder liessen und sich dann westwärts dort hin bewegten, wo sich nun die indischen Bezirke Nizoram und Manipur befinden.
Im letzten Jahrzehnt sind etwa 800 Bne Menasche nach Israel ausgewandert. Sie dienen in der Armee, leben religiös jüdisch und sind produktive Mitglieder der israelischen Gesellschaft.
Zwei Mitglieder der Gemeinde wurden zu Rabbinern ordiniert, während ein weiterer als ausgebildeter Schreiber tätig ist, aus dessen Feder wunderschöne Esther-Schriftrollen entsprungen sind. Andere  haben sich bei Elitekampfeinheiten gemeldet, wo sie ihr Leben riskieren, um Gottes heilige Land zu verteidigen.
Dennoch hat das israelische Innenministerium im Sommer 2003 unverständlicher Weise beschlossen, die Alija der Bne Menasche einzufrieren, so dass es den restlichen 7000 noch in Indien verbliebenen Bne Menasche die Einreise hierher verweigerte.
Das soll sich aber nun alles ändern. Am 30. März beschloss der sefardische israelische Oberrabbiner während einer Sitzung, bei der ich anwesend war, dass die Bne Menasche als „Nachkommen Israels“ anzuerkennen sind.
Dies ist eine dramatische Wendung, die diesem verlorenen Stamm Israels nun wieder die Tore öffnet, um zum jüdischen Volk und nach Zion zurück zu kehren.
In der Hektik des Alltages kann man leicht vergessen, dass wir in einem ganz besonderen Zeitalter leben. So wie die Propheten es aber vor langer Zeit voraus sagten, haben die Zerstreuten Israels nun ihre lange Heimreise begonnen.
◊
___
Der Verfasser ist Gründer und Vorsitzender von Shave Israel (www.shavei.org), einer in Jerusalem basierten Gruppe, die „verlorenen Juden“ dabei hilft, zum jüdischen Volk zurück zu kehren. Er wirkte früher als Berater des Ex-Premierministers Benjamin Netanyahu und kann unter michael@shavei.org erreicht werden.

Judah - das jüdische Volk / Als Juden leben
von Rabbi Shalom Schwarz
Der Terror im Nahen Osten ist ein Weckruf für das gesamte jüdische Volk
Was wird das Ende der mörderischen Situation im Nahen Osten sein? Politische Experten sehen keine diplomatische Lösung am Horizont. Militärische Quellen bieten nur Übergangslösungen an, um den Terror einzudämmen und können keinen praktikablen Weg finden, um diesen Krieg zu gewinnen. Israel verliert die meisten Schlachten in den Medien, da viele Völker auf der Seite der Araber stehen.
Als ein Heckenschütze begann, unschuldige Zivilisten in Washington D.C. niederzuschiessen, fühlten Millionen von Menschen eine schreckliche Angst um ihr Leben. Die Sicherheit, die sie benötigten, um ein normales Leben zu führen, wurde untergraben. In den letzten zweieinhalb Jahren wurden hunderte von Israelis ermordet und tausende ernsthaft verletzt. Busse, Einkaufsläden, Restaurants und Hotels werden ständig angegriffen. Es ist klar, dass die Existenz des jüdischen Staates bedroht wird. Wie können die Menschen in Israel unter diesen Umständen ihr tägliches Leben führen?
Das ist genau das Ziel der Feinde Israels, den Überlebenswillen der Nation durch Furcht und Leiden zu lähmen. Mit dem Gefühl der Lähmung, die jede Terrorattacke begleitet, fragen wir uns: Wie viel mehr können wir ertragen? Wie viel länger können wir das Leben unserer Kinder riskieren?
An diesem Punkt müssen wir zurück schauen. Sicher befanden wir Juden uns schon früher in ähnlichen Situationen. Unsere Vorfahren standen massiver Bedrohung bezüglich Auslöschung gegenüber, aber sie haben überlebt. Wir, die wir heute leben, sind die Nachkommen dieser Überlebenden.
Was können wir von ihnen lernen, das uns leiten kann?
Sie sahen die Geschehnisse ihrer Zeit als die Erfüllung ihrer von Gott gegebenen Bestimmung.
Sie betrachteten ihre geistige Antwort als ebenso wichtig wie alle politischen, militärischen oder Informationsstrategien, die sie gegen ihre Verfolger anwendeten.
Sie glaubten, dass eine radikale persönliche und allgemeine Veränderung der Katalysator ist, um jede Bedrohung abzuwenden.
Seit Camp David 2000 wurde uns auf schmerzhafte Art und Weise bewusst, dass es bei diesem Konflikt nicht in erster Linie um Land geht. Es geht um die Juden.
Umfragen, welche im Oktober 2002 durchgeführt wurden, ergaben, dass 70 % der Israelis und 80 % der Palästinenser den Konflikt als eine Schlacht um die Existenz des jüdischen Staates sehen.
Viele von uns sind zu einem Zeitpunkt geboren worden, als der Staat Israel bereits existierte. Aber was würde geschehen, wenn sich die Feinde Israels vereinigen würden? Was würde geschehen, wenn die arabischen Armeen sich der 40'000 Mann starken palästinensischen „Polizeikraft“ anschliessen und versuchen würden, Jerusalem von den „jüdischen Ungläubigen“ zu „befreien“?
Die Antwort des jüdischen Volkes zum Ruf „Tod den Juden!“ war immer „Leben als Juden!“ Wenn das Böse uns als Zielscheibe benützt, weil wir uns für eine Welt einsetzten, die auf anderen Werten basiert, dann muss unsere Antwort sein, sogar noch leidenschaftlicher gemäss diesen Werten zu leben.
Heute gibt es eine Zunahme des Antisemitismus, aber er zeigt sich im Deckmantel des Antizionismus. Diese Angriffe auf die weitere Existenz des jüdischen Staates muss uns dazu bringen, uns einer ernsthaften persönlichen und nationalen Gewissensprüfung zu unterziehen.
Im Jahre 1948 betrachtete uns die Welt als die Juden, welche nach Zion zurückkehren – das jüdische Volk, welches aus der Asche des Holocaust aufersteht und in sein Heimatland zurückkehrt. Was werden sie erschaffen? Der moderne Zionismus sah in Israel einen sicheren Hafen vor dem Antisemitismus. Im Jahr 2002 existiert dieser sichere Hafen nicht mehr länger. Aber Israel hat eine viel grössere Bedeutung als nur ein Fluchtort zu sein. Es sollte als Sprungbrett für das jüdische Volk dienen, um seine Bestimmung auszuführen.
Im Angesicht der sich wiederholenden Angriffe haben die Bürger des jungen Staates Israel die meiste Zeit ihres Lebens damit verbracht, sich um ihr Überleben zu sorgen. Und wenn es eine Zeit gab, um Luft zu holen, dann mussten sie ein Land aufbauen: Strassen, Schulen, Infrastruktur und Organisationen. Wer hatte Zeit, um über ein höheres nationales Ziel nachzudenken? Es genügte zu wissen, dass Israel ein Fluchtort für alle Juden auf der Welt sein würde, sollten sie durch einen weiteren Holocaust bedroht werden.
Wer konnte sich vorstellen, dass die nächste Bedrohung für die Zerstörung von Millionen von Juden sich tatsächlich in den Grenzen von Israel abspielen würde?
Gläubige Juden in der ganzen Welt müssen sich selbst fragen:
Haben wir das Ziel des Staates Israel so sehr aus den Augen verloren, dass Israel uns weggenommen wird?
Haben wir unsere Möglichkeiten, ein jüdisches Heimatland aufzubauen, so sehr verschwendet, dass wir damit enden werden, dieses Land zu verlieren?
Elie Wiesel vergleicht das moderne Judentum mit einem Botschafter, dem auf den Kopf geschlagen wurde und der bewusstlos liegen blieb. Als er wieder aufwachte, konnte er sich nicht mehr an die Botschaft erinnern, wer ihn gesandt hat, zu wem er gesandt wurde, noch was der eigentliche Zweck von ihm als Botschafter ist.
Vielleicht haben wir den Blick für die Einzigartigkeit unserer Bestimmung verloren. Judentum ist viel mehr als eine Religion, viel mehr als eine nationale Identität. Es bedeutet, ein Licht unter den Nationen zu sein, die Welt zu reparieren und eine Quelle des Segens für die Menschheit zu sein. Und dies soll durch die Juden geschehen, die gemäss ihren Traditionen in ihrem angestammten Land leben, im Land Israel.
Wie kann die winzige jüdische Nation ein Katalysator für die Reparatur der Welt sein? Der christliche Gelehrte und Historiker Paul Johnson schrieb in seinem Bestseller „Geschichte der Juden“:
Eine Möglichkeit der Zusammenfassung von 4'000 Jahren jüdischer Geschichte besteht darin, uns selbst zu fragen, was mit der menschlichen Rasse geschehen wäre, wenn Abraham nicht ein Mann von grosser Klugheit gewesen wäre; oder wenn er in Ur geblieben wäre und seine höhere Erkenntnis für sich selbst behalten hätte und kein besonderes jüdisches Volk ins Leben gerufen worden wäre. Ganz gewiss wäre die Welt ohne die Juden ein radikal anderer Ort gewesen.
Alle grossen, konzeptionellen Entdeckungen des Intellekts (Verstandes) scheinen einleuchtend und unvermeidlich zu sein, wenn sie erst einmal enthüllt sind, aber es erfordert eine spezielle Begabung, sie das erste Mal zu formulieren. Die Juden besassen diese Gabe. Ihnen verdanken wir die Ideen der Gleichheit vor dem Gesetz, sowohl vor Gott wie vor Menschen; der Heiligkeit des Lebens und der Würde der menschlichen Person; des persönlichen Gewissens und damit der persönlichen Erlösung; des kollektiven Gewissens und damit der sozialen Verantwortung; des Friedens als ein abstraktes Ideal, der Liebe als Grundlage der Gerechtigkeit; und viele andere Dinge, welche die moralische Grundlage des menschlichen Sinnes bilden.
Stellen Sie sich ein Land vor, dessen moralische Strukturen so gewoben sind, dass alle diese Werte greifbar sind, wenn Sie ihren ersten Fuss in dieses Land setzen. Stellen Sie sich eine Wirtschaft vor, ein soziales und gesundes System, das sich von diesen Verpflichtungen ableitet und davon atmet. Stellen Sie sich ein Erziehungs- und Rechtssystem vor, dass auf dieser moralischen Grundlage basiert. Stellen Sie sich eine Nation vor, die es auf sich nimmt, einen 3'300 Jahre alten Bund zu erfüllen und ein Licht unter den Nationen zu sein. Wir waren immer ein Volk mit einem grenzenlosen Glauben und einer Hoffnung in die Zukunft.
Wir glaubten schon an unsere einzigartige Bestimmung, als wir im Exil lebten und von einem Land in ein anderes vertrieben wurden.
Wir erlitten Grausamkeit und Verlassenheit und fuhren fort, die Welt über einen liebenden Gott zu lehren.
Wir bemühten uns, Gutes in die Welt zu bringen und wurden dadurch zur Zielscheibe des grössten Übels der Welt.
Was wird das Ende dieser mörderischen Situation im Nahen Osten sein? Sie wird bestimmt nicht enden, bevor wir die Botschaft nicht beachten, eine Botschaft, die jedem besorgten Juden zugerufen wird. Ob in Israel oder in der Diaspora, ob jüdisch gelehrt oder jüdisch nicht gelehrt, ob gläubig oder nicht – dies ist ein Weckruf, unsere Banden zu unserem Volk zu überprüfen. Unsere jüdische Identität und unsere göttliche Mission zu bestätigen.
Genauso wie unsere Feinde nie unterschieden haben zwischen Juden, so müssen auch wir keine Ausnahmen machen. Es ist Zeit, aufzuwachen! Wir sitzen alle im gleichen Boot. ◊
___
publiziert in www.aish.com
Übersetzung aus dem Englischen: Gabriela Michel
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Wo sind die 10 Stämme des Nordreichs??

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:09



Eine Meinung über den Verbleib der verlorenen Stämme Israels
Wo sind die zehn Stämme des Nordreichs, die 732-721 v. Chr. nach Assyrien in die Gefangenschaft geführt wurden?

Eine verbreitete Lehrmeinung besagt, dass sie einfach in das assyrische Reich einverleibt wurden und deshalb verschwanden. Doch ist es schwer vorstellbar, dass Gott die Nachkommen dieser zehn Stämme spurlos in der Geschichte verschwinden lassen haben soll. Wir dürfen nicht vergessen, dass GOtt einen ewigen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob schloss.
Die Weissagungen von Jesaja bis Maleachi haben sehr viele Seiten. Mitunter zeigen sie auch, dass Gott die Verheißungen dieses Bundes gegenüber "dem Haus Israel" in der Endzeit erfüllen will: Es ist zu einfach das Ganze auf das geistliche Israel zu übertragen. Hier steuern die meisten Christen in eine Sackgasse hinein, weil sie nicht verstehen, was Tora und Tanach mit "Israel" und den "Juden" nun eigentlich meint. 
Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Des Juda und der Kinder Israel, seiner Zugetanen. Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: Des Joseph, nämlich das Holz Ephraims, und des ganzen Hauses Israel, seiner Zugetanen.
- Hesekiel 37:16 -
Bei dem "Haus Israel" handelt es sich nämlich nicht um Juden, sondern um die zehn Stämme des Nordreiches, die in die Gefangenschaft nach Assyrien geführt wurden. Die Verheißungen an Israel gelten deswegen nicht nur den blutsverwandten Nachkommen der Juden, sondern dem gesamten "Haus Israel und Juda". Aber wo ist das "Haus Israel"?

Es ist ein unstrittiger Sachverhalt, dass die Mehrzahl der zehn aus zwölf Stämmen Israels zusammen mit einer größeren Anzahl der Stämme Juda und Benjamin im Jahre 740 - 715 v. Chr. nach Assyrien weggeführt wurden. Von dieser völkischen Umgruppierung können wir in den Schriften lesen. Genau das verursacht keine Probleme, weil es ja im Wort GOttes geschrieben steht.

Das was dagegen vielen, um nicht zu sagen, den meisten, Schwierigkeiten bereitet, ist: Wo sind diese Stämme und ihre Nachkommen abgeblieben? Wo sind die Millionen Hebräer, die Jakobs und Isaaks Nachkommen sind?

1. Wurden sie in das assyrische Reich einverleibt wie einzelne behaupten, und sind auf diese Art verschwunden?

2. Oder wurden sie auf die ganze Erde verteilt, verwässert, indem sie Mischehen eingegangen sind und so verschwunden, wie andere behaupten?

Beide dieser Anschauungen stehen unmittelbar im Gegensatz zum ewigen Bund, welchen GOtt mit Abraham, Isaak und Jakob (Israel) erhob.
3. Eine dritte Anschauung läuft darauf hinaus, dass die Hebräer von Assyrien nach Europa einwanderten und somit die hellhäutigen Europäer bilden - die christlichen Völkerschaften in Nordeuropa. Man bedenke, dass eine der Verheißungen von GOtt an Abraham war, dass seine Nachkommen unablässig zahlreich werden sollten. Wo findet man sie also heute? Es ist ganz klar, dass es sich hierbei nicht um die heutigen Juden handeln kann, von denen man weiß, dass sie nicht sehr zahlreich sind! Sie machen eine kleine Minderheit aus: Um die 16 Millionen etwa auf der ganzen Welt.

Doch die Altertumsforschung hat mit einer Reihe von interessanten Funden zwei große Fragen beantwortet: 
Was ist mit den hunderttausenden Israeliten geschehen, die vor dem Kaukasus verschwunden sind? Welches Volk war der Ursprung der Kimeren und der geheimnisvollen Nomadenstämme, die den Namen Skythen hatten, ein Volk, das plötzlich nördlich vom Kaukasus zur selben Zeit in der Geschichte auftauchte? 
Beide Völker sind Israeliten. Es handelt sich nur um eine völkische Umgruppierung: Als das eine verschwand, tauchte das andere auf.

Die Hebräer wanderten weiter nach dem zu dieser Zeit noch nicht groß bevölkerten europäischen Erdteil, wo sie die Königshäuser Europas bildeten. Es gibt viele Anhaltspunkte in der Geschichte der Altertumsforschung und Volkskunde, in den Überlieferungen und Sagen, die diese Anschauung unterstützen. Wie wir mit der Zeit entdecken werden, sind sie nicht nur einleuchtend, sondern auch im Einklang mit der Bibel.
Bedingungslose Verheißungen
Die großen Glaubenshelden der Tora, Abraham, Isaak und Jakob erhielten bei wiederholten Gelegenheiten eine bedingungslose Verheißung, dass ihre Nachkommen zu vielen Völkern werden würden. „Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen: Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden."
- 1. Mose 12:1-3 -

„Als nun Lot sich von Abram getrennt hatte, sprach der Herr zu Abram: Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen. Denn all das Land, dass du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit und will deine Nachkommen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deine Nachkommen zählen."
- 1. Mose 13:14-16 -

„Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heißen sondern Abraham soll dein Name sein: Ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker. Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen, und auch Könige sollen von dir kommen. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, so dass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kaanan, zu ewigem Besitz. Und will ihr GOtt sein."
-1. Mose 16:4-8 -
Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, darum daß du meiner Stimme gehorcht hast.
- 1 Mose 22:16-8 -
Diese Verheißungen wurden später zu mehreren Gelegenheiten für Isaak und Jakob wiederholt. Es gibt mehrere Dinge, die wir uns aus diesen Verheißungen merken sollten.

1. Abrahams, Isaaks und Jakobs Nachkommen sollten unendlich zahlreich werden.

2. Sie sollten zu vielen Völker werden.

3. Könige sollten von ihnen ausgehen.

4. Sie sollten sich nach Norden, Süden, Osten und Westen verteilen, d.h. in allen Himmelsrichtungen.

5. In ihnen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden.

6. Diese Verheißungen wurden bedingungslos drei Patriarchen gegeben, nämlich Abraham, Jakob und Isaak! Weiter sollten wir uns merken, dass die Verheißungen zuerst Abraham gegeben wurden. Abraham hatte viele Kinder, so mit seiner Nebenfrau Hagar seinen Sohn Ismael, und sechs Söhne mit Ketura. So sind die Nachkommen Ismaels und die anderen sechs Söhne natürlich auch Abrahams Kinder, die unter die Verheißung kommen, dass Abrahams Nachkommen unendlich zahlreich werden sollten. Isaak, Abrahams einziger Sohn mit seiner Frau Sara empfing dabei einen besonderen Segen und diente als Vorbild für den kommenden Erlöser. Es war Isaak, an dem Gott die Verheißungen wiederholte, die Abraham bekommen hatte. Isaak war der verheißene Sohn. Diese Verheißungen wurden zuletzt noch auf Jakob, Isaaks Sohn, überliefert. Es waren Jakobs /Israels zwölf Söhne samt Josefs zwei Söhnen, Manasse und Efraim, von denen die Verheißungen ausgehen sollten. Diese zwölf (14, wenn wir Efraim und Manasse dazunehmen) Männer waren die Stammväter der zwölf Stämme Israel, und ihre Nachkommen sollten zahlreich wie der Staub der Erde werden, sie sollten zu vielen Völkern werden und die ganzen Geschlechter der Erde sollten durch sie gesegnet werden. 
Hier ist ein ganz wichtiger Sachverhalt, den viele Schriften-forscher übersehen: Besonders in den 10 Kapiteln im 1. Buch Mose und im ganzen alten Testament wird hauptsächlich von einen Mann und seinen Nachkommen berichtet - Abraham und seinen Nachkommen, den zwölf Stämmen Israels. Diese wurden später ins "Haus Juda" und "Haus Israel" aufgeteilt. Dies zieht sich wie ein roter Faden vom ersten Buch Mose bis zu Maleachi: In seinem Buch wird von Abraham und seinen Nachkommen von A-Z berichtet. Auch im sog.NT wird dieser Faden weitergesponnen. Das 1. Buch Mose erzählt vom Aufkommen dieser Nachkommen. Weiter können wir auch von ihrer Auserwählung, Trennung, Abfall und Wegführung lesen. Die Propheten erzählen von ihrem Wiederaufkommen in ihren letzten Tagen. 
Wenn wir dies nicht richtig verstehen, wird der größte Teil des alten Testaments für uns, die wir heute leben, belanglos sein. Man sollte wissen, dass die Propheten des alten Bundes nicht so viel für ihre Zeit schrieben, vielmehr für die Endzeit. Hier kommt das wahre Israel ins Bild, das geistliche wie auch das buchstäbliche wahre Israel! Und das wahre Israel sind nicht nur die heutigen Juden.
Die Hellhäutigen
Die Beweise zeigen in die Richtung, dass die Nachkommen von Sem, die vor allen anderen Völkern gesegnet wurden (1. Mos. 9,26) in weitem Maße der Ursprung für die großen Kulturen der westlichen Welt waren, von den Hellenen (Griechen) bis zu den Europäern. Es sind diese, welche im größten Maße die Kulturträger waren und verantwortlich sind für die großen Funde und Erfindungen, mit denen die Welt bereichert wurde. Es sind auch ihre Nachkommen, die hellhäutigen christlichen Europäer (und das amerikanische Volk, das zum größten Teil von den Europäern abstammt), die das Evangelium zu allen Völkern geführt haben! Man bedenke, dass sie ein Licht sein sollten für alle „Heiden" und dass alle Geschlechter der Erde durch sie gesegnet werden sollten. (Jes. 49,6; 1. Mose 12,3; 18,18; 24,4; 28,14).

Das die mit der Zeit so zahlreichen und fruchtbaren Hebräer nach anderen westlichen Orten auswanderten, ist ja nicht merkwürdiger, als dass viele Europäer später nach Amerika auswanderten.
Die Auswanderung aus Assyrien
In dem apokryphischen Buch Esra, (2 Esra), das im 1. - 3. Jh. v. unserer Zeit geschrieben wurde, kann man folgendes lesen:
„Du sahst ihn einen anderen sammeln, friedliche Menschenmenge um sich. Dies sind die zehn Stämme, die von ihrem eigenen Land weggeführt wurden in die Gefangenschaft, da Josija König war, er der vom assyrischen König Salmanassar gefangengenommen wurde. Er führte sie über den Euphrat und sie wohnten im fremden Land. Aber sie hielten Rat zusammen und wurden einig das heidnische Volk zu verlassen und etwas weiter zu ziehen. Zu einem Ort wo noch keine Menschen gewohnt hatten, da sie dort in jedem Fall die Gebote halten konnten die sie in ihrem eigenen Land nicht gehalten hatten. So kamen sie zu den schwierigen Übergängen beim Euphrat. Da machte der Höchste ein Wunder für sie und hielt den Fluss an, bis sie hinübergegangen waren. Die Reise durch dieses Gebiet war lange und dauerte 1½ Jahre. Das Land wurde Arsaret genannt, und sie blieben dort wohnen bis zu den letzten Zeiten. Aber jetzt haben sie sich wieder auf die Wanderschaft begeben, und der Höchste hielt wieder den Fluss an damit sie hinübergehen konnten. Dies ist die Deutung von der friedlichen Menschenmenge, die du gesehen hast."
- 2 Esra 13:39-47 -
Zwischen dem schwarzen und dem kaspischen Meer liegen die kaukasischen Berge. Diese Bergkette trennt Europa und Asien. Wie man auf alten Karten erkennen kann, erstreckte sich das assyrische Reich bis zu den Quellen des Flusses Euphrat und den Kaukasusbergen. In dieses Gebiet wurden die zehn Stämme Israels vom assyrischen König in die Gefangenschaft geführt. Die Gegend südlich des kaspischen Meeres ist die Wiege der hellhäutigen Europäer, welche auch kaukasische oder nordische Rasse heißt!
In diesen Gebieten verschwindet das alte Israel aus den Geschichtsbüchern. Die Angelsachsen, Goten und eine Reihe anderer Stämme tauchen auf. Die zehn Stämme gingen nie „verloren". Sie verloren nach ihrer jahrhundertelangen Wanderung westwärts von Assyrien lediglich ihre Selbigkeit (ihr Selbstbewusstsein). Sie bewegten sich nach Europa und wurden die Begründer der hellhäutigen europäischen Menschen. Die meisten Völker haben auf ihrer Wanderung den einfachsten Weg genommen: entlang der Flüsse. Die Wanderungen Israels durch den Kaukasus haben Spuren hinterlassen. Bis heute gibt es viele Merkzeichen, die von ihren Wanderungen erzählen. Aufgrund der unverkennbaren Verwandtschaft der Sprachen, der Namensgebung vieler Orte, Flüsse und Seen und anderer hinterlassener Denkmäler, aufgrund der Erforschung von Inschriften auf Steintafeln und anderen Gegenständen, kommen wir zu keiner anderen Möglichkeit, als dass es auch Menschen in den christlich geprägten, westlichen Ländern Europas gibt die zu den verlorenen Schafe des Hauses Israel gehören, von denen viele später nach Nordamerika und Australien zogen.
„Du sollst ein großes Volk werden" war die Verheißung von Gott an Abraham, Isaak und Jakob! Gott hat dieses Volk vor allen anderen Völkern gesegnet. Nicht nur mit fruchtbarem Land auf der westlichen Halbkugel, aber auch auf viele andere Weisen. Die weißen ursprünglichen Europäer sind die erfolgreichsten Landwirtschafter der Welt. Sie sind es, welche Schrifttum, Musik und bildende Kunst hervorgebracht haben. Sie stehen für die großen Erfindungen und technologischen Neugewinne, die das Leben einfacher gemacht haben. „In dir soll die ganze Welt gesegnet werden", das war die Verheißung GOttes an Abraham. Und wir sehen, dass diese Verheißungen in jeder Hinsicht in Erfüllung gegangen sind. Es sind die hellhäutigen Menschen, die das Evangelium von Jeshua allen Völkern gebracht haben. Sie sind es, die 97% aller Bibeln der Welt gedruckt haben, doch Vorsicht mit Spekulationen..

Es ist auffällig, dass alle Apostel mit dem Evangelium westwärts und nicht in den Osten zogen. Sie reisten im Fahrwasser (Kielwasser) der „verlorenen Stämme Israels". Und es waren auch jene, die unter den Ersten waren das Wort GOttes anzunehmen. Später wurden die „verlorenen Stämme Israels" die führenden Verkündiger der Wahrheit. Dies tönt wie ein Lobgesang auf die hellhäutigen Menschen und könnte als „rassistisch" aufgefasst werden. Doch bleibt es ein unumgänglicher Tatbestand, gegründet auf Gottes eigenem Wort und seinen eigenen Verheißungen für die Nachkommen Abrahams, „dem weißen Mann" entsprechend. Keinen anderen Völkern wurden diese großen Verheißungen zuteil. Es lässt sich nicht wegerklären. GOttes Verheißungen für die Söhne Israels in der vergangenen Zeit gelten ewig und bedingungslos.

Warum schenken die modernen Geschichtsschreiber, Völkerkundler und Altertumsforscher dem alten Israel dann nicht größere Aufmerksamkeit? Weshalb nehmen sie die anscheinend klaren Belege dafür, dass Israel der Ursprung der weißen, westlichen Welt ist, nicht zur Kenntnis? Die Antwort ist einfach: Die Forscher von heute haben keinen Glauben an die Tora und deren Bericht über die Herkunft der Menschen und Völker. Ihr Unglaube bringt sie dahin, die Glaubwürdigkeit der Schrift als wichtige Bezugsquelle zu übergehen oder zu verschweigen. Sie versuchen darum, die Geschichte aus ganz anderen Winkeln zu beleuchten. Mit der Forderung der Gleichheit der Menschen behauptet die Neuzeit-Forschung, dass die Völker sozusagen von selbst entstanden sind. Die Skythen „entstanden" einfach urplötzlich in Asien und Europa, wurden nach und nach mit Völkergruppen angereichert, die aus „der einen oder anderen" Gegend Asiens kamen, nur nicht südlich vom Kaukasus her, wohin Israel weggeführt wurde! Daher nennen die Forscher die weißen Menschen auch die kaukasische Rasse, um sie zu der Kaukasus-Gegend zurückzuführen. Wenn die Forscher also das Ganze von dem schriftlichen Standpunkt aus beleuchtet hätten und über den Kaukasus hinausgegangen wären, hätten sie des Rätsels Lösung gefunden. Doch dann wären sie gleichzeitig gezwungen, die Berichte der Tora von den Menschen und Völkern bzw. dem Völkerursprung näher zu betrachten. So einfach ist das.

Die Rettung ist gemäß Joh. 3:16, unabhängig von der Hautfarbe oder Rasse, für alle Menschen offen. Aber die besondere Segnung folgt der Rasse Sem, den Nachkommen Abrahams (1. Mos. 10), der Söhne Noahs. Durch diese Nachkommen sollten alle anderen Völker gesegnet werden.
1. Mose 49:1-28
1 Und Jakob berief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, daß ich euch verkündige, was euch begegnen wird in künftigen Zeiten.
2 Kommt zuhauf und höret zu, ihr Kinder Jakobs, und höret euren Vater Israel.
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.
4 Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen.
5 Die Brüder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind mörderische Waffen.
6 Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwürgt, und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verlähmt.
7 Verflucht sei ihr Zorn, daß er so heftig ist und ihr Grimm, daß er so störrig ist. Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel.
8 Juda, du bist's; dich werden deine Brüder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch große Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will sich wider ihn auflehnen?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen.
11 Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut.
12 Seine Augen sind trübe vom Wein und seine Zähne weiß von Milch.
13 Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon.
14 Isaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Hürden.
15 Und er sah die Ruhe, daß sie gut ist, und das Land, daß es lustig ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht geworden.
16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie ein ander Geschlecht in Israel.
17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beißen, daß sein Reiter zurückfalle. 
18 HERR, ich warte auf dein Heil!
19 Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt sie auf der Ferse.
20 Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Königen leckere Speise geben.
21 Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schöne Rede.
22 Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, daß die Zweige emporsteigen über die Mauer.
23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen, 
24 so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Stein Israels.
25 Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmächtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes. 
26 Die Segen deines Vaters gehen stärker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt, und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.
27 Benjamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen.
28 Das sind die zwölf Stämme Israels alle, und das ist's was ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besonderen Segen.


Dies eine andere Meinung!

Das Königreich Israel erreichte seine grösste Herrlichkeit in der Zeit von David und Salomo, ungefähr 1000 Jahre vor der Zeit Jeschuas. Während der Herrschaft von Salomos Sohn, Rehabeam, trennten sich die 10 nördlichen Stämme Israels von Juda und Benjamin. So wurde das Reich geteilt in die nördlichen Stämme Israels und die südlichen Stämme Judas.
Diese Teilung wurde zum Grund für die Messianische Hoffnung durch einen zukünftigen Messias wiedervereint zu werden (Hes 37,12ff). Des Weiteren gibt es auch die symbolische Bedeutung: die nördlichen Stämme stehen für die internationale Gemeinde, während die Stämme Judas das Jüdische Volk und die Nation Israel repräsentieren. Wie auch immer, diese zwei Ansichten sind prophetisch und symbolisch, nicht historisch oder genealogisch.
Die nördlichen Stämme Israels wurden von den Assyrern im achten Jahrhundert v. Chr. und die südlichen Stämme im sechsten Jahrhundert gefangen genommen. Die Bibel berichtet, dass die Gefangenen Judas während des fünften Jahrhunderts v. Chr. ins Land Israel zurückkehrten.
Da es keine grössere Erwähnung der Wiederherstellung der nördlichen Stämme gibt, entstand über die Jahre viel Spekulation und Neugier und es stellte sich die Frage: “Wo sind die verlorenen zehn Stämme?”
Ein interessanter, jedoch gefährlicher Trend ist es, dass viele christliche Sekten behaupten, die eigentlichen Nachfahren der zehn nördlichen Stämme zu sein. Diese Gruppen erstrecken sich von solchen in Japan, bis zu amerikanischen Ureinwohnern. Manche Elemente der Mormonen und bei den Zeugen Jehovas stellen ähnliche Ansprüche auf. Selbst Teile der Christlichen Zionistenbewegung sind betroffen.
Die Wahrheit ist aber: Es gibt keine verlorenen Stämme. Während der Zeit des geteilten Königreichs und der Gefangenschaft kam ein Prozentsatz von jedem nördlichen Stamm zurück und liess sich im Gebiet Judas nieder. Nach dieser Zeit bezog sich der Name Juda oder die Juden nicht mehr nur auf den Stamm Juda, sondern auch auf die Benjaminiten, die Leviten und die nördlichen Stämme.
Es gibt keine verlorenen zehn Stämme. Alle Stämme Israels sind eingeschlossen in dem, was wir heute das Jüdische Volk nennen. Sechs grundlegende biblische Beweise unterstützen diese Ansicht.
1. Der Überrest Israels in Juda (2. Chronik)
Im Buch der 2. Chronik wird häufig berichtet, dass Angehörige der nördlichen Stämme nach Juda immigrierten nach der Teilung des Königreichs. Dies geschah bereits unmittelbar nach der Teilung.
2. Chronik 10,16-17 - Und ganz Israel ging zu seinen Zelten. Die SÖHNE ISRAEL ABER, DIE IN DEN STÄDTEN JUDAS WOHNTEN, über sie wurde Rehabeam König.

Es könnte nicht viel klarer ausgedrückt werden, dass es Angehörige der Israelischen Stämme gab, die im Gebiet Judas lebten. 2. Chronik 11,3 hält klar fest, dass Rehabeam nicht nur König Judas war, sondern auch von „GANZ“ Israel „IN“ Juda und Benjamin. 2. Chronik 11,16-17 besagt, dass aus “ALLEN” Stämmen Israels, diejenigen die ihr Herz auf Gott ausgerichtet hatten nach Jerusalem kamen um das Königreich Judas zu stärken.

2. Chronik 15,9 sagt uns, dass während der Erweckung von König Asa „Mengen aus Israel“ nach Juda kamen. In 2. Chronik 24,5 wird weiter berichtet von Angehörigen aller Stämme Israel, die sich sammelten. 2. Chronik 30,21 und 25 erzählt von den Kindern der Israelitischen Stämme, die während der Herrschaft Königs Hiskias nach Juda kamen. 2. Chronik 31,6 spricht wiederum von den Kindern Israel, die in den Städten Judas wohnten.

2. Chronik 30,10 spricht von den Angehörigen der Stämme Ephraim, Manasse, Zebulon und Asser, die nach Jerusalem kommen. 2. Chronik 30,18 erwähnt auch den Stamm Issachar. 2. Chronik 34,6 fügt der Liste Angehörige des Stammes Simeon und Naftali hinzu. 2. Chronik 34,9 hält klar fest, dass Angehörige „VOM GANZEN ÜBERREST ISRAELS“ gab, die in der Zeit nach der Assyrischen Gefangenschaft in Jerusalem lebten. 2. Chronik 35,3 erwähnt wiederum, dass Mitglieder von „ganz Israel“ Teil von Juda waren.
2. Wiederhergestellt nach der Gefangenschaft (Esra und Nehemia)
Nach der Babylonischen Gefangenschaft wurde die Nation Israel unter der Führung von Esra und Nehemia wiederhergestellt. In diesen Büchern finden sich ausführliche genealogische Aufzeichnungen. Die Tatsache, dass es so sorgfältig geführte genealogische Aufzeichnungen gab, beweist, dass die nördlichen Stämme Israel nicht nur ein Teil der Wiederherstellung waren, sondern dass sie Aufzeichnungen hatten ihrer Familien, und dass sie wussten, aus welchem Stamm sie kamen. Esra 2,2 beginnt die Aufzeichnung der „…Zahl der Männer des Volkes ISRAEL.“ Esra 2,59  besagt, dass die Menschen eindeutige genealogische Aufzeichnungen besassen, die nicht nur aufzeigten von welchem der nördlichen Stämme sie kamen, sondern auch von welchem Haus: „anzeigen ihr Vaterhaus und ihr Geschlecht, ob sie aus Israel wären.“ Diejenigen die Aufzeichnungen besassen, aber nicht abschliessend beweisen konnten, woher sie kamen, wurden als untauglich befunden, sie mussten warten, bis ein Priester aufstand (sollte dies je geschehen) mit Licht und Recht. Dies beweist, wie metikulös und genau die Aufzeichnungen des Grossteils der Familien waren (Esra 2,62-63). Esra 2,70 spricht noch einmal von “allem” Israel in den Städten Judas nach der Wiederherstellung durch Esra und Nehemia.

Esra 6,16 und 21 spricht spezifisch von den „Kindern Israels, die aus der Gefangenschaft wiedergekommen waren.“ Esra 9,2; 10,2 und 10,19ff sprechen von den Problemen, welche die Israeliten hatten wegen Ehen mit Frauen aus fremden Völkern.

Nehemia 7,7 bis 73 wiederholt die Genealogie der Israelitischen Stämme, die in Esra 2 aufgezeichnet ist. Nehemia 9,2; 11,3 und 11,20 sprechen von dem “anderen Israel…in allen Städten Judas…“ Nehemia 13,3 spricht von der Scheidung der Heiden (Fremdlinge) vom Volk, damit die genealogischen Aufzeichnungen nicht durcheinander kamen.
3. Das Zeugnis von Anna (Lukas 2)
In Lukas 2,36 wird die Prophetin Anna mit Abstammung vom Stamm Asser erwähnt, dieser ist einer der nördlichsten und am wenigsten bevölkerten Stämme Israels. In andern Worten haben wir hier im Neuen Testament eine klare Erwähnung, dass Menschen, die in jener Zeit als Juden bezeichnet wurden auch aus den nördlichen zehn Stämmen kamen, und dass sie noch immer nachweisen konnten von welchem Stamm sie kamen.

Wie kann es sein, dass beispielsweise der Stamm Asser seit 700 Jahren vor Christus verloren ist, wenn Anna ihre Abstammung von Asser in der Zeit des Neuen Testaments kannte?
4. Jeschua und die Apostel (Evangelien und Apostelgeschichte)
Jeschua wirkte im ganzen Land Israel. Er richtete sich an das ganze Volk Israel dort. In all seinen Reden wird angenommen, dass er zu allen Nachfahren Israels spricht. Jeschua erwähnte nicht einmal die Möglichkeit, dass es noch eine andere jüdische Gruppe oder einen Stamm gab, der sich irgendwo herumtrieb. Während er zu den Jüdischen Menschen des ersten Jahrhunderts sprach, sagte er, dass er gerufen war zu „den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mat 10,6).

Auf die gleiche Art richteten sich die Apostel an die Menge der Juden im ersten Jahrhundert mit der Annahme, dass sie zu allen Nachfahren Israels sprachen. In Apg 2,22 richtet sich Petrus an die „Juden“ in Jerusalem und spricht zu ihnen als „Männer Israels“. Am Ende seiner Predigt bezeichnet Petrus die Menge als das „GANZE Haus Israels“ (Apg 2,36). In anderen Worten, in den Augen Petrus, schloss das Jüdische Volk im ersten Jahrhundert alle Stämme Israels ein. Petrus bezeichnete in seinen Predigten immer wieder das Volk als das ganze Haus Israels (Apg. 3,12; 4,8; 4,10; 4,27; 5,21; 5,31; 5,35; 10,36).

Auch Paulus sprach die Juden des ersten Jahrhunderts als „Männer Israels“ an (Apg 13,16). Er bezeichnet die Juden als Israeliten in allen seiner Botschaften (Apg 13,23-24; Apg 21,28; Apg 28,20). Die zwölf Jünger wurden als die zukünftigen Führer gesehen, die „auf den zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“ werden (Mat 19,29).
5. Die zwölf Stämme des Jakobus
Der Jakobusbrief richtet sich an „die zwölf Stämme Israels, die über die ganze Welt zerstreut leben“ (Ja 1,1). Er spricht nicht von irgendwelchen verlorenen Stämmen, sondern zu den zerstreuten Zuhörern von Jüdischen Menschen, die im ersten Jahrhundert an Jeschua glaubten.
Dasselbe Argument gilt, wenn wir den Hebräerbrief anschauen. Die Gruppe, die hier als Hebräer bezeichnet wird, ist nicht ein Stamm von Japanern oder amerikanischen Ureinwohnern, sondern das Jüdische Volk des ersten Jahrhunderts.
6. Der Überrest Israels (Römer 9-11)
Dieses Argument erhält besonderes Gewicht, wenn wir die Verheissungen der Wiederherstellung des gläubigen Überrestes von Israel anschauen, von denen im Buch der Römer, Kapitel 9-11, gesprochen wird. Paulus verleiht hier seinem Gebet Ausdruck, dass die Kinder Israels gerettet werden (Röm 9,1-4; 10,1-4). Dieser Überrest, der wiederhergestellt werden soll, ist der biblische Überrest Israels, der die Prophetien erfüllt. Sie sind dasselbe Volk, das Jeschua im ersten Jahrhundert ablehnte. Es war nicht irgendein verlorener Stamm, der Ihn ablehnte, sondern die Juden, die zu jener Zeit in Israel lebten.

Paulus hält fest, dass Gott das Volk Israel nicht verlassen hat (Röm 11,1). Es gibt einen Überrest Israels der Gnade (Röm 11,5). Was Israel nicht erhalten hat, das haben die Auserwählten erhalten (Röm 11,7). Der Abfall Israels brachte Rettung für die Heiden (Röm 11,11). Ihre Wiederherstellung wird Leben aus den Toten sein (Röm 11,12 und 15).

Das ganze Drama von Römer 9-11 macht nur Sinn, wenn es um das Volk geht, das wir heute als Juden bezeichnen. Wenn jemand denkt, es beziehe sich auf die Mormonen oder die Zeugen Jehovas, oder auf Christliche Zionisten, oder um einen anderen Eingeborenenstamm, so geht die ganze Bedeutung des Abschnitts verloren. Diese Ansicht würde die Verheissungen Gottes für Israel zerstören, der eigentliche Grund für Evangelisation in Israel und die Bedeutung der Versöhnung zwischen Israel und der Gemeinde in der Endzeit.
7. Die Ansicht der Sekten
Es ist kein Zufall, dass so viele Sekten zum Schluss gekommen sind, dass sie einer der zehn „verlorenen“ Stämme Israels sind. Diese Haltung führt ihre Mitglieder in die Irre und sie ist falsch gemäss der Bibel. Diese Theologie ist gefährlich und irreführend, wenn wir versuchen die Prophetien über die Wiederherstellung Israels, die der Rückkehr des Messias Jeschua (Jesus) vorausgeht, zu verstehen.
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Hier noch eine weitere Sicht, jedoch auch umstritten:-)

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:32


Shalom meine Lieben,

hier noch eine weitere Sicht, jedoch auch umstritten:-) Vergesst bitte nicht der Mensch denkt und bastelt sich zusammen, es ist hier eine rein christliche Sicht..
Elohim jedoch wird uns zeigen was echt und unecht ist und ich will euch nur meine lieben Freunde hier im Forum sämtliche Sichten, Meinungen vorlegen und nichts vorenthalten das ich auch selbst prüfe und mit euch teilen will. Natürlich könnten wir sagen, ach ja! Was soll das Ganze, der HErr wird schon alles richten und tun, doch vergesst nicht, jeder ist auch gerufen zu prüfen und zu IHM allein umzukehren. Gewiss haben die Heiden eine Rolle bei der Verkündigung gespielt, dass das Wort GOttes bekannt wurde, doch wer glaubt wirklich von den Heiden Kommenden Freunden Jeshuas auch Christenheit genannt an den einen GOtt JHWH?
Wir wollen umkehren und hören was der gute Hirte sagt!

Herzliches Shalom allen, eure Anastasia, und noch viel Ruach HaKodesh um zu unterscheiden!


Oft nach seinem jüdisch klingenden Familiennamen gefragt, hat der Autor dieses kleinen Beitrags Nachforschungen angestellt, aber keine jüdischen Wurzeln in seinem Stammbaum gefunden. Dafür zeigten sich Hinweise auf Vorfahren in Mitteleuropa und der früheren Hansestadt Danzig, (heute Gdansk). Im Mai 1939 wurde er in Köln am Rhein als Sohn eines Pastors geboren. Sein Vater starb während des 2. Weltkriegs in Russland. Als Autor dieses Beitrags möchte W.R. anonym bleiben. Wer mit ihm in Kontakt treten möchte, kann eine Email schreiben:  wolro@sunrise.ch

Vor vielen Jahrzehnten schon habe ich mich in England mit dem Thema der sogenannten „Verlorenen 10 Stämme Israels“ befasst. Auch besuchte ich ein Missionsseminar, später ein Theologisches Seminar in der Schweiz und erhielt so Einblicke in das Gedankengut der modernen Theologie; in Griechisch und Hebräisch. Für einige Jahre war ich Redaktor des Gemeindeblattes einer Freikirche bei Zürich. Heute bildet mein jüngerer Sohn junge Japaner für den Missionsdienst in Japan aus.

Das Thema über Israel hat mich seit ca. 50 Jahren nicht mehr losgelassen, und jetzt drängten mich einige gläubige Christen doch eine Broschüre über dieses Thema zu verfassen. Nach einigem Zögern habe ich mich entschlossen mich über Israel öffentlich zu äussern, obwohl ich mir bewusst bin, dass ich da auf Widerspruch stossen könnte. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich manchmal auch traditionelle Überzeugungen hinterfragen darf, weil wir dazu aufgerufen sind in der Bibel zu graben. Wir gehen ja von Erkenntnis zu Erkenntnis und sollten auch mal ältere Lehrmeinungen neu anschauen. Die Bibel bleibt schliesslich die einzige Quelle unserer Erkenntnis. Ihm will ich alle Ehre geben.

Die geistlichen und moralischen Werte geraten in’s Wanken, und die Überschuldung einzelner Länder, auch der USA, stellen die Welt vor grosse Probleme. Die Evolutionstheorie von Charles Darwin ist nun fester Bestandteil an den Hochschulen und die sogenannten Kreationisten (die an den Schöpfergott glauben) werden belächelt oder ignoriert. Dann ist es gut zu wissen wer wir sind, wo unsere Wurzeln sich befinden, und dass wir Verantwortung tragen sollten. Auch werden wir mit unseren gläubigen Geschwistern im heutigen Staat Israel aufgerufen: „Betet für den Frieden Jerusalems“.

Zu dieser Schrift haben auch einige Menschen dazu beigetragen bei der Einleitung.

Peter Stocker hat  mich sehr inspiriert mit seinem Buch: „Die getrennten Reiche“ Er schrieb mir vor vielen Jahren:
 
„Für mich ist die Sache mit den 10 verlorenen Stämmen ein herrlich beglückendes Geheimnis, dass zu fassen nur Wenigen geschenkt wird… ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass die weissen Völker von den verlorenen Stämmen herkommen. Dadurch bekommt der Begriff Israels eine ganz andere, enorm erweiterte Bedeutung, die für das Verständnis dessen, was sich heute …auf unserem Weltkörper entwickelt, von grösster Bedeutung ist. Das wirklich Entscheidende muss sich im Verborgenen abspielen und darf von der offiziellen Welt und Weltmeinung nicht erkannt werden. Darum ist das, was allgemein als entscheidend beurteilt wird, meist nur das Täuschungsmanöver, nicht Satans, sondern unseres Gottes selber, der seine gescheiten und so aufgeklärten Geschöpfe gewissermassen an der Nase herumführt. Dies aber, um sie durch die Demonstration seiner immensen Überlegenheit und Unfehlbahrkeit am Ende des ganzen Geschehens sich selbst untertänig zu machen. Und zwar nicht durch Diktat, sondern indem er sie überführt und zur freiwilligen, freudigen und beglückenden Unterwerfung unter seine Autorität führt.“

So war ich auch mit Menschen aus verschiedenen Ländern wie England, USA, Deutschland und der Schweiz in Kontakt und habe mich mit ihnen ausgetauscht, dies alles zusammengetragen und ergänzt. Auch Reisen in einzelne Länder auf der ganzen Welt haben die Erkenntnisse vertieft.

      
Deportation des 10 Stämme Volkes von Nordisrael nach Assyrien um 722 v. Chr. Nach der Eroberung durch die Meder und Perser zogen sie nordwärts. Später Völkerwanderung nach Westen - Richtung Europa...
Was bedeutet es, wenn man sagt, dass wir europäischen Völker Kaukasier seien? Sind wir im Kaukasus "vom Himmel gefallen", bevor wir allmählich nach Europa gewandert sind?


Was sagen die Bibel und die Geschichte über die Entstehung der Israel Nationen?


Diese Broschüre geht der obengestellten Frage nach, und versucht eine Antwort aus biblischer Sicht zu geben. Dabei wollen wir der Geschichte der 12 Stämme Israels nachgehen. Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit. Genau so wie wir Christen heute Christus glauben und damit auch gerecht gemacht sind. Diese geistliche Verwandtschaft verbindet uns mit Abraham und seiner gläubigen Nachkommenschaft.

Dieses Thema umfasst die ganze Weltgeschichte bis in unsere Zeit. Darum möchte ich mich auf das Alte Testament, später auf das neue Testament beschränken und versuchen die Wege Gottes mit dem Volk Israel bis in die heutige Zeit herauszukristallisieren. Es wird eine etwas ungewohnte Betrachungsweise sein, aber wir sollten doch eher auf das Wort Gottes als auf Traditionen achten.

Das Wissen um die heute existierenden 10 Stämme Israels verbirgt in sich einer der wichtigsten Schlüssel zur Erkenntnis der Bibel und ist der Hauptschlüssel zur Enträtselung der Völkergeschichte.


Verheissungen an Abraham:

1.Mose 12: 1-3 „Ich will dich zu einem grossen Volk machen und will dich segnen und dir einen grossen Namen machen und du sollst ein Segen sein…. in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“

a. materielle Verheissung: grosses Volk mit grossem Namen.

b. geistliche Verheissung: Segen

Mit 99 Jahren erhielt Abraham diese Verheissung in 1.Mose 17: 1-5

„Ich will dich sehr mehren… denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker… und will von dir Völker machen und sollen auch Könige von dir kommen“, (bezieht sich auf alle 12 Stämme Israels!)

„Und ich will deinen Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Länder geben, und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden.“ 1.Mose 26:4

An anderer Stelle heisst es: „dass ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde.“ 1.Mose 22:17

Haus Juda, die Juden, waren nie mehr als eine Nation. Sie sind es nicht und werden es auch nie sein, d.h. viele Nationen. Sie waren auch niemals “wie der Sand am Meer und die Sterne des Himmels!“ Wiederholte Bestätigung der Verheissung an Abraham in 1.Mose 22: 15-18 1.Mose 17:7 „ Dein Same besitze die Tore seiner Feinde.“ Gott macht einen ewigen Bund mit Abraham. „Völker sollen aus ihr, Sara werden, und Könige über viele Völker, Same wie der Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub zählen?“ 1.Mose 13:6

Wiederum heisst es: „Ich will deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann vor der Menge. 1. Mose 32:13  Abraham glaubte, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde,“ (nicht nur des Volkes der Juden), Römer 4:18.


Wie war das mit dem Erstgeburtsrecht?

Gewöhnlich wurde es vom Vater auf den ersten Sohn übertragen:

1. Bei Abraham erhielt es Isaak, der Sohn der Verheissung, obwohl Ismael (Vorfahre der Araber) der Ältere war.

2. Bei Isaak bekam es Jakob. Esau war zwar der Ältere (wegen Linsengericht hat er sein Recht verloren!).

3. Bei den 12 Söhnen Jakobs erhält Joseph das Erstgeburtsrecht. Ruben war zwar der Ältere, aber durch einen Fehltritt konnte er es nicht erlangen.

4. Bei Joseph war es Ephraim, der das Erstgeburtsrecht erhielt, obwohl Manasse der Ältere war, aber beide Söhne erhalten den Namen ISRAEL.

Das Erstgeburtsrecht ging zwar nicht an Juda (Juden), aber Juda erhält Zepter und Krone, „denn das Heil kommt von den Juden“, Joh.4:22. In 1. Mose 49:10 lesen wir, dass das Erstgeburtsrecht an Joseph ging, 1.Chronika 5: 1-2, später dann an seinen Sohn Ephrahim 1.Mose 48:20. Josef und seine Nachkommen waren keine Juden, d.h. nicht vom Stamme Juda! Die Völkerschaften sollen also aus Ephraim kommen, Nationen seines Namens. (Sem bedeutet Name), ein grosses Volk aber aus Manasse.

Weil diese wichtige Stelle in der Bibel vielfach in Vergessenheit geriet will ich sie hier aus der neuen revidierten Schlachter Übersetzung, direkt aus dem hebräischen Grundtext, zitieren:

1. Mose 48: 8-20

„Als aber Israel (Jakob) die Söhne Josephs sah, fragte er: Wer sind diese? Joseph antwortete: Es sind meine Söhne, die mir Gott hier geschenkt hat. Er sprach: „Bringe sie doch her zu mir, dass ich sie segne!“ Denn Israels Augen waren vom Alter kurzsichtig geworden, dass er nicht mehr (gut) sehen konnte. Als er sie nun zu ihm brachte, küsste und umarmte er sie. Und Israel sprach zu Joseph: Dass ich dein Angesicht noch sehen darf, darum hätte ich nicht zu bitten gewagt; und nun siehe, hat mich Gott sogar deine Nachkommen sehen lassen. Und Joseph nahm sie von seinen Knien und warf sich auf sein Angesicht zur Erde nieder. Danach nahm Joseph sie beide, Ephraim in seine Rechte, und Manasse in seine Linke, zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm. Dastreckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims Haupt, obwohl er der Jüngere war, seine Linke aber auf Manasses Haupt, indem er so seine Hände kreuzte, obwohl Manasse der Erstgeborene war. Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter, Abraham und Isaak gewandelt haben, der Gott, der mich behütet hat seit dem ich bin, bis zu diesem Tag; der Engel, der mich erlöst hat aus allem Bösen, der segne die Knaben, und durch sie werde mein Name genannt und der Name meiner Väter Abraham und Isaak, und sie sollen zu einer grossen Menge werden auf Erden!

Als aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm; darum ergriff er die Hand seines Vaters, um sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt zu wenden. Dabei sprach Joseph zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater; denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein (Manasses) Haupt. Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiss es, mein Sohn, ich weiss es wohl! Auch er soll zu einem Volk werden, und auch er soll gross sein; aber doch soll sein jüngerer Bruder (Ephraim) grösser werden, und sein Same wird eine Menge von Völkern sein! So segnete er sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird man sich in Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und Manasse. So setzte er Ephraim (bewusst) dem Manasse voran.“

Dies ist nicht zu Lebzeiten von Jakob in Erfüllung gegangen! Jakob sprach von der letzten Zeit, als er seine Söhne zusammenrief, 1.Mose 49:22 Die Teilung der 12 Stämme in zwei Königreiche ist die Folge von Salomos Ungehorsam. Die 10 Stämme im Norden wurden ISRAEL genannt, waren aber vorwiegend nicht jüdischer Abstammung. Sie gehörten daher nicht zum Volke Juda (den Juden), die ja bekanntlich in und um Jerusalem wohnten. Das Südreich bestand aus dem Stamm Juda, zu Juda gehört auch Levi (der Priesterstamm), und Stamm Benjamin. In 2. Könige 16:6 kommt der Name „Jude“ zum ersten Mal vor, wo das Haus Israel im Norden mit Syrien zusammen gegen Juda kämpft.

Wo immer wir den Namen Ephraim in der Prophetie finden, bezieht er sich nicht auf das Haus Juda (Juden), sondern auf das Haus Israel. Alle Nachkommen Jakobs, d.h. alle 12 Stämme werden als Israeliten bezeichnet, weil Jakob von Gott den Namen Israel erhielt.


Juden sind Israeliten, genauso wie alle Zürcher Schweizer sind. Aber die meisten Israeliten sind keine Juden, genauso wenig wie die meisten Schweizer keine Zürcher sind.


Für mehrere Generationen waren das Volk Israel und das Volk der Juden zwei getrennte Reiche, die ihre eigenen Könige hatten. Israel wohnte im Norden, dem heutigen Samaria und Juda im Süden in und um Jerusalem. Darum werden die beiden Reiche (12 Mal erwähnt) getrennt genannt: Haus Juda und Haus Israel. Sacharja 8: 13 „Und es soll geschehen, wie ihr ein Fluch gewesen seid unter den Heidenvölkern, o Haus Juda und Haus Israel,  so will ich euch erretten, dass ihr ein Segen werden sollt. Fürchtet euch nur nicht, sondern stärkt eure Hände!“

Israel wurde weggeführt um ca. 722 vor Christus in die assyrische Gefangenschaft. Sie gehorchten dem Herrn nicht und dienten anderen Göttern. Juda blieb übrig, bis auch sie im Jahre 588 vor Christus in die babylonische Gefangenschaft deportiert wurden. Der grössere Teil von ihnen kehrte 70 Jahre später wieder zurück. Die früheren Bewohner vom Nordreich Israel kehrten mit wenigen Ausnahmen nicht mehr zurück in’s angestammte Land. Sie wurden seither als die „10 verlorenen Stämme Israels“ bezeichnet. Die Juden kehrten ca. 218 vor Christus zurück nach Jerusalem und die umliegenden Städte. Esra 2:10 Im Norden lebten die von den Assyrern angesiedelten Samariter.

Wo sind die verlorenen Stämme Israels geblieben? Wo könnten sie heute sein?

Warum könnte es für uns Christen bedeutungsvoll sein, was mit den 10 Stämmen passiert ist? Der Heilsplan Gottes hat eine enge Verbindung mit dem Werdegang Abrahams, Jakobs und den 12 Stämmen Israels. Kann es sein, dass die von Gott gegebenen Mehrungsverheissungen bereits erfüllt sind?  Wo wären diese Nationen und Völker zu suchen? Das Weiterschreiten in geistlicher Erkenntnis nimmt zu, auf Grund dessen, dass die Zeit weiter fortgeschritten ist. Es wurde verheissen, dass auch die Erkenntnis weiter zunimmt. Darum erinnert uns der Prophet Daniel daran: „Du aber, Daniel, verschliesse diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen, Daniel 12:4. Was so lange verborgen war, tritt immer mehr zutage.


Die 10 Stämme im Neuen Testament:

Paulus erinnert die Epheser in Kleinasien daran, dass sie dem Bürgerrecht entfremdet wurden, Epheser 2:12. An die Galater in Kleinasien: „Lasst Euch nicht wieder unter das Gesetzesjoch bringen“, Galater 5:1. „In Deinem Samen sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden, durch Jesus Christus“, Galater 3:8+16.  An die Kolosser schreibt Paulus: „einst entfremdet und Feinde“, Kol.1:21. Paulus ist gebunden wegen der Hoffnung Israels, Apg.28:20. Er hatte einen Auftrag an die Söhne Israels, Apg.9:15, „dass er (Paulus) meinen Namen trage vor den Kindern Israels.“ „Paulus ist angeklagt wegen der Hoffnung auf die Verheissung zu welcher hoffen die zwölf Geschlechter der Unseren“. Römer 4:1 sagt unmissverständlich aus: „Abraham…unser Vorvater gemäss dem Fleisch.“ Römer 11:25 erwähnt die Nationen…bis die Fülle der Nationen hineinkomme.  Luther übersetzte: …“ bis die Fülle der Heiden eingegangen ist“. Er hat es zu seiner Zeit nicht erkennen können, denn nach dieser und anderen Übersetzungen, wo der Begriff „Heiden“ verwendet wird, kann man das Geheimnis der Nationen Seines Namens nicht ergründen, um das es in demselben Vers geht, Röm.1:5.

Jesus persönlich wusste, dass Sein Auftrag vorwiegend den verlorenen Schafe vom Haus Israel galt, Matth. 10:5+6, Joh.10:16 Jesus kam zu einem Teil Israels, den Juden, predigte und lehrte, aber der Grossteil lehnte ihn ab bis in unsere Zeit (Antimissionsgesetz!), und geriet damit in Verstockung. In Röm.11:25 heisst es: „Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren“. Letzteres zeigte sich durch den dem Paulus gegebenen Auftrag, Röm.1:1+5, Gal.2:7+9 und durch die Eröffnung des Jakobus und Petrus auf dem Apostelkonzil in Jerusalem, „dass es Gott wichtig ist, Seinem Namen aus den Nationen ein Volk zu werben.“ Erst anschliessend wird er die Hütte Davids wieder aufbauen, Apg.15: 14-16

Die 10 Stämme waren schon ihrem Gott zu dem Zeitpunkt entfremdet. siehe Hosea 1:9. Die Aufhebung des „LO AMI“ (nicht mein Volk) wird durch Paulus in Römer 9: 24+25 bestätigt…“welche er berufen hat, nämlich uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen“, wie Er denn auch durch Hosea spricht: „Ich will das mein Volk heissen, das nicht mein Volk war.“ Diese Aufhebung erfolgte mit dem Tod des Sohnes Gottes. Das Volk Israel, die Nationen, waren auch deutlich vertreten. Die Inschrift am Kreuz. Joh.19:19+20 verrät einiges darüber…und es war geschrieben in Hebräisch, Altgriechisch (hellenisch) und Latein (römisch).

Durch Ihn wurde das Verlorene wiedergefunden und zum Vater gebracht, Lukas 15:3-32 Geschichten vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und vom verlorenen Sohn, beziehen sich auch auf die Verlorenen vom Hause Israel. Jesus sagte selber: „ Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen vom Hause Israel“, Matthäus 15:24,d.h. den Weggeführten vom Nordreich Israels. Jesus wusste natürlich um alle diese Zusammenhänge. Paulus, dem das Aposteltum der Nationen (nicht Heiden) anvertraut wurde, Gal.2:8, bekennt von dem Zeitraum an, dass er ein Römer ist, Apg.22:25, 27+28. Interessanterweise spricht Paulus im 1.Vers des Jakobusbriefes die 12 Stämme Israels an. Sie müssen also noch existiert haben!

Gal.5:2-4 zeigt, dass Paulus mit dem Joch der Sklaverei das Gesetz vom Sinai sieht. Wenn er vom nochmals Bedrücktwerden schreibt, dann weist er damit auf den Tatbestand hin, dass die Vorfahren der Galater schon einmal unter dem Joch des Gesetzes standen. Das ist aber nur möglich, wenn sie auch Söhne Israels nach dem Fleisch sind, da diesen das Gesetz gegeben wurde. Siehe auch Galater 3:23-26. Besonders deutlich redet Paulus in Gal.3:29: “Ihr seid demnach Same des Abraham, ja gemäss der Verheissung gesetzmässige Erben.“ Paulus wurde in die Gebiete geführt, die inzwischen von den Nachkommen der 10 Stämme besiedelt waren. „Und Paulus erschien ein Gesicht in der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stand und bat ihn und sprach:“Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns“, Apg. 16:9.

Das Evangelium wurde zuerst in Europa verbreitet.

Darum redet Paulus in Römer 1:5 zu den Nationen Seines Namens, des Gottes Israels, zu denen er auch gesendet wurde. Paulus spricht in Epheser 6:3 vom Geheimnis, dass die Nationen gesetzmässige Erben der Verheissungen in Christus Jesus durch das Evangelium seien. Es geht also um das Nationen-Geheimnis, denn sie sind Teilhaber der Verheissungen. Folgerichtig sind sie Nachkommen Israels, weil anderen Nationen solche Verheissungen nie gegeben wurden. Gal.3:29 bezeugt “Wenn ihr aber des Christus seid, seid ihr demnach Same des Abraham, ja gemäss Verheissung gesetzmässige Erben.“ Dies sagt er zu den Galatern, die in Kleinasien wohnten. Sie waren keine Juden!

In Aussagen des Hosea liegen Anknüpfungspunkte des Paulus, siehe Röm. 9:24-26. Das „sondern“ in Vers 24 weist darauf hin, dass es hier Paulus nicht um die Berufung der Juden geht, siehe Hosea 1:4.

Was haben denn die Griechen damit zu tun?

Paulus sieht in den Hellenen Nachkommen Israels. Jesus schickte seine 12 Jünger „zu den Schafen, den Verlorenen vom Haus Israel“ Matth.10:5-7. Ganz deutlich zeigt Matth.15:24, dass es Jesus auch besonders um das weggeführte Volk Israels ging. Um es nochmals zu wiederholen: „Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlorenen Schafen vom Hause Israels“.

Joh.11:52 macht auch deutlich, dass es um die Nation der Juden einerseits und um die Zerstreuten, das 10 Stämme Volk andererseits geht. In Matth.21:43 wird deutlich, das mit der Nation, die das  Wort empfängt, das Volk „für Seinen Namen“ zu sehen ist, Apg.15:14. Es handelt sich um das Volk, welches vor der Wiedererrichtung der Hütte Davids als das LO AMI die Zusage erhält: „Mein Volk bist du“, Hosea 2:5. Diese Menschen kommen vorwiegend aus dem 10 Stämmevolk-Bereich, werden zu einem Leib zusammengefügt, Eph.3:6und damit zu einer Nation gemacht, die seine Früchte bringt, Phil.1:11.

In 1. Kor.1:24 ist das „ausserdem auch den Hellenen“(Griechen) ebenso bedeutungsvoll. Das in Hosea 1:9 und 2:25 ist nicht auf die Heiden bezogen. In Antiochia, Apg.13:14, kam es zur Wende: Apg.13:46…so wenden wir uns zu den Nationen! Apg.16:6-10 und die Kapitel 17 und 18 zeigen, dass der Lehrbereich des Paulus das Kerngebiet der Griechen (Hellenen) war. Erst nach dem Tode von Paulus (als Glied des Herrn) kam seine Botschaft mehr zur Geltung, Röm1:14 „Ich bin ein Schuldner der Griechen und Nichtgriechen. Laut Gal.3:28 , Apg.14:1 rechnete Paulus die Galater zu den Griechen, zu den „verlorenen 10 Stämmen Israels“.

Petrus ordnete in 1.Petrus 2:10+11 die Angeschriebenen als einst nicht mein Volk und sah sie denen zugehörig, die damals die Aussage von Hosea 1:8+9 traf. Er meinte damit die Nachkommen des 10-Stämme Reiches. Das Wortpaar Juden und Hellenen erscheint im Neuen Bund 16 mal. In Römer 1:16 erwähnt Paulus Juden und Hellenen. Mit Hellenen meint er die unbeschnittenen Söhne Israels, die als unbeschnittener Ölbaum wieder in den ursprünglichen Baum eingesetzt wurden, Röm.11:17. In 1.Kor.1:23+24 meint Paulus die Hellenen Nationen, denn es geht um die Nachkommen Israels.  Paulus bezieht sich auf das berufene Volk Gottes, 1.Kor.1:19 und Jesaja 44:23+25.

Der eine Leib setzt sich aus Juden und Hellenen zusammen.1:Kor.12:13 und Gal.3:28. Paulus wies vor den Gelehrten auf dem Gerichtsplatz (des Areopag) in Athen auf den Stein hin, worauf geschrieben stand: „Dem unbekannten Gott“, Apg.17:23. Diesen unbekannten Gott mussten die Vorfahren der Griechen gekannt haben.

Haben die Römer auch etwas mit Israel gemeinsam?

In Römer 7:4 lehrt Paulus, dass die Römer ursprünglich unter dem Gesetz standen. Er meint damit das Gesetz vom Sinai. In Römer 2:14 spricht er von Nationen, die das Gesetz nicht halten. Paulus sprach die Römer mit Hellenen an, Röm.1:16; Röm.2:9+10; Röm.3:9; Röm.10:12. In Joh.12:23+24 bezieht sich auf Jesus und auf das ausgesäte Korn im durchsäten Land, in dem die Hellenen wohnen. Die Juden stellten eine Frage, die man beachten sollte: “Ob er (Paulus) nicht in der Diaspora der Hellenen vorhat, auch die Hellenen (Griechen) zu lehren?“

Paulus bekannte sich als Jude, Apg.22:3 und als Römer, Apg.22:25+27. Rom, eine Tochter Jerusalems im Westen. „Die Berufungen gereuen Gott nicht“, Römer 11:29. In der Apostelgeschichte ist der Übergang des Führungszentrums von Jerusalem nach Rom beschrieben. Wie in Jerusalem Propheten und unser Herr umgebracht wurden, Matth.23:37, so wurde auch Rom ein Ort der Hinrichtungen, nämlich der Hinrichtung der Wortverkündiger. In Rom starben auch Paulus und Petrus den Märtyrertod. Genau wie in Jerusalem wurde Rom Zentrum pharisäischer Macht. Tarsus war die Geburtsstadt des Paulus. In diese Stadt wurde er wieder ausgesandt, Apg.9:30 und im Jahre 39 nach Christus von dort weitergeführt, Apg.11:25. Tarsus war Ausgangsort des Wortverkündigers, der als Apostel und Lehrer der Nationen für den Namen des Christus berufen wurde, 1.Tim.2:7.

In Römer 24+25 hat Paulus schon darauf hingewiesen, dass die Berufung aus den Nationen eine Erfüllung der Verheissung von Hosea 2:1 ist. In Römer 11:17 bezeichnete er die Römer als einen unbeschnittenen Ölbaum. In Hosea 14:7 wird diesem Ölbaum grosse Ausbreitung und Regierungsvollmacht zugesprochen. Der Unbeschnittene ist aber getarnt, Röm.11:17. Sie sind der Reichtum der Nationen, so in Röm.11:12 gesehen. Dieses Geheimnis wird nur von wenigen gesehen. Geheimnisse werden Liebenden enthüllt, solchen, die so lange darüber nachdenken, bis sie es erfasst haben.

Nation der Juden:

Im Neuen Testament ist indirekt von der Nation der Juden die Rede. 13 mal wird sie erwähnt: Joh.11:48-52; Apg. 24:2,10+17. In 1.Mose 35:11 ist die eine Nation gesondert benannt.

Jes.66:8 „Ob eine Nation geboren wird mit einem Mal?“ Diese Frage ist mit „Ja“ zu beantworten. In der Staatsgründung im Jahr 1948 hat sie sich erfüllt. Das wahre Juda bekam von Gott die Verheissung von Zepter, Krone und das Kommen des Messias! Denken wir auch an alle messianischen Juden, die Jesus im Herzen haben, und die der Herr segnen kann.

Nationen aus Ephraim:

Ephraim, das LO AMI 10 Stämme Volk wurde zur Fülle der Nationen, 1.Mose 48:19; nach Röm.11:12 Reichtum und Fülle der Nationen. Die Zahl der Nationen wurde durch die von Ephraim gebildete Vereinigung vervollständigt! Der Mehrzahlbegriff  „Nationen“ ist imNT nicht grundsätzlich auf Heiden zu beziehen. Die Bezeichnung „Nationen“ bezieht sich vielfach auf die Nationengruppe des 10-Stämme Volkes. Es sollte jeweils nach dem Grundtext geprüft werden, welche Nationen gemeint sind. In Röm. 9 :24 sind die auch in Röm.1:5 genannten „Nationen für Seinen Namen“ gemeint. In Gal.3:13 bestätigt Paulus den Galatern, dass sie auch dem Gesetz vom Sinai zugeordnet waren, siehe auch Gal.5:1. Paulus sprach Nachkommen des Jakob - Israel an.

Jesus setzte ein Mahl ein und gab Hinweis auf einen Bund, Matth.26:26-28. Heute halten die christlichen Israel Nationen dieses Abendmahl und berufen sich auf diesen Bund. Auch wird oft der Aaronitische Segen nach einem Gottesdienst ausgesprochen. Ihnen sind dieFrüchte gegeben, Matth.21:43. In Apg.15: 14-16 wird das Haus Israel vor dem Haus Juda genannt. Diese Reihenfolge sehen wir auch in Röm.1:16. Der neue Bund ist zunächst Sache des Hauses, das verloren ging, Jer.31: 31-33, Hebr.8:8. Das Haus Israel besitzt den geistlichen Vorrang, siehe auch Jer.3:1:9. Das Erbarmen (die Wurzel dieses Wortes ist mit dem Wort „Hellenen“ eng verwandt) wird Ephraim in Jer.31:20 verheissen und die Umkehr noch vor Juda, Jer.32:18+19.

In Röm.11:12 steht von dem Abgetrennt werden der 10 Stämme. Vervollständigung ist also das Wieder-Hinzugefügt werden dieser Stämme. Viele hatten Schwierigkeiten dies zu verstehen. „Es gibt einen verstockt gewordenen Teil, das ist das Haus Juda, und den nicht verstockten, das sind die „Fülle der Nationen “. Nach allem bisher dargelegten sollte dies wohl etwas klarer geworden sein. Aber nur ein Überrest wird zunächst von dem nicht verstockten Teil hineinkommen. Wenn dieser Teil hineingekommen ist, wird die Verstockung des anderen Teils aufgehoben. Dann wird ganz Israel errettet. Die Herkunft von 1.Mose 48:19 wird nicht erkannt. Ephraim musste gemäss der Verheissung “die Fülle der Nationen“ werden. Paulus leitet das Geheimnis mit den Worten ein: „Denn ich will nicht, dass ihr unwissend seid, Brüder.“ So steht es auch in 1.Kor.10:1-4. Dort heisst es im Vers 1: …“unsere Väter alle“. Diese Bibelstelle offenbart also auch das Geheimnis um die Vorfahren, in diesem Fall die Vorfahren der Korinther. Das Haus Juda und das Haus Israel haben Jesus Christus gekreuzigt, Juden und Römer! Und die Nachkommen der 10 Stämme haben ihren Bruder Juda vielfach umgebracht, siehe 1.Mose 37:26-28. Unsere Schuld ist grösser, als wir sie gesehen haben. Wider die ausgebrochenen Zweige sollten wir uns nicht rühmen, sondern dankbar sein, dass trotz unserer Schuld und unseres Versagens die Wurzel uns erfasst hat, Röm.11: 18. In Eph.2: 11+12 erinnert Paulus mit 7 Fakten an das „Einst“.  Beweise dafür, dass es um die Nationen Seinen Namens geht. Aber nicht in allen Übersetzungen ist das erkennbar. Beim Haus Israel geht es um einen versteckten Samenträger, aber auch um solche, die am Herzen beschnitten sind. In den Skyten (griechisch:Haut) wurden sie zunächst grösstenteils versteckt. Die 10- Stämme- Völker sind die verborgenen Wortträger gewesen, und sind es auch heute noch. Sie werden es bleiben bis zur baldigen Verfolgungswelle und Entrückung. Jahrtausende lang konnte Gott ein Volk, welches zu einer unübersehbaren Menge von Nationen wurde, in der Verschollenheit verstecken. In Apg. 2:36 ist mit “das ganze Haus Israels“ verborgen auch das 10-Stämme-Volk gemeint. So auch in Apg.7:42. Es kann in Apg.7:42 nur das erwähnte Volk gemeint sein., da es sich um ein Zitat von Amos 5:25 handelt. Wenn das Haus Israel als Volk der 10 Stämme nicht mehr vorhanden wäre, würde Gottes Verheissung für dieses Volk abgetan sein. An seiner Statt träten die Heiden. Da man Gottes Wort hinsichtlich der 10 Stämme nicht verstanden hat, kam es zu Irreführungen. Gruppenweise hält man sich für das „geistliche Israel“. Hesekiel 36:24 lässt erkennen, dass es bei der Rückführung um eine solche “aus“ den Nationen handelt, nicht um ganze Nationen. In Jesaja 2:2 sind entsprechend Röm.1:5 die Nationen für Seinen Namen gemeint, siehe auch Jes.60:3+4. „Haus Juda und Haus Israel werden in Ihm Gerechtigkeit werden“, 2.Kor.5:21. In der Offenbarung ist dann die Rede von den 144 000, die an der Stirne versiegelt werden. Es sind diejenigen aus den 12 Stämmen Israels, aus jedem Stamm 12.000. Wie sollen es die meisten dieser Auserwählten wissen, dass sie Israeliten sind. Diese Frage ist einfach zu beantworten:Gott gibt es ihnen in’s Herz! Haben es die Tiere zur Zeit Noahs gewusst, dass sie in die Arche mussten? Wie viel mehr werden es die Kinder Gottes wissen, wo sie hingehören, wenn es soweit ist.

Die Verheissungen an die 12 Söhne von Jakob (Israel) in 1.Mose 49:

An Ruben:Du bist mein erstgeborener Sohn, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, von hervorragender Würde und vorzüglicher Kraft. Du warst wie brodelndes Wasser, du sollst nicht den Vorzug haben…

An Simeon und Levi:sind Brüder, Waffen der Gewalt sind ihre Schwerter! Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat… denn sie haben Männer gemordet in ihrem Zorn…Ich will sie verteilen unter Jakob und zerstreuen unter Israel.

An Juda : Dich, Juda, werden Deine Brüder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein…er ist ein junger Löwe, mit Beute beladen steigst du empor. Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füssen, bis der Schilo (Held) kommt, und Ihm werden dieVölker gehorsam sein.

An Sebulon:wird an der Küste des Meeres wohnen, am Anlegeplatz der Schiffe……

An Issaschar: ist ein knorriger Esel, der zwischen den Hürden liegt; und weil er sieht, dass die Ruhe gut und das Land lieblich ist, so neigt er seine Schultern zum Tragen und wird ein fronpflichtiger Knecht.

An Dan: wird sein Land richten als einer der Stämme Israels. Er wird eine Schlange am Weg sein, eine Otter auf dem Pfad, die das Ross in die Fersen beisst, so dass der Reiter rückwärts stürzt. O Herr, ich warte auf dein Heil!

An Gad: Den Gad drängt eine Schar; aber er drängt sie zurück.

An Asser:Fettes ist sein Brot; und er gibt königliche Leckerbissen. Andere Übersetzung: Er taucht seinen Fuss in ÖL.

An Naphtali: ist eine losgelassene Hirschkuh; er kann schöne Worte machen.

An Joseph: ist ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige klettern über die Mauer hinaus. Zwar reizen ihn die Bogenschützen, beschiessen und bekämpfen ihn, aber sein Bogen bleibt unerschütterlich, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, von den Händen des mächtigen Jakobs, vom Namen des Hirten, des Felsens Israel. Von dem Vater deines Vaters -er wird dir beistehen; von dem Allmächtigen, - er wird dich segnen mit Segnungen vom Himmel herab, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen des Mutterschosses. Die Segnungen deines Vaters  übertreffen die Segnungen meiner Voreltern, sie reichen bis an die Köstlichkeiten der ewigen Hügel. Sie sollen auf das Haupt Josephs kommen, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.

An Benjamin:ist ein reissender Wolf; am Morgen verzehrt er Raub, und bis zum Abend verteilt er Beute.

Dies alle sind die zwölf Stämme Israels; und das ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat; und zwar segnete er jeden mit einem besonderen Segen.

Spuren in der Geschichte:

Nach dem Überfall der Meder und Perser auf das assyrische Reich zogen die Israeliten weiter, zuerst unter dem Namen Messageten Richtung Kaukasus, (Man spricht heute noch von uns mit den kaukasischen Gesichtszügen). Später tauchten sie unter der Bezeichnung Skyten auf, und zogen als Reitervolk durch die Steppen Russlands. Ihre Nachkommen waren die Wikinger, und Normannen (Nordmänner). Andere zogen unter der Bezeichnung Kimmerer durch Kleinasien Richtung Europa. Die späteren Gallier und Etrusker stammen von ihnen ab. Stamm Dan, ein Pionier in Israel, hat seine Spuren hinterlassen: siehe Danube (Donau), Flüsse Don und Dnjepr in Russland, Skandinavien, Danmark (Dänemark, die Mark Dans), Gdansk (Danzig), London, Edinburg, Neu Kaledonien etc. In Griechenland waren es die Danäer, siehe „Danäisches Geschenk an die Trojaner“, (hölzernes Pferd).

Orte hebräischen Ursprungs:

Dieser Name findet sich wieder in der Bezeichnung „Iberische Halbinsel, Fluss Ebro, Saragossa in Spanien (Stadt Sarah‘s), Hibernia (Irland), Neue Hebriden (Inselgruppe). Es waren keltische, (irische) israelitische Mönche, die uns das Evangelium in die Schweiz brachten, u.a. St.Gallus, Columban und Beatus. In Deutschland war am bekanntesten  Bonifatius, der die Donar Eiche in Nordhessen fällte, eines der wichtigsten Heiligtümer der heidnischen Germanen,, und er daraufhin  ermordet wurde. Diese Männer kamen schon kurz nach der Kreuzigung Jesu zu uns.

Die Völkerwanderung zog sich über 1000 Jahre hin. Während dieser Zeit verloren die Stämme Israels nach und nach das Wissen um ihre Herkunft, bis sie nur noch als germanische Stämme bekannt waren. Die 12 Sterne in der heutigen Europafahne weisen hin auf die 12 Stämme Israels, die zu den Völkern Europas geworden sind. Sie wurden im Völkermeer (blauer Grund) so zahlreich wie der Sand am Meer. Sie haben noch nicht das volle Licht der Sonne, d.h. sie sind nicht vollkommen, aber ohne Christen wäre es sehr dunkel in dieser Welt, siehe Jes.60:1-3 (aus Kol-Ibri, Stimme der Hebräer)

In Aserbaidschan wird der Stamm Asser vermutet, der seinen Fuss in Öl taucht (Ölvorkommen!).

Ruben, Reuben, Reussen, kann das heutige Russland sein.

Simeon, Suomi (heutiges Finnland?) Sebulon, an den Gestaden des Meeres, deuted auf die

Niederlande hin, wie es auch etliche Holländer bestätigen.

Die Kelten:

Die Kelten waren ein sehr innovatives Volk, die schon das Wagenrad benutzten. Sie kamen auch in Kleinasien vor, besiedelten grosse Teile Europas und auch die Schweiz. In der Zeit zwischen 600 vor Christus bis 100 nach Christus haben keltisch (israelitische) Stämme, Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Oesterreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei erobert. Ausgrabungen in La Tène, oberhalb vom Neuenburger See und in Hallstatt bei Salzburg  (500-100 vor Christus). Die Kelten waren rötlich blond, wie auch die Wikinger und andere israelitische Stämme. Der junge David war es auch, 1.Sam.16:12.

Während dieser Zeit gingen schon viele Kelten über den Kanal nach England und über die Irische See nach Irland. Dort wurden sie erst wirklich sesshaft. (Aus “The Celts-the emergance of man”, Time-Life international) Die alte gälische Sprache ist heute noch in Gebrauch. Man nennt diese Sprache auch kimmerisch oder kymrisch. Der irische Mönch St.Patrick hat die Iren christianisiert. Irland blieb ein Bollwerk der Kelten. Keltisches Blut fliesst auch noch heute, zwar etwas verdünnt, durch die Adern von Engländern, Franzosen und Amerikanern.


Bei den Skyten (Scoten), den heutigen Schotten finden wir noch uraltes Schriftgut ihrer eigentlichen Herkunft (z.B.„The Scottish Declaration of Independence“, (in Englisch einsehbar)

Hinweis auf England und Grossbritannien:

Mit der Völkerwanderung kamen die Goten (Westgoten und Ostgoten) nach Europa. Sie hatten noch hebräisches Schriftgut bei sich, das sich auch später in der englischen Sprache wiederfindet. Prof. J.Courtnay fand heraus, das es 7000 Wortstämme aus der hebräischen Sprache im Englischen gibt. Die Sachsen (früher auch Isaaks Söhne genannt), drangen mit dem Stamm der Angeln von Germanien her in’s heutige England ein und gründeten mit den Normannen das britische, angelsächsische Reich. Britain ist wiederum ein hebräisches Wort, das soviel wie „Volk des Bundes“ bedeutet! Es gibt einen Stammbaum der britischen Königin, der bis König David zurück verfolgt werden konnte. Er befindet sich heute in der Bibliothek auf Schloss Windsor. Eine Kopie davon ist einsehbar, auch der Briefwechsel meinerseis mit der Queen. Das britische Königshaus  gilt als die älteste Dynastie der Erde. Israel und Juda wurden auf dem britischen Thron durch Heirat vereinigt, (siehe ältere Geschichte Englands und Irlands).

Interessant ist das Wappen des Königshauses

mit Löwe = Juda
Einhorn = Nordisrael
und die Harfe Davids in der Mitte.

In Jer.33:17 steht ein bemerkenswerter Satz:“ So spricht der Herr: „Es soll nimmermehr fehlen, es soll einer (ein Nachkomme) von David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel. Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch der Stab des Herrschers von seinen Füssen, bis dass der Held (Jesus Christus) komme; und demselben werden die Völker anhangen“, 1.Mose 49:10,  auch viele aus den Nationen des Commonwealth. Sein Thron wird aber in Jerusalem sein. Alle Könige wurden auf dem Jakobsstein gekrönt (dem „Stone of Destiny“), ausser Oliver Cromwell. (Nachzulesen in der Geschichte Englands)


Warum die Verbindung zu den USA?

Mit der Mayflower segelten fromme, britische Pilgerväter von Plymouth nach der Neuen Welt Amerika, und gründeten die heutige USA.

So heisst es auch in der Schrift in 1.Mose 49:22 + Hosea 12:2 : „Deine Kinder werden über die Mauer klettern und dem Ostwind nachgehen“, also von Osten nach Westen bis nach Kalifornien. Das war der berühmte „Westward Trek“. So hat sich Israel über die gesamte westliche Hemisphäre ausgebreitet. Israel wurde viel Land verheissen, auch grosse Vieherden und Getreidefelder, und Israel wird sein wie der Sand am Meer. Ihr werdet die Tore Eurer Feinde besitzen (Die USA haben über 700 Stützpunkte in der ganzen Welt, auch Seewege und Kanäle sind oder waren in ihrer Hand). Es war immer eine besondere Verbindung der christlichen Nationen mit dem Land Israel und den dort Lebenden vom Hause Juda, Levi und Benjamin! Die Wiedervereinigung am Ende der Tage steht bevor. Hes.37 ab Vers 15 ist die Rede von den zwei Hölzern. So spricht der Herr: „Siehe ich will das Haus Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen… und will sie zu dem Haus Juda’s tun und ein Holz daraus machen, und sie sollen eins in meiner Hand sein.“

Interessant ist auch zu erkennen, welche Nationen Gott gebrauchte, um das Evangelium von Jesus Christus bis an die Enden der Erde zu tragen. Woher kommt die beste christliche Literatur, die vielfach in’s Deutsche übersetzt wurde? Wer unterstützt das Land Israel am meisten? Wer hat die meisten Missionare auf dem Feld? Die USA stehen hinter Israel, weil sie ja ihre Brüder und Schwestern sind, obwohl es den meisten bis heute noch nicht bewusst ist. Klar ist, dass auch die jüdische Lobby viel dazu beiträgt. Zur Zeit ist der Hass auf die USA und Israel noch sehr stark, besonders seitens der Islamisten. Auch Europa ist teilweise davon betroffen. Warum wohl?

Geschichte der Khasaren oder Chassiden:

Ein besonderes Kapitel sind die Khasaren, auch Chassiden genannt, die als kriegerisches Turkvolk (asiatischer Herkunft) östlich der Türkei zwischen dem Nordende des Kaspischen Meeres und dem Südende des Urals beheimatet waren. (Nachzulesen in „Truth about Khazars“ und “the Khasar Origin“ im Internet) Ihr König Bulan hatte die Wahl zwischen Islam, Christentum und Judentum. Er wählte das Judentum und so haben auch viele seiner Untertanen das Judentum angenommen. Ihre Nachkommen waren die Ashkenasim, die sich mit Recht als Juden bezeichnen können, aber nicht zu den Kindern Israel gehören. Sie besiedelten Palästina schon lange vor 1948. Sie bestimmen heute in erster Linie die politischen, wirtschaftlichen und religiösen Geschicke des heutigen Israel. Der Talmud, die Thora (Gesetzbücher) und Bücher des Alten Testaments sind ihre Richtschnur, aber den Messias, unseren Erlöser, lehnen sie grösstenteils ab, (siehe Anti Missionsgesetz). Sie werden den Messias aber am Ende der Tage erkennen. Es leben wohl echte Juden (die Sephardim) im heutigen Staat Israel, aber sie sind eine Minderheit. Man nimmt an, dass 95 Prozent der heutigen Juden chassidischen Ursprungs sind. Die chassidischen Lieder sind oft voller Wehmut und Schönheit, wo hingegen das schwarze Gewand (der Kaftan) und die schwarzen Hüte und der Gebetsschal doch eher fremd anmuten und nirgends im Alten Testament erwähnt werden. Die meisten Ultra-Orthodoxen Juden (Chassiden) anerkennen den Staat Israel nicht, werden aber von ihm finanziell unterstützt. Auch leisten sie keinen Militärdienst. Sie werden eher aggressiv, wenn man ihnen das Evangelium nahebringen will. Aber die Juden haben viel gelitten (siehe Holocaust und Shoa). Sie haben für Israel die Kohlen aus dem Feuer geholt und sind in den Kriegen mit ihren Feinden gefallen. Die Staatengründung Israels 1948 war in Gottes Plan und Jerusalem ist die ewige Hauptstadt Israels.

Woher stammen die Palästinenser?

Es wird angenommen, dass die heutigen Palestinenser ursprünglich von Kreta stammen (Kreti und Pleti), über Aegypten nach Ghaza gelangten und sich dort als Philister ansiedelten. Daraus entstand der Name Philistäa, viel später im 19. Jahrhundert die Bezeichnung Palästina. Vielleicht kann man jetzt wohl besser die heutige Lage in Israel verstehen. Bis auf den heutigen Tag gibt es Kämpfe zwischen den beiden Volksgruppen, wie schon bei David und Goliath, dem Philister. Die Nachkommen der Philister haben biblisch kein Anrecht auf die Stadt Jerusalem! Ihr angestammtes Land ist hauptsächlich der Gazastreifen, woraus sich die Juden vor einigen Jahren zurückgezogen haben, indem sie ihre schönen Siedlungen aufgaben.

Nachwort:

Diese letzten Zeilen sind meine persönliche Meinung. Daher ist diese Broschüre eher vertraulich und nur für interessierte, biblisch und geschichtlich denkende Menschen gedacht, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen! Dies soll lediglich ein Denkanstoss sein, und vielleicht werden einige Gedanken in nächster Zeit wieder revidiert werden müssen.

Eins aber steht fest: Ganz Israel hängt der Schleier noch vor den Augen, bis auf den heutigen Tag! Es bleibt für sehr viele noch ein Geheimnis; dieses zu lüften braucht Gottes Gnade und eine Offenheit seiner Prophtie gegenüber. Einige sehen alles sonnenklar, andere wiederum wollen es nicht sehen, weil es nicht in die Tradition passt.

Wenn man aber die Zusammenhänge erkannt hat, versteht man auch etwas besser die heutige Weltpolitik.

Gott macht keine Fehler und Er hat die Geschicke der Völker in Seiner Hand!

Die Lösung aller Probleme liegt in Jesus Christus, wenn Seine Füsse auf dem Ölberg stehen werden und Er in Jerusalem regieren wird. Dann werden die Nationen und bekehrte Heiden Ihn dort anbeten, den König aus dem Stamm Juda, der schon jetzt über ganz Israel und der übrigen Welt Herr ist.

Welche Überraschung wird es für Gläubige aus den Israel Nationen sein, wenn sie erfahren, dass sie nicht nur auf den Wegen Jakobs gehen, sondern auch von ihm abstammen. Denn sie gehören zu den gesegneten Nationen, die Gott versprach, und dass sie aus Jakobs Lenden kamen. (1.Mose 35:11 und 48:4)

„Siehe es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen Neuen Bund schliessen.“ Jer. 31:31.  Amen!

http://www.cai.org/de/bibelstudien/britisch-israel
Die Bibel besteht - grob gesprochen - zu einem Drittel aus geschichtlichen Darstellungen, ein Drittel dient als Anleitungsbuch für uns Christen, und ein Drittel des Inhaltes beschäftigt sich mit Prophezeiungen. In 2. TIMOTHEUS 3:16-17 lesen wir:
“"... alle Schrift, von Gott eingegeben ”(gr.: eingehaucht)“, ist nütze zur Lehre, zur Aufdeckung der Schuld, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit ..."”
Und in JESAJA 46:9-10 versichert uns Gott, daß ALLES, was Er beschlossen hat, auch geschehen wird.
Der Titel "Britisch Israel" zeigt an, daß eine Verbindung zwischen dem Israel des Alten Testamentes und dem Großbritannien unserer Zeit besteht. Den Ursprung für diese Beziehung finden wir in ABRHAM und seinem Stammbaum:
Abraham
1. MOSE 12:1-2 Verheißung von Gott, daß aus Abram (Abraham) ein großes Volk werden wird.
1. MOSE 17:1-2 Abram (hebr.: erhöhter Vater) bekommt von Gott einen neuen Namen: Abraham (hebr.: Vater vieler Völker). 
Im Vers 7 des gleichen Kapitels bezeugt Gott, daß dies ein ewiger Bund sein wird zwischen Ihm und Abraham.
Isaak
Er bekommt das Erstgeburtsrecht übertragen von Abraham, obwohl er nicht der erstgeborene Sohn war (1. MOSE 25:5; 1. MOSE 17:18).
Der eigentliche Erstgeborene war Ismael, der von der Magd Hagar geboren wurde. Ismael sollte später östlich von Isaak wohnen und der Stammvater der Araber werden (1. MOSE 16:12).
Esau und Jakob
Die beiden Kinder von Isaak und seiner Frau Rebekka. Der Erstgeborene war Esau, aber Jakob (hebr.: Verdränger, Hinterlistiger) erschlich sich den Segen des Vaters (1. MOSE 27:26-29).
Was bedeutet dieses Erstgeburtsrecht?
Erstgeburtsrecht und Zepter
Das Erstgeburtsrecht umfaßt die materiellen Segnungen, die ein Vater besitzt; in diesem Falle auch die Verheißungen, die Gott Abraham und seinen Nachkommen zugedacht hat.
Das Erstgeburtsrecht ist ein natürliches Recht aufgrund der Geburt. Dieses Privileg hängt nur von der Abstammung ab und ist nicht abhängig von irgendwelchen sonstigen Bedingungen oder Eigenschaften.
Es ist wichtig, auch noch einen anderen Begriff zu erklären: "Das Zepter". Das Zepter versinnbildlicht das königliche Amt und die königliche Macht. Das Zepter zu besitzen bedeutet, die königliche Linie fortzuführen. Diese königliche Linie führt letztendlich zu Jesus Christus - dem König der Könige. Das Erstgeburtsrecht und das Zepter gingen gemeinsam an Isaak und später an Jakob über.

Die zwölf Söhne Israels
Jakob:
Zwei Ereignisse in Jakobs Leben sind besonders wichtig:
Erstes Ereignis: Jakob träumt von der Himmelsleiter. Den Stein, den er als Kopfkissen verwendet, salbt er mit Öl. Dieser Stein wird uns viel später wieder begegnen (1. MOSE 28:10-22).
Zweites Ereignis: Nach einem Kampf mit dem Engel Gottes bekommt Jakob einen neuen Namen: ISRAEL (auf Hebräisch: „ein Prinz Gottes“) (1. MOSE 32:25-29).
Ruben:
Der Erstgeborene ist Ruben. Er bekommt aber nicht das Erstgeburtsrecht, weil er die Frau seines Vaters verführte, wie wir in 1. MOSE 35:22 nachlesen können.
Joseph:
Joseph ist auch einer der zwölf Söhne von Israel. Er wird aus Eifersucht von seinen Brüdern als Sklave verkauft (1. MOSE 37:12-36). Gott segnet ihn aber, und er wird Premierminister in Ägypten und hat dadurch die Möglichkeit, sowohl Ägypten als auch seine ganze Familie vor dem Hungertod zu bewahren. 
Seine ganze Familie kommt nach Ägypten, um im Lande Gosen zu wohnen (1. MOSE 46).
Ephraim und Manasse
Joseph hat zwei Söhne: Ephraim und Manasse. Sie werden von Josephs Vater Israel (früher Jakob) gesegnet.
1. MOSE 48
Verse 1-4:
Wiederholung der Verheißungen von Gott für Jakob.
Vers 5:
Israel adoptiert die beiden Söhne von Joseph.
Vers 13-15:
“"Daß mein ”(Israels)“ und meiner Väter Abraham und Isaak Name fortlebe" ”
Vers 18:
Beide erhalten das Erstgeburtsrecht, wobei Manasse, (der Erstgeborene), “"ein großes Volk"” und Ephraim, (der Zweitgeborene), “"eine Menge von Völkern"” werden soll. In der englischen Bibel, der King James-Version, steht: “"Commonwealth of nations"”.
Wir werden später von Ephraim und Manasse erfahren, und mit welchen Nationen sie heute gleichzusetzen sind.


1. MOSE 49:8-10 Jakob segnet alle seine zwölf Söhne, wobei er das Zepter auf Juda überträgt. Das bedeutet, daß die königliche Macht und deren Linie über Juda laufen wird.
225 Jahre später ist ein anderer Pharao in Ägypten an der Macht. Er kennt Joseph und seine Familie nicht mehr und versklavt die Israeliten.
Mose:
Er ist derjenige, der von Gott berufen wird, um das Volk Israel (zwei bis drei Millionen Menschen) aus Ägypten zu führen.
Am Berg Sinai empfängt Mose die zehn Gebote. Die dauernde Rebellion des Volkes gegenüber Gott verursacht als Strafe eine vierzigjährige Wanderschaft in der Wüste. Zu dieser Zeit gibt es im Volk Israel keinen König. Gott selbst regiert und führt Sein Volk.
Josua:
Josua ist der Nachfolger von Mose, und unter ihm gelangt das Volk in das Gelobte Land. Das Gelobte Land wird unter den Stämmen Israels aufgeteilt.
 
Nord- und Südreich von Israel
Richter:
Die Richter regieren das Land und tragen Sorge, daß die Gebote Gottes eingehalten und Verstöße bestraft werden.
 
Das Volk Israel murrt dagegen und will nach heidnischem Vorbild einen KÖNIG als Oberhaupt.
Streit und Krieg unter den Stämmen Israels entbrennen, und das Gelobte Land wird letztendlich in das Nord- und Südreich zerteilt.
Der erste König über Israel heißt Saul. Im Laufe seiner Amtszeit wird er jedoch von Gott wegen Ungehorsams verstoßen, und er und seine Söhne werden vernichtet. Der Nachfolger von Saul ist David (hebr.: wohlgeliebt). Er ist aus Volk Israel.dem Stamme Juda und wird als “"ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet"”!
 
Gott gibt fantastische Verheißungen für David: 2. SAMUEL 7:12-16,19:
 Vers 13b
“"... ich will seinen” (Davids Nachkomme) “Königsthron bestätigen ewiglich."”
 Vers 16
“"Aber dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen."”
Diese Verheißungen sind ohne Bedingungen und auf ewig gültig. Vers 19 bezieht sich auf die ferne Zukunft.
Salomo wird nach David zum König. Er wendet sich jedoch von Gott ab und wird dafür bestraft. Die Verheißungen Gottes und der Bund, den der Herr mit David schloß, sind davon jedoch nicht betroffen (1. KÖNIGE 1). Das geteilte Reich wird unter David wieder für einige Jahre vereinigt, zerfällt aber dann endgültig in das Nord- und Südreich.
Juden – Israel
An dieser Stelle ist es wichtig, kurz die Begriffe Juden und Israel zu erklären. Viele tauschen diese beiden Bezeichnungen nach Belieben aus, weil sie der Meinung sind, daß es verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe Volk sind. Dem ist aber nicht so!
Ursprünglich bestand das Volk Israel aus den zwölf Stämmen des Stammvaters Israel (bzw. Jakob). Juda war einer dieser Stämme. Nach der Teilung in das Nord- und Südreich trennten sich diese Stämme - das Volk Israel - in zwei Gruppen. Das Südreich bestand fortan nur aus dem Stamm Juda (daher der Name Juden), dem Stamm Benjamin und Teilen des Stammes Levi (siehe Abb. 2a und 2b).
In der Folgezeit wurde nur das Nordreich, bestehend aus den zehn Stämmen Israels, als "Israel" bezeichnet. Wenn die Bibel also von dem Stamm Israel spricht, sind in allererster Linie die zehn abgetrennten Stämme gemeint.
Wie wir wissen, war auch der Name "Israel" speziell den Söhnen Josephs (Ephraim und Manasse) gegeben worden (1. MOSE 48:16).
David
Gott hat David das Königtum über Israel für ewig zuerkannt (2. CHRONIK 13:4-5). An anderer Stelle verheißt Gott ihm ewiglich Nachkommen für seinen Thron (PSALM 89:29-30).
Dieser Bund sollte bestehen bleiben; selbst dann, wenn seine Söhne sündigen sollten und von Gott abfallen würden (PSALM 89:31-37).
Von REHABEAM (Nachfolger von Salomo) bis ZEDEKIA war die ununterbrochene Thronfolge von den Nachkommen Davids gewährleistet. Doch dann brach die Nachfolge scheinbar ab.
Jeremia
Jeremia, der Prophet zur Zeit des oben erwähnten Königs Zedekia, spielt im weiteren Verlauf der Geschichte Israels eine wichtige Rolle.
Das mag auch bereits daran zu erkennen sein, daß er eine von den wenigen Personen gewesen ist, von denen die Bibel sagt, daß sie bereits schon vor der Geburt von Gott auserwählt worden sind. Zwei andere sind Johannes der Täufer und Jesus Christus.
Die Aufgabe von JEREMIA ist im Kapitel 1, Vers 10 des nach ihm benannten Buches deutlich ausgedrückt:
“"Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, daß du sie ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen."”
ZEDEKIA, der Thronnachfolger von David, wird gefangengenommen und nach Babel geführt. Seine Söhne und die Fürsten werden getötet (JEREMIA 39:1-7). Er selbst bleibt bis zu seinem Tod in der Gefangenschaft (JEREMIA 52:11).
Es wirft sich die Frage auf, wer die Linie von David fortführen sollte. Wer war der Nachfolger auf Davids Thron? Es war noch eine Hoffnung da. Denn der Thronvorgänger von Zedekia ist Jojachin gewesen. Er wurde von Nebukadnezar gefangengenommen, aber später wieder freigelassen (2. KÖNIGE 25:27-30).
Indes, als Thronfolger kam er nicht in Frage, denn Gott selbst hatte verheißen, daß Jojachin (= Konja) und keines seiner Kinder je mehr auf dem Thron sitzen sollte (JEREMIA 22:24-25,30).
Konnte Gott noch Seinen Bund mit David halten: daß sein Thron für ewig bestehen würde? Wir werden der Frage später nachgehen und müssen uns zuvor noch die gesamte Situation des Volkes Israel zu dieser Zeit ansehen.
Zur Zeit des Königs Zedekia (König des Südreiches) waren die zehn Stämme Israels (das Nordreich) bereits 130 Jahre in Gefangenschaft der Assyrer. Das geräumte Land wurde von den Eroberern wieder mit anderen Völkern besetzt. Darunter waren Bewohner aus Babel, Kutha, Awwa, Hamath etc. (2. KÖNIGE 17:24). Diese Leute lebten noch zur Zeit Jesu in Samaria. Wir wissen aus der Bibel, daß die Juden (das Südreich) auch noch zur Zeit Jesu, also knapp 600 Jahre später, keine Gemeinschaft mit den Heiden aus Samaria pflegten. Die Hauptstadt des Nordreiches war Samaria.
Bei der Wegführung der Juden (130 Jahre nach dem Volk Israel) waren Jeremia, Hesekiel und Daniel als Propheten eingesetzt.
Jeremia hat den ersten Teil seines Auftrages erfüllt: “"Niederreißen und zerstören"”. Aber der Wiederaufbau des Königreiches ist noch nicht erfolgt.
Wie wir bereits wissen, sind alle Söhne von Zedekia tot. Jeremia ist auch unter den Gefangenen, die nach Babel weggeführt werden sollen. Von Nebukadnezar wird er freigelassen und hat die Erlaubnis zu gehen, wohin er will. Sein Weg führt ihn nach Mizpa (JEREMIA 40:6).
Der Grund dafür sind die Königstöchter von Zedekia (JEREMIA 41:10). Jeremia weiß, daß es das hebräische Gesetz zuläßt, daß auch Töchter rechtmäßige Erben sein können, wenn keine männlichen Erben da sind. Dann muß allerdings innerhalb des eigenen Stammes geheiratet werden (4. MOSE 27:7-10; 4. MOSE 36).
Mit den Königstöchtern flieht Jeremia, zusammen mit seinem Schreiber Baruch, nach Ägypten. Er hat also die Königstöchter gefunden, doch noch fehlte ein Mann aus der königlichen Linie und dem königlichen Stamme Juda. Um diese zu finden, müssen wir ganz zurück zum Stammbaum Judas gehen.
In 1. MOSE 38:29-30 wird uns von der Geburt der Zwillingssöhne von Juda berichtet. Die beiden wurden Perez und Serach (Zerah) genannt. Serach war eigentlich der Erstgeborene, aber zog dann bei der Geburt wieder seine Hand (mit dem roten Band) zurück, so daß Perez als erster aus dem Mutterleibe kam.
Der Riss (Bruch), von dem die Hebamme sprach (1. MOSE 38:28-30), sollte viel später wieder geheilt werden.
Die Linie von Perez, dem Zweitgeborenen, wurde gesegnet; und seine Linie war es, die David hervorbrachte.
 
Eine Heilung des Bruches kann nur bedeuten, daß letztendlich das Zepter von der Perez-Linie wieder auf die Serach-Linie übertragen werden muß. Diese Übertragung vollzog sich nicht vor der Zeit des Königs Zedekia von Juda, der ja ein Nachkomme der Perez-Linie war. Sie mußte daher nach dem Sturz des Königs Zedekia stattfinden. Da aber Gott David verheißen hatte, daß seine Linie (Perez) durch alle Generationen hindurch auf dem Thron bleiben sollte, konnte die Heilung nur dadurch geschehen, daß ein Thronerbe der Perez-Linie einen Nachkommen der Serach-Linie heiratet und daß dabei der Thron auf letzteren übertragen wird.
Die Geschichte zeigt uns, daß zu der Zeit, als David (Perez-Linie) König war, eine Gruppe aus der Linie von Serach auf dem Weg über den Nahen Osten die irische Küste erreichte.

Das Volk Israel heute
Gehen wir zurück zu unserem Volk Israel (Nordreich) nach seiner Deportation und Zerstreuung. Wo ist es eigentlich hingegangen? Oder noch genauer gefragt: Wo ist es heute? Die Bibel gibt uns einige Vorhersagen über das Verbleiben von Israel nach seiner Zerstreuung.
Fassen wir einmal die Merkmale zusammen, die den Ort charakterisieren, an dem Israel ein Land besitzen wird:
1. Es wird lange ohne König sein. HOSEA 3:4 lange Zeit sollte es ohne König sein
2. Der Thron wird im Meer sein und das Volk die Herrschaft über das Meer besitzen. 
2. SAMUEL 7:10 “"nicht mehr bewegen"” (King James-Bibel); Israel sollte also letztendlich ein Land besitzen.
HOSEA 12:2 dem Ostwind nach = Richtung Westen
PSALM 89:26 Davids Hand (= Zepter) stelle ich in das Meer (King James Bibel, Vers 25); sein Thron soll im Meer sein und er soll die Seewege kontrollieren.
3. Dies Land ist im Nordwesten von Israel.
JESAJA 49:3,6 Bezug auf Israel bzw. Jakob
Vers 12 Von ferne und vom Norden und Westen = Nordwesten (es gibt kein hebräisches Wort für Nordwesten)
4. Es ist auf einer fernen Insel.
JEREMIA 31:9-10 ferne Insel
Wenn du eine Landkarte von Europa nimmst und eine gerade Linie von Jerusalem aus in nordwestlicher Richtung ziehst, durch das europäische Festland bis an das Meer und dann weiter zu den Inseln im Meer, landest du direkt auf den Britischen Inseln!
Es gibt auch sehr viele außerbiblische Hinweise, daß Großbritannien und die USA tatsächlich die "verlorenen Stämme" Ephraim und Manasse sind. Wir wollen einige herausgreifen:
Hebräische Namen
Das Volk Israel gilt als das "Volk des Bundes". Das hebräische Wort für "Bund" ist "berith" ("brit" ausgesprochen). Das hebräische Wort für "Mann" oder "Volk" ist "iysh" oder "ish". Das Wort für "Bundesmann" oder "Bundesvolk" würde demnach in der Wortfolge "brit-ish" lauten. Ist es ein bloßer Zufall, daß Gottes "Bundesvolk" heute "britisch" genannt wird?
Abraham erhielt von Gott die Verheißung, daß nach Isaak sein Geschlecht benannt werden sollte (1. MOSE 21:12). Auch in RÖMER 9:7 und HEBRÄER 11:18 wird dies noch einmal ausdrücklich betont. Ist es wiederum nur ein Zufall, daß sich die Bezeichnung "Sachsen" ganz ähnlich anhört wie "Saac's sons" - "Söhne Isaaks" auf Englisch?
Auf den Spuren Dans
In 1. MOSE 49:17 prophezeit Jakob dem Stamme Dan, daß er wie eine “"Schlange auf dem Weg" ”sein wird.
Der Stamm Dan bewohnte ursprünglich einen Küstenstreifen am Mittelmeer westlich von Jerusalem. In JOSUA 19:47 lesen wir, daß der Stamm Dan eine fremde Stadt eroberte und sie dann nach dem Namen ihres Vaters Dan benannte. Auch die Stellen in RICHTER 18:11-12,29 zeigen, daß dies für den Stamm Dan eine übliche Praxis war.
Auf ihrer Wanderschaft entlang der Mittelmeerküste hinterließ der Stamm Dan viele geographische Namen, die lautlich wie ihr eigener klingen: Den, Don, Din. Wir finden zum Beispiel den Flußnamen Dnjepr, Dnjestr und Don. Weitere Wegzeichen sind beispielsweise Donau und Däne-mark (bedeutet "Dans Zeichen").
Irische Geschichtsquellen besagen, daß neue Siedler, die in Irland ankamen, "Tuatha de Danaan" genannt wurden. Das bedeutet übersetzt: der Stamm Dan. Gelegentlich wurde auch nur von "Tuathe De" geredet, was so viel wie "Volk Gottes" heißt.
In Irland befinden sich auch noch viele andere Wegweiser: Dans-Laugh, Dan-Sower, Dun-dalk, Dun-drum, Don-egal Bay, Don-agal City, Dun-gloe, Din-gle, Dunsmore. Der Name Dunn im Irischen bedeutet übrigens das gleiche wie Dan im Hebräischen: Richter. Schottland ist ebenso reich an "Dans", "Dons" und "Duns" wie Irland.
Die Annalen Irlands
Die Geschichte Irlands gibt uns weiteren Aufschluß, wo Jeremia einst den Thron neu "pflanzte", nachdem er ihn "ausgerissen" hatte. Bereits einige Jahrhunderte vor David erreichte eine starke Siedlergruppe, die sich "Tuatha de Danaan" (der Stamm Dan) nannte, von See her die irische Küste, vertrieb andere Stämme und machte sich seßhaft. Später zur Zeit Davids (ca. 1000 v. Chr.) nahm eine weitere Gruppe, diesmal aus der Linie Serach, den Weg vom Nahen Osten nach Irland.
Im Jahre 569 v. Chr. kam ein alter, weißhaariger Patriarch nach Irland. Er wird in den Quellen bisweilen auch als "Heiliger" bezeichnet. Er hatte verschiedene Begleiter bei sich: Einer hieß "Simon Brach" und wurde in verschiedenen geschichtlichen Darstellungen auch als "Breck", "Berech", "Baruch" oder auch "Berach" genannt. Auch eine Prinzessin mit dem hebräischen Namen "Thepi" war dabei. "Thepi" war nur der Kosename, ihr voller Name war "Tea-Thepi".
Auf seinem Zug nach Irland führte Jeremia einige bemerkenswerte Dinge mit sich: unter anderem eine Harfe, eine Truhe und einen Stein mit dem Namen "Lia-Fail" oder "Stein des Schicksals". Der Name des Steines lautet sowohl von links nach rechts (unsere Leseweise) als auch von rechts nach links (hebräische Leseweise) gelesen gleich: Liafail.
Wohl kaum noch als Zufall kann man es bezeichnen, daß auf diesem Stein die meisten der Könige von Irland, Schottland und Großbritannien gekrönt wurden - auch Elisabeth II.
Der Stein selbst befindet sich heute im Edinburgh Castle, wohin er vom Krönungsstuhl in Westminster Abbey gebracht wurde. Bis in die fünfziger Jahre noch trug eine Hinweistafel neben dem Stein die Aufschrift "Jacob's pillarstone" (Jakobs Gedenkstein) (1. MOSE 28:18).
Herremon
Auch die rote Hand in dem Wappen von Nordirland findet in der Serach-Linie (rotes Band) seine Erklärung.
Herremon (ein Prinz aus der Linie Serach), der Gemahl der hebräischen Prinzessin Thepi, bestieg als König den Thron seines Vaters.
Übrigens hatte die Krone, die von den Königen aus dieser Linie getragen wurde, zwölf Zacken (= Anzahl der Söhne Israels).
Faßt man alles zusammen, dann kommt man unschwer zu dem Schluß:
1. Der weißhaarige Patriarch und "Heilige" war Jeremia.
2. Die hebräische Prinzessin Tea war die Tochter des Königs Zedekia von Juda.
3. Der Begleiter des Patriarchen "Simon Brach" war der Schreiber Baruch.
4. Der König Herremon war ein Nachkomme von Serach, und die Heirat mit einem Mädchen der Perez-Linie heilte den alten "Riss".
Es sollte uns nun auch nicht mehr verwundern, daß es eine ununterbrochene Linie von David bis zur jetzigen Queen Elisabeth II gibt.
Die Tatsache, daß besonders von England (Ephraim) und Amerika (Manasse) das Wort Gottes verbreitet wurde, hat auch seinen Ursprung in der Identifikation mit Israel.
Und letztendlich sollte es uns auch nicht mehr verwundern, daß im besonderen Maße Amerika und England dem heutigen geographischen Israel (= Stamm Juda) besonders in schwierigen Situationen immer beiseite standen.
“"Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, hält er gewiß."” (PSALM 33:4)
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Eine Arbeit von Wolfgang Gaßler Teil 1

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:38

Die Stämme Israels in der Heilsgeschichte
Die getrennten Reiche Haus Israel und Haus Juda bis zur Wiedervereinigung
Wolfgang Gaßler
KAI OUTW PAS ISRAHL SWQHSETAI
... und also wird ganz Israel errettet werden ... Röm 11:26
Die Stämme Israels in der Heilsgeschichte – Die getrennten Reiche Haus Israel und Haus Juda bis zur Wiedervereinigung Version 2.6 (Arbeitsversion) Oktober 2009
Autor: Adresse.:
T el. email:
Wolfgang Gaßler Dewetstraße 1 80807 München +49-(0)163-3508958 wolfgang.gassler.wg(at)googlemail.com
1.Sam 8,4-5 5.Mo 17,14-15 1.Sam 8,7
1.Sam 8,11-18 1.Sam 8,19-20a
1.Sam 9,21 1.Sam 15,1 1.Sam 13,8-9
1.Sam 13,13+14 1.Sam 15 vgl. 2.Mo 17,8-16 1.Sam 16,14 1.Sam 16 1.Sam 25 1.Sam 28
1.Sam 31
1.Sam 16,11-13 Rut 4,21-22
1.Sam 16-31 2.Sam 2,4-10

Die getrennten Reiche Haus Israel und Haus Juda bis zur Wiedervereinigung
Die Zeit des ungeteilten Reiches1
Als das Volk Israel einen König haben wollte, da gingen sie zu Samuel. Samuel gefiel es aber nicht, dass das Volk einen König haben wollte, und er betete zu Gott. "JHWH aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht mehr König über sie sein soll. ..." Danach zählte Samuel dem Volk die Nachteile eines menschlichen Königs auf. "Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll über uns sein, dass wir auch seien wie alle Nationen, ..."
König Saul2 - ca.1065-1025 vZtr3
Saul, aus dem Stamm Benjamin, wurde von Gott zu Samuel geführt damit dieser ihn zum König salbe. Noch während Saul um die Anerkennung des gesamten Volk kämpfte, opferte er aus Ungeduld selbst ein Brand- und Dankopfer für Gott statt auf Samuel zu warten. Da dies aber nur ein Priester hätte tun dürfen, wurde Saul mitgeteilt, dass sein Königtum auf einen anderen übergehen würde. Als Saul im Kampf die Amalekiter gegen Gottes Willen verschonte, wurde Saul endgültig verworfen und von einem bösen Geist geplagt . Danach ließ Gott einen anderen zum König salben. So regierte Saul lange Zeit als von Gott verworfener König, der beständig danach trachtete, seinen bereits gesalbten Nachfolger umzubringen. Nach Samuels Tod wandte sich Saul in einer Notlage sogar an eine Totenbeschwörerin, die ihm ein Gespräch mit Samuel vermitteln sollte. In diesem Gespräch kündigte Samuel als Strafe für Sauls Gottlosigkeit den baldigen Tod an, der auch kurz danach in einem Kampf eintrat.
König David4 - ca.1025-985 vZtr.
David, der jüngste Sohn von Isai und Urenkel von Rut und Boas, war aus dem Stamm Juda und wurde von Samuel zum König gesalbt. Nach einer Zeit als Flötenspieler an Sauls Hof und dem Sieg über den Philister Goliat wurde David, ein Freund von Sauls Sohn, der Mann von Sauls Tochter und der Führer von Sauls Heer. Nach Sauls Tod wurde David zunächst nur König über das Haus Juda, aber nach einem Bruderkrieg mit Israel und dem Tod
Die Stämme Israels in der Heilsgeschichte
2.Sam 1-5 von König Isboset5, einem Sohn Sauls, bald über alle Stämme Israels. Nachdem David die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hatte, wollte er
2.Sam 7,5 2.Sam 7,12
Gott ein Haus, einen Tempel bauen, aber Gott ließ ihm vom Propheten Nathan sagen: "Solltest du mir ein Haus bauen, dass ich darin wohne? ... JHWH verkündigt dir, dass JHWH dir ein Haus bauen wird. Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen Vätern legst, will ich dir einen
1 Aus: Carsten Finger, „Die Heilsgeschichte – Die Geschichte Gottes mit den Menschen“, 1995 – So auch die Abschnitte über die Könige Saul, David und Salomo und die Zusammenstellung der Könige und Propheten des Nord- und Südreiches.
2 hebr: lWavß ' (SchA ́UL) = Erfragter, Erbetener; gleiche Konsonanten wie SchE ́OL = Totenreich
4 hebr. dwDI ' DaWI ́D = Geliebter, Liebender, Verbinder, Vereiniger
5 hebr. ‘tv,B’o vyaiî = °ISch-Bo ́SchäT = Mann der Beschämung 3
2.Sam 7,13
2.Sam 8-12
2.Sam 11,1-5 2.Sam 11,14-17 2.Sam 11,27 Ps 51
2.Sam 12,13-18 1.Kön 1,30
1.Kön 3-5+10 1.Kön 6-8 1.Kön 9
1.Kön 11,4-6 1.Kön 11,9-13
1.Kön 11,43 1.Kön 12,11-19 1.Kön 12,20-24

Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen für äonisch. ... Aber dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein für den Äon vor mir, und dein Thron soll für den Äon bestehen."
Nachdem David von Gott diese Verheißungen empfangen hatte, breitete sich sein Königreich immer weiter aus und sein Königtum wurde gefestigt. David war aber trotz allem ein sündiger Mensch, dessen Begierde ihn zum Ehebruch mit der Frau des Hethiters Uria6 verführte. Um seine Sünde zu vertuschen, sorgte David sogar für den Tod Urias und heiratete dessen Frau Batseba7. David tat dafür zwar Buße und empfing Gottes Vergebung, aber den so gezeugten Sohn ließ Gott durch eine schwere Krankheit bald nach der Geburt sterben. Aus der Ehe von David und Batseba sollte dann Davids Nachfolger kommen, auf ihn würden das Königtum und die Verheißungen nach Davids Tod übergehen – Salomo.
König Salomo8 - 985-946 vZtr.
Salomo, der Thronfolger von David, begegnete im Traum Gott und Gott wollte ihm eine Bitte erfüllen. Salomo bat um ein gehorsames Herz, um das Volk gut regieren zu können. Wegen dieser guten Bitte schenkte Gott ihm ein weises, verständiges Herz und auch Reichtum und Macht. Schließlich baute Salomo für Gott einen Tempel und für sich einen Palast. Gott ermahnte danach Salomo, dass er diesen Tempel zerstören und Israel ausrotten werde, wenn Götzendienst getrieben würde.
Ursache für die Reichsteilung ca. 946 /945 vZtr.
Als Salomo alt war, neigte sich sein Herz anderen Göttern zu und sein Herz war nicht mehr ungeteilt auf JHWH ausgerichtet. Dies zog Gericht nach sich: So wie Salomos Herz geteilt war, sollte auch sein Herrschaftsbereich über das zwölfstämmige Volk Israel geteilt werden.
Diese Teilung erfolgte nicht zur Zeit Salomos, sondern erst zur Zeit seines Sohnes Rehabeam in das Südreich Juda (2 Stämme) und das Nordreich Israel (10 Stämme), über das Jerobeam König wurde.
6 hebr. hY"ïrIWa °UriJa ́H = mein Licht ist JHWH 7 hebr. [bv; -,ä tB; BaT-Schä ́Bha~ = Tochter des Schwörens; Tochter des Überflusses; die Üppige 8 hebr: hmoïl{v. SchöLoMo ́H = friedlich, friedsam
4
Hos 5,1 Hos 5,3+5 Hos 6,4 Est 2,5 Esr 2,2 vgl. Esr 1,5 Esr 6,16 Jes 59,20+21 Röm 11,26+27
1.Kön 16,24
1.Kön 12,26-33
Begriffsbildung9

Das Nordreich Israel – das 10-Stämme-Reich - wird im Worte Gottes auch als „Haus Israel“ oder auch als „Haus Ephraim“ oder nur „Ephraim“ (37mal bei Hosea!) – als Repräsentant des stärksten Stammes bezeichnet. Das Südreich Juda wird auch als „Haus Juda“ oder nur „Juda“, zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft findet man auch den Begriff „JöHUDI ́M“ = „JUDEN“. Nach der Gefangenschaft in Babel ist die Bezeichnung „Israel“10,14 auf den nach Jerusalem rückgekehrten Rest der Juden (Haus Juda = Stämme Juda, Benjamin und Levi) übergegangen.
Unter „Jakob“ verstehen wir alle 12 Stämme in dem noch unerneuertem Zustand.
Könige des Nordreiches:
Jerobeam I., Nadab, Bascha, Ela, Simri, Tibni, Omri, Ahab, Ahasja, Joram, Jehu, Joahas, Joasch, Jerobeam II., Secharja, Schallum, Menahem, Pekachja, Pekach und Hoschea  keiner war gottesfürchtig !
König Omri erwarb Samaria, wo er die Stadt Samaria11 zum Regierungssitz der Könige des Nordreiches erbaute.
Propheten im Nordreich:
Elia, Elischa, Jona, Amos und Hosea
Könige des Südreiches: Rehabeam, Abija, Asa, Joschaphat, Joram, Ahasja, Atalja, Joasch, Amazja, Usija (Asarja), Jotam, Ahas, Hiskia, Manasse, Amon, Josia, Joahas, Jojakim, Jojachin und Zedekia(zeitweise / ganz gottesfürchtig)
Propheten im Südreich:
Obadja, Joel, Jesaja, Micha, Nahum, Zefanja, Hulda, Habakuk, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Haggai, Sacharja und Maleachi.
Hinweis: Eine ausführliche tabellarische Darstellung und Übersicht der Könige des Nordreiches und des Südreiches befindet sich in der Heftmitte zum Herausnehmen.
Der Scheidebrief
Die folgende Geschichte zeigt, dass alle Könige des Nordreiches Anteil an der Sünde Jerobeams hatten: Er errichtete die Höhen in Dan und Bethel als religiöse Zentren, wo er goldene Stiere aufstellte (vielleicht in Anlehnung an dem ihm bekannten ägyptischen Stierkult) und kanaanäische Götzen verehrt wurden. Als Priester setzte er aus allen zehn Stämmen Israels Männer ein.
Während einige Könige des Südreiches (z.B. Josaphat, Jotam, Hiskia – insgesamt 9 s.o.) ganz oder teilweise gottesfürchtig waren, waren die übrigen (z.B. Ahas, Amon, Atalja) ebenfalls Götzendiener.
9 eine ausführliche Erklärung der Begriffe finden Sie in Anhang A 10 Anmerkung Br. Heinz Mohrlok: nicht: „Haus Israel“; vgl. Anhang A, Fußnote Nr. 14
11 hebr. !Ar±m.voSchoMöRO ́N = Hütende
5
Jer 3,6-23 2.Kön 15,29 2.Kön 17,6-8 2.Kön 18,10-11
2.Kön 17,7-17
Jer 1,1-2 Jer 3,6-10 2.Kön 23,3
Jer 3,11 Jer 3,12
Hos 1,6 Hos 1,10 Hos 2,23 Röm 9,25-26
2. Kön 18-20 2.Kön 22-33
Jes 39,6
2.Chr 34,22-27
Jer 25,1-16 2.Kön 24,8-16 Jer 52,12-15 Jer 29,10-11

Dies führte dazu, dass das Haus Israel aus dem Ehebund mit dem HERRN entlassen wurde und den Scheidebrief erhielt und schließlich in die assyrische Gefangenschaft deportiert wurde (ca. 733-722 vZtr.). Als Gründe für dieses Gericht werden angeführt:
 Anbetung fremder Götter  Wandel in den Satzungen die Nationen  Bau von Höhen in allen Städten  Errichten von Bildsäulen, zwei Kälbern und Ascherabildern  Rauchopfer  Verachtung der Gebote JHWHs, Seiner Zeugnisse und des Bundes  Anbetung des ganzen Heeres der Himmel  Baalsdienst  Kinderopfer  Wahrsagerei und Zauberei
Aus Jer 1,1-2 ist zu ersehen, dass Jeremia später gesandt wurde als die Propheten Jesaja und Hosea. Zu der Zeit war das Haus Israel bereits aus dem Lande weggeführt in die assyrische Gefangenschaft. Dieses Gottesgericht hätte dem Hause Juda als warnendes Beispiel dienen können, aber sie nahmen es nicht zu Herzen. Im Gegenteil: Die treulose Juda ist nicht zu JHWH zurückgekehrt mit ganzem Herzen sondern nur mit Falschheit. Damit hat sich die abtrünnige Israel sogar als gerechter erwiesen als Juda, die treulose. Prophetisch ruft Jeremia dem zu diesem Zeitpunkt schon ca. 100 Jahre zerstreuten Haus Israel ein Wort der Buße und Vergebung zu, woraus deutlich zu ersehen ist, dass das Gerichtswort, das der Prophet Hosea ca. 150 Jahre vorher (ca. 50 Jahre vor der Wegführung des Hauses Israel) ausgesprochen hat, nur zeitweilig bedingt ist, worauf auch der Apostel Paulus in Röm 9-11 Bezug nimmt.
Herausragende Könige des Südreiches waren lediglich Hiskia (etwa 715 - 686 vZtr.) und Josia (etwa 640 - 609 vZtr.). Beide entfernten die heidnischen Heiligtümer, reinigten den Tempel, setzten wieder einen ordentlichen Gottesdienst ein und feierten wieder das Passahfest. Hiskia setzte im Kampf gegen die Assyrer und in einer Krankheit sein ganzes Vertrauen auf Gott. Erst gegen Ende seines Lebens zeigte er stolz babylonischen Boten seinen Besitz und Jesaja prophezeite ihm daraufhin, dass nach seinem Tod sein Eigentum und einige seiner Söhne nach Babylon weggeführt würden. Unter König Josia wurde das Gesetzbuch wieder gefunden und Josia ließ es dem ganzen Volk vorlesen. Daraufhin erneuerte er den Bund zwischen Gott und seinem Volk. Durch die Prophetin Hulda ließ Gott Josia verkündigen, dass wegen dem andauernden Ungehorsam des Volkes nach seinem Tod Unheil über das Südreich kommen werde. Mehrmals gab Gott in dieser Zeit dem Volk eine neue Chance, doch immer wieder stellte sich das Volk gegen Gott und seine Propheten. Jeremia kündigt daraufhin die 70-jährige babylonische Gefangenschaft des Hauses Juda an und schließlich wurde das Volk des Südreiches in drei Etappen nach Babylon verschleppt. Jedoch durfte derselbe Prophet auch die Rückkehr aus der Gefangenschaft verkündigen.
6
Hag 1,1 Esr Neh
Esr 1,3
Esr 4,2 Esr 5,2+15b
Esr 6,16-22 Esr 6,17
Neh 13
Esr 8,35 Lk 2,36 Jak 1,1
Röm 10,4 Gal 3,19 Dan 9,26

Das Exil und die Zeit danach (587 vZtr – 135 nZtr.)
Die Zeit des Exils war für das jüdische Volk eine lehrreiche Zeit, in der Daniel (ab 605 vZtr. )am babylonischen Königshof), Hesekiel (ab 597 vZtr. )unter Weggeführten in der Nähe Babylons) und Jeremia (ab 586 vZtr. unter Geflohenen in Ägypten) die prägenden Gestalten der jüdischen Geschichte waren. Nachdem der persische König Kyrus Babylon erobert hatte, gaben er und seine Nachfolger die Erlaubnis, dass die Juden nach Erez Israel (Kanaan) zurückkehren durften, um den Tempel und die Stadt Jerusalem wieder aufzubauen.
Die Rückführung geschah in drei Etappen: Jahr Statthalter Propheten Anzahl ca. Zweck____________
536 Serubbabel 458 Esra 445 Nehemia
Die Stämme Juda, Benjamin und die Leviten kehrten nach Jerusalem zurück, um den Tempel zu bauen. Die Samaritaner wollten sich ihnen dabei anschließen. Nehemia und Serubbabel verweigerten es ihnen jedoch. Das führte zur erbitterten Feindschaft zwischen Juden und Samaritanern.
In Esra 6,16-22 findet sich ein Hinweis, dass auch Kinder Israels aus den 10 Stämmen wieder nach Jerusalem kamen, nachdem der Tempel fertig gestellt wurde und sich dem Juden anschlossen. Esra, der Schriftgelehrte, schloss einen Bund zwischen den Zurückgekehrten und Gott, in dem er unter anderem auch zur Absonderung nach dem mosaischen Gesetz aufrief: Den Männern wurde geboten, sich von ihren heidnischen Frauen zu trennen. Diejenigen, die das Gesetz nicht befolgen wollten, wanderten nach Samaria aus, wo sie ihre Mischehen weiter fortführen konnten.12
Der Begriff „ganz Israel“ bezeichnet hier das Judentum einschließlich der „Kinder der Wegführung“. Innerhalb des Judentums sind die Stämme jedenfalls identifizierbar. Im Jahr 332 vZtr. eroberte Alexander der Große Jerusalem, bei seinen Nachfolgern gehörte Judäa (Kanaan / Erez Israel) zunächst zu Ägypten und dann zu Syrien. Im Jahr 167 vZtr. wurde durch Antiochus IV. der Tempel entweiht und danach begann der Aufstand von Mattatias Makkabäus, der mit seinen Söhnen Jerusalem zurück eroberte. Judas, einer der Söhne, ließ 163 vZtr. den Tempel wieder weihen. Sie, die Hasmonäer, regierten über Judäa bis die Römer 63 vZtr. einmarschierten. Herodes der Großen wurde 39 vZtr. als König über Judäa gesetzt, er baute einen neuen Tempel und starb im Jahr 1 vZtr.
In seiner Zeit wurde Jesus von Nazareth geboren ( ca. 3 vZtr13.). Jesus war der Nachkomme, der die Verheißungen Gottes und somit das Gesetz erfüllte. Nach seinem Tod (32 nZtr.) wurden im Jahr 70 nZtr. Jerusalem und der Tempel zerstört und nach dem Aufstand unter Führung von Simon Bar
Haggai 42.360 Esra 2.000 Reformen
Tempelbau (bis 516) Nehemia wenige Bau der Stadtmauer
12 Aus: Herold/Balling, „Die Könige des Nordreiches“, Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH Marburg, 1988 13 F.H.Baader legt den Tag der Geburt JESU auf den 11.9.03 vZtr. (siehe: Chronologie der Bibel, 3.Ausgabe 2001, Seite 555; Erklärungen ebenda)
7
Joh 4,4-30
Hes 37,15-28
Jer 31,31-33 Hebr 8,8-11 Hos 1,7-11 1.Mo 15,5-6 1.Mo 26,2-4 1.Mo 35,10-12 1.Mo 48,14-20
Jer 3

Kochba wurden 135 nZtr. die Juden für fast 2000 Jahre aus Judäa verbannt.
Weil die Samaritaner nur die fünf Bücher Mose anerkannten, wurden sie von den Juden zur Zeit Jesu als Ketzer angesehen. Juden und Samaritaner pflegten keinerlei Kontakt untereinander. Deshalb erstaunte es die Samaritanerin umso mehr, dass Jesus, als Jude, sie am Brunnen Jakobs ansprach und sie um Wasser bat12.
Fragen:
 Was sagt das Neue Testament über Haus Juda und Haus Israel bzw. über die Stämme Israels ?
 Wie sind die biblischen Aussagen nach der Wegführung des Hauses Israel zu verstehen, wo Haus Israel und Haus Juda gemeinsam im Zusammenhang genannt werden ?
 Sind die Mehrungsverheißungen, die an Abraham, Isaak, Jakob und Ephraim ohne Vorbedingungen gegeben wurden, mit der Wegführung des Hauses Israels hinfällig bzw. im Judentum in Erfüllung gegangen ?
 Wann und wie hebt Gott den Scheidebrief auf ? Die Beantwortung dieser Fragen ist das Ziel der folgenden Abschnitte !
Zusammenfassung:
 Das Volk Israel hat JHWH als König verworfen und wollte einen König haben, wie alle anderen Völker auch.
 Diese Verwerfung JHWHs hatte den (geistlichen) Tod zur Folge: Der Name des ersten Königs Saul (hebr. lwav = Scheol) bringt dies zum Ausdruck.
 Doch der Tod ist bei Gott nie das Letzte. Und so wird David (= der Geliebte) König und dessen Königtum wird von Gott bestätigt für den ganzen Äon.
 Nach Davids Tod geht die Regentschaft auf seinen zweitgeborenen Sohn Salomo über. Vielweiberei führte zu Vielgötterei: Das Herz Salomos war nicht mehr ungeteilt auf JHWH gerichtet.
 Diese innere Spaltung des Herzens führte zu einer äußeren Spaltung des Reiches in das Nordreich Israel (Haus Israel) und das Südreich Juda (Haus Juda) in der folgenden Generation.
 Götzendienst im Haus Juda, noch ausgeprägter im Haus Israel, zogen Gottes Gericht nach sich:
 Das Haus Israel wurde durch den Scheidebrief von JHWH und damit auch vom mosaischen Gesetz abgetrennt und in weiterer Folge ca. 722 vZtr. in die assyrische Gefangenschaft weggeführt.
 Das Haus Juda blieb weiterhin das Weib JHWHs und unter dem mosaischen Gesetz und wurde ca. 596 vZtr. in die babylonische Gefangenschaft weggeführt, die 70 Jahre dauerte.
 Nach der Rückführung des Hauses Juda wurden Tempel und Stadtmauer wieder aufgebaut.
 Mit einigen Zurückgekehrten 10-stämmigen bilden die Zurückgekehrten aus Haus Juda das Judentum
8
Lk 2,36
Apg 26,6+7 Apg 9,15 1.Tim 2,7 Röm 1,5b Röm 16,26b Apg 15,13
1.Petr 1,1 1.Petr 2,25
Jak 1,1
Joh 10,11 Joh 10,16
Joh 1,29 1.Petr 2,24
Gal 3,13
Gal 4,4+5a 1.Petr 1,18b+19 Mt 5,24 Mt 10,5+6
Jer 3,14 Jer 3,8

Die 12 Stämme Israels zur Zeit Jesu und der Apostel
Über 720 Jahre vergehen seit der Wegführung des Hauses Israel in die assyrische Gefangenschaft bis zur Geburt Jesu. Die weltliche Geschichtsschreibung stellt sich überwiegend auf den Standpunkt, die 10 Stämme Israels sind in der Völkerwelt untergegangen bzw. assimiliert.
Im Neuen Testament gibt es jedoch mehrere Zeugnisse, dass die 12 Stämme vorhanden sind. Im damaligen Judentum waren sie auch identifizierbar:
Im Lukasevangelium wird die Prophetin Hanna aus dem Stamm Aser erwähnt.
Paulus steht vor Gericht „wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung, 7 zu welcher unser zwölfstämmiges Volk, unablässig Nacht und Tag Gott dienend, hinzugelangen hofft“. Der Dienst des Paulus richtet sich an die Nationen, deren Apostel und Lehrer er ist, an Könige und an die Söhne Israels. Seine Briefe sind geschrieben zum Glaubensgehorsam an alle Nationen für Seinen Namen.
Petrus schreibt an die Fremdlinge von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien und Bithynien, die er mit in die Irre gegangenen Schafen vergleicht, die zum Hirten und Aufseher ihrer Seelen zurückgekehrt sind.
Jakobus schreibt seinen Brief an die „zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind“
Jesu Tod am Schandpfahl von Golgatha
Als der gute Hirte unterscheidet Jesus zweierlei Schafe: die „aus diesem Hofe“ [Haus Juda] und die anderen Schafe [Haus Israel], die er auch bringen muss.
Als Lamm Gottes trägt er die Sünde der Welt – und somit auch die Sünde ganz Israels in seinem Leibe an das Fluchholz von Golgatha.
 Jesu Dienst am Haus Juda
Bevor jedoch die anderen Schafe dran sind, war jedoch der Dienst unter Gesetz im Fleische notwendig, um das Haus Juda vom Gesetz loszukaufen, indem ER das Lösegeld – Sein Blut – bezahlt. In gleicher Weise erhielten die Jünger den Auftrag, nicht auf den Weg der Nationen und auch nicht in eine Stadt der Samariter (Haus Israel) zu gehen.
 Jesu Dienst am Haus Israel
Das Verhältnis Gottes zu Seinem Volk wird u.a. dargestellt im Bilde einer Ehe eines Mannes mit zwei Frauen. Das Haus Israel, das Nordreich erhielt den Scheidebrief.
9
5.Mo 24,1-4 Jer 3,1 Hes 23 Joh 4,18
Röm 8,3
Mt 5,17ff
Röm 7,1-3 1.Kor 7,39
Hos 3,5 Jer 50,4 Hos 2,19-21 Hos 2,16 Hebr 8,8-12 Luk 22,20 1.Kor 11,25
Joh 1,29 2.Kor 5,21
Gal 3,13
Röm 7,1-4 Hos 2,19-21 Röm 4,25

Wenn das Haus Israel zu Gott zurückkehren sollte, d.h. wenn Gott die Geschiedene wieder heiraten will, hat ER das Gesetz über den Scheidebrief zu beachten, wonach es IHM nicht gestattet ist, die Geschiedene, welche anderen Männern gehört hat, wieder zu heiraten.
Es gibt nur eine Möglichkeit, einerseits dem Gesetz genüge zu tun und andererseits doch das dem Gesetz Unmögliche zu tun: „Wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes“. „... wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei, geheiratet zu werden, von wem sie will“.
Daher musste Jesus Christus sterben, damit der Scheidebrief gemäß dem Gesetz erfüllt wird und der auferstandene Herr das Haus Israel zur Umkehr rufen konnte. Diesem Ruf werden die Kinder Israels folgen am Ende der Tage und der Herr wird sich mit ihnen verloben in Gerechtigkeit und in Gericht und sie werden IHN nennen: „Mein Mann“. Insbesondere war also die Voraussetzung für den Neuen Bund mit dem Hause Israel und dem Hause Juda das Blut Jesu.
Damit hat Jesus Christus durch Sein Opfer auf Golgatha dreierlei erreicht:
1. Als Lamm Gottes nimmt Er die Sünde der Welt hinweg, indem Er zur Sünde gemacht wird.
2. Er hat uns – und insbesondere das unter dem mosaischen Gesetz stehende Haus Juda - von Fluch des Gesetzes losgekauft, indem er ein Fluch für uns geworden ist.
3. Als gestorbener Jöhoschua-Christus bewirkt Er die Aufhebung des Gesetzes des Scheidebriefes damit Er als Auferstandener sich wieder mit dem Haus Israel verheiraten kann, das Er sich durch Gericht und Gnade zubereitet und rechtfertigt.
10
Apg 15,13-17
Röm 1,5+6
Jer 31,31-33 Heb 8,8-13
Hos 3,4-5 Jer 3,18
Mt 24,9+14 Mt 25,32 Mt 28,19 Röm 1,5 Röm 16,26 Gal 3,8
Gal 5,1-4
Gal 3,23-26 Ps 147,19-20
Apg 16,6-10 Eph 3,3-6
Röm 9,4

„Die Nationen für Seinen Namen“
Beim Apostelkonzil in Jerusalem zeichnet Jakobus den Heilsplan Gottes in wenigen Worten auf:
Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. *Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: *"Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; *damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen, und all die Nationen, über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut",
Paulus, der Apostel und Lehrer der Nationen, schreibt denselben Nationen für Seinen Namen, unter welchen die Berufenen Jesu Christi sind.
Wer sind die Nationen für Seinen Namen ?
Folgende Schriftstellen – die noch um viele weitere ergänzt werden können – sprechen für eine Identifikation der Nationen für Seinen Namen mit den Stämmen Israels – und nicht mit den „Heiden“: 1) Der Neue Bund, den JHWH mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda [nicht mit den Heiden !] macht: “Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein”. Am Ende der Tage werden die Kinder Israels zusammen mit den Kindern Judas zu JHWH umkehren, nachdem sie viele Tage ohne König und ohne Fürst bleiben.
2) Im Grundtext des Neuen Testaments steht 20-mal der Ausdruck panta ta eqnh (PANTA TA ETHNÄ14: wörtlich “all die Nationen”15).
Würden damit alle Nationen gemeint sein, könnte der Artikel ta entfallen, wie es auch an anderen Bibelstellen der Fall ist16. Es ist zu prüfen, ob der Artikel ta diejenigen Nationen anzeigt, die (hauptsächlich) Nachkommen der Stämme Israels sind.
3) Paulus sieht im „Joch der Sklaverei“ das Gesetz vom Sinai. Wenn er vom „nochmals Bedrücktwerden“ schreibt, dann weist er auf den Tatbestand hin, dass die Galater schon einmal unter dem Joch des Gesetzes standen. Das ist aber nur so möglich, wenn sie Söhne Israels sind, da diesen das Gesetz vom Sinai gegeben wurde17 - nicht aber den übrigen Nationen.
4) Durch eine Vision wurde Paulus nach Europa geführt und nicht nach Asien. Paulus schreibt in Eph 3 vom Geheimnis, dass die Nationen Miterben und Miteinverleibte und Mitteilhaber seiner Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium sind. Es geht also um das Geheimnis, dass die Nationen Verheißungsteilhaber sind. Das können sie aber nur sein, wenn sie Nachkommen Israels sind, weil anderen Nationen solche Verheißungen nie gegeben wurden.17
14 eqnoj [EThNOS] = Nation, nicht Heide. Gemäß 1.Petr 2,9 ist Israel eine heilige Nation und nicht ein „heiliger Heide!“.
15 Hinweis von Br. Wilhelm Alber 16 z.B.: Apg 2,5; 10,35; 17,26; Offb 7,9; 14,6 17 Hinweis von Geschwister Günther und Helga Lippert (Brief)
11
Röm 4,1 Röm 4,13-18 1.Mo 17,5 Gal 4,21-31 Röm 9,1-5 Gal 3,29 1.Kor 1,1-2 1.Kor 10,1-5a
Röm 11,25
1.Mo 48,19 1.Kor 10,26
Ps 24,1 Eph 2,11-13
Jer 3,8 Eph 2,14-16
Hes 37,15-28
Röm 11,16-24
Röm 11,26-32 Röm 11,16
Röm 8,9-10+14 Sach 4,11-14
Röm 11,16 1.Kor 15,23a 1.Kor 12,12
Röm 11,23

5) Paulus bekundet an mehreren Stellen die Abstammung der Nationen dem Fleische nach von Abraham, wo er auch die Vermehrungsverheißung, die dem Abraham gegeben wurde, zitiert, und dass diejenigen, aus denen dem Fleische nach der Christus ist, Israeliten sind.
Der Versammlung Gottes, die in Korinth ist (1), den Geheiligten in Christo Jesu (2), den berufenen Heiligen (3), samt allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen (4), bezeugt Paulus: “Denn ich will nicht, dass ihr [= (1) bis (4)] unkundig seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind, *und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere, *und alle dieselbe geistliche Speise aßen, *und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. *Der Fels aber war der Christus.”
6) Die in Röm 11,25 genannte Fülle der Nationen [gr. plh,rwma tw/n evqnw/n pläroma toon ethnoon] ist aus dem Samen Ephraims. Das Wort, das in 1.Mose 48,19 mit Fülle der Nationen [hebr. ~yI)AGh-; al{)m. MöLo° HaGOJiM] entspricht dem griech. plhrwma pläroma, was durch einen Vergleich von 1.Kor 10,26 mit Ps 24,1 bestätigt wird.
7) Die Nationen im Fleische waren ohne Christus und entfremdet dem Bürgerrecht Israels18. Folglich müssen sie irgendwann am Bürgerrecht Israels Anteil gehabt haben. Die Entfremdung der 10 Stämme fand durch die Deportation in die assyrische Gefangenschaft statt, die Abtrennung von den Bündnissen durch den Scheidebrief.
8) ER hat aus beiden eins gemacht und die beiden in einem Leibe versöhnt durch das Kreuz18.
Anbruchhaft hat sich hier im Körper des Christus schon das erfüllt, was Hesekiel für beide Teile des ganzen Israel schon prophetisch bezeugt hat in der Vision von den beiden Hölzern, die zu einem Holze gemacht werden.
9) Das ”Ölbaumgleichnis” in Römer 11 ist nur zu verstehen, wenn man in den edlen Zweigen Haus Juda und in den wilden Zweigen Haus Israel sieht und beide zusammen – Haus Juda und Haus Israel – ganz Israel bilden18:
Der ganze Ölbaum ist prophetisch gesehen das ganze erneuerte Israel. Aus der Formulierung „Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse;
und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.“, ist mit 1.Kor 15,23a19 und 1.Kor 12,1220 eine Gleichsetzung Erstling = Wurzel und Masse = Zweige nahe legt.
Die Wurzel des Ölbaumes, der dem Ölbaum sein Öl = der Heilige Geist gibt, ist also der Christus = Haupt + Erstlingskörper21.
18 Siehe Anhang B: Römer 11 und Epheser 2,11-22 im Lichte der Stämme Israels 19 „Der Erstling Christus ...“ 20 Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: also auch der Christus.  „der Christus“ = Haupt und Glieder 21 Anmerkung von Geschwister Paul und Elke Seip


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Teil 2 von Wolfgang Gaßler

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:39

12
Röm 11,24 Jak 1,1 Esra 6,14-22
Hos 7,8 Röm 11,17 Neh 8,15 Apg 7,43
Röm 11,17 Röm 11,20a Röm 11,22 Röm 11,23 Röm 11,24
Röm 11,18 Röm 11,20b
Röm 11,24a Röm 11,22
Röm 11,23
Röm 11,25-26a
Röm 11,26b Röm 11,26c Röm 11,27
Röm 11,26b Röm 11,29 Röm 11,26a
Der edle Ölbaum ist das (gesetzestreue) Judentum = alle 12 Stämme, vorwiegend das aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrte Haus Juda + einige Rückläufer aus der assyrischen Gefangenschaft („Kinder der
Wegführung“), die sich, nachdem der Tempel in Jerusalem vollendet war, den dort in Jerusalem sich wieder ansässigen Haus Juda angeschlossen haben.
Der wilde Ölbaum ist das in alle Völker hineinvermischte Ephraim-Israel = vorwiegend die 10 Stämme des Nordreiches + Reste der 2 Stämme des Südreiches, die nicht aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkamen und über Babylon hinaus zerstreut wurden.
Die ausgebrochenen, natürlichen Zweige sind der verstocke Teil des Hauses Juda, völkische Linien, die durch den Unglauben ausgebrochen wurden. Gegen diese gefallenen Zweige richtet sich die Strenge Gottes. Wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden auch sie wieder in ihren eigenen – den edlen Ölbaum – eingepfropft, denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen.
Die eingepfropften wilden Zweige sind Gläubige aus den Nationen = Haus Israel, völkische Linien, die durch den Glauben stehen, jedoch nicht der Erstlingskörper des Christus, der die Wurzel ist und diese trägt. Diese wurden aus dem wilden Ölbaum ausgeschnitten, um in den edlen Ölbaum wider die Natur eingepfropft zu werden. Diesen begegnet Gott in Güte, wenn sie an der Güte bleiben. Ansonsten werden sie auch ausgeschnitten.
Damit die ausgebrochenen natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden können, dürfen sie nicht in der Verstockung und damit nicht im Unglauben bleiben: „wenn sie nicht im Unglauben bleiben ...“
Die Tatsache, daß dieser Teil Israels nicht in der Verstockung und damit im Unglauben bleibt, ist Inhalt des Geheimnisses, dass Paulus in den folgenden Versen von Röm 11 enthüllt: Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf daß ihr nicht euch selbst klug dünket: daß Verstockung Israel zum Teil widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen sein wird; und also wird ganz Israel errettet werden,
In diesen Versen wird auch erklärt, wann die Verstockung zu Ende ist und wie das geschieht:
 
bis die Vollzahl der Nationen eingegangen sein wird "Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ICH ihre Sünden wegnehmen werde"“;
Gott erweist sich als treu und greift selbst ein – und darum funktioniert das auch, denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. Die Folge ist, dass ganz Israel errettet wird.
13
Apg 15,16
Apg 15,17 1.Mo 28,14
Röm 11,29 Jer 31,31 Hes 37,16 Sach 8,13 Hebr 8,8
1.Mo 22,17 1.Mo 26,24 1.Mo 48,19 1.Mo 17,20
Hos.7,8
1.Kön 12,24
1.Kön 11,26
10) Die Hütte Davids [Israel als Volksganzes] ist zerfallen in Haus Israel und Haus Juda und nicht in Juden und „Heiden“23. Das Aufrichten der Hütte Davids bewirkt, dass die übrigen der Menschen den Herrn suchen.
11) Im Samen Jakobs werden alle Geschlechter der Erde gesegnet werden und nicht durch Heidenvölker.
12) Die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar: Haus Israel und Haus Juda – zusammengenommen ganz Israel – werden Jahrhunderte nach der Deportation des Hauses Israel in der Schrift bis hinein ins Neue Testament zusammen genannt.
13) Gott hält Seine Vermehrungsverheißungen, die ER Abraham, Isaak, Jakob und auch Manasse und Ephraim gegeben hat und nicht nur dem Ismael, der ohne Zweifel eine zahlreiche Nachkommenschaft in den arabischen Völkern hat. [siehe Anhang C]
14) Ephraim vermischt sich mit den Völkern. Man kann davon ausgehen, daß Ephraim die Vermischung aktiv vorangetrieben hat und noch immer betreibt24. Und wir dürfen weiter annehmen, daß es von unserem Gott und Vater auch so beabsichtigt war25.
15) Als JHWH Israel in das Nordreich (Haus Israel, 10 Stämme) und in das Südreich (Haus Juda, 2 Stämme: Juda und Benjamin) gerichtsmäßig trennte, stand schon durch die Namen der beiden Regenten fest, wie die Geschichte der beiden Häuser von Gott her bestimmt ist:
Jerobeam (hebr. ~[bry „ein Volk mehrt sich“) aus dem Stamm Ephraim,
der als Regent über das Haus Israel gesetzt ist, dessen Name deutet prophetisch an, dass das Haus Israel mengenmäßig wächst und damit Träger der Vermehrungsverheißung wird, die Gott dem Abraham, Isaak, Jakob und Ephraim gegeben hat.
[Siehe Anhang C] Rehabeam (hebr. ~[bxr „ein Volk breitet sich aus“), der als Regent über
das Haus Juda gesetzt ist, dessen Name deutet prophetisch an, dass das Haus Juda über den ganzen Erdkreis zerstreut wird. Von einer starken Mehrung des Hauses Juda bzw. den Juden ist hier nichts gesagt. Die Juden, zerstreut in die ganze Völkerwelt, sind ein kleines Häufchen – gemessen an der Gesamtbevölkerung der Erde – geblieben.
23 Anmerkung Br. Fischer (Basel): In der Hütte Davids sehe ich weniger Israel als Volksganzes, als vielmehr das Königshaus. Die Wiedererrichtung der Hütte Davids ist darum nicht der Staat Israel oder das Reich als solches, sondern die Wiedereinsetzung des Hauses Davids durch dessen wichtigsten Spross und das bedeutet ja dann die offizielle Wiedervereinigung Israels, denn dem Hause David ist die Herrschaft über beide Häuser zugesagt.
24 Anmerkung von Br. Hans Gembruch: ll'A_ Bt.yI aWhå ~yMiÞ[;B' ~yIr:§p.a, (ÄPhRa'JiM BaAMIM HU° JiTBOLaL =
ÄPhRa'JiM ist in den Völkern, es, ja es, vermengt sich – DaBhaR-Übersetzung): JiTBOLaL ist eine reflexive Intensivform im althebr.Imperfekt, also eine zeitoffene dynamische Form, die von der Gegenwart bis in die Zukunft reicht. D.h. dieser Vorgang kann noch als in Gang betrachtet werden. ba-amim: w. in den Völkern 25Br. Fischer denkt eher an Gleichgültigkeit bei Wohlstand. „Aktive Vermischung geschieht heute, wo gottfeindliche Kräfte unsere Ländr für den Islam sturmreif machen wollen und das Christentum auch biologisch verwässern, um die Zahl der möglichen Offenbarungsträger zu vermindern. Darum heute die Einwanderung fremder Religionen in westliche Länder
14
16) Lo-Ammi26 und Lo-Ruchama27: 28Drei Bibelstellen identifizieren die Zehn Stämme. Paulus schreibt in Röm 10,19: „Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein nicht Volk, über eine unverständige Nation will ich euch erbittern“. Da ergeben sich zwei Fragen: Was ist die Botschaft, die die Juden eifersüchtig und zornig macht? Und wer ist das Nicht-Volk, das die Botschaft trägt? Die erste Frage beantwortet Paulus in 1.Kor 1,23: „Wir predigen Christum als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis“. Die zweite Antwort steht in Hos 1,8 – an das Nordreich gerichtet: „Ihr seid nicht mein Volk“. Darum steht für mich fest: In den Völkern, die die Botschaft vom gekreuzigten Messias als Volksreligion bekommen haben, muss ein so großer Kern aus dem Nordreich alias Nicht-Volk vorhanden sein, dass sie vor Gott als Haus Israel gelten28
Paulus bringt in Röm 9 die Gläubigen aus den Nationen mit dem „Nicht-mein- Volk“ in Verbindung und zitiert dazu Verse aus dem Propheten Hosea, der sich mit den gleichen Worten an das Nordreich = Haus Israel wendet: „Uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. Wie er auch in Hosea sagt: "Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen, und die Nicht-Geliebte Geliebte". "Und es wird geschehen, an dem Orte, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, daselbst werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden".
Fazit:
yMi_[; al{å w: Nicht-mein-Volk
Röm 10,19
1.Kor 1,23 Hos 1,8
Röm 9,24-26 Hos 1,6-10
Ps 147,19-20
26 Hebr. .
27 Hebr. hm'x'_rU al{å 28 Anmerkung Br. Fischer, Basel
Nimmt man all diese Bibelstellen wörtlich – ohne zu vergeistigen und damit eine “Heidentheologie” zu stützen, so sprechen diese dafür, dass die Nationen für Seinen Namen mit dem Haus Israel nach der Wegführung in die assyrische Gefangenschaft zu identifizieren sind.
Gott trennt Sein erwähltes Volk, geht mit dem Haus Juda weiter den Weg über das mosaische Gesetz.
Das Haus Israel – durch den Scheidebrief abgetrennt von den Bündnissen Gottes und entfremdet vom Bürgerrecht Israels – hat Gott somit in Bezug auf das mosaische Gesetz völlig den Nationen, die kein Gesetz haben, gleichgestellt, um das Haus Israel ohne Gesetz aber dafür allein aus Gnade zurechtzubringen.
w. Nicht-Begnadigte
15
1.Kor 15,22+23
Eph 2,14-17 Gal 3,28 1.Thess 4,13-17 Röm 8,23
Eph 4,13
Offb 11,3 Offb 7,4-8 Offb 14,3-5 Offb 19,7
Offb 20,2-3 Jes 66,8 Mt 19,28 Mt 28,19
1.Mo 2,24 Eph 5,32 4.Mo 26,65
Röm 16,25+26 1.Mo 48,19 Röm 1,5
Apg 15,14 Eph 1,23 Eph 3,9
Hos 3,4-5 Hos 5,1-5 Hes 37,15-28 Jer 31,31-33 Jer 33,14+15 Heb 8,8-13 Apg 3,18-26 Röm 11,16
Offb 7,4-8 Offb 11,3 Offb 13
Offb 12,5-6 Offb 10,7
Die drei Etappen der Wiedervereinigung von Haus Israel und Haus Juda
Die Zusammenführung von Haus Israel und Haus Juda erfolgt analog der Auferstehungsordnung in drei Etappen:
1. Jesus Christus hat auf Golgatha die beiden eins gemacht und die beiden in einem Leibe versöhnt. Innerhalb der Haushaltung der Gemeinde, die mit der Entrückung endet, wird der Erstlingskörper des Christus gebildet und zum vollem Manneswuchs gebracht. Das ist der Christus: Haupt und Glieder, der Bräutigam, das Lamm - der Erstling Christus.
2. Mit dem Auftreten der beiden Zeugen und deren Zeugnis werden 144000 Israeliten in der Zeit der Großen Drangsal für Jakob herausgerufen. Diese bilden wohl die Braut des Lammes - die des Christus sind in Seiner Anwesenheit.
3. Im ersten Abschnitt der über Äonen dauernden Regentschaft des Christus, der 1000 Jahre lang dauert und in dem die Volkswiedergeburt Israels stattfindet, werden die 12 Jünger auf 12 Thronen sitzen und richten die 12 Stämme Israels. In dieser Zeit ist der Satan gebunden, ein „zu Jüngern machen“ ganzer Nationen wird dadurch möglich sein – dann die Vollendung
Die erste Etappe, die Bildung des Christus ist nicht Gegenstand der alttestamentlichen Prophetie. Zwar ist diese Zusammenführung an vielen Stellen des Alten Testaments symbolhaft oder typologisch verborgen (z.B. Adam und Eva, Josua [ Jesus] und Kaleb [ Gemeinde]).
Erst dem Apostel Paulus war es gegeben, dieses Geheimnis zu offenbaren. Aus Ephraim, dem verheißen ist, dass aus seinem Samen die Fülle der Nationen wird und dessen Name „Doppelfrucht“ bedeutet, was sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verstehen ist, kommt der Teil des Christus aus den Nationen für Seinen Namen. Diese Vervollständigung des Erstlingsleibes bildet den Abschluss der Haushaltung des „Geheimnisses des Christus“.
Die zweite und besonders die dritte Etappe der Zusammenführung am Ende der Tage (Mehrzahl!) der beiden Häuser werden bereits im Alten Testament an vielen Stellen bezeugt: Israel wird JHWH seinen Gott suchen, umkehren und den Vater und den Sohn erkennen. ER wird ihnen Sein Gesetz in ihr Inneres schreiben. Dieser Bund wird zuerst mit dem Haus Israel geschlossen werden. Anbruchhaft geschieht dies im Körper des Christus. Da mit dem Erstling auch die Masse heilig ist, sind diese weiteren Etappen der Zusammenführung vom Worte Gottes her garantiert.
In der zweiten Etappe der Zusammenführung, der Haushaltung der beiden Zeugen und des Antichrists werden 144000 Israeliten aus allen Stämmen Israels – außer Dan und Ephraim – herausgerufen. Die 144000 entsprechen nach meinem derzeitigen Kenntnisstand entweder dem männlichen Sohn der zum Thron Gottes entrückt wird, oder aber dem Weib, das in die Wüste flieht, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat und dort 1260 Tage ernährt wird29. Damit ist aber auch „das Geheimnis Gottes vollendet“ und damit der Erstlingsleib vervollständigt.
29 Siehe auch unter „Auswahl offener Fragen“.
16
Offb 13,1 Offb 13,11
Offb 13,18
Dan 7,3ff
Dan 7,4
Dan 7,5 Dan 7,6 Dan 7,7
1.Kor 15,24 Mt 19,28 Mt 28,19
Hes 37,4-14 Sach 14,4-5 Offb 1,7 Sach 12,10
Das zehnköpfige Tier aus dem (Völker-)meer ist wohl die Abfallinie aus Haus Israel (Ephraim-Linie) und das zweiköpfige Tier aus dem Land die Abfallinie aus Haus Juda (Schela-Linie)30.
Es ist sicher kein Zufall, dass die Summe der Zahlenwerte von Ephraim (331) und Schela (335) genau 666 ergeben, was die Zahl des Tieres ist:
~yrpa + hlv = (1+80+200+10+40) + (300+30+5) = 666
Auch die in Daniel 7 genannten vier großen Tiere, die aus dem Meer heraufsteigen, verraten durch ihre Zahlenwerte eine Verbindung zum abgefallenen Israel:
Löwin hyEr>a; Bär bDo Panther rmen" Gräueltier
Zw. 5+10+200+1 = 216 Zw. 2+4 = 6 Zw. 200+40+50 = 290 Zw. 5+6+10+8 = 29
hw"åyxe
Summe: Die Summe der Zahlenwerte ergibt 541 und das ist der Zahlenwert von Israel
Zw. 541 larfy : Zw. 30+1+200+300+1031
Die dritte Etappe der Zusammenführung Israels, die der dritten Auferstehungsordnung entspricht, und wo alle Nachkommen Jakobs betroffen sind, findet im Millennium statt, wo die Zwölf Stämme Israels durch die 12 Jünger, die auf den 12 Thronen sitzen, gerichtet werden.
Voraussetzung dafür ist, dass die Auferstehung nach Hesekiel 37 schon vor dem Beginn des Millenniums abgeschlossen ist. Da bei der Ankunft Jesu mit allen Seinen Heiligen auf dem Ölberg IHN alle sehen werden, auch die, die in IHN hineingestochen haben, liegt nahe, dass die Auferstehung ganz Israels nach Hes 37 zu diesem Zeitpunkt bereits stattgefunden hat. Ob das Volk Israel als ganzes bereits im oder erst nach dem Millennium von neuem geboren wird, ist noch zu klären.  siehe „Offene Fragen“
30 Eine ausführliche Erklärung zu den Segens- und Abfalllinien des Hauses Israel und Juda findet sich in http://www.gerhard- kringe.de/gr4a.html . Siehe auch die entsprechenden Kapitel im Buch von Gerhard Kringe, „Die 5 Generationen ab Abraham“ 31 Aus: „Israel“ – Zusammenstellung von Heinz Mohrlok 1988
17
Zusammenfassung
Haus Juda: Gemäß der Namensbedeutung des ersten Königs Rehabeam = "Ein Volk wird zerstreut" hat das Haus Juda die Verheißung "verstreut zu werden" unter alle Völker. Dies entspricht heute dem beschnittenen und zerstreutem Judentum. Allerdings ist zu beachten, dass im heutigen Judentum alle 12 Stämme vertreten sind und nicht nur - wie ursprünglich - die Stämme Juda , Benjamin und Teile von Levi: Nach Fertigstellung des Tempels nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft haben sich auch einige Rückläufer aus der assyrischen Gefangenschaft, nachdem Gott das Herz des Königs von Assyrien geöffnet hat, dem wiederbelebten Glauben an JHWH in Jerusalem angeschlossen (Esra 6,22ff). Zu diesen Teilen der 10 Stämme gehörte auch Hannah, die aus dem Stamm Aser ist (Lk 2:36). Bei weitem nicht alle aus dem Hause Juda, die in die babylonische Gefangenschaft weggeführt wurden, sind auch ins Land der Väter zurückgekehrt. Die "echten" Juden - das sind solche, die aus den Stämmen Juda und Benjamin sind - sind bis heute ein überschaubares Häuflein geblieben (~ 500.000). Sie sind der fromme Teil des gesamten Judentums (ca. 16 Millionen, davon leben außerhalb des Landes immer noch ca. 11Millionen). Gemessen an der gesamte Weltbevölkerung von über 5 Milliarden = 5000 Millionen beträgt dies 0,32%. In der Aufzählung von Offb.7 (144000) sehe ich Beschnittene aufgrund der zahlenmäßigen Festlegung von 12000/Stamm. So schreibt auch Jakobus an diese 12 Stämme in der Zerstreuung (Diaspora). Trotz des vollmächtigen Zeugnisses der beiden Zeugen bleibt der Ertrag des völkischen Anbruchs im Hause Juda - eben diese 144000 - recht bescheiden. Geerntet wird dieser Teil des völkischen Anbruchs durch einen Engel mit scharfer Sichel, der die Trauben des Weinstockes erntet, die in dieser Gerichtszeit reif geworden sind.
Haus Israel: Gemäß der Namensbedeutung des ersten Königs Jerobeam = "Ein Volk mehrt sich" hat die Verheißung "starker Vermehrung" und setzt somit die Vermehrungsverheißungen, die Gott Abraham, Isaak, Jakob und Ephraim gegeben hat, fort. Haus Israel, das an mehreren Stellen auch Ephraim oder Haus Ephraim genannt wird, besteht hauptsächlich aus den 10 Stämmen des Nordreiches. Diese vermischen sich in die übrigen Völker hinein, aber auch in geringen Teilen bestehen sie aus den 2 Stämmen des Südreiches. Jene sind nicht aus der babylonischen Gefangenschaft in das Land der Väter zurückgekehrt, sondern über Babylon hinaus verpflanzt worden. Die Linie reicht bis in die Zeit, wo sich die Offenbarung erfüllen wird.
Der Anbruch des Hauses Israel werden aus meiner heutigen Sicht als "die unzählbare Schar" aus der großen Drangsal, die die "Drangsal Jakobs" darstellt, errettet werden. Hier zeigt sich nach meinem derzeitigen Kenntnisstand der eigentliche "Missionserfolg" - wenn man das so nennen darf - der zwei Zeugen aus Offenbarung 11. Geerntet wird dieser Teil des völkischen Anbruchs durch einen, der gleich einem Sohn des Menschen ist, indem er die Sichel an die Erde legt.
Gal 2,7 Jak 1,1
Esr 6,16-22 Lk 2,36
Röm 2,28-29 Offb 7,4-8
Jak 1,1; Gal 2,7
Offb 11,3-6
Offb 14,17-20 Joh 15,5
Hos 9,16 Jer 31,18 Ri 10,9 Hos 7,8
Apg 7,43 Offb 7,9-17
Offb 14,14-16
18
Sowohl das Haus Juda als auch das Haus Israel wird in die gesamte übrige Völkerwelt verstreut bzw. vermischt. Die Vermischung des Samens Israels mit den übrigen Völkern bedeutet vordergründig eine Schwächung. Da aber Gott selbst den Samen Israels gesegnet hat, glaube ich, dass dieser Same jeden andersartigen Samen überwuchert.
 Damit stellt sich mir eher die Frage, wieviel nichtisraelitischer Same noch existiert.
Ich sehe in den Israeliten, die auf der ganzen Erde verbreitet sind, und die (größter) Teil der Semiten sind, den Segensträger Gottes, den ER sich auserwählt hat und nicht verworfen, sondern - ähnlich wie Paulus als unzeitige Geburt - sich zurechtbringt, damit ganz Israel zum Segen wird. Zunächst für alle Nachkommen Abrams und danach für alle Geschlechter der Erde in den kommenden Äonen.  siehe Anhang „Die eine Samenlinie der Verheißung Gottes“32
Da die Israeliten eine Teilmenge der Semiten sind, stellen sich mir folgende Fragen:  nach ca. 2500 Jahren Vermischung: wie groß ist diese Teilmenge heute?  Ist "Israeliten" = "Semiten"?
Beide Fragen lassen sich schwer beantworten. Ich sehe meine Aufgane nicht darin, diese demographische Frage zu beantworten, da ich kein Völkerkundler bin. Zumindest spricht die säkuläre Wissenschaft anstatt von "Antijudaismus" (= "Gegen das Judentum gerichtet") von "Antisemitismus" (w: gegen SEM gerichtet).
 Ist das babylonische Sprachenverwirrung oder ungewollte Prophetie? (wie z.B. auch in Joh 19,19-22). Selbst die Araber, die heute ca. 1 Milliarde - vorwiegend Moslems - sind, sind von den Israeliten zur Zeit, wo der Islam aufkommt (ca. 620 n.Ztr.), bereits über 1000 Jahre durchmischt. Dennoch meine ich, dass die Semiten heute nicht nur aus Israeliten bestehen - ohne es aber wirklich zu wissen!
Die Erwählung der Gemeinde und der Überrest?
Grundsätzlich ist in der ganzen Heilsgeschichte die Erwählung Israels als Gesamtvolk zu unterscheiden von der Erwählung des wesenhaften Voranbruchs, der Leibesgemeinde Jesu Christi, die ja schon vor Grundlegung der Welt (w: Herabwurf des Kosmos) erwählt worden ist.
Die mit der Erwählung des Gesamtvolkes (völkische Linie) verbundene Rettung und der Dienst des Gesamtvolkes entfaltet sich heilsgeschichtlich in
 den völkischen Anbruch = 144000 (Haus Juda) + unzählbare Schar (Haus Israel)
 den Rest, wozu ich auch alle Toten seit Jakob dazuzähle. = „die Masse“ Der Überrest ist aus meiner Sicht die Menge der Israeliten, die
 zur Leibesgemeinde gehören Sohneslinie  zur (völkischen) Jüngerline gehören völkischer Anbruch
1.Mo 15,3 Röm 11 Hebr 2,16
Röm 8,14; 11,5 Jes 10,21-22 Sach 13,9
32 Aus: Gerhard Kringe, Kosmologie und Eschatologie Bd. 5 19
Offb 19,7 Mt 22,9; 25,10 Jes 66,8
Offb 20,1-6
Apg 15,17
Mt 28,19-20
2.Petr 3,10
Offb 20,11-15 Mt 25,31-46 Offb 11,18
Offb 7,4-8
Offb 7,9-12 Offb 7,14 Mt 24,14
Offb 12,1-6
Auswahl offener Fragen
 Wann findet die Hochzeit des Lammes statt ?
 Gibt es mehrere33 Hochzeiten ?
 Wann und in welchem Zeitraum findet die (Volks-)Wiedergeburt Israels statt ?
 Wo ist das Millennium einzuordnen: auf der jetzigen Erde oder auf der neuen Erde ?
 Werden die übrigen Völker bereits im Millennium zurechtgebracht oder doch erst später ?
 Wann werden gemäß des „Missionsbefehls“ alle Nationen zu Jüngern gemacht ?
 Wann ist der „Tag des HERRN“ einzuordnen, wo die Elemente vergehen?
 Wann ist das Gericht vor dem Großen Weißen Thron einzuordnen ? Ist dieses Gericht identisch mit dem in Mt 25 beschriebenen „Völkergericht“?  Welche Toten werden zur Zeit der 7.Posaune – zur Zeit des Zornes –
gerichtet ?  Warum fehlt in der Aufzählung der Stämme Israels der Stamm Dan und
warum wird Josef anstelle von Ephraim genannt ?  Welche Gruppe ist die große Volksmenge aus jeder Nation und
Stämmen und Völkern, die vor dem Throne und vor dem Lamme bekleidet mit weißen Kleidern steht, die aus der Großen Drangsal kommen, gereinigt durch das Blut des Lammes ?
 Sind die 144000 aus Offb 7 mit denen aus Offb 14 identisch ?  Wer ist das Weib, das in die Wüste flieht und wer der männliche Sohn,
der zum Thron Gottes entrückt wird ?
33 Im Grundtext steht das Wort für Hochzeit in der Mehrzahl: gamous! 20
Anhang A: Übersicht über die Bedeutungsmöglichkeiten des Namens „Israel“34
34 Aus: Peter Stocker, Die getrennten Reiche – ergänzt von Heinz Mohrlok und Wolfgang Gaßler 21
Benennung
Schriftaussage
Schriftstellen
Jahr
Der Mensch Israel
Jakob, Sohn Isaaks und Rebekkas
1.Mo 32,28;35,10 Hos 12,1-7
1735
Das 13-Stämme-Israel (Haus Jakob; Ps 114,1)
Israel als Volk Gottes bis zur Reichsteilung (Rehabeam / Jerobeam)
1.Mo 49,33 2.Mo 19,6 2.Chr 12 1.Chr 17/21/22
1450 bis 946
Haus Israel Haus Ephraim
A)
B)
C)
Vor der Reichsteilung: Bezeichnung für alle 13 Stämme, die im Blickpunkt des Wortes Gottes stehen, z.B. bei der Wüstenwanderung, im verheißenen Land, usw.
Nach der Reichsteilung: Bezeichnung für die 101⁄2 Stämme des Nordreiches mit der Hauptstadt Samaria. Insbesondere aber auch dann, wenn zwischen Haus Israel und Haus Juda zu unterscheiden ist : (101⁄2-Stämme-Israel) Zur Zeit Jesu: Bezeichnung für alle 13 Stämme, die zur Zeit Jesu vorhanden und innerhalb des Judentums identifizierbar waren.
2.Mo 16,31 3.Mo 10,6 Rut 4,11 1.Sam 7,2+3
1.Kön 12 2.Kön 17,22+23
Lk 2,36 Mt 10,5+6 Mt 15,24 Apg 2,36
946 bis 725
Haus Juda
A) Vor der Reichsteilung: (Wohn-) bereich des Stammes Juda, wo David 7 Jahre König war, bevor er nach einem Bruderkrieg König über ganz Israel wurde.
B) NachderReichsteilung: Bezeichnung für das Reich Juda von Rehabeam bis zum Babylonischen Exil, bestehend aus den Stämmen Juda, Benjamin und 1⁄2 Levi (21⁄2-Stämme-Israel)
C) HeutigeSituation:Der Herrscherstab, vom Herrn ausersehen, das Land der Väter in Besitz zu nehmen und für die Eingliederung des Anbruchs der übrigen Stämme
1.Kön 12,17 2.Kön 25
946 - 606
seit 1948
14
Die Juden, das Judentum (JöHUDI ́M)
Juden: 84 (AT), 190 (NT)
2.Kön 16,6; 25,25; Dan 3,8; Esr, Neh, Est, Jer
Judentum: Gal 1,13+14
Bezeichnung für das Haus Juda zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft Nach der babylonischen Gefangenschaft ist die Bezeichnung „Israel“ auf den nach Jerusalem zurückgekehrten Rest der Juden einschließlich der 10-stämmigen „Kinder der Wegführung“ übergegangen.
Est 2,5 Esr 2,2 vgl. Esr 1,5 Esr 6,14-22
Esr 6,19
Jak 1,1 vgl. Gal 2,7
Benennung
Schriftaussage
Schriftstellen
Jahr
Das abtrünnige Israel
Jeremia, der Prophet Judas: die abtrünnige Israel und die treulose Juda
Jer 3,6-12 Jes 9,14
Das verborgene Israel
die weißen (!) Völker (Schem = Namen: “Christenheit“)
1.Mo 35,11 Joh 10,16
Das verlorene Israel
Die „verlorenen“ 10 Stämme werden wieder gefunden !
Mat 10,5+6;15,24 Offb 7,1-8
Das gottlose Israel (Jakob; Röm 11,26)
Die vom Glauben und jeglicher Gottesverehrung abgefallenen Israeliten jeder Epoche, insbesondere aber der Endzeit unseres Äons, aus den 2 und den 10 Stämmen
Hos 11,1-7 Jes 9,14 Offb 2,9; 3,9
Das politische Israel
der Judenstaat Israel, wie er 1897 von Theodor Herzl geplant und seit 1948 besteht (Juda hat jedoch noch nie das Gebiet von Ganz-Israel besessen) Feigenbaum ! – gute und schlechte Feigen; Judäer + Juden !
Mat 24,32-34
Jer 24:
1897 1948
Das religiöse Israel
Israel als religiöse Glaubens- Gemeinschaft = die Kirchen. Israel als jüdische Religions-Gemeinde, wie wir es seit dem Ende des babylonischen Exils kennen, die liberalen Richtungen der neueren Zeit eingeschlossen; unter alle Völker der Erde zerstreutes Gottesvolk
Heb 9,15 Mk 12,38-40
Das wiedervereinigte Israel
Haus Ephraim = 10 Stämme (Joseph, Holz Ephraim) und Haus Juda = 2 Stämme (Holz Judas) wird zu einem Holze
Hes 37 Apg 1,6 Jer 3,18 Joh 11,52 Eph 2,11
Das geistige Israel
Von einigen Sekten geprägter, für sie angewandter, unbiblischer Begriff – sehr irreführend!
---
Das gläubige Israel
die gläubige Gemeinde aus den Nationen (und vereinzelt auch aus den Juden) petrinischer und paulinischer Richtung
Gal 6,16 1.Kor 1,2+3 Röm 1,5 Jak 1,1
Der verstockte Teil Israels
Teil des Hauses Juda, der durch die Gesetzesdecke Jesus Christus nicht als den Messias erkannt hat und erkennt
Röm 11,7-11+25 2.Kor 3
Ganz-Israel (all Israel)
die Summe aller zu irgend einem Zeitpunkt lebenden Nachkommen Jakobs, eingeschlossen die durch die fortwährende Aus- und Abwanderung verloren gegangenen Teile des Volkes.
Röm 11,26
35 Das erlöste Israel
(= ganz Israel, s.o.)
Durch den GO ́EL = Löser Jesus Christus, den Messias, erlöst
Jes 43,1 Joh 19,19 Jes 53
35 Erlösung (gr. lythroosis): Am Schandpfahl von Golgatha ein für allemal aufgerichtete Freiheit von jeglichem Anspruch der (verklagenden) sichtbaren und unsichtbaren Welt (Loskauf). Umgestaltung unseres Leibes der Niedrigkeit zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leib der Herrlichkeit.
22
Benennung
Schriftaussage
Schriftstellen
Jahr
36 Das errettete Israel
(= ganz Israel, s.o.)
Wenn der Anbruch heilig ist, so auch die Masse
Röm 11,16+25
Das Land Israel
10 Stämme bes. im Westen 2 Stämme weltweit In der Vor-Vollendung vom Euphrat bis zum Bach Ägyptens
Hos 12,2 1.Mo 15,18 2.Mo 23,31
Das herrliche Israel
Die Zierde der Nationen
Jer 3,19 Hes 17,8
Antisemitismus
(ideologische) Verfolgung semitischer Völker, im alltäglichen Sprachgebrauch fälschlicherweise gleichgesetzt mit Antijudaismus
Antijudaismus
(ideologische) Verfolgung der Juden [Typus: Haman und seine 10 Söhne]
Est 7,3-6 Est 9,7-10
Holocaust
„Ganzopfer“: hat zum Ziel die Vernichtung aller Juden
Heb 10,8
23
Anhang B: Römer 11,1-32 und Epheser 2,11-22 im Lichte der Stämme Israels
Römer 11,1-32
1Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin. 2Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvorerkannt hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift in der Geschichte des Elias sagt? Wie er vor Gott auftritt wider Israel: 3"Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten nach meinem Leben". 4Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? "Ich habe mir übrig bleiben lassen siebentausend Mann, welche dem Baal das Knie nicht gebeugt haben". 5Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Wahl der Gnade. 6Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. 7Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auserwählten [=Teil von Haus Israel und Teil von Haus Juda, völkischer Anbruch37] haben es erlangt, die übrigen [= Haus Juda]37 aber sind verstockt worden, wie geschrieben steht: 8"Gott hat ihnen [= Haus Juda] einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag". 9Und David sagt: "Es werde ihr [= Haus Juda] Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! 10Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!" 11Ich sage nun: Sind sie [= Haus Juda] etwa gestrauchelt, auf dass sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren [= Haus Juda] Fall ist den Nationen [= Haus Israel37] das Heil geworden, um sie [= Haus Juda] zur Eifersucht zu reizen. 12Wenn aber ihr [= Haus Juda] Fall der Reichtum der Welt ist, und ihr [= Haus Juda] Verlust der Reichtum der Nationen [= Haus Israel], wie viel mehr ihre Vollzahl! 13Denn ich sage euch, den Nationen [= Haus Israel]: Insofern ich nun der Nationen [= Haus Israel] Apostel bin, ehre ich meinen Dienst, 14ob ich auf irgend eine Weise sie, die mein Fleisch sind [= Haus Juda], zur Eifersucht reizen und etliche aus ihnen erretten möge. 15Denn wenn ihre [= Haus Juda] Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten? 16Wenn aber der Erstling [der Christus = Auswahl aus Haus Juda und Haus Israel] heilig ist, so auch die Masse [=ganz Israel]; und wenn die Wurzel [=der Christus: Haupt und Erstlingskörper] heilig ist, so auch die Zweige [=der völkische Anbruch und in weiterer Folge ganz Israel]. 17Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind, und du, der du ein wilder Ölbaum warst [= Haus Israel], unter sie [= Haus Juda] eingepfropft und der Wurzel [=der Christus: Haupt und Erstlingskörper] und der Fettigkeit des Ölbaumes mitteilhaftig geworden bist, 18so rühme dich nicht wider die Zweige [= Haus Juda]. Wenn du [= Haus Israel] dich aber wider sie [Haus Juda] rühmst du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel [=der Christus: Haupt und Erstlingskörper, insbesondere aber der Herr Jesus Christus, der aus dem Stamme Juda ist] dich [= Haus Israel]. 19Du wirst nun sagen: Die Zweige [= Haus Juda] sind ausgebrochen worden, auf dass ich [= Haus Israel] eingepfropft würde. 20Recht; sie [= Haus Juda] sind ausgebrochen worden durch den Unglauben; du [= Haus Israel] aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich; 21denn wenn Gott der natürlichen Zweige [= Haus Juda] nicht geschont hat, dass er auch deiner [= Haus Israel] etwa nicht schonen werde. 22Sieh nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, welche gefallen sind [= Haus Juda], Strenge; gegen dich [= Haus Israel] aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden. 23Und auch jene [= Haus Juda], wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie [= Haus Juda] wiederum einzupfropfen. 24Denn wenn
37 im Folgenden ist – wenn nicht anders gesagt – der völkische Anbruch, nicht der Christus gemeint 24
du [= Haus Israel] aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und wider die Natur in den edlen Ölbaum [= Haus Juda] eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden diese, die natürlichen Zweige, in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden! 25Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf dass ihr nicht euch selbst klug dünket: dass Verstockung Israel zum Teil [= Haus Juda] widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen sein wird; 26und also wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: "Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; 27und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde". 28Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte, um der Väter willen. 29Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. 30Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch den Unglauben dieser [= Haus Juda], 31also haben auch jetzt diese [= Haus Juda] an eure Begnadigung nicht geglaubt, auf dass auch sie [= Haus Juda] unter die Begnadigung kommen. 32Denn Gott hat alle [= Haus Israel und Haus Juda] zusammen in den Unglauben eingeschlossen, auf dass er alle [= Haus Israel und Haus Juda – in erster Linie] begnadige.
Epheser 2,11-22
Deshalb seid eingedenk, dass ihr, einst die Nationen im Fleische [= Haus Israel], welche Vorhaut genannt werden von der so genannten Beschneidung, die im Fleische mit Händen geschieht, 12daß ihr [= Haus Israel] zu jener Zeit ohne Christum waret, entfremdet dem Bürgerrecht Israels [= Haus Israel], und Fremdlinge betreffs der Bündnisse der Verheißung [= Haus Israel], keine Hoffnung habend, und ohne Gott in der Welt. 13Jetzt aber, in Christo Jesu, seid ihr, die ihr einst fern waret, [= Haus Israel] durch das Blut des Christus nahe geworden. 14Denn er ist unser [= Haus Israel + Haus Juda] Friede, der aus beiden [= Haus Israel + Haus Juda] eines [= der Christus] gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung, 15nachdem er in seinem Fleische die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinweggetan hatte, auf dass er die zwei [= Haus Israel + Haus Juda], Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe, 16und die beiden [= Haus Israel + Haus Juda] in einem Leibe mit Gott versöhnte durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. 17Und er kam und verkündigte Frieden, euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. 18Denn durch ihn haben wir beide [= Haus Israel + Haus Juda] den Zugang durch einen Geist zu dem Vater. 19Also seid ihr [= Haus Israel]denn nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern ihr [= Haus Israel] seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20aufgebaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, indem Jesus Christus selbst Eckstein ist, 21in welchem der ganze Bau, wohl zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22in welchem auch ihr [= Haus Israel] mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste.
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Anhang C: Die Vermehrungsverheißungen
 An Abraham 1.Mo 15:5+6 Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch gen Himmel und
zähle die Sterne [= „die nach oben blicken ...“]38, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: Also wird dein Same sein! *Und er glaubte JHWH; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
1.Mo 22:16-18 und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht JHWH, dass, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, *ich dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand [= „die irdisch Gesinnten“]38, der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde; *und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde: darum, dass du meiner Stimme gehorcht hast.

An Ismael = Erstgeborener Abrahams und der Magd Hagar39  weltliche
Linie 1.Mo 16:6-12 Und Abram sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner
Hand; tue ihr, was gut ist in deinen Augen. Und Sarai behandelte sie hart, und sie floh von ihr hinweg. *Und der Engel JHWHs fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Wege nach Sur. *Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sprach: Ich fliehe hinweg von meiner Herrin Sarais. *Und der Engel JHWHs sprach zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück und demütige dich unter ihre Hände. *Und der Engel JHWHs sprach zu ihr: Ich will sehr mehren deinen Samen, dass er nicht gezählt werden soll vor Menge. *Und der Engel JHWHs sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael geben, denn JHWH hat auf dein Elend gehört. *Und er, er wird ein Wildesel von Mensch sein; seine Hand wider alle und die Hand aller wider ihn, und angesichts aller seiner Brüder wird er wohnen.
1.Mo 17:20+21 Und um Ismael habe ich dich erhört: Siehe, ich habe ihn gesegnet und werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr mehren; zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer großen Nation machen. *Aber meinen Bund werde ich mit Isaak errichten, den Sara dir gebären wird um diese bestimmte Zeit im folgenden Jahre. –
 An Isaak = Zweitgeborener40 Abrahams und Sarageistliche Linie 1.Mo 26,2-4: Und JHWH erschien ihm (Isaak) und sprach: Ziehe nicht hinab nach Ägypten; bleibe in dem Lande, von dem ich dir sage. *Halte dich auf in diesem Lande, und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe. *Und ich werde deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und deinem Samen alle diese Länder geben; und in deinem Samen
werden sich segnen alle Nationen der Erde (ÄRäZ) Gal 4,28: Ihr aber, Brüder seid, gleichwie Isaak, Kinder der Verheißung.
– Und Paulus ist der Spermologos ...41
38 Anmerkung von Br. Heinz Mohrlok 39 Br. Fischer: evtl. waren die Söhne der Kebsweiber älter als Ismael1.Mose 25,6 40 Nach dem Prinzip vom Ersten und Letzten (Mt 19,30; Mk 10,31) 41 gr. Wortsäer; Apg 17,18; Anmerkung von Br. Heinz Mohrlok
26
 An Jakob = Zweitgeborener Isaaks 1.Mo 28:14 Und dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und du wirst dich
ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde (AdaMa’H).
1.Mo 35:10-12 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob; dein Name soll hinfort nicht Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein. Und er gab ihm den Namen Israel. *Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen. *Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinem Samen nach dir will ich das Land geben.
An Ephraim42 und Manasse43 = die Söhne Josephs44 1.Mo 48:14.17-20 Und Israel streckte seine Rechte aus und legte sie auf das
Haupt Ephraims er war aber der Jüngere und seine Linke auf das Haupt Manasses; er legte seine Hände absichtlich also, denn Manasses war der Erstgeborene. ... *Und als Joseph sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf das Haupt Ephraims legte, war es übel in seinen Augen; und er faßte seines Vaters Hand, um sie von dem Haupte Ephraims hinwegzutun auf das Haupt Manasses. *Und Joseph sprach zu seinem Vater: Nicht also, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt. *Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß es mein Sohn, ich weiß es. Auch er [Manasse] wird zu einem Volke werden, und auch er wird groß sein; aber doch wird sein jüngerer Bruder [Ephraim] größer sein als er, und sein Same wird eine Fülle von Nationen werden. *Und er segnete sie an selbigem Tage und sprach: In dir wird Israel segnen und sprechen: Gott mache dich wie Ephraim und wie Manasse! Und er setzte Ephraim vor Manasse.

42 hebr ~yrpa = doppelt fruchtbar – 1.Mo 42,52 43 hebr hvnm = er läßt (Leid und Vaterhaus) vergessen – 1.Mo 42,51
44 hebr @swy = er füge hinzu (einen anderen Sohn) – 1.Mo 30,24
45 Die Namensbedeutung von Jerobeam wird oben („Die Nationen für Seinen Namen“, Punkt 14) erklärt 46 vermutlich die Araber – Schriftbeweis ?! 47 wer ist dieses Volk ?
Die Kette der Vermehrungsverheißungen ist also:
AbrahamIsaakJakobEphraimJerobeam45 (Haus Israel) Ismael wird verheißen, dass er zu einer großen Nation46 wird Manasse wird verheißen, dass er zu einem Volk47 wird !
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Anhang D: Die Prophezeiungen über Israel und Juda48
Haus Israel Haus Juda
Israel hat seinen Namen gewechselt
Israel wird mit einen neuen Namen genannt
Israel ist nach Isaak benannt
Israel ist blind, weiß nicht, dass es Israel ist.
Israel ist ein zahlreiches Volk: “Staub der Erde”
Israel wird sich als gerechte Nation erkennen, weil sie die Wahrheit besitzt.
Israel wird eine Nation und eine Vereinigung von Nationen.
Israel bekommt eine neue Heimat an dem genannten Ort – den Inseln des Meeres
Israel ist eine Nation den ganzen Äon
Israel hat eine äonische Königsherrschaft
Israel kommt unter einem Neuen Bund
Israel wird genannt: “Die Söhne Gottes”
Israel wurde durch Schalmaneser 721 vZtr. gefangen genommen.
Israel kehrte nicht in sein eigenes Land zurück, als es der Gefangenschaft entronnen war
Israel ist widerstandsfähig gegen jede Niederlage im Krieg.
Jes 65,15
Jes 62,2b
1.Mo 21,12c
Röm 11,25
1.Mo 13,16 1.Mo 14,5
Jes 26,2
1.Mo 35,11
2.Sam 7,10 Jes 24,15 Jes 49,1 Jer 31,10
Jer 31+35+36
Jer 33,17
Jer 31,31-34
Hos 1,10 Röm 8,14
2.Kön 18,11a
2.Esr 13,40
Jes 54,17
Die Juden sind zu erkennen an der Veränderung ihrer Gesichtsbildung.
Die Juden haben ihren Namen ungewechselt behalten
Der Name der Juden sei ein Fluch bei ihnen.
Nur die Juden beanspruchen, das erwählte Volk zu sein.
Die Juden sind ihrer Kinder beraubt.
Die Juden sind ein Vorwurf und ein Sprichwort, ein Spott und ein Fluch.
Die Juden sind zerstreut in alle Königreiche der Erde zu ihrem Schaden.
Die Juden sind Fremde in allen Ländern
Die jüdische Nation wurde 70 nZtr. aufgelöst.
Die Juden haben als Volk keinen König, aber der Herrscherstab ist dem Juda (??)
Die Juden sind unter dem alten Gesetz geblieben
Die Juden nehmen Jesus Christus nicht als Messias an
Die Juden wurden nach Babylon weggeführt durch Nebukadnezar etwa 600 vZtr. (3.Jahr Regierung König Jojakim)
Die Juden sind von dem Erbe des Überrestes von der Zurückführung zur Zeit Esras und Nehemias.
Die Juden leiden unter endloser Verfolgung.
Jes 3,9
Jes 65,15a
Jer 15,7-9
Jer 24,9
Jer 24,9
Jer 15,4
Jer 19,11a Dan 9,24-27
1.Mo 49,10
2.Kön 24+25 Dan 1,1-2
Esra Nehemia
48 Aus: Fritz Braun, „Wir aus Israel“ 2.Auflage, p158ff; Morgenland-Verlag (auszugsweise) 28
2.Deportation
2. Rückführung
1.Rückführung
3.Deportation
1050vZtr. 1000 950
900 850
Elia Elischa
800
750 700
Amos Hosea
650 600 Ninive
Assyrien
Babylon
550 500
Tigris Euphrat
450 400
Zerstreuung
Samuel
Propheten
NORDREICH HAUS ISRAEL
Jona
Jerobeam IElaAhab Jehu NadabSimriAhasja Joahas Sacharja Pekach
Jerobeam II Menachem Hosea Basa Omri Joram Joas Sallum Pekachja
Rotes Meer
Saul David Salomo
SÜDREICH HAUS JUDA
Rehabeam Asa JosaphatAhasia AmazjaUsia Jotham Hiskia Manasse Josia Jojakim Zedekia Serubabel Esra
Abia
JoramAthaljaJoas
Ahas
Jesaja Micha 750 700
Amon Joahas Jojakin
Nahum Habakuk Hesekiel Zephanja Jeremia Daniel
650 600 550
Nehemia
Maleachi 450 400
Könige und Propheten Propheten in Israel
Gottlose Könige sind schwarz, fromme weiß dargestellt
Obadja Joel 1050vZtr. 1000 950 900 850 800
Haggai Sacharja
500
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Was sagt die Schrift?

Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:52

Was sagt die Schrift über die Rückkehr der 10 Stämme Israels?

Autor: Liede, Friedrich  

Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Freunde!
“Was sagt die Schrift über die Rückkehr der 10 Stämme Israels” ist unser Thema. Unsere Konferenz steht ja unter der Gesamtüberschrift “Israel und die Gemeinde”. Mein heutiges Thema gehört in dieses Gesamtthema hinein, denn die 10 Stämme machen ja einen Großteil, ja den größten Teil Israels aus.
Bei der Beantwortung dieser Frage halten wir uns streng an die Aussagen der Heiligen Schrift, Alten und Neuen Testamentes. Dabei sind wir uns dessen bewußt, daß das, was die Schrift sagt, im Gegensatz steht zu dem, was die historische und die theologische Wissenschaft in der Literatur und auf den Lehrstühlen der Universitäten verkündet (von Ausnahmen, besonders in der englisch sprechenden Welt, abgesehen). Nach der Meinung unserer heutigen Wissenschaft sollen die 10 Nordstämme in der Zeit nach ihrer assyrischen Gefangenschaft endgültig verschwunden, d. h. in anderen Völkern aufgegangen sein, so daß also eine Rückkehr in das Licht der Geschichte und in das Land Israel zur Wiedervereinigung mit den 2 Südstämmen Juda und Benjamin unmöglich sei. Dabei ist es merkwürdig und sehr verwunderlich, daß sogar jüdische Gelehrte und Rabbiner der Wissenschaft recht geben und ein Wiedererscheinen der 10 Stimme für unmöglich halten. Sie treffen sich darin mit unserer liberalen Theologie. Auch das “Lexikon des Judentums” (1. Auflage 1967) schreibt: “Die 10 Stämme, seit der assyrischen Gefangenschaft verschollen, sind Gegenstand der Sage und messianischen Erwartung.” Damit werden auch die Aussagen der Schrift, d. h. der Bibel der Juden, als Sage bezeichnet und die messianische Erwartung in Zweifel gezogen. Das ist ein Beispiel dafür, wie sogar Juden, sonst gläubige Juden, den Glauben an ihre heiligen Schriften verleugnen.
Wir bibelgläubigen Christen haben geradezu die Verpflichtung, Juden und Christen an das zu erinnern, was die Schrift sagt über die herrlichen messianischen Zukunftsverheißungen für ganz Israel, einschließlich der 10 Stämme, und die völlige Wiederherstellung und Sammlung aller 12 Stämme im Lande Israel.
Gegenüber dem Unglauben der Wissenschaft, auch der jüdischen, können wir nun in unserem bibelgläubigen Lager wieder eine andere Auffassung, ein anderes Extrem feststellen, die sogenannte “Zehn-Stämme-Lehre”. Ich bekam erst in den letzten Tagen wieder ein Buch in die Hand (P. Stocker, “Die getrennten Reiche”, 1979), in dem u. a. ausgeführt wurde, die weißen Völker seien die Israeliten der 10 Stämme, und die auf ihren Herrn wartende Gemeinde bestehe in ihrer großen Mehrheit aus Israeliten dieser 10 Stämme. — Diese Auffassung ist vor allem in England zu Hause; sie leitet sich ab von der sogenannten Britisch-Israel-Bewegung, die auch meint, daß das englische Volk eines der 10 Stämme sei, nämlich Ephraim, und die nach Amerika eingewanderten Europäer würden vor allen Dingen den Stamm Manasse darstellen.
Geschwister, ich möchte hierzu jetzt nicht viel sagen; mir liegt auch nicht daran, diese Auffassung herabzusetzen; diese Konzeption ist immerhin mit großem Ernst von England her übernommen worden. Wir haben uns in unserem kleinen prophetischen Kreis vor 2-3 Jahren mit Brüdern, die diese Auffassung vertreten, zusammengesetzt und uns stundenlang mit diesem Thema aufgrund der Schrift befaßt. Wir haben uns Mühe gegeben, einander zu verstehen, sind aufeinander eingegangen und haben tatsächlich ein Verständnis gewonnen, warum diese Brüder glauben, aus der Schrift den Beweis für ihre Auffassung liefern zu können. Im Ergebnis allerdings haben sie uns nicht überzeugen können. Ich selbst habe schon früher ein Buch eines Bruders, das diese Zehn-Stämme-Lehre zu beweisen sucht (W. J. Pasedag, “Christus und Israel”, 1. Aufl. 1964), von dem ich zunächst sehr begeistert war, Punkt für Punkt durchgearbeitet und sämtliche angeführten Schriftstellen nachgeschlagen; dabei entdeckte ich zu meiner großen Überraschung, daß viele Stellen, die der liebe Bruder zum Beweis anführt, manipuliert und aus dem Zusammenhang gerissen sind; so wurde in sie der Sinn hineingelegt, der erforderlich ist, damit die vorgefaßte Auffassung stimmt.
Die Frage ist: Was sagt nun wirklich die Schrift darüber? Dies soll uns nun heute abend beschäftigen.
Wir rufen aus der Geschichte Israels allen, die in der Schrift nicht genügend bewandert sind, folgendes in die Erinnerung zurück:
Die Geschichte des Volkes Israel erreichte mit den Königen Saul, David und Salomo ihren Höhepunkt. Schon das Königtum Sauls bedeutete die Vereinigung der 12 Stämme unter der starken Hand eines Königs. David besiegte die äußeren Feinde Israels und führte mit der Einnahme der Jebusiterfestung Jerusalem die Eroberung des Landes zur Vollendung. Salomo baute den Tempel und führte durch seine Friedensherrschaft Land und Volk zu Wohlstand und kultureller Blüte und verschaffte Israel Respekt und Wertschätzung bei allen Mächten der damaligen Welt, auch bei den damaligen Großmächten Ägypten, Assyrien und Babylonien (um 1000 v. Chr.).
Doch mit Salomo begann auch schon der Niedergang. Mit seinen vielen Frauen bahnte er dem Götzendienst der heidnischen Umwelt und dem Abfall vom GOtt Israels den Weg. Das Strafgericht GOttes bestand in der Teilung des Landes, indem unter dem Nachfolger Salomos, Rehabeam, die 10 Nordstämme von der Vorherrschaft des Stammes Juda abfielen und einen eigenen König wählten, den Jerobeam, und Samaria anstelle von Jerusalem zur Hauptstadt machten. Damit führten die Nordstämme, meist in Eifersucht und Streit mit dem Südreich, ihr eigenes Leben und hatten von nun an ihre eigene Geschichte. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung besuchte noch den Tempel und die Feste in Jerusalem. Für die Masse der Nordstämme wurden in Dan und Bethel eigene Heiligtümer errichtet, die mit dem GOtt Israels nichts mehr zu tun hatten. Die Angleichung an das Heidentum und damit an die Vielgötterei und den Götzendienst wurde immer vollständiger. Sabbat und Beschneidung und Gesetz wurden völlig beiseite geschoben. Darum strafte Gott das Nordreich mit der Unterwerfung unter die Assyrer und der Wegführung des Volkes in die Gefangenschaft. Dies geschah im Jahr 722 v. Chr. und entsprach der damaligen Sitte, ein unterlegenes Volk entweder auf den Sklavenmärkten zu verkaufen oder im eigenen Herrschaftsbereich anzusiedeln.
Im 2. Königebuch, Kap. 17, 6 heißt es: “Im neunten Jahre Hoseas nahm der König von Assyrien Samaria ein und führte Israel (das ist hier also der Name für das Nordreich) nach Assyrien hinweg; und er ließ sie wohnen in Halach und am Habor, dem Strome Gosans (einem Nebenfluß des Euphrat), und in den Städten Mediens.”
Mit der Aufgabe von Glaube und Gesetz der Väter erfolgte eine starke Vermischung mit den Einwohnern Assyriens und eine immer größere Anpassung an das Heidentum. Doch damit war der Untergang der 10 Stämme nicht verbunden! Das Bewußtsein ihrer weiteren Existenz war bei allen Propheten, die nach der Zweiteilung des Landes Israel auftraten, auch noch Jahrhunderte nach der assyrischen Gefangenschaft, lebendig, auch noch zur Zeit Jesu und der Apostel und noch bis in die späteren Jahrhunderte hinein. Darauf werden wir noch zurückkommen.
Aber auch das Südreich verlor durch die babylonische Gefangenschaft seine Selbständigkeit, bis der Perserkönig Kores (oder Cyrus) den Juden die Rückkehr zum Wiederaufbau des Tempels befahl. Damals erfolgte auch, zusammen mit dem zurückkehrenden Teil der Südstämme, die Rückkehr eines Teiles der Nordstämme ins Land der Väter. Damit haben wir von nun an Reste der Nordstämme im Südreich drinnen!
Die übrigen der 10 Stämme verblieben entweder in den Hochgebirgstälern des ehemaligen Assyriens, mehr oder weniger verborgen, oder sie benutzten die Wirren in den Kämpfen der damaligen Weltmächte zur Auswanderung und zerstreuten sich fast über die ganze Erde. Das ist unleugbare geschichtliche Tatsache, und das sagt auch — wie ich nachher noch zeigen werde — die Schrift. Auch sie wurden in ihrer Zerstreuung wie die Südstämme weithin einfach als “Juden” bezeichnet.
Doch die Wegführung der Südstämme hatte einen anderen Charakter und damit auch andere geschichtliche Folgen als die der Nordstämme. Denn die Juden waren seit ihrer Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft vom Rückfall in heidnische Vielgötterei geheilt. Das war der Erfolg, der Gewinn der babylonischen Gefangenschaft. Während die Nordstämme gerade durch ihr Wirtsvolk, die Assyrer, tiefer in das Heidentum versunken sind, kehrten die Südstämme, abgeschreckt durch das, was sie gesehen hatten, wieder zum GOtt ihrer Väter zurück. Das mosaische Gesetz erfuhr durch Esra eine Neubelebung. Jedoch — nun kommt das andere Extrem — die neue Frömmigkeit nahm immer mehr die erstarrte Form eines zwar buchstäblich getreuen, aber formellen Ritualismus an. Wir denken hier vor allem an die Pharisäer! Ihnen kam es darauf an, buchstäblich jede einzelne Forderung des Gesetzes zu erfüllen, in großer Ehrfurcht vor Gottes Gesetz, aber immer mehr im Formellen erstarrt.
Auch bei ihrer Vertreibung aus Israel durch die Römer in den Jahren 70 und 135 haben die Juden ihren mosaischen Glauben ins Exil mitgenommen, sei es, bei einer Minderheit, echt gläubig im Herzen, oder nur oberflächlich bei der Masse. Dadurch bewahrten die Juden vor allen anderen Völkern ihre Besonderheit. Auch die hebräische Sprache der Bibel wurde in ihren Gottesdiensten in der Synagoge bis auf den heutigen Tag bewahrt. Auf der einen Seite zwar haben sie sich assimiliert und wollten sein wie alle anderen Völker, auf der anderen Seite aber haben sie ihren Kultus in den Synagogen, die überall errichtet wurden, erhalten. Sie wollten einerseits Deutsche unter Deutschen, Franzosen unter Franzosen sein, andererseits eine eigene Religionsgemeinschaft. Sie haben in ihren Gottesdiensten den Urtext und die Sprache der Bibel in großer Treue bis auf den heutigen Tag bewahrt; aber auf ihre Auserwählung haben fast alle Juden verzichtet. Warum? Ganz gewiß wegen der großen Leiden, die sie um des Auserwähltseins willen immer wieder zu erdulden hatten.
Die Juden also konnte man in der Zerstreuung an ihrem mosaischen Glauben, an ihren Synagogen, an ihrer Beschneidung, am Halten des Sabbats und ihren Speisevorschriften ganz deutlich von den Angehörigen ihrer Wirtsvölker unterscheiden. Dasselbe kann man aber von den Nordstämmen nicht sagen. Sie hatten ja schon vor ihrer Wegführung den mosaischen Glauben abgelegt. Dadurch haben sie sich in der Fremde noch stärker assimiliert als die Juden. Die 10 Stämme glichen sich in der Zerstreuung in Sprache, Gottesverehrung und Sitten ihren Wirtsvölkern an, wenn auch nicht alle in derselben Weise. Reste ihrer ehemaligen israelitischen Gebräuche sind da und dort doch noch aufbewahrt worden.
Weil sie nicht wie die Juden wenigstens ihre religiöse Eigenart bewahrt haben, verwischen sich für die Geschichtsschreibung die Spuren der 10 Nordstämme. Deshalb betrachtet die Wissenschaft die 10 Stämme als endgültig untergegangen oder verschollen und spricht von den “verlorenen Stämmen”. Dem widerspricht aber die Tatsache, daß einige Forscher Englands und Amerikas durch Expeditionen in den Vorderen Orient im vorigen Jahrhundert festgestellt haben, daß im heutigen Kurdistan Reste der ehemaligen Nordstämme Israels in den Hochgebirgstälern ein von der Außenwelt abgeschlossenes und ein von der weiteren Entwicklung der Menschheitsgeschichte unberührtes Dasein führten. Sie nahmen später zum Teil wieder die mosaische Religion an, und zu ihnen kamen wohl auch im 1. Jahrhundert n. Chr. Apostel Jesu, jene Apostel, deren Namen in der Apostelgeschichte nicht genannt werden. (Dort werden ja nur Petrus, Jakobus und Johannes genannt; einige von den anderen neun Aposteln sollen über Kleinasien hinaus nach Asien gereist sein und dort bewußt auch die Reste der 10 Stämme aufgesucht haben; Spuren davon sind in den Traditionen der Völker vorhanden.) Es handelt sich um die unwegsamen Hochgebirgstäler Kurdistans, dort, wo die Türkei, Rußland, Iran und Irak zusammenstoßen und wo sich früher das Assyrische Reich befand. Dort sind also Reste der 10 Stämme gefunden worden, und unter ihnen sind tatsächlich auch christliche Gemeinden entstanden. Auf diese Weise trugen sie zur Entstehung der semitischen Ostkirchen bei. In manchen Familien ist heute noch die Tradition lebendig, daß sie, als Glieder einer christlichen Kirche, von einem der 10 Stämme Israels abstammen. Diese semitischen Ostkirchen dürfen nicht mit den orthodoxen Kirchen Osteuropas verwechselt werden, die auf dem Boden des Oströmischen Reiches entstanden sind; sie befinden sich noch weiter östlich, unter den semitischen Völkern Vorderasiens. Dort entstanden große semitische christliche Kirchen, denen man leider bei uns in Westeuropa nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt und die man darum auch zu wenig erforscht und bekanntgemacht hat.
Auch unter den Rückwanderern nach Israel seit 1945 und bei den türkischen Gastarbeitern befinden sich immer auch solche, die ihre Abstammung von den 10 Nordstämmen behaupten.
Was aber die Zukunft der 10 Stämme Israels betrifft, so verkündigt die gesamte Prophetie Alten und Neuen Testamentes ihr Wiedererscheinen am Ende der Tage und sagt ihnen eine vollständige Teilnahme zu an den herrlichen messianischen Verheißungen, die für ganz Israel, für alle 12 Stämme, gelten. Dem wollen wir jetzt im einzelnen nachgehen. Ich zähle dabei die Propheten in ihrer historischen Abfolge auf.
Die frühesten Propheten waren die Propheten Hosea und Amos. Sie lebten um das Jahr 750 v. Chr., also noch vor der assyrischen Gefangenschaft des Nordreiches, und sie lebten auch im Nordreich. Sie sahen und verkündigten die assyrische Gefangenschaft voraus, sie blickten aber auch in eine gnadenreiche Zukunft, die den Nordstämmen noch zuteil werden sollte. Und das ist ein Kennzeichen aller Propheten! Ich habe mir alle Propheten daraufhin angesehen und gefragt: Was ist das Endergebnis, das sie zeigen wollen? Und was ist ihre Methode? — Alle Propheten stimmen darin überein, daß sie zuerst das Volk zur Buße aufrufen, zur Rückkehr zum GOtt ihrer Väter, der zwei Bünde mit ihnen geschlossen hat, den Glaubensbund mit Abraham und den Gesetzesbund am Sinai. Und alle Propheten drohen schwere Gerichte an für den Fall, daß das Volk nicht umkehrt; auf diese Weise haben sie die assyrische und die babylonische und auch die römische Gefangenschaft vorausgesagt. Aber sie waren nicht bloß Gerichtsverkündiger, nein, es folgt bei allen Propheten, oft ohne Übergang, die Zusicherung der absoluten Treue des GOttes ihrer Väter. Was Er sich vorgenommen hat mit Seinem Volk, das will Er trotz dem Abfall unbeirrt hinausfahren. Ganz Israel ist und bleibt das auserwählte Volk, das Er ausersehen hat zu einem Werkzeug, um die übrige Menschheit ebenfalls unter die Botmäßigkeit und den Glauben des GOttes Israels und damit des Schöpfers der ganzen Welt zu bringen.
Wie alle Propheten, unterschied auch Hosea genau zwischen dem Nord- und dem Südreich. Das Südreich läuft unter dem Namen “Juda”, das Nordreich unter dem Namen “Israel” oder “Ephraim“. Der Name ISRAEL steht daher einerseits für alle 12 Stämme, im engeren Sinne andererseits aber auch allein für die 10 Nordstämme. Der Zusammenhang zeigt aber immer ohne Zweifel, ob mit ISRAEL das ganze 12­stämmige Volk gemeint ist, oder die 10 Nordstämme allein.
GOtt läßt nun den 10 Stämmen durch Hosea zunächst sagen, daß Er sich nicht mehr über sie erbarmen will. Doch dann verheißt Er auch, daß die Zeit der Hurerei und des Götzendienstes vorübergehen soll und Er sich von neuem mit Israel verloben will (Hosea 1-2). Denn die, die in Ungnaden war, die Lo-Ruchama, wird wieder in Gnaden, und die, die “Nicht-mein-Volk” war, Lo-Ammi, wird wieder Sein Volk und Er ihr GOtt sein. Weiter sagt Er ihnen (Kap. 1, 11), daß die Kinder Juda und die Kinder Israel (also Südreich und Nordreich, Südstämme und Nordstämme) sich miteinander versammeln und sich ein Haupt setzen und aus dem Lande heraufziehen werden. (Aus welchem Lande, sagt Hosea nicht, wahrscheinlich aus dem Lande des Nordens.) — Weiter sagt er (Kap. 3, 5): Die Kinder Israel werden umkehren und JHWH, ihren GOtt, und David, ihren König, suchen; und sie werden sich zitternd wenden zu JHWH und zu Seiner Güte am Ende der Tage (also erst am Ende der Tage, heute noch nicht). — Der Prophet deutet auch an, woher sie kommen werden (Hosea 11, 10.11 und 13, 14): “Zitternd werden die Kinder herbeieilen vom Meere (d. h. vom Westen); wie Vögel werden sie zitternd herbeieilen aus Ägypten und wie Tauben aus dem Lande Assyrien” (dies hat sich buchstäblich erfüllt, indem viele mit Flugzeugen heimgekehrt sind). Sogar “von der Gewalt des Scheols (des Totenreiches) werde Ich sie erlösen, vom Tode sie befreien”, sagt Hosea, d. h. sie werden durch Auferstehung den Lebenden hinzugefügt.
Auch Amos, der Prophet z. Zt. Jerobeams II., kann fast nur Strafen und Unheil voraussagen und muß doch dem unter alle Nationen zerstreuten und durch Gerichte gesichteten Rest des Hauses Israel die Teilnahme an dem wiederaufgerichteten Königshause David und die Wendung des Gefängnisses des ganzen Volkes und die Rückkehr in das verheißene Land verkündigen (Kap. 9, 8-15).
Jetzt kommen wir zum Propheten Jesaja. Seine Berufung fällt in das Jahr 736, er tritt also etwa 14 Jahre später auf als Hosea. Auch Jesaja weissagt die Wegführung nach Assyrien, aber sein Auge geht ebenfalls in die ferne Zukunft und blickt in das Friedensreich des Messias. In Kap. 11, 11 lesen wir: Und es wird geschehen an jenem Tage (es ist wieder die Endzeit gemeint), da wird der Herr noch zum zweiten Male Seine Hand ausstrecken (nämlich nach Israel), um den Überrest Seines Volkes loszukaufen aus Assyrien (wohin sie doch in Gefangenschaft geführt worden sind; also müssen sie dort noch sein!) und aus Ägypten und aus Pathros (Oberägypten) und aus Äthiopien und aus Elam (in Südpersien) und aus Sinear (Zweistromland, Mesopotamien) und aus Hamath (in Syrien) und aus den Inseln des Meeres (des Mittelmeeres; die Inseln drumherum = Europa). Und der 12. Vers fährt fort: Und Er wird … die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Zerstreuten Judas wird Er sammeln von den vier Enden der Erde. GOtt sammelt also sowohl die vertriebenen, zerstreuten Nordstämme wie auch die Südstämme.
Auch der zweite Teil des Jesajabuches (Kap. 40-66) spricht von allen Stämmen Jakobs, wenn das messianische Zeitalter verkündigt wird (z. B. das herrliche Kap. 49, bes. V. 5-6 u. 9-13!).
Doch nun zum Propheten Jeremia:
Er trat ums Jahr 600 auf und lebte zur Zeit der letzten Könige Judas, als das Südreich Juda vor dem Untergang stand, und verkündigte Juda das Gericht durch die Babylonier. Mehr als 100 Jahre lag bereits der Fall des Nordreiches und die Wegführung durch die Assyrer zurück; trotzdem enthält sein prophetisches Wort auch Aussagen über Israel­Ephraim, über die Nordstämme, indem er einen deutlichen Unterschied zu Juda macht. So werden in Jeremia 3, 11 u. 18 Juda und Israel deutlich unterschieden. In V. 12 ruft der Prophet gegen Norden: “Kehre zurück, du abtrünnige Israel, spricht der Herr; Ich will nicht finster auf euch blicken. Denn Ich bin gütig … Ich werde nicht ewiglich nachtragen.” Und in Jer. 3, 18 lesen wir die erstaunlichen Worte: In jenen Tagen (gemeint ist wieder die Endzeit) wird das Haus Juda mit dem Hause Israel ziehen, und sie werden miteinander aus dem Lande des Nordens in das Land kommen, das Ich euren Vätern zum Erbteil gegeben habe. In Jer. 23, 6 heißt es: In den Tagen des Messias wird Juda gerettet werden, und Israel (Nordstämme) wird sicher wohnen; und dies wird Sein Name sein, mit dem man Ihn nennen wird: JHWH, unsere Gerechtigkeit.
Der Prophet fährt dann fort (23, 7-8): “Darum, siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da man nicht mehr sagen wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat!, sondern: So wahr der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israel heraufgeführt hat und gebracht hat aus dem Lande des Nordens (Assyrien, vielleicht auch noch Rußland) und aus all den Ländern, wohin Ich sie vertrieben hatte. Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.” Das wird eine so große Wundertat Gottes sein, daß Seine frühere Wundertat — der Auszug aus Ägypten — weit übertroffen sein wird! Wuchtiger und gewaltiger kann man das nicht mehr sagen. Es steht hier also deutlich vor uns: Die 10 Stämme sollen gesammelt werden aus dem Lande des Nordens, wo sie offenbar noch kompakt, gruppenweise, stammesweise, beieinanderwohnen, und aus anderen Ländern, wohin sie, einzelne Familien oder Sippen, vertrieben, zerstreut wurden.
Wir lesen weiter Jeremia 30, 3, wo der Herr verheißt: “Denn siehe, Tage kommen, spricht JHWH, da Ich die Gefangenschaft meines Volkes Israel und Juda wenden werde, spricht JHWH; und Ich werde sie in das Land zurückbringen, das Ich ihren Vätern gegeben habe, damit sie es besitzen.” Sie merken vielleicht an solchen Stellen: Die größte Not für die Propheten — und für das ganze Volk — war die, daß sie ihre Freiheit und Selbständigkeit als Nation verloren hatten; und die Wiedergewinnung ihrer nationalen Selbständigkeit ist es vor allem, was die Juden — bis auf den heutigen Tag — unter “Erlösung” verstehen. Und weil Jesus ihnen diese Freiheit bei Seinem ersten Kommen nicht brachte, darum haben sie Ihn abgelehnt, darum mußte Er ans Kreuz gehen, weil sie in ihrem falschen und einseitigen Messiasbild Sein erstes und zweites Kommen nicht unterschieden. Die Wendung der Gefangenschaft und damit die nationale Erlösung ist auch bei der Verkündigung der Propheten die Hauptsache, obwohl das andere nicht fehlt, aber es ist nicht so stark betont wie die nationale Erlösung.
Diese Wendung der Gefangenschaft, von der Jeremia spricht, ist allerdings verbunden mit einer vorhergehenden großen Drangsal (Jer. 30, 7), die aber auch im Bilde von Geburtswehen gesehen wird. Von einem bestimmten Punkte an — nach ihrer Sammlung in Israel wird die große Drangsal (auch die, die jetzt noch kommt) zu den ersten Wehen einer geistigen Wiedergeburt des Volkes Israel führen. Diese besteht
1. in der Rückkehr zum mosaischen Glauben und zum Glauben Abrahams, und
2. bei einem Teil von ihnen in der Erkenntnis, daß Jeshua, der gekreuzigt wurde, ihr Messias ist.
Von dieser großen Drangsal und nachfolgender Umkehr und Geistausgießung spricht ausführlich auch der Prophet Sacharja, vor allem in seinem 12. Kapitel, V. 2 und 10-14.
Bitte, lesen Sie im Propheten Jeremia die Kapitel 30 und 31 und beachten Sie, was da über Israel bzw. Ephraim, die 10 Stämme, gesagt wird! Man kann es nur mit tiefbewegtem Herzen lesen. Das Volk der dem Schwerte Entronnenen hat Gnade gefunden in der Wüste, d. h. am Bergungsort (31, 2). Und dann folgt der 3. Vers, den Luther in einmaliger Schönheit und Innigkeit übersetzt hat: “Ich habe dich je und je geliebt, darum habe Ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte!” Dies gilt den 10 Stämmen Israels. Dieses Zu-Gott-Hinziehen wird noch kommen.
Weiter hören wir in Jeremia 31: Siehe, Ich bringe sie (den Überrest Israels) aus dem Lande des Nordens (wo sie offenbar kompakt beieinander wohnen) und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde (V. 8). Weiter V. 9: Denn Ich bin Israel (den Nordstämmen) zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. — V. 20: Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein Kind der Wonne? Denn sooft Ich auch wider ihn geredet habe, gedenke Ich seiner doch immer wieder. Darum ist mein Innerstes um ihn erregt; Ich will mich gewißlich seiner erbarmen, spricht der Herr. — Wer denkt da nicht an Jesaja 49, wo Jesaja mit fast denselben Worten zu Juda (Zion) spricht? (Jes. 49, 15.16). Und mit ebensolcher Innigkeit spricht nun hier Jeremia zu den Nordstämmen.
Darum ist es auch kein Wunder, daß der neue Bund nicht nur mit Juda, sondern auch mit dem Hause Israel geschlossen wird (Jer. 31, 31-34), ja, Israel wird sogar zuerst genannt. “Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und Ich werde ihr GOtt, und sie werden mein Volk sein … Sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten … Denn Ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.”
Sind das nicht herzbewegende Verheißungen und Äußerungen einer gewaltigen, unbegreiflichen Liebe? Dem Volk, das von den Propheten so furchtbar getadelt und verurteilt worden ist im Namen GOttes, wird eine solch innige Liebe entgegengebracht.
“In jenen Tagen und zu jener Zeit”, heißt es dann in Jer. 50, 4, “werden die Kinder Israel kommen, sie und die Kinder Juda zusammen; fort und fort weinend, werden sie gehen und JHWH, ihren GOtt, suchen.” Dies gilt zwar nach dem Zusammenhang in erster Linie für die Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft; doch damals erfüllte sich dieses Wort nur in sehr schwacher Weise; darum muß die Vollerfüllung, wie immer in solchen Fällen, noch in der Endzeit kommen.
Eigentlich könnte ich hier abschließen; denn es ist das bis jetzt aus der Schrift Gehörte schon so überwältigend, daß wir keines weiteren Zeugnisses mehr bedurften; aber der Prophet Hesekiel setzt mit seiner bildhaften Deutlichkeit noch allem die Krone auf. Man sollte es kaum glauben, daß es ein Volk gibt, dem das alles in einer solchen Fülle verhelfen worden ist, ein Volk, dem das heute noch gilt, das es aber nicht mehr glaubt, ja in der Masse gar nicht mehr darum weiß!
Hesekiel, ein Zeitgenosse des Jeremia, war im Jahre 593 berufen worden. Er wendet sich zwar an Juda; jedoch schließt er genau wie Jeremia in seine Weissagungen Israel, d. h. das ehemalige Nordreich, mit ein.
Lesen Sie einmal das 16. Kapitel dieses Propheten, und Sie werden erschüttert sein. Da werden die Sünden Judas und Jerusalems schlechter beurteilt als die Samarias, der Hauptstadt des Nordreiches. Zur Zeit der assyrischen Gefangenschaft hatte Gott Juda noch verschont, weil dort der Abfall noch nicht so schlimm war — aber Juda hat es nachgeholt., und Jerusalem hat Samaria an Sündhaftigkeit noch übertroffen! Aber, GOtt will “die Gefangenschaft Samarias und ihrer Töchter wenden”, und “Samaria und ihre Töchter werden zurückkehren zu ihrem früheren Stande”, und der Herr will Seines Bundes gedenken und einen neuen, ewigen Bund errichten (V. 53.55.60).
Dann kommt in Hesekiel 37, 15-28 das große Bild von der Wiedervereinigung der beiden Häuser Juda und Ephraim, dargestellt an den beiden Stäben oder Hölzern, die der Prophet zusammentun muß. Dort lesen wir: “Siehe, Ich werde die Kinder Israel aus den Nationen herausholen, wohin sie gezogen sind, und Ich werde sie von ringsumher sammeln und sie in ihr Land bringen. Und Ich werde sie zu einer Nation machen im Lande, auf den Bergen Israels, und sie werden allesamt einen König zum König haben, und sie sollen … sich fortan nicht mehr in zwei Königreiche teilen … Und mein Knecht David wird König über sie sein” (V. 21.22.24).
Zu bemerken ist von Sacharja (rd. 500 v. Chr.), daß er in Kap. 9, V. 10 bis 13 die Rückkehr Ephraims erwähnt und (zusammen mit Juda) den Sieg über die Weltmacht Griechenland, verkörpert in Antiochus Epiphanes, dem Vorläufer des letzten Weltdiktators, des “Tieres” in Offb. 13 u. 17. In Kap. 10, 9 heißt es merkwürdigerweise, daß Ephraim — im Gegensatz zu Juda — schon in fernen Landen seines GOttes gedenken und wiederkommen wird aus Ägypten und Assyrien.
Kann man bei solchen Worten noch zweifeln, daß sie in buchstäblicher Weise Wahrheit werden sollen? Soll die menschliche Wissenschaft, menschliches Denken und Forschen, mehr Gewicht und Wahrheitsanspruch besitzen als die in so reichem Maße ausgesprochene göttliche Offenbarung?
Diese prophetischen Aussagen sind mit dem, was die Wissenschaft über die “verlorenen Stämme” behauptet, aber auch mit dem, was die sogen. Zehn-Stämme-Lehre sagt, unvereinbar. Denn GOtt kann die Kinder Israel nicht, wie wir gelesen haben, aus den Nationen herausholen, wenn sie selber die Nationen sind!
Soll man bei dem historischen Verschwinden der 10 Stämme annehmen, daß GOttes Wort auf einmal nicht mehr wörtlich zu nehmen sei und Gott sich für das Verlorene Ersatz aus den Nationen holen müsse? Oberflächlich betrachtet, könnte diese Annahme ihre Bestätigung durch den Apostel Shaul/Paulus finden, etwa in Römer 11, 11-20. Doch gerade in diesem Kapitel bezeugt ja der Apostel Paulus die Wiederherstellung ganz Israels, aller 12 Stämme, durch die künftige Wieder-Einpfropfung aller Zweige Israels (V. 23f.) und durch die Tatsache von V. 26, daß ganz Israel noch errettet wird, wenn aus Zion der Erretter kommt. Paulus spricht auch in seiner Rede vor Agrippa von der Hoffnung des zwölfstämmigen Israels (Apg. 26, 7), und Jakobus wendet sich in seinem Brief an die zwölf Stämme in der Zerstreuung (Jak. 1, 1), natürlich nur, soweit sie an Jeshua gläubig geworden sind.
Wir finden außerdem im prophetischen Wort noch zwei namentliche Aufzählungen aller zwölf Stämme Israels: Hesekiel 48, wo die Neuordnung im kommenden Friedensreich geschildert wird, und Offenbarung 7, wonach in der Endzeit aus allen zwölf Stämmen eine Minderheit versiegelt werden wird: 12 mal 12.000 = 144.000. Diese werden namentlich aufgezählt, und es ist merkwürdig, daß trotzdem auch Juden, gelehrte Juden, wie z. B. Schalom Ben-Chorin, meinen: “Das gilt nur bildlich, und damit seid ihr Christen gemeint, und nicht wir!” Aber was für einen Sinn hätte dann die namentliche Aufzählung?! Nein, GOttes Wort ist hier wörtlich zu nehmen.
Übereinstimmend sagen uns also die Propheten Israels und das sog. Neue Testament: Die Reste der 10 Stämme werden wiederkommen. Dies geschieht auf zwei Weisen: Einmal kommen sie aus den Ländern, die Jesaja und die anderen Propheten namentlich aufzählen, und da treten ganz deutlich Assyrien und Ägypten als immer wieder erwähnte Länder hervor. Die übrigen wird GOtt aus all den Ländern ihrer Zerstreuung zurückführen.
Nun könnte die Frage gestellt werden: Wie wird denn GOtt Seine Verheißungen erfüllen? — Das müssen wir GOttes Geheimnis sein lassen. Wir können das nicht wissen. Er allein weiß die verborgenen Wohnsitze der Überreste, auch wo sie heute noch wohnen. Er kann bei denen, die selber von ihrer Herkunft nichts mehr wissen, alte Traditionen wieder lebendig machen. Er kann aus den unterbewußten Schichten der menschlichen Seele Ahnungen einer Zugehörigkeit zu Israel zu Gewißheiten erwecken. Das kann Er; so etwas gibt es, gibt es heute schon. — Wie dem auch sei, wollen wir der Allmacht GOttes Grenzen setzen und es besser wissen als Sein geoffenbartes Wort der Wahrheit?
Darum freuen wir uns jetzt schon mit Israel und preisen seinen Gott, der auch unser GOtt und Vater ist in Jeshua Ha Mashiach, dem Messias Israels und dem Haupt Seiner Gemeinde. GOtt sei gelobt und gepriesen! Amen.
(Habe mir das Recht vorbehalten Namen richtig zu schreiben.., euer Admin.)


Zuletzt von Admin am 1/6/2012, 04:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Admin am 29/5/2012, 23:58

dann ganz grosses Lob und herzlichen Dank und Shalom euch Allen,

der Ewige belohne euch und sende Seine ganze Liebe in euer Herz und tröste euch und gebe euch Stärke in Seiner Freude und Kraft, gelobt sein Heiliger Name.

Ja! ..bleiben wir nicht stehen und gehen wir weiter..

Das Heil für die Völker aus rabbinischer Perspektive: Auch Nichtjuden müssen gewisse Grundprinzipien der Tora, des jüdischen Religionsgesetzes, einhalten, denke dass dies sogar eine grosse Gnade und ein Privileg ist für Viele. Wie so ein Rettungsanker..
Diese Minimalvorschriften sind zusammengefasst in den sieben Noachidischen Geboten.
Die Liste dieser variiert, in der bekanntesten Fassung von bSan 56a/b enthält sie ein Gebot und sechs Verbote.
Die Verbote von Götzendienst, Mord, Unzucht, Blasphemie, Raub und Brutalität gegen Tiere werden ergänzt durch das Gebot, Gerichtshöfe einzusetzen.
Diese Regelungen, die nur teilweise einen Anhalt an der Schrift der Sintflutgeschichte in Berechit/Anfang/1-Moshe 9,4-6) haben, werden als Anweisungen GOttes an die Nachkommen Noahs, also faktisch an die ganze Menschheit, verstanden.
Nichtjuden werden also nicht auf alle 613 Gebote und Verbote der Tora verpflichtet, sondern für Heiden reicht nach jüdischer Sicht dieser Minimalkatalog, um Anteil an der kommenden Welt/Olam HaBah zu bekommen.

Nicht Herkunft, sondern moralische Bewährung wäre dann die Formel und hier entscheidet sich die Teilhabe am himmlischen Reich nicht an der Zugehörigkeit zu den Nachkommen Esaus, sondern daran, wie diese Nachkommen sich gegenüber Israel verhalten. Nicht Abstammung also ist das Kriterium der endzeitlichen Rettung, sondern moralisches Verhalten.
Dieser Grundsatz erinnert uns nun an den Völkersegen, der in Berechit 12,3 dem Abraham zugesprochen wird: Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
Sowohl die Bibel der Christen und Freunde Jeshuas als auch der Talmud können sich vorstellen, dass Heiden als Heiden also ohne zum Judentum zu konvertieren, gerettet und gesegnet werden.
Diese Heilszusage ist also an eine Bedingung geknüpft: Segen für die Völker, auch für Christen und so weiter, wird es nur geben, wenn diese sich Israel gegenüber bewähren, wenn diese es nicht, wie in der Vergangenheit so oft geschehen, entrechten, verfolgen, auslöschen wollen und ihm das väterliche Erbe streitig machen.

Doch nun haben wir hier viele Ausführungen gefunden die uns Zeugnis geben über verlorene Stämme die gesucht und auch Teile gefunden werden nach und nach, durch Bemühungen vieler Einzelner Rabbiner und auch Menschen denen das Anliegen GOttes wichtig ist.

ER selbst initiiert, in den Herzen eine Bewegung und erfüllt Seine Zusagen und Verheissungen.
Es ist spannend hier Zeuge werden zu dürfen..
Ja! Wir werden Zeugen in einer wunderbaren Zeit, jedoch auch eine Zeit der Läuterung und grossen Umkehr zu Elohim. Wir haben eine Chance mehr, als nur das Nötigste zu tun, als Jude oder Israelit, als Christ, oder sonst Gläubiger..

Wir haben Datenbanken um jüdische Wurzeln zu finden oder nach Vorfahren zu forschen die aus den verschwundenen Stämmen sein könnten, (bei Info und Tipps könnt ihr dazu noch mehr erfahren hier im Forum) auch DNA Analysen stehen der heutigen Zeit zur Verfügung, doch all die modernen Techniken werden uns vielleicht nicht da hin bringen was wir uns erhoffen, alle verschwundenen Stämme haben sich vermischt so wird eine genaue Bestimmung fast unmöglich..

Weiter haben wir eine ganze Bewegung von Christenheit die meint sie seien auch Haus Israel, dies ist nicht auszuschliessen, wenn wir bedenken, dass das Haus Israel die 10 verschwundenen Stämme meint und nicht alle 12 Stämme die gemeinsam die Kinder Israels sind, oder das Haus Juda.

Mit Sicherheit auch noch die geistliche Dimension die wir nicht vergessen dürfen mit den beschnittenen Herzen, hier findet ihr auch Beiträge in diesem Forum in verschieden Beiträgen.

Nun zurück, haben wir in einem der Berichte noch diesen Schlusssatz:

Ich denke, das müssen wir GOttes Geheimnis sein lassen. Wir können das nicht wissen. ER allein weiß die verborgenen Wohnsitze der Überreste, auch wo sie heute noch wohnen. ER kann bei denen, die selber von ihrer Herkunft nichts mehr wissen, alte Traditionen wieder lebendig machen. Er kann aus den unterbewußten Schichten der menschlichen Seele Ahnungen einer Zugehörigkeit zu Israel zu Gewißheiten erwecken. Das kann ER; so etwas gibt es, gibt es heute schon.
In diesem Punkte brauchen wir der Allmacht GOttes keine Grenzen zu setzen die auf unser menschliches Unverständnis basieren.

Wie könnte ER seine Kinder vergessen oder nicht wieder erkennen!!
Trotzdem wagen wir diese Frage: wie nun wird Elohim die Nachkommen der 10 "verlorenen" Stämme erkennen? Ganz einfach zu beantworten, denn ER sieht uns in das Herz und ER kennt uns, niemals wird ER seine Kinder vergessen..
Doch wie finden wir unsere Brüder und Schwestern, wie finden Menschen diese Stämme wieder und woran werden wir sie erkennen?! Wie finden die Zwei übrig gebliebenen Stämme die restlichen Zehn Stämme wieder??

Bestimmte Mindestvoraussetzungen zur Integration sind Erkennungsmerkmale, dies haben wir in einem der ersten Berichte lesen können von Rabbi Elijahu Avichail von Jerusalem, dazu gehören Eingliederung zu dem Volk Israel`s, bedingungslose Teilnahme an 
seinen Leiden, seinen Freuden, seinem Land, seinen Problemen, 
seiner Heilung und Versöhnung, seiner Erwartungen, seines Glaubens, tatsächliche und wahrhaftige Unterstützung in Allem!
Dann an der Absage vom heidnischen Götzentum, 
sowie Abkehr von der Religion, die dem ganzem Volke Israel schaden will. Totale Hinwendung zur TORAH und TENACH als Fundament des Glaubens und die Ausübung der gegebenen Zeremonialgesetzen die dem Volk gegeben wurde, Shabbat heiligen und die Festtage die Elohim selbst aufgetragen hat diese zu feiern, wie Mitwirken zum weiteren Aufbau und Schutz des Landes Israel in allen Bereichen und dann auch an der Bereitschaft der Anpassung zu einem bestehenden Staatsgebilde. Dies hat nichts mit Zionismus zu tun sondern mit Gehorsam und gutem Willen und echter Liebe, Barmherzigkeit und Wahrheit.
Dieser Meinung sind nicht nur Israeliten oder strenggläubige Juden, auch das liberale Judentum und Strömungen der messianischen Juden wie einzelne Jeshua Anhäger vertreten diese Meinung.
Weltweit können wir einen Trend feststellen, dass man wieder zu den Grundwerten zurück will, Shabbat gefeiert wird und vieles mehr..

Auf dass uns nicht der Hauch GOttes ausgeht! Lieber Vater ich danke Dir für Dein sanftes Wecken und Wirken, Deine Liebe und Deinen so liebevollen Ruf, freue mich so über alles was DU tust und will jeden Tag neu in Deine Heiligen Werke eintreten und tun was DU mir sagst. Ich liebe Dich mein lieber Vater JHWH und ich bete Dich an im Geist und in der Wahrheit! Segne Dein Volk und Deine Kinder überall, ich preise Dich und danke Dir lieber Vater.


Shalom euch allen und bis bald, eure Anastasia.

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Anbetung dir Vater im Himmel in Geist und Wahrheit.

Beitrag  Admin am 30/5/2012, 11:21



Vater im Himmel, Vater in meinem Herzen wohnend, Vater ich bete dich an nicht für das was du tust sondern für das was DU BIST, mein GOtt und Vater.
Ich bete dich an wo immer DU BIST, ich ehre dich und sinke auf mein Angesicht dich anzubeten, nur DU allein bist der Anbetung würdig. Heilig, Heilig bist DU HERR der Heerscharen, erfüllt die Erde mit Deinem Ehrenschein, Heilig bist DU und ich bete dich an.

DU lieber Vater JHWH, aus der Anbetung heraus gebiete ich gemäss der Autorität allen Geistern der Verdunkelung und des Vergessens, dem Geist der Unterdrückung und dem Verleumder und Verwirrer zu weichen aus dem Leben meiner Geschwister die sich in den vermissten Zehn Stämmen befinden. Dies gebiete ich gemäss Deinem Willen lieber Vater JHWH, im Namen Jeshua HaMashiach den Du uns gegeben hast, Kraft Deines Ruach HaKadosh. Ich will dass meine Geschwister frei gesetzt werden ihre Wurzel zu erkennen und ihr Unterbewusstsein entwirrt und frei ist, DICH LIEBER VATER zu erkennen, anzubeten und zu lieben, Dir immer in allem zu gehorchen und zu vertrauen. Sie sollen "Jetzt" frei gesetzt sein, in Deinem Schutz der Anbetung in Geist und Wahrheit zu weilen. A-mein. Anbetung dir dem HÖCHSTEN G`TT JaHWeH, und HERRN DER HERREN, KÖNIG ALLER KÖNIGE für immer und ewig. A-mein, ja A-mein.

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Re: Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

Beitrag  Admin am 1/6/2012, 18:38


Shalom Shabbat meine Lieben,

habe euch hier ein paar wichtige Dinge als Zusammenfassung zusammen getragen!
http://meineschafe.aktiv-forum.com/t132-olbaum-wurzel-und-zweige

Dort können wir auch noch weiter in die Tiefe gehen.., und auch Fragen und Antworten!

Alles liebe eure Anastasia

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Re: Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

Beitrag  Suzanah am 12/6/2012, 20:33



SCHALOM IHR I love you

.........da hätte ich noch was im Angebot, auch interessant und was von den 10 Stämmen Exclamation Exclamation Exclamation

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland

Danke für all die Info`s Wink und alle lieb UMARM cheers
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Re: Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

Beitrag  Admin am 11/4/2013, 21:19


Schalom euch allen,

auch hier weiteres zu lesen! http://meineschafe.aktiv-forum.com/t236-das-volk-der-kelten#1443

Es geht um Germanen, Skythen, Kelten usw.

Im neuen Tread SPURENSUCHE-Urvölker-Völker-Dna-Haplogruppen unter diesem Link findet ihr weitere Themen: http://meineschafe.aktiv-forum.com/f30-spurensuche-urvolker-volker-dna-haplogruppen
einfach anklicken lesen und wer mehr Info oder Fragen hat einfach posten.

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Re: Die 10 Verschwundenen Stämme, das Haus Israel

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